(Berlin, 3. März 2010) Am 12. März 2010 beginnen die Bauarbeiten zur Grunderneuerung der S-Bahn-Strecke Schönholz – Tegel. Während einer fünfwöchigen Komplettsperrung wird der vier Kilometer lange eingleisige Abschnitt grundlegend modernisiert. Zeitgleich finden auch zwischen Tegel und Hennigsdorf umfangreiche Instandhaltungsarbeiten statt. Die Linie S25 verkehrt daher bis zum 16. April von Teltow Stadt kommend ab Schönholz weiter nach Waidmannslust. Neben einem Busersatzverkehr zwischen Wilhelmsruh und Hennigsdorf fahren stündlich Regionalzüge zwischen Gesundbrunnen und Hennigsdorf. Zwischen Birkenwerder und Hennigsdorf kann montags bis freitags zusätzlich die Linie RB 20 im 60-Minuten-Takt genutzt werden. Mit den U-Bahn-Linien U6 und U8 stehen auf Teilabschnitten weitere attraktive Alternativen zur Verfügung.
Bei der Wiederinbetriebnahme der Kremmener Bahn 1995 zwischen Schönholz und Tegel wurden die Gleisanlagen aus den siebziger Jahren zunächst betriebsnotwendig ertüchtigt, um eine zügige provisorische Betriebsaufnahme zu ermöglichen. Nunmehr ist die Modernisierung des eingleisigen Abschnitts erforderlich. Der Unterbau mit dem Schotterbett und die Gleisanlagen samt Stromschiene werden komplett neu gebaut. Im Bereich des Güterbahnhofs Reinickendorf und in Tegel werden Arbeiten an der Stellwerkstechnik durchgeführt. An der Kopenhagener Straße ist zudem der Einbau von zwei Hilfsbrücken erforderlich.
Auf dem gesamten Abschnitt zwischen Schönholz und Hennigsdorf findet eine Überarbeitung der Weichen statt, die auf der eingleisigen Strecke für Zugbegegnungen erforderlich sind. Außerdem werden die Schienen geschliffen. Nach Beendigung der Bauarbeiten fahren die Züge erheblich ruhiger und wieder mit der zulässigen Streckengeschwindigkeit. Für den vom Land Berlin geplanten zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Schönholz und Tegel gibt es derzeit keinen Termin.
Experten der Deutschen Bahn informieren im Rahmen eines „Max-Bahnbau-Treffs“ in Hennigsdorf am 9. März von 14 bis 18 Uhr und in Tegel am 10. März von 14 bis 18 Uhr über die Arbeiten und Umfahrungsalternativen. Außerdem erscheint ein Sonderfaltblatt mit detailliert beschriebenen alternativen Fahrtrouten, Fahrplänen und Lageskizzen, das an den Verkaufstellen der S-Bahn Berlin kostenlos erhältlich ist.
Bund soll Untersuchung in Auftrag geben Peter Neumann
Die Untersuchung, wie es zur Krise bei der Berliner S-Bahn gekommen ist, muss wiederholt werden. Das hat der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, gestern gefordert. Doch diesmal soll das Gutachten nicht von der Deutschen Bahn (DB), sondern vom Bund in Auftrag gegeben werden. Zudem sollten in dem Gremium, das die Untersuchung steuert, außer den Ländern Berlin und Brandenburg auch Fachleute vertreten sein, die von der DB unabhängig sind. „Die Bundesregierung muss ein Interesse daran haben, dass die Ursachen der Krise endlich auf den Tisch kommen“, sagte Franz. Der S-Bahn-Bericht, dessen Kurzfassung die DB am 23. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, …
Angesichts der noch andauernden Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr von und nach Spandau ist das Regionalbahnangebot aus dem Havelland in die Berliner Innenstadt verstärkt worden. Das betrifft die Linien 10 (Nauen – Falkensee – Berlin-Spandau – Berlin-Charlottenburg) und 13 (Wustermark – Berlin-Spandau). Die Fahrten der RB 10 und RB 13 enden normalerweise in Berlin-Spandau. Lediglich Fahrten der RB 10 im Berufsverkehr werden bis Charlottenburg verlängert. Der DBV fordert, dass diese Fahrten dauerhaft bestellt und angeboten werden – also über die Zeit der Einschränkungen bei der S-Bahn hinaus. Der Vorteil für die Fahrgäste liegt auf der Hand: wer aus dem Havelland kommt, braucht in Spandau nicht umzusteigen. Wegen der betrieblichen Probleme in Spandau werden die Zugverspätungen spürbar abnehmen, da die Züge nicht mehr über viele Minuten ein Bahnsteiggleis blockieren, sondern weiterfahren. Für die Verlängerung der RB 13 nach Berlin Hauptbahnhof ergeben sich auch neue Fahrt- und Umsteigemöglichkeiten aus dem Havelland am Bahnhof Jungfernheide. Durch die Verlängerung beider Linien nach Berlin hinein könnten nach Meinung des DBV einige Verkehrsprobleme gelöst werden und das Angebot attraktiver gestaltet werden. Die Nachfrage rechtfertigt auf jeden Fall eine dauerhafte Beibehaltung dieses Angebotes. Nach wie vor hält der DBV die Verlängerung der S-Bahn über Spandau nach Falkensee für notwendig. Nur durch ein dichtes und verlässliches Angebot im Regionalverkehr _und_ einen 20-Minuten-Takt der S-Bahn wird es gelingen, die heutigen katastrophalen Zustände in den Regionalzügen in den Griff zu bekommen und weitere Autofahrer zum Umstieg in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 03.03.10).
