Bahnhof Friedrichstraße gestern Morgen: Die Rolltreppen hinauf zu den Bahnsteigen der S-Bahn rumpeln wieder. Der Bauzaun, der den Zugang zwei Wochen lang versperrte, steht noch. Erst ein paar Stunden zuvor hatten ihn Bahn-Mitarbeiter beiseite gerückt. Eines der wohl blamabelsten Kapitel in der 85-jährigen Geschichte der Berliner S-Bahn, die Sperrung der Stadtbahn, ging damit zu Ende. Seit Betriebsbeginn, 4 Uhr, rollen die rot-gelben Schnellbahnzüge wieder zwischen Zoo und Ostbahnhof. Die Teilung von Ost und West im S-Bahn-Netz – ausgerechnet im 20. Jahr nach dem Mauerfall – hatte dem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn europaweit Spott und Häme beschert. Der verheerende Imageverlust war ganz offensichtlich einer der Gründe, warum die S-Bahn die eigentlich erst für den 10. August angekündigte Teil-Aufhebung ihres Notfahrplans um eine Woche vorzog. Die Bedeutung dieses …
Berlin – Bei einem Zug der Berliner S-Bahn hat es am Dienstag wieder ein technisches Problem gegeben. Ein Zug der Linie S5, der vom Olympiastadion Richtung Strausberg unterwegs war, musste aus dem Verkehr gezogen werden, teilte ein S-Bahnsprecher mit. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden, sie konnten in einem anderen Zug weiterfahren. Sie hatten Qualm an einem …
Die S-Bahn fährt wieder auf den meisten Strecken. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung kündigte der neue Chef Peter Buchner weitere Verbesserungen an und lehnte zusätzliche Entschädigungen für die Kunden ab. Das ist das erste Interview, das er seit Beginn der Krise gegeben hat.
Herr Buchner, zwei Wochen lang galt bei der S-Bahn ein Notfahrplan. Gestern wurde der Betrieb wieder etwas hochgefahren. Haben Sie in der Nacht gut geschlafen?
Nein. Vor allem bin ich sehr früh wach geworden. Um kurz vor fünf Uhr hat mich Maik Dreser, der bei uns in der Geschäftsführung für die Produktion zuständig ist, zu Hause angerufen. Aber seine Nachrichten waren sehr beruhigend. Der S-Bahn-Verkehr ist Montagmorgen …
Wegen Bauarbeiten auf der S-Bahn-Linie S 1 zwischen den Bahnhöfen Wannsee und Schlachtensee ist nun auch diese Linie bis 11. August 2009 unterbrochen. Damit gibt es zur Zeit keine umsteigefreie S-Bahn-Verbindung von Potsdam nach Berlin. Wer aus Potsdam oder den südlichen Berliner Bezirken kommt, muss weiterhin mehrmals zusätzlich umsteigen und hat längere Fahrzeiten. Der DBV Berlin-Brandenburg hat kein Verständnis für die Behandlung der Potsdamer als Fahrgäste 3. Klasse. Die Bauarbeiten auf der Linie 7 sind planmäßig beendet worden und so könnte zumindest die S 7 von Westkreuz über Wannsee nach Potsdam durchfahren. Leider jedoch sind die Züge immer noch so knapp, dass entschieden wurde, den Verkehr weiterhin ruhen zu lassen und stattdessen die Züge als zusätzliches Angeot zur Mitte August in Berlin stattfindenden Leichtathletik-WM einzusetzen. Der zusätzliche Einsatz von Regionalverkehrszügen auf der Relation Potsdam Hbf – Wannsee ist in diesem Abschnitt keine richtige Alternative. Die Züge verkehren außerhalb des starren Taktfahrplanes. Wer deshalb umsteigen muss, hat somit in der Regel längere Wartezeiten einzuplanen, da die Ankunfts- und Abfahrtszeiten nicht auf Anschlüsse des Stadtverkehrs in Potsdam und Berlin abgestimmt sind. Hinzu kommt, dass die Regionalzüge nicht in Babelsberg, Griebnitzsee, Nikolassee und Grunewald halten. Von einem Ersatz zu sprechen, ist deshalb nach Ansicht des DBV maßlos übertrieben. Nach Zeitungsberichten hat die DB AG die Entscheidung zu vertreten, den ihrer Meinung nach nicht sinnvollen Verkehr nach Potsdam auszusetzen. Der DBV rät allen Fahrgästen, die jetzt einen erheblich längeren Weg zu ihren Ziel haben, sich mit einem entsprechenden Beschwerdebrief und der konkreten Darlegung ihrer längeren Wege und Wartezeiten an die DB AG zu wenden und eine Entschädigung einzufordern. Wer eine Monats- oder Jahreskarte gekauft hat, hat damit auch ein bestimmtes Angebot eingekauft. Wenn das jetzt fast wöchentlich schlechter wird, besteht zumindest für den Verursacher der Verschlechterung die moralische Verpflichtung den entstandenen Schaden wieder gut zu machen. Befremdlich ist auch die Äußerung aus dem Potsdamer Verkehrsministerium, wonach Potsdam nicht abgeschnitten sei. Auch hier scheint man nicht die Wichtigkeit einer zuverlässigen und schnellen S-Bahn-Verbindung in die Landeshauptstadt erkannt zu haben. Denn nicht nur Berufspendler sind von der jetzt schlechten Anbindung betroffen, sondern auch Ausflügler und Touristen haben es schwerer (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 04.08.09).
