S-Bahn: DB legt Ermittlungsbericht vor: Fahrzeugmängel und Managementfehler bei S-Bahn Berlin Ursache für Krise – Konzern zieht umfangreiche Konsequenzen Überspringen: DB legt Ermittlungsbericht vor: Fahrzeugmängel und Managementfehler bei S-Bahn Berlin Ursache für Krise – Konzern zieht umfangreiche Konsequenzen Alle Ergebnisse werden pflichtgemäß an die Staatsanwaltschaft übergeben – S-Bahn Berlin wird aus DB Stadtverkehr herausgelöst und DB Regio zugeordnet – Unabhängige Ermittler sehen technische Mängel als ausschlaggebend für S-Bahnkrise – DB-Vorstand Homburg: „Solche Missstände sind künftig ausgeschlossen“

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ubp/p20100223.html

(Berlin, 23. Februar 2010) Die unabhängigen Ermittler der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz haben der DB den Untersuchungsbericht zu den Betriebsstörungen der Berliner S-Bahn vorgelegt. Wesentliche Ursachen für die festgestellten Miss­stände liegen demnach in gravierenden konstruktiven Fahrzeugmängeln sowie in erheblichen Organisationsdefiziten der S-Bahn.

Ein zehnköpfiges Ermittlungsteam hat seit September 2009 mehrere Tausend Einzeldokumente von der Zulassung der Züge Mitte der 90er Jahre bis zur Entgleisung aufgrund eines Radbruchs im Mai 2009 überprüft. Zusätzlich wurden rund 100 Mitarbeiter und Führungskräfte befragt.

„Klares Ziel war eine vorbehaltlose Aufklärung der Missstände. Alle Ursachen und Versäumnisse liegen jetzt lückenlos auf dem Tisch. Die dafür Verantwortlichen werden derzeit zu den Vorwürfen angehört. Außerdem haben wir pflichtgemäß sämtliche Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft übergeben“, sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personen­verkehr der Deutschen Bahn. „Mit der Veröffentlichung des Ergebnisberichts wollen wir höchstmögliche Transparenz herstellen und so das Vertrauen unserer Fahrgäste, der Mitarbeiter und des Bestellers zurückgewinnen. Durch die bereits eingeleiteten und aktuell beschlossenen Maßnahmen gewährleisten wir nicht nur die uneingeschränkte Betriebssicherheit der S-Bahn Berlin, sondern schließen auch künftig solche Missstände aus.“

Die wesentlichen Ergebnisse und Konsequenzen im Überblick:

1. Technische Mängel der Fahrzeuge: Ausschlaggebend für den betrieblichen Beinahe-Zusammenbruch und die noch bestehenden Betriebsstörungen der Berliner S-Bahn ist ein – nach heutigen Erkenntnissen – in wesentlichen Teilen mangelhaft konstruiertes Fahrzeug. Im Umgang mit den konstruktiven Schwachpunkten der Baureihe 481/482 – vor allem den unterdimensionierten Radscheiben – wurden auch bei der S-Bahn Berlin erhebliche Fehler begangen. Die eigentlichen Ursachen des gravierenden Flottenschadens liegen in der Konstruktion der Fahrzeuge.

Konsequenz: Der DB-Konzern stellt mithilfe eines umfangreichen Maßnahmenpakets sicher, dass die fahrplankonforme Flottenverfügbarkeit bis Ende 2010 gewährleistet ist und den Fahrgästen im Verlauf des Jahres 2011 wieder das uneingeschränkte Verkehrsangebot zur Verfügung steht. Außerdem werden alle Fahrzeuge laufend zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Darüber hinaus hat sich der Fahrzeughersteller Bombardier gegenüber der DB zur Schließung bestehender Dokumentationslücken bei der Zulassung der Baureihe 481/482 bereit erklärt.

2. S-Bahn-Management: Die Bremszylinder wurden seit 2002 aufgrund der durch Managementfehler verursachten Missstände der Werkstattorganisation nicht fachgerecht instand gehalten. Dies hat zu den erheblichen zusätzlichen Betriebsstörungen im September 2009 geführt. Diese Ursache ist seit Januar 2010 dank des erheblichen Engagements der Mitarbeiter der S-Bahn Berlin und anderer DB-Werkstätten vollständig beseitigt. Im Umgang mit dem Radriss 2003 und dem Radbruch im Mai 2009 sowie bei der Durchführung von Nachbestellungen 2005 wurden operative Abwicklungsfehler bei der S-Bahn Berlin, aber auch eine unzulängliche Betreuung durch andere Konzernbereiche festgestellt.