Die S-Bahn droht auf ihren technischen Problemen sitzen zu bleiben. Denn Experten befürchten, dass die problematische Fahrzeug-Baureihe 481 nicht ohne weiteres mit stabileren Rädern nachgerüstet werden kann. Würde diese Befürchtung eintreten, müssten die Züge bis ans Ende ihrer Lebensdauer relativ häufig zu Prüf- und Austauscharbeiten in die Werkstatt. Damit würde die S-Bahn auf absehbare Zeit unter Fahrzeugmangel leiden. Von der Öffentlichkeit wurde das, was Bahn-Chef Rüdiger Grube am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestags zur Baureihe 481 sagte, kaum zur Kenntnis genommen. Dabei könnte der Sachverhalt, den er ansprach, gravierende Folgen für die Fahrgäste haben. Laut Grube werde untersucht, ob die Züge dieses Typs überhaupt auf neue Räder umrüstbar sind – oder ob sich dabei neue technische Probleme ergäben. Damit stünde die künftige Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge, die einen Großteil der …
Die S-Bahn ist immer für Überraschungen gut – wenn auch leider meist für schlechte. Eigentlich waren die neuen Chefs nach monatelangen Nachforschungen und Aktenausgrabungen davon überzeugt, dass sie über alle Schlampereien der Vergangenheit nun endlich Bescheid wissen. Doch Pustekuchen! Vor kurzem schrieb ein anonymer Absender dem Eisenbahn-Bundesamt, dass das Unternehmen noch eine Leiche im Keller habe. So wurde am Freitag bekannt, dass die S-Bahn bei ihrer noch zu DDR-Zeiten entwickelten Zug-Baureihe 485 die Räder seit Jahren nicht auf Risse hin untersucht hat. Zwar hatte sie sich dazu verpflichtet, all ihre Fahrzeuge regelmäßig mit Wirbelstrom zu prüfen, nachdem am 15. März 2000 vorm Bahnhof Zoo an einem voll besetzten Altbauzug ein Rad gebrochen war. Doch diese Prüfungen waren bei den „Coladosen“, wie die Baureihe 485 wegen ihrer roten Lackierung lange hieß, irgendwann eingestellt worden. Wahrscheinlich war das in den …
Die Fortschritte bei der S-Bahn-Fahrzeugwartung ermöglichen zum 8. März einzelne Verbesserungen im Angebot. So sollen die Züge auf der Ringbahn (S41/S42) im Berufsverkehr (5.30 bis 9.00 Uhr und 13.30 bis 20.00 Uhr) endlich wieder im 5-Minuten-Takt verkehren. Eine erfreuliche Nachricht. Außerdem soll die S7 wieder im 10-Minuten-Takt zwischen Ahrensfelde und Potsdam Hbf verkehren. Normalerweise wäre das auch eine erfreuliche Nachricht. In der aktuellen Situation ist es jedoch Ausdruck einer grundlegend falschen Prioritätensetzung. Angesichts knapper Fahrzeuge müssen Angebotsverbesserungen zunächst dort realisiert werden, wo sie am dringendsten sind. Anstatt ab dem 8. März auch auf dem S7-Abschnitt Westkreuz – Grunewald – Nikolassee wieder alle 10 Minuten zu fahren, muss die viel stärker genutzte und oft überfüllte S-Bahn-Linie 5 von bzw. nach Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg endlich wieder alle 10 Minuten auf die Stadtbahn fahren. Derzeit fährt nur alle 20 Minuten ein S5-Zug zum Ostbahnhof und weiter auf die Stadtbahn, während der Zug dazwischen jeweils im S-Bahnhof Warschauer Straße endet bzw. startet. Die Entscheidung für die S7 und gegen die S5 ist auch deshalb falsch, weil bei der S7 zwischen Potsdam Hbf und Ostbahnhof ein Alternativangebot mit Regionalzügen und ausgeliehenen S-Bahn-Zügen auf den Fernbahngleisen gefahren wird und auch über den 8. März hinaus gefahren werden kann – und muss. Wer ist Schuld an dieser Fehlentscheidung? In der Vergangenheit haben sich Senat, VBB und S-Bahn gegenseitig die Verantwortung zugeschoben. Besteller in Berlin ist jedoch das Land Berlin. Verantwortlich ist also die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, entweder, weil sie die falsche Prioritätensetzung zu verantworten hat, oder weil sie ihre Verantwortung als Besteller nicht wahrgenommen und eine falsche Prioritätensetzung zugelassen hat (Pressemeldung IGEB, 01.03.10).
