Für zehntausende Fahrgäste in Berlin und Brandenburg bedeutet der
Kabelbrand am hochfrequentierten Nahverkehrsknoten Bahnhof Ostkreuz nicht
nur massive Beeinträchtigungen durch ersatzlose Zugausfälle, Verspätungen
und überfüllte Bahnsteige und Züge sondern auch ein unerträgliches
Informationschaos im S- und Regionalbahnverkehr.
Sofern es bei der Deutschen Bahn AG und ihrem Tochterunternehmen S-Bahn
Berlin GmbH standardisierte Konzepte zur Bewältigung von Großstörungen
gibt, wurden sie nicht ausreichend oder nicht richtig angewendet. Die
Leidtragenden sind einmal mehr die Fahrgäste, die keine oder nur schlechte
Orientierung im Chaos erhalten.
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner
Franz, fordert dringend tragfähige Konzepte für die Fahrgastinformation bei
Großstörungen: „Es zeigt sich leider wieder einmal, dass weder die S-Bahn
Berlin GmbH noch die Deutsche Bahn AG ausreichend auf Großstörungen
vorbereitet sind. Es fehlt ein umsichtiges Störungsmanagement, das neben
der Wiederherstellung des Fahrbetriebs auch die schnelle und umfassende
Information der Fahrgäste im Blick hat. Es kann nicht sein, dass
zehntausende Fahrgäste in einer derartigen Situation im Informationschaos
steckenbleiben. Beim Ausfall der Technik muss umgehend ausreichend und
geschultes Personal sinnvoll auf Bahnsteigen, Bahnhöfen und wichtigen
Umsteigepunkten verteilt werden, das in der Lage ist, kompetent Auskunft zu
geben. Störungen lassen sich im Eisenbahnbetrieb nicht immer vermeiden. Den
Fahrgästen aber müssen Ärger und Unsicherheit durch stundenlange
Informationsdefizite erspart bleiben.“ (Pressemeldung VBB, 24.05.11).
Kategorie: Regionalverkehr
Regionalverkehr + S-Bahn: Nach Kabelbrand weiterhin eingeschränkter S-Bahn- Verkehr, Pendelverkehr für alle über den Bahnhof Ostkreuz laufenden Linien – Stets aktuelle Informationen zur Betriebssituation unter www.s-bahn-berlin.de
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/bbmv/bbmv20110523.html
(Berlin, 23. Mai 2011) In Folge eines Brandanschlags auf eine Kabelbrücke
am Bahnhof Ostkreuz kommt es seit dem frühen Montagmorgen zu erheblichen
Einschränkungen im Berliner S-Bahn-Verkehr. Betroffen sind die östliche
Ringbahn und alle Strecken östlich des Berliner Ostbahnhofs. Durch das
Feuer ist die Signal- und Sicherungstechnik in drei Stellwerken am Ostkreuz
und Treptower Park stark in Mitleidenschaft gezogen und muss umfangreich
erneuert werden. Dies wird auch in den nächsten Tagen Auswirkungen auf den
S-Bahn-Verkehr haben.
Linien S1 / S2 / S25: Alle Nord-Süd-Linien fahren planmäßig.
Linie S3: Die Züge dieser Linie fahren in Teilabschnitten. Zwischen Spandau
und Ostbahnhof wird der planmäßige 20-Minuten-Takt angeboten. Zwischen
Ostkreuz nach Karlshorst kommt ein Pendelzug zum Einsatz. Zwischen
Karlshorst und Erkner besteht Schienenersatzverkehr mit Bussen. Es wird die
Nutzung der RegionalExpress-Linie RE1 empfohlen, die heute zusätzlich in
Karlshorst hält. Die Wiederaufnahme des Verkehrs ist für Dienstagmorgen
vorgesehen. Die S-Bahn Berlin hat jedoch vorsorglich Ersatzbusse
eingeplant, falls dieser Termin nicht gehalten werden kann. Die Busse
halten in unmittelbarer Nähe der Bahnhöfe. Eine Beschilderung der Stationen
ist aufgrund der Kürze der Zeit nicht mehr möglich.