Innenstadtbahnhöfe wieder geöffnet / S-Bahn-Strecken zum Flughafen Schönefeld, nach Wartenberg, Mühlenbeck-Mönchmühle und Spandau wieder am Netz
(Berlin, 3. August 2009) Seit dem frühen Montagmorgen fahren die rot-gelben Züge der Berliner S-Bahn wieder über die Stadtbahn. Die wichtige Ost-West-Verbindung war seit dem 20. Juli außer Betrieb, da zwei Drittel der S-Bahn-Fahrzeugflotte zu technischen Untersuchungen in die Werkstatt musste.Mit zusätzlichen Regionalzügen und Ergänzungs- angeboten bei U-Bahn, Straßenbahn und Bus konnten den Fahrgästen umfangreiche Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Die zwischenzeitlich geschlossenen Stationen Tiergarten, Bellevue, Hackescher Markt und Jannowitzbrücke sind seit heute früh wieder auf der Schiene erreichbar und werden von den Fahrgästen gut angenommen. Auch die Strecken zum Flughafen Schönefeld, nach Mühlenbeck-Mönchmühle, Wartenberg und Spandau sind seit dem Morgen wieder am Netz.
„Ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei allen Fahrgästen, die die schwierige Situation der letzten Wochen mit uns durchgestanden haben, für ihre Geduld“, sagte Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden auch weiterhin alles daran setzen, schnellstmöglich zum bewährten Angebot zurückzukehren.“ Der S-Bahn-Chef zeigte sich mit dem Wiederanlaufen des Verkehrs am Morgen zufrieden. Gleichzeitig warnte er vor allzu großer Euphorie: „Es wird bis in den Dezember hinein dauern, bis wir zum gewohnten Fahrplan zurückkehren können.“
Auf der Ringbahn fahren die Züge alle zehn Minuten. Neu ist der 10-Minuten-Takt auf der Linie S3 zwischen Ostbahnhof und Friedrichshagen. Auf den anderen Strecken gilt der 20-Minuten-Grundtakt. Damit fahren im Nord-Süd-Tunnel und auf der Stadtbahn jeweils neun Züge pro Stunde und Richtung. Parallel kann nach wie vor der Zusatzverkehr mit Regional- bahnen zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Berlin Ostbahnhof genutzt werden.
Zwischen Strausberg und Strausberg Nord sowie Westkreuz und Wannsee fahren weiterhin Busse. Wegen Brückenbauarbeiten ist die Linie S1 vom 3. bis 11. August zwischen Schlachtensee und Wannsee außer Betrieb. Dafür fährt alle zehn Minuten ein Schienenersatzverkehr von Wannsee nach Rathaus Steglitz, der zusätzlich den U-Bahnhof Krumme Lanke bedient. Die übrigen Ersatz- und Zusatzverkehre entfallen. Informationen zum aktuellen Angebot erhalten die Fahrgäste im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, in der neuen Extraausgabe der Kundenzeitung „punkt3“, in aktuellen Fahrplanaushängen auf den Bahnsteigen und am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.