Bei der S-Bahn sind wieder einmal Wartungsversäumnisse ans Tageslicht gekommen. Weil in den Werkstätten Räder nicht oft genug geprüft worden sind, musste das Unternehmen erstmals einen kompletten Fahrzeugtyp aus dem Verkehr ziehen. Alle Züge der Baureihe 485, die sich zu diesem Zeitpunkt im Betrieb befanden, rollten in der Nacht zu Sonnabend auf Abstellgleise. Das teilte Ralph Fischer, Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), der Berliner Zeitung am Freitag auf Anfrage mit. Der betroffene Typ ist Fans als „Coladose“ bekannt, weil diese S-Bahnen lange Zeit auffällig rot lackiert waren. „Hintergrund der Maßnahme ist, dass die S-Bahn Wirbelstromprüfungen an den Rädern nicht in erforderlichem Umfang durchgeführt hat“, berichtete Fischer. Bei diesen Prüfungen können Radrisse erkannt werden. Informationen der Berliner Zeitung zufolge besteht der Verdacht, dass die Untersuchungen seit Jahren …
Ab 8. März: Ringbahn fährt in den Hauptverkehrszeiten wieder im 5-Minuten-Takt Überspringen: Ab 8. März: Ringbahn fährt in den Hauptverkehrszeiten wieder im 5-Minuten-Takt S-Bahn-Verkehr zwischen Berlin und Potsdam wieder mit regulärem Linien- und Fahrtenangebot
(Berlin, 26. Februar 2010) Die S-Bahn Berlin verbessert zum 8. März erneut ihr Angebot. Schwerpunkt ist die Wiedereinführung des 5-Minuten-Takts im Berufsverkehr auf den verkehrlich wichtigen Ringbahnlinien S41 / S42. Die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge steigt von 340 auf rund 370 Viertelzüge.
Zwischen Berlin und der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam wird das ursprüngliche Linien- und Fahrtenangebot wieder hergestellt. Die Linie S7 verkehrt tagsüber durchgehend zwischen Ahrensfelde und Potsdam Hauptbahnhof im 10-Minuten-Takt. Züge der S1 beginnen und enden damit wieder grundsätzlich in Wannsee und haben bahnsteiggleichen Anschluss zur Weiterfahrt. Der S-Bahn-Ergänzungsverkehr zwischen Berlin Ostbahnhof und Potsdam Hauptbahnhof entfällt ab 8. März.
Die Ergänzungsverkehre der Regionalbahnlinien RB 10 (Verlängerung bis Charlottenburg) und RB 13 (Verlängerung nach Berlin Hbf (tief)) bleiben bestehen. Zudem kann zwischen dem Flughafen Schönefeld und Südkreuz der Expressbus SXF 1 weiterhin ohne Zuschlag zum VBB-Tarif genutzt werden.
Bereits seit Mittwoch dieser Woche wurden die Fahrzeugkapazitäten auf der Linie S2 aufgestockt. Auch die Züge zwischen Buch und Lichtenrade verkehren wieder mit sechs statt mit vier Wagen.
Verstärkter Zubringerverkehr zur Internationen Tourismusbörse ITB
Zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) verlängert die S-Bahn vom 10. März bis zum 14. März die Stadtbahnlinie S3 über Messe Süd nach Spandau. Zudem verkehrt auch alle 20 Minuten die Linie S75 über Messe Süd nach Spandau. Weiterhin fährt die Linie S5 alle 20 Minuten die Linie S5 über Messe Süd bis Olympiastadion. Damit erreichen drei Züge in 20 Minuten den Messehaupteingang. Die S-Bahn Berlin empfiehlt zur ITB-Anreise auch den Bahnhof Messe Nord/ICC, der mit den Linien S41 / S42 und S46 erreichbar ist.
Aktuelle Fahrplaninformationen gibt es ständig aktualisiert unter www.s-bahn-berlin.de, in einer neuen Ausgabe der Kundenzeitung punkt3 ab 26. Februar und am S-Bahn-Kundentelefon unter der Nummer 030 29 74 33 33.
Da die Strecke eingleisig und ein Pendelbetrieb nicht möglich ist, bringen diese umfangreichen Baumaßnahmen eine fünfwöchige Totalsperrung mit sich. Es wird Ersatzverkehr mit Regionalzügen bzw. mit Bussen eingerichtet.
Vom 10. März (Mi), 23.30 Uhr, durchgehend bis 12. März (Fr), 22 Uhr, sowie vom 16. April (Fr), 4 Uhr, durchgehend bis 18. April (So), 23.30 Uhr, steht in Hennigsdorf nur das Bahnsteiggleis 5 für den S-Bahn-Betrieb zur Verfügung. Das andere Gleis 1 wird während dieser Zeit mit dem Gleis des Regionalverkehrs verbunden bzw. wieder demontiert, um so die Bauzüge ohne Beeinträchtigung des übrigen S-Bahn-Verkehrs in das Bahngleis einfädeln zu können.