Linien S41/S42 (Ringbahn): Zwischen Ostkreuz und Neukölln besteht
Pendelverkehr mit Umsteigen in Ostkreuz. Dies hängt mit der fehlenden
Funktionsfähigkeit der Signale zusammen. Die Ringzüge verkehren zwischen
Hermannstraße – Westkreuz – Gesundbrunnen – Ostkreuz im 10-Minuten-Takt.
ZwischenNeukölln und Hermannstraße müssen die Züge der Linien S46/S47
genutzt werden.
Linien S46/S47: Die Züge dieser Linien nehmen gegen 20 Uhr wieder ihren
planmäßigen Betrieb zwischen Königs Wusterhausen und Westend sowie zwischen
Südkreuz und Spindlersfeld.
Linie S5: Die Züge dieser Linie fahren zwischen Strausberg Nord /
Strausberg und Lichtenberg regulär. Die Verstärkerzüge ab Hoppegarten /
Mahlsdorf entfallen. Ab Wuhletal bzw. Lichtenberg wird die Nutzung der
Linie U5 in Richtung Frankfurter Allee und Alexanderplatz empfohlen.
Zwischen Westkreuz und Ostbahnhof wird die S5 ab Dienstagmorgen im
20-Minuten-Takt verkehren.
Linie S7/S75: Die Züge der S7 fahren zwischen Potsdam Hauptbahnhof und
Ostbahnhof alle 10 Minuten, bis Warschauer Straße im 20-Minuten-Abstand.
Die Linie S75 verkehrt im 20-Minuten-Takt zwischen Spandau und Ostbahnhof.
Von Warschauer Straße bis Lichtenberg ist Pendelverkehr eingerichtet, da
auch hier keine Signalisierung zur Verfügung steht. Im östlichen Abschnitt
fahren die Züge nach Ahrensfelde und Wartenberg jeweils im
20-Minuten-Abstand.
Linie S8: Die Züge dieser Linie fahren derzeit nur zwischen Birkenwerder
und Greifswalder Straße. Ab ca. 20 Uhr wird zwischen Treptower Park und
Baumschulenweg ein Pendelzug eingesetzt. Zwischen Schöneweide und Grünau /
Zeuthen gilt dann auch wieder der übliche 20-Minuten-Takt.
Linie S9: Die Linie verkehrt ab 20 Uhr wieder auf dem Abschnitt Schöneweide
– Flughafen Schönefeld. Empfohlen wird auch die Nutzung des RE 7
(Airport-Express-Schönefeld) via Berlin Hauptbahnhof und des Schnellbus
SXF1 zum VBB-Tarif ab Berlin-Südkreuz. Dieser fährt im 20-Minuten-Takt und
benötigt direkt zum Terminal eine Fahrzeit von rund 20 Minuten.
Bei den betroffenen Linien ist mit erheblichen Fahrzeitverlängerungen zu
rechnen.
Als Folge des Brandes sind auch die Fahrgastinformationssysteme und
Lautsprecheranlagen auf den Bahnsteigen funktionsunfähig. Die S-Bahn Berlin
bittet ihre Kunden, sich rechtzeitig vor Fahrtantritt im Internet unter
www.s-bahn-berlin.de über die jeweils aktuelle Situation zu informieren.
Für individuelle Auskünfte steht das S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74
33 33 gern zur Verfügung.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Regionalverkehr: Bombenentschärfung in Prenzlau am 19. Mai, Einschränkungen im Reiseverkehr auf der RE-Linie 3 zwischen Prenzlau und Angermünde
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/
presse/verkehrsmeldungen/bbmv/
bbmv20110518.html
(Berlin, 18. Mai 2011) Durch die Stadtverwaltung Prenzlau ist für
Donnerstag, 19. Mai, eine Bombenentschärfung in Prenzlau angekündigt.