Das Schlimmste ist bei der S-Bahn vorbei. Von der Baureihe 481, die wegen Problemen an Rädern und Achsen in die Werkstatt muss, stehen wieder 286 Wagen zur Verfügung. Zusammen mit den anderen Typen können 458 Wagen eingesetzt werden – also 128 mehr als bisher. 15 S-Bahn-Stationen sollen heute wieder geöffnet werden – unter anderem Alexanderplatz, Jannowitzbrücke, Hauptbahnhof, Bellevue, Tiergarten, Wartenberg, Hohenschönhausen, Alt- glienicke und Stresow. Auf fast allen Linien gilt aber weiterhin ein 20- Minuten-Takt. Die einzigen Ausnahmen sind der Ring (S 41/S 42) und die S 3 (Friedrichs-hagen-Ostbahnhof). Zwischen Potsdam und Berlin-Ostbahnhof bleiben die zusätzlichen Regionalbahnen noch bis 11. August im Einsatz. Die Regionalzüge, die montags bis freitags zwischen …
Der Fahrgastverband kritisiert, dass die S 1 und die S 7 zur selben Zeit unterbrochen sind Peter Neumann
Die Fahrgäste der S-Bahn Berlin können aufatmen – zumindest ein wenig. Von heute an rollen wieder mehr Züge. Wurden in den vergangenen Wochen nur 330 Wagen eingesetzt, so stehen ab jetzt 458 zur Verfügung. Sechs S-Bahn-Strecken, die vor zwei Wochen wegen Fahrzeugmangels stillgelegt wurden, können wieder eröffnet werden. Dazu zählen die Stadtbahn zwischen Zoo und Ostbahnhof sowie die S-Bahn-Abschnitte zum Flughafen Schönefeld und nach Spandau. Dagegen wird Potsdam wie berichtet vom Berliner S-Bahn-Netz abgeklemmt. „Dafür haben wir kein Verständnis“, kritisierte der …
Der Notstand bei der S-Bahn dauert an. Eines der traurigsten Kapitel in der Geschichte dieses Verkehrsmittels, das übrigens am Sonnabend 85 Jahre alt wird, ist noch nicht zu Ende. Denn voraussichtlich erst im Dezember wird den Fahrgästen wieder der umfangreiche Fahrplan geboten, den sie von früher gewohnt sind. Immerhin: Das Schlimmste ist vorbei. Auf sechs Strecken, die vor zwei Wochen wegen Wagenmangels stillgelegt werden mussten, sollen von heute früh an wieder S-Bahnen rollen. Auf 15 Stationen, die Geisterbahnhöfen gleich verwaist vor sich hin dämmerten, zieht neues Leben ein. Berlin versucht, zur Tagesordnung überzugehen. Doch die unrühmlichen Superlative, die sich die einst als Stolz der Stadt gerühmte S-Bahn erworben hat, werden sich aus der Geschichte nicht mehr …
Plötzlich leuchtete im Führerstand eine Warnlampe auf – Fahrgäste mussten den Zug der Linie S 2 verlassen Peter Neumann
Der Fahrer rief den Reisenden geistesgegenwärtig zu: „Alle hinlegen!“ Dann prallte die S 25 aus Teltow Stadt auch schon mit großer Wucht gegen einen Gleismesszug, der im Bahnhof Südkreuz stand. Nach dem Unfall vom 20. November 2006, bei dem 33 Menschen verletzt wurden, stellte sich heraus, dass die S-Bahn nicht genug Bremssand an Bord hatte. Sie war länger als erlaubt nicht in der Werkstatt gewesen. Nun ist erneut eine S-Bahn auffällig geworden, weil ihr Sand fehlte – was dazu führen kann, dass die Bremswirkung stark abnimmt. Wie erst jetzt bekannt geworden ist, musste der Zug auf der Linie S …
Gestern wurde der S-Bahnhof Bellevue geputzt, heute ist die Station Tiergarten an der Reihe. Berlins S-Bahn rüstet sich für den Montagmorgen. Denn dann wird der derzeit geltende Notfahrplan aufgehoben – auf sechs stillgelegten Strecken und 15 S-Bahnhöfen zieht neues Leben ein. Das heißt aber nicht, dass wieder alles so ist wie früher. Von den S-Bahnen, die für den Normalbetrieb benötigt werden, stehen lediglich 40 Prozent zur Verfügung, die anderen sind in der Werkstatt oder auf dem Abstellgleis. Darum gibt es weiterhin auf fast allen Linien nur einen 20-Minuten-Takt, oft sind Kurzzüge unterwegs. Zudem klafft auf der Ost-West-Strecke im Zentrum eine Lücke im Fahrplan. Wer Pech hat, muss dort 13 Minuten warten. „Bei der Planung für die nächste Woche ist uns leider ein kleiner Fehler unterlaufen“, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert. „Versehentlich wurde eine Zugfolgelücke auf der Stadtbahn übersehen.“ In Richtung Westen beträgt der Abstand …