Konsequenz: Der betroffene Personenkreis wird gemäß rechtsstaatlichen und datenschutzrechtlichen Grundsätzen zu den Feststellungen möglicher Organpflichtverletzungen angehört. Gleichzeitig wird die DB pflichtgemäß der Staatsanwaltschaft Berlin den Untersuchungsbericht mit allen Ergebnissen zur Klärung eventuell strafrechtlich relevanter Sachverhalte zur Verfügung stellen. Auf der Basis der weiteren Anhörungen und der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen behält sich der Konzern arbeits- und zivilrechtliche Maßnahmen vor.

3. DB-Konzern: Über das Ausmaß der von den Ermittlern aufgedeckten systematischen Organisationsmängel sowie der unzureichenden Qualitäts- und Sicherheitsorientierung bei der S-Bahn Berlin wurden die zuständigen DB-Konzerngremien von den S-Bahn-Geschäftsführungen nicht informiert. Insofern lassen sich keine Pflichtverletzungen des S-Bahn-Aufsichtsrats feststellen.

Sowohl interne als auch externe Audits und technische Revisionen (beispielsweise der Hauptwerkstatt Schöneweide in 2007) haben die erheblichen Organisationsmängel bei der S-Bahn Berlin nicht aufgedeckt.

Konsequenz: Der DB-Konzern hat bereits mit der neuen Geschäftsführung, einer Konzern-Task Force sowie mit der strukturellen Stärkung der betriebsnahen Instandhaltung die Grundlagen für einen stabilen und ordnungsgemäßen Betriebsablauf bei der S-Bahn Berlin geschaffen. Zur vollständigen und nachhaltigen technischen sowie organisatorischen Integration in den Schienennahverkehrsbereich der DB wird die S-Bahn Berlin zusammen mit der S-Bahn Hamburg ab 1. März 2010 aus dem Geschäftsfeld DB Stadtverkehr herausgelöst und DB Regio zugeordnet. Damit werden alle S-Bahnen des Konzerns unter einem Dach zusammengefasst und die einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards vollständig auf die S-Bahn Berlin übertragen. Das Auditierungssystem des Konzerns für interne und externe Prüfungen von Konzernbereichen wird überarbeitet. Zusätzlich zum bestehenden Qualitäts- und Sicherheitsmanagement richtet der Konzern eine neue Einheit „Technische Revision“ ein, die künftig alle sicherheitsrelevanten Prozesse prüfen und überwachen wird. Die neue Einheit wird direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

Den kompletten Ergebnisbericht finden Sie hier zum Download.

Ergebnisbericht S-Bahn Berlin

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Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

S-Bahn: SPD sieht keine Mitschuld am S-Bahn-Chaos Kritik an Kürzung des Landeszuschusses "absurd", aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/berlin/
0073/index.html

Die SPD hat den Vorwurf, wonach der Berliner Senat an der S-Bahn-Krise mitschuldig ist, zurückgewiesen. „Diese Kritik ist absurd“, sagte Christian Gaebler, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, gestern der Berliner Zeitung. Das Chaos sei entstanden, weil S-Bahn-Manager versagt hätten, pflichtete der SPD-Abgeordnete Andreas Köhler bei.
Der Senat habe während der Verhandlungen zu dem seit 2004 geltenden S-Bahn-Vertrag durchgesetzt, dass das Land Berlin seine Zahlung an das Unternehmen erheblich kürzt – so lautet der Vorwurf, der in Kreisen des S-Bahn-Aufsichtsrats laut geworden ist. Der jährliche Überweisungsbetrag wurde um rund zehn Prozent gesenkt, allein 2008 betrug die Einbuße mehr als 23 Millionen Euro. Dadurch habe der Senat dazu beigetragen, dass sich der Spardruck bei der S-Bahn verschärft, hieß es.
Entscheidend seien jedoch die Rendite-Erwartungen des Bahnkonzerns gewesen, …

S-Bahn: SPD sieht keine Mitschuld am S-Bahn-Chaos Kritik an Kürzung des Landeszuschusses „absurd“, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0223/berlin/
0073/index.html

Die SPD hat den Vorwurf, wonach der Berliner Senat an der S-Bahn-Krise mitschuldig ist, zurückgewiesen. „Diese Kritik ist absurd“, sagte Christian Gaebler, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, gestern der Berliner Zeitung. Das Chaos sei entstanden, weil S-Bahn-Manager versagt hätten, pflichtete der SPD-Abgeordnete Andreas Köhler bei.
Der Senat habe während der Verhandlungen zu dem seit 2004 geltenden S-Bahn-Vertrag durchgesetzt, dass das Land Berlin seine Zahlung an das Unternehmen erheblich kürzt – so lautet der Vorwurf, der in Kreisen des S-Bahn-Aufsichtsrats laut geworden ist. Der jährliche Überweisungsbetrag wurde um rund zehn Prozent gesenkt, allein 2008 betrug die Einbuße mehr als 23 Millionen Euro. Dadurch habe der Senat dazu beigetragen, dass sich der Spardruck bei der S-Bahn verschärft, hieß es.
Entscheidend seien jedoch die Rendite-Erwartungen des Bahnkonzerns gewesen, …

S-Bahn-Krise könnte noch mehr Chefs den Job kosten Ermittlungsbericht wird morgen vorgestellt Peter Neumann Wer ist verantwortlich dafür, dass die Berliner S-Bahn so tief in die Krise geraten ist? Diese Frage soll der Ermittlungsbericht der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG beantworten, den die Deutsche Bahn (DB) morgen der Öffentlichkeit vorstellen will. , aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0222/berlin/
0031/index.html

Wer ist verantwortlich dafür, dass die Berliner S-Bahn so tief in die Krise geraten ist? Diese Frage soll der Ermittlungsbericht der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG beantworten, den die Deutsche Bahn (DB) morgen der Öffentlichkeit vorstellen will. Dem Vernehmen nach will das Unternehmen daraus umfassende Konsequenzen ziehen. So rechnen Beobachter damit, dass nicht nur frühere Manager der S-Bahn, sondern auch leitende Mitarbeiter von DB Stadtverkehr ihren Posten verlieren werden. Dazu könnten Hermann Graf von der Schulenburg, der Sprecher der Geschäftsführung, und der Personalchef Wilfried Geitz gehören.
Die Ermittler kommen Medienberichten zufolge zu dem Ergebnis, dass bei der S-Bahn jahrelang systematisch Missmanagement auf Kosten der Sicherheit betrieben worden ist. Bei der Beschaffung und Unterhaltung der Zug-Baureihe 481 seien große Versäumnisse festgestellt worden. Manches davon wurde bereits bekannt. So wurden …

S-Bahn: S-Bahn stoppt Personalabbau Einigung mit Betriebsrat Peter Neumann Der geplante Abbau von einigen hundert Arbeitsplätzen bei der S-Bahn ist in seiner bislang vorgesehenen Form gestoppt worden. Der Betriebsrat und die Geschäftsführung haben sich darauf geeinigt, dass die in einem Interessenausgleich von Ende 2007 vorgesehenen Maßnahmen nicht mehr weiter verfolgt werden., aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0219/berlin/
0079/index.html

Der geplante Abbau von einigen hundert Arbeitsplätzen bei der S-Bahn ist in seiner bislang vorgesehenen Form gestoppt worden. Der Betriebsrat und die Geschäftsführung haben sich darauf geeinigt, dass die in einem Interessenausgleich von Ende 2007 vorgesehenen Maßnahmen nicht mehr weiter verfolgt werden. „Wir freuen uns, dass wir diese unsäglichen Dinge vom Tisch haben“, teilte der Betriebsratsvorsitzende Heiner Wegner mit.
Die Regelungen sahen vor, dass S-Bahner, deren Stellen gestrichen werden, ihr Unternehmen verlassen mussten. Ersatzarbeitsplätze sollte es für sie nur in anderen Betrieben im Bahnkonzern geben. Von diesem Stellenabbau war besonders das Aufsichtspersonal auf den S-Bahnsteigen betroffen. Viele mussten bereits von Berlin wegziehen. Mit dieser Praxis sei nun Schluss, so Wegner. Zwar halte die Geschäftsführung an ihrem Plan fest, eine neue Technik einzuführen, mit deren …

S-Bahn: Qualmende S-Bahn in Pankow geräumt Fahrmotor überhitzt – wieder war ein Zug der Baureihe 480 betroffen, aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0218/berlin/
0079/index.html

Ein Zwischenfall hat gestern den S-Bahn-Verkehr im Nordosten Berlins lahmgelegt. Ein Zug der Linie S 8, aus dem schwarzer Rauch aufstieg, musste im S-Bahnhof Pankow von den Fahrgästen geräumt werden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte sich die hinterste Achse des zweiten Wagens festgefahren, was offenbar zu einer Überhitzung des Fahrmotors führte. Betroffen war wieder einmal die Baureihe 480, die bereits durch mehrere Brände aufgefallen ist. „Wir werden auch diesen Vorfall gründlich untersuchen“, sagte Ralph Fischer, der Sprecher des Eisenbahn-Bundesamts (EBA).
Der Zug von Hohen Neuendorf nach Grünau hatte gerade Pankow-Heinersdorf verlassen, als um 9.27 Uhr eine Warnlampe im Führerstand eine Antriebsstörung meldete. Der Triebfahrzeugführer brachte den Vier-Wagen-Zug in Pankow zum Stehen. Aus dem Wagen 480 572 stieg dichter, schwarzer Qualm auf. Es roch stark verbrannt.
Ermittler sprachen von einem Schwelbrand. Es hatte offenbar einen Kurzschluss …

S-Bahn: S-Bahn bittet BVG um PannenhilfeDie S-Bahn will sich jetzt sogar Fahrzeuge von der BVG leihen, weil der letzte funktionsfähige Reparaturzug in die Werkstatt muss. Außerdem wurde bekannt, dass das Unternehmen die gerade wiedereröffnete Werkstatt in Friedrichsfelde abreißen lassen wollte., aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Verkehr-S-Bahn-BVG;art18614,3030768

Die S-Bahn will sich jetzt sogar Fahrzeuge von der BVG leihen. Außerdem verzögert sich die Reaktivierung von abgestellten Zügen. Und jetzt stellt sich heraus, dass die gerade wiedereröffnete Werkstatt in Friedrichsfelde von der Unternehmensführung bereits zum Abriss vorgesehen war – trotz Denkmalschutzes.
Derzeit mangelt es der S-Bahn nicht nur an Wagen für die Passagierbeförderung, sondern auch für die Pannenhilfe. Während die BVG vier sogenannte Hilfsgerätezüge bereithält, hat die S-Bahn nur einen. Und der muss demnächst in die Werkstatt. Im März will sich die S-Bahn deshalb für sechs Wochen einen solchen Zug von der BVG leihen. Die Züge werden unter anderem eingesetzt, um entgleiste Fahrzeuge wieder auf die Schienen zu setzen.
„Wir wollen auf Nummer sicher gehen“, sagt U-Bahnchef Hans-Christian Kaiser. Deshalb gebe es die vier Hilfszüge bei der BVG, auch wenn das Netz kleiner sei …

VBB + BVG + S-Bahn: Trotz S-Bahnkrise mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen

http://www.lok-report.de/

Die Fahrgastzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr in Berlin und Brandenburg sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen. Trotz der
Krise bei der S-Bahn konnten die Fahrgeldeinnahmen 2009 erstmals die Schallgrenze von einer Milliarde Euro überschreiten. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bedankt sich bei den Fahrgästen für ihre Treue und bei allen Verkehrsunternehmen im Verbund, die durch Ihre Leistung die befürchteten großen Einbrüche bei den Fahrgastzahlen verhindern konnten.
Trotz der massiven Einschränkungen und Behinderungen durch das Desaster bei der S-Bahn sind im vergangenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen rund 18 Millionen mehr Menschen mit den Bussen und Bahnen in der Region unterwegs gewesen. Insgesamt geht die Prognose des VBB von 1.078 Millionen Fahrgästen im Jahr 2009 aus. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen haben sich dadurch bei stabilen Fahrpreisen um 2,7 Prozent auf rund 1.020 Millionen Euro erhöht. Das hervorragende Gesamtsystem Öffentlicher Personennahverkehr in Berlin und Brandenburg habe im S-Bahnkrisenjahr seine große Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, sagte Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg auf der heutigen VBB-Regionalkonferenz in Potsdam. „In der S-Bahn-Krise sind andere Verkehrsunternehmen im Verbund eingesprungen und haben mehr Verkehr auf die Strecke gebracht. Die Zusammenarbeit hat hier im Interesse der Fahrgäste sehr gut funktioniert. An vielen Stellen konnten so die Auswirkungen der ausgefallenen S-Bahnzüge durch Fahralternativen abgeschwächt werden. Es ist großartig, dass wir zum einen die Stammkunden offenbar halten und gleichzeitig Neukunden vom ÖPNV überzeugen konnten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der große Erfolg des neu eingeführten VBB-Abo 65plus. Der Bus- und Bahnverkehr in der Region spielt zunehmend eine bedeutsame Rolle.“
Franz erinnerte daran, dass die Krise bei der S-Bahn noch lange nicht überstanden sei. Selbst wenn die S-Bahn Berlin GmbH seit heute wieder 30 zusätzliche Viertelzüge im Einsatz habe, bringe sie damit nur gut 60 Prozent der vertraglich vereinbarten Leistung. „Bis Ende des Jahres Hier müssten weiter alle Anstrengungen unternommen werden, um zum Normalfahrplan mit vollem Sitzplatzangebot zurückzukehren. „Ohne die S-Bahn-Krise hätte es noch einen wesentlich deutlicheren Zuwachs der Fahrgastzahlen gegeben.“ (Pressemeldung VBB, 16.02.10).

VBB + S-Bahn + BVG + Regionalverkehr: Kulanz für verärgerte Fahrgäste Schlichtungsstelle kümmert sich um Beschwerden, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0213/berlin/
0099/index.html

Weil die S-Bahn 200 Meter hinter dem Bahnhof die Fahrt für mehr als eine Stunde stoppte, bekam ein Berliner Ehepaar den Reisebus nicht mehr, mit dem es in den Urlaub fahren wollte. Schadensersatz lehnte die S-Bahn ab. Erst als sich die Schlichtungsstelle Nahverkehr einschaltete, zeigte sich das Unternehmen kulant: Das Paar erhielt als Entschädigung für die ins Wasser gefallene Reise den größten Teil der Kosten erstattet.
Um solche und andere Fälle kümmert sich seit einem Jahr die Schlichtungsstelle Nahverkehr für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Träger sind 44 Verkehrsunternehmen aus diesen Regionen. Wenn ein Kunde sich erfolglos bei einem Verkehrsunternehmen beschwert hat, kann er sich kostenlos an diese Instanz wenden. Das hilft, Gerichtsverfahren zu vermeiden. Als ehrenamtliche Schlichter sind der frühere S-Bahnchef Günter Ruppert und der ehemalige Leitende Senatsrat …

Tarife + S-Bahn: Stammkunden reisen erst am Jahresende gratis S-Bahn plant Freifahrt für November und Dezember, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0213/berlin/
0109/index.html

Bitte gedulden Sie sich! So lautet die Devise für die Fahrgäste, die auf die nächste Entschädigung für die Ausfälle bei der S-Bahn warten. Denn das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn hält es für sinnvoll, den angekündigten finanziellen Ausgleich erst am Ende dieses Jahres zu gewähren. Nach den jetzigen Planungen sollen Inhaber von Abos, Jahreskarten und Semestertickets im November und Dezember gratis fahren, erfuhr die Berliner Zeitung am Freitag aus S-Bahn-Kreisen.
Ende Januar hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gefordert, dass die Fahrgäste möglichst bald ein zweites Mal entschädigt werden. Doch Verkehrsexperten hielten ihm entgegen, dass die Vorbereitungen auch in diesem Fall mindestens vier Monate dauern. Damit drohte die zweimonatige Freifahrt-Periode teilweise in die Sommerferien zu fallen, wenn viele Stammfahrgäste im …