Das südliche Stadtgebiet Prenzlau wird daher am Donnerstag ab 12 Uhr
weiträumig abgesperrt. Während der notwendigen Evakuierung und Entschärfung
beinhaltet der Sperrkreis auch die Bahngleise südlich des Bahnhofs Prenzlau
in Richtung Angermünde.
Der Bahnhof Prenzlau kann vom Norden aus weiterhin angefahren werden.
In der Zeit von 15.30 Uhr bis cirka 17 Uhr wird der Streckenabschnitt
zwischen Prenzlau und Seehausen für den Zugverkehr gesperrt. Zwischen
Angermünde und Prenzlau verkehren Ersatzbusse.
Der RE 18315 endet in Prenzlau um 15.59 Uhr. Die Weiterfahrt nach
Angermünde erfolgt um 16.05 Uhr mit Bussen vom Bahnhofsvorplatz. Ein
Anschluss an die Züge in Angermünde kann nicht gewährleistet werden.
Der RE 18314 endet in Angermünde um 15.26 Uhr. Die Weiterfahrt nach
Prenzlau erfolgt um 15.40 Uhr vom Bahnhofsvorplatz. Ein Anschluss an den
Zug in Prenzlau kann nicht gewährleistet werden. Der Bus verkehrt bei
Bedarf weiter bis Pasewalk.
Wegen der längeren Fahrzeit der Busse wird jeweils der Anschluss an den
Folgetakt erreicht.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Regionalverkehr: Die DDR lebt. Zumindest auf der Regionallinie 3 (RE 3) Berlin-Prenzlau-Stralsund der Bahn. Hier fährt noch die ehemals volkseigene Technik., aus Nordkurier
http://www.nordkurier.de/lokal.php?
objekt=nk.lokales.templin&id=821936
Die DDR lebt. Zumindest auf der Regionallinie 3 (RE 3)
Berlin-Prenzlau-Stralsund der Bahn. Hier fährt noch die ehemals volkseigene
Technik. Doch das soll sich bald ändern, wie Hans-Werner Franz,
Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gestern auf
der Regionalkonferenz im Rathaussaal Angermünde ankündigte. Das sogenannte
Nord-Süd-Netz mit den Linien RE 3 und RE 5 (Berlin-Neustrelitz-Stralsund)
wird neu ausgeschrieben. Und ab Dezember 2014 fordert der VBB dann vom
künftigen Betreiber deutlich mehr Qualität: Neue Fahrzeuge, ausgestattet
mit Klimaanlagen, Videoüberwachung, mehr Steckdosen, mehr Kapazität, mehr
Platz für Fahrräder. Noch steht die Deutsche Bahn Regio AG unter Vertrag,
der VBB prüft gemeinsam mit der Deutschen Bahn, ob einzelne
Qualitätsverbesserungen bereits zum Fahrplanwechsel 2012 umgesetzt werden
können.
Doch das ist unwahrscheinlich. Kaum ein gutes Haar wurde gestern am
Staatsunternehmen gelassen. „Es ist grob fahrlässig, wie sich die …
Regionalverkehr: DBV zu Fahrgastzuwächsen im Regionalverkehr
Auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Kerstin Kircheis (SPD) nach der
Auslastung der Brandenburger und Berliner RE-Linien hat die Brandenburger
Landesregierung aktuelle Zahlen vorgelegt (Nr. 5/3101). Demnach sind im
Vergleich 2007/2009 die Fahrgastzahlen um zwei Millionen von 30,8 Mio.
(2007) auf 32,8 Mio. (2009) gestiegen. Nach Beobachtungen vieler
DBV-Mitglieder hat die Fahrgast-Nachfrage sowohl an Wochentagen als auch an
Wochenenden deutlich spürbar zugenommen. Leider ist inzwischen die
Kapazität häufig komplett ausgelastet; viele Züge sind „überbesetzt“. Ein
Sitzplatz auf den Treppenstufen oder ein Stehplatz im Gang ist dann der
Normalfall. Dieser Normalfall darf nicht zur Dauer über Jahre werden! Der
DBV Berlin/Brandenburg sieht in dem erfreulichen Zuwachs auch die Aufgabe
an die Verkehrspolitik in Brandenburg und Berlin, mit einer Ausweitung des
Angebotes und Verbesserungen im Komfort zu reagieren. Dazu gehört nicht nur
der immer noch fehlende Aufbau von Strecken oder zweiten Gleisen (z. B.
Hennigsdorf – Gesundbrunnen oder Basdorf – Gesundbrunnen). Auch eine
Taktverdichtung ist an vielen Stellen unumgänglich (z. B. Stundentakt nach
Schwerin). Die aus der Fahrradmitnahme am Wochenende entstehenden Probleme
(siehe unserer Pressedienst vom 9. Mai 2011) drängen ebenso. Aber auch eine
sinnvolle Arbeitsteilung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr mahnt der DBV
an. Es ist nicht Aufgabe des Regionalverkehrs, im Minutenabstand im
„Berliner Speckgürtel“ zu halten (z. B. Potsdam Hbf – Potsdam-Charlottenhof
oder Albrechtshof – Seegefeld, Blankenfelde – Dahlewitz, Hennigsdorf –
Velten), weil Brandenburg gegen S-Bahn-Verlängerungen ins Umland ist und
dafür stattdessen lieber Millionenbeträge für zusätzlichen Parallelverkehr
durch Regionalzüge ausgibt. Der DBV Berlin/Brandenburg sieht die
Notwendigkeit, für die Hauptstadtregion einen gemeinsamen –
länderübergreifenden – Nahverkehrsplan zu erarbeiten (Pressemeldung DBV,
12.05.11).
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Von ruhiger Landschaftsidylle bis pulsierendes Großstadtleben, Mit der Bahn zu Ausflugszielen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern / Broschüre Streifzüge 2011 mit vielen Ausflugsangeboten unter dem Motto „Tagesreisen für Entdecker und Genießer“
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/
de/presse/presseinformationen/bbmv/
bbmv20110506a.html
(Berlin, 6. Mai 2011) Auch in diesem Jahr lädt die DB Regio AG Nordost
wieder zu erlebnisreichen „Streifzügen“ durch Berlin, Brandenburg und
Mecklenburg Vorpommern ein. Renado Kropp, Regionalleiter Marketing DB Regio
Nordost: „Alle in der Broschüre vorgestellten Ziele erreicht man bequem mit
einem Nahverkehrszug. Das ist nicht nur einfach, sondern auch
umweltfreundlich und preiswert. Bereits zum 16. Mal bieten wir unseren
Kunden die kostenlose Broschüre „Streifzüge“ an.“
Neben kulturellen und sportlichen Veranstaltungshinweisen sowie
Genießertipps, gibt es unter anderem zahlreiche Ausflugsvorschläge in die
schönsten Küstenregionen der Ostsee, in die Region Mecklenburg-Vorpommern –
zum 800. Geburtstag des Hafens der Hansestadt Wismar oder zum Wandern und
Feiern in das Brandenburger Land.
Jede Welle eine Melodie – Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das jährlich
stattfindende Musikereignis, lädt mit 124 Konzerten an 83 Spielstätten
kulturinteressierte Besucher ein. Daneben laden unter anderem die
Warnemünde Woche „Land in Sicht“ im Juli, das Hafenfest Stralsund, das
bedeutendste Seglertreffen der vorpommerschen Ostsee im Juni oder die Insel
Usedom, die sonnenreichste Insel Deutschlands, zu Tagesausflügen ein.
Das schönste Bachtal Brandenburgs ist Dank der Bahn und dem Schlaubetal-Bus
nur etwa eine Stunde vom quirligen Berlin entfernt. Bei ausgedehnten
Wanderungen lassen die Schönheit der Natur und die malerischen alten Mühlen
den Alltagsstress vergessen. Besuche der Kleinstadt Elsterwerda, die ihren
800. Geburtstag im August feiert, der Kleinstadt Lübbenau im Spreewald und
der Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) bieten sich sowohl als Familien- oder
Gruppenausflüge an.
Der Warnemünde-Express
An Sonnabenden, Sonntagen sowie an Feiertagen fährt der Warnemünde-Express
vom Berliner Hauptbahnhof zum Ostseebad. Der Warnemünde-Express hält an den
Bahnhöfen Berlin Gesundbrunnen, Oranienburg, Fürstenberg (Havel),
Neustrelitz, Waren (Müritz) und Rostock Hbf.
„Der Rheinsberger“
Vom 16. April bis zum 16. Oktober gibt es wieder die Ausflugsverbindung von
Berlin-Lichtenberg nach Rheinsberg (Mark). Sie eignet sich besonders für
Tagesausflüge mit oder ohne Fahrrad. Der Zug hält unterwegs an den
Bahnhöfen Berlin Gesundbrunnen, Oranienburg, Herzberg (Mark) und Lindow
(Mark). Daneben starten auch wieder die nachgefragten Saisonzüge, wie unter
anderem der Usedom-Express (vom 20. Mai bis 2. Oktober) zwischen Berlin Hbf
und Seebad Ahlbeck/Swinoujscie Centrum, der Ostsee-Express (vom 22. April
bis 3. Oktober) zwischen Berlin Hbf und Stralsund.
Ländertickets/Regionale Angebote
Preiswert reist man mit den Brandenburg-Berlin-Tickets, den
Mecklenburg-Vorpommern-Tickets oder dem Schönes-Wochenende-Ticket. Für
Fahrten von Berlin und verschiedenen Brandenburger Bahnhöfen bietet sich
auch das Ostsee-Ticket an.
Die kostenlose Broschüre „Streifzüge“ ist im RegioPUNKT auf den Bahnhöfen
Berlin Alexanderplatz und Hamburg sowie in den DB Reisezentren erhältlich.
Informationen zu Ausflugs-, Tarif- und Fahrplanangeboten gibt es im
Internet unter www.bahn.de oder telefonisch beim Kundendialog DB Regio
Nordost für Mecklenburg-Vorpommern unter 0385 7502405 und für
Berlin/Brandenburg unter 0331 23568-81/-82.
Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Blitzeinschlag stoppt Bahnverkehr nach Dessau, aus Die Welt
Brück/Berlin (dpa/bb) – Nach einem Blitzeinschlag gibt es noch bis Montag
Behinderungen auf der Bahnstrecke zwischen der Region Berlin-Brandenburg
nach Dessau in Sachsen-Anhalt. Im Streckenabschnitt zwischen Brück und
Dessau werden die Regionalzüge der Linie 7 durch Busse ersetzt, wie die
Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. In den Stellwerks- und
Bahnübergangsanlagen bei Brück (Potsdam-Mittelmark) war ein …
S-Bahn + U-Bahn + Straßenbahn + Bus + Regionalverkehr: Berlin: Jahresbericht 2009 zur Qualität im ÖPNV
Besonders die Ausfälle bei der S-Bahn, aber auch Einschränkungen bei den
Bus- und Straßenbahn-verkehren haben in den letzten Jahren das Bild vom
zuverlässigen Berliner öffentlichen Personennah-verkehr beschädigt. Die
Qualitäts- und Leistungskennziffern der S-Bahn werden regelmäßig durch den
VBB bekannt gegeben. Wie es um die Qualität des gesamten anderen ÖPNV im
Land Berlin bestellt ist, kann jeder Interessierte ab sofort detailliert
nachlesen. Unