Die Lokführer der GDL dürfen bundesweit auch Güterzüge und ICEs bestreiken. Dies hat das Landesarbeitsgericht in Chemnitz entschieden. Allein Arbeitskämpfe im Güterverkehr können laut Experten schnell zu Milliardenkosten für die Wirtschaft führen. Das Sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz Lokführerstreiks hat Streiks auch im Güter- und Fernverkehr der Deutschen Bahn erlaubt. Das teilte das Gericht nach dem Ende einer mündlichen Berufungsverhandlung mit. Zuvor hatte die Lokführer-Gewerkschaft GDL angekündigt, frühestens ab Montag, dem 5. November, weiterzustreiken. Nach dem Urteil schüttelten sich GDL-Chef Manfred Schell und sein Stellvertreter Claus Weselsky zufrieden die Hände. Ihre rund 30.000 Mitglieder zählende Lokführer-Gewerkschaft hat einen Sieg …
Nein, natürlich nicht. Dennoch gibt es ein entsprechendes Angebot der DB Netz AG. Warum? Weil ca. 1993 die DR die beiden Streckengleise – die weiter betrieben werden und nicht zur Stilllegung anstehen – in ihre heutige Lage versetzte und nun das EBA der Auffassung ist, dass das im damaligen Streckenverlauf noch z. T. vorhandene alte Gleis eine „Strecke“ darstelle. Da die DB Netz AG nun die Flächen dieser alten Trassierung anders nutzen möchte, hat das EBA sie zur Durchführung des Stilllegungsverfahrens gezwungen. Die DB Netz AG kommentiert dies allerdings in trockener Ironie mit der Formulierung …
Einstweilige Verfügung abgelehnt Drei Bürgerinitiativen und ein Anwohner der Bahnstrecke in Lindow (Ostprignitz-Ruppin) hatten am Montag eine einstweilige Verfügung gegen den Transport beim Verwaltungsgericht Köln beantragt. Dort hat die Deutsche Bahn Netz AG ihren Sitz. Die Antragsteller befürchten, dass drei Brücken auf der Bahnstrecke unter der Last des Reaktordruckgefäßes zusammenbrechen könnten. Das Verwaltungsgericht lehnte den Antrag jedoch ab. Auch die Bündnisgrünen forderten von der verantwortlichen Firma Energiewerke Nord, den geplanten Reaktortransport auszusetzen. Es gebe zahlreiche ungeklärte Fragen im Hinblick auf die Sicherheit der Bahnstrecke, über die der Reaktor rollen soll, sagte Grünen-Landeschef Axel Vogel. Hinweise von Bürgerinitiativen auf offensichtliche Sicherheitsmängel habe die Bahn nicht entkräften können. Vogel fordert, dass die Bahn AG vor allem die Tragfähigkeit der drei Brücken bei Lindow durch ein unabhängiges Gutachterbüro überprüfen lässt. Brücken zu schwach? Die Bahn AG habe den Verkehr auf der umstrittenen Bahnstrecke Ende 2006 für etwas schwerere behindertengerechte Personenwaggons mit der Begründung gestoppt, die dort zu überquerenden Brücken seien für Lasten über 18 Tonnen nicht mehr tauglich. Die Bahn wies die Vorwürfe, dass sich die Strecke in keinem sicheren Zustand befinde, als gegenstandslos zurück. Sie will die Brücken zusätzlich abstützen. „Ich erwarte von der DB AG und dem Eisenbahnbundesamt, dass alles getan wird, um die Brücken auf der Strecke bei Lindow absolut sicher zu machen“, sagte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD). „Bei einem derartigen Transport muss Sicherheit das oberste Gebot sein.“ Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) hält den Rücktransport auf der Schiene für sicher. „Wer den Rückbau kerntechnischer Anlagen will, muss auch Transporte zulassen“, sagte er am Montag bei einem Besuch im ehemaligen Kernkraftwerk.
Berlin (dpa/bb) – Die BVG hat nahe dem Berliner Hauptbahnhof vier tonnenschwere U-Bahn-Wagen mit einem Schwerlastkran aus dem Tunnel- Stutzen der künftigen Linie U55 geholt. Die Wagen hatten ein Jahr lang Probe- und Messfahrten auf der kürzesten Berliner U-Bahn-Strecke absolviert und müssen nun zum TÜV, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die sogenannte «Kanzler-U-Bahn» soll später den Hauptbahnhof mit dem …
Sonst droht Wagenmangel 29.10.2007 Lokales – Seite 25 Peter Neumann
Mehr als 30 Jahre sind diese U-Bahnen schon unterwegs. Doch inzwischen haben ihre altersbedingten Schäden ein Ausmaß erreicht, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) entscheiden mussten, wie es mit den Zügen der Serie A 3 L 71 weitergeht. Nun steht fest: Die 102 Wagen, die noch eine relativ gute Substanz aufweisen, werden aufgearbeitet und weitere zehn Jahre eingesetzt. Bislang sollten die Wagen 2008 bis 2011 auf den Schrott. Als die U-Bahner die 132 Wagen untersuchten, stellten sie an vielen weitläufige Korrosionsschäden fest. In Einzelfällen hatte sich das Aluminium der Wagenkästen so weit zersetzt, dass es bereits zu Ermüdungsbrüchen gekommen war. Die meisten Züge dieser Bauserie, die Orenstein & Koppel 1972 und 1973 hergestellt hatte, sind zwar noch betriebsfähig – doch nicht mehr lange. Jetzt will die BVG 102 Wagen „ertüchtigen“. Dafür werden ab 2008 rund …
Die geplante S-Bahn-Strecke vom Hauptbahnhof zum Nordring wird frühestens 2014 fertig, teilte der Senat auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Rainer Ueckert hin mit. Ursprünglich sollte der Bau der S 21 Nord in diesem Herbst beginnen. Nun hieß es, dass dies „nicht vor dem vierten Quartal des Jahres …
KARLSHORST. Wegen einer Großbaustelle der Deutschen Bahn wird der Lichtenberger Ortsteil Karlshorst am nächsten Wochenende zur Sackgasse. Die Bahn demontiert die beiden alten Brücken am S-Bahnhof und ersetzt sie durch einen Behelfsbau. 2009 soll das Provisorium durch eine neue Brücke ersetzt werden. Dann wird auch die Brückendurchfahrt verbreitert, und das Nadelöhr an der Treskowallee verschwindet. Eigentlich sollten diese Arbeiten schon in diesem Jahr beginnen. „Wir hatten jedoch Verzögerungen bei der Planung“, sagt Projektleiter Gunnar Landgraf von der Deutschen Bahn. Wegen komplizierter Eigentumsverhältnisse habe es langwierige Verhandlungen gegeben, hinzu kam der unerwartet heftige Widerspruch von Seiten der Anwohner – sie befürchten eine Zunahme des Verkehrs. All das habe das Verfahren deutlich verzögert. Weil aber die mehr als hundert Jahre alten Brücken bis zum Baubeginn nicht mehr halten, müssen sie jetzt …
Berlin (dpa/bb) – Die Bauarbeiten auf der U-Bahnlinie 9 zwischen Zoologischer Garten und Leopoldplatz dauern noch bis zum 5. November. Ein Ersatzverkehr sei eingerichtet, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Freitag mit. Wegen des Schienenersatzverkehrs mit Bussen kommt es zu bis zu 25 Minuten längeren Fahrzeiten. Auf dem 5,2 Kilometer langen Streckenabschnitt baut die BVG …
WUSTERMARK Am alten Rangierbahnhof Wustermark (Havelland) treibt der Herbstwind Laub über den Parkplatz. Es ist 13 Uhr, Dienstbeginn für Michael Krönke, Lokführer bei Railion, der Gütersparte der Deutschen Bahn. Der 44-Jährige ist seit 25 Jahren Eisenbahner und leitet nebenbei die Ortsgruppe Wustermark der Lokführergewerkschaft GDL. Vor ihm liegt eine 14-stündige Arbeitsschicht. Den pünktlichen Arbeitsbeginn um 13.05 Uhr hält er per elektronischer Stechuhr fest, informiert sich noch über eventuelle Veränderungen der Dienstpläne und die aktuellen Langsamfahrstellen und schaut in sein Postfach. Vor einigen Tagen lag dort ein Brief von Bahnchef Hartmut Mehdorn. „Bis Ende Oktober hätten wir Zeit, den Transnet-Abschluss zu unterschreiben, stand darin“, sagt er. Aber von seinen Kollegen habe das fast niemand getan. 4,5 Prozent mehr Lohn und eine …
Dank des unermüdlichen Einsatzes ehrenamtlicher Parkeisenbahner, der Unterstützung durch die Bevölkerung und vieler Firmen kann trotz des schweren Brandanschlages bei der Parkeisenbahn Wuhlheide im April diesen Jahres wieder ein Nikolausfahrbetrieb im gewohnten Umfang angeboten werden. Wer glaubte, der Nikolaus kommt in seinem Schlitten, gezogen vom legendären Rentier Rudolf, wird sich in der Wuhlheide staunend umschauen. Der Schlitten ist ein ganzer Eisenbahnzug, gezogen von einer Dampflok. Groß und Klein sind in der Vorweihnachtszeit am zweiten Adventswochenende zur „Kleinen Bahn für große Augen“ eingeladen. Die Rundfahrt mit dem weihnachtlich geschmückten Dampfzug der Parkeisenbahn durch die Wuhlheide zusammen mit dem Nikolaus ist besonders für Kinder ein Erlebnis. Der Weihnachtsmarkt im Betriebswerk mit Basteltischen, der Spielwiese sowie umfangreichen Angeboten an Snacks und Glühwein lädt anschließend zum Verweilen ein. Am Samstag, 08. Dezember und Sonntag, 09. Dezember in der Zeit von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr beginnen die Fahrten halbstündlich am Hauptbahnhof der Parkeisenbahn im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) Wuhlheide. Der Fahrpreis für Kinder beträgt 7 Euro inklusive Nikolaustüte (Erwachsene dürfen für 5 Euro dabei sein und erhalten einen Glühwein gratis). Aufgrund des begrenzten Platzangebots werden die Nikolausfahrten mit Reservierung angeboten und können bis spätestens 25. November 2007 über Telefon 53 89 26 60 vorbestellt werden. Für Kindergarten- und Schulgruppen kommt der Nikolaus bereits vom 3. bis 7. Dezember 2007 und lädt zu halbstündigen Fahrten durch die winterliche Wuhlheide ein. Auch hierfür ist eine Voranmeldung erforderlich (Pressemeldung Berliner Parkeisenbahn, 25.10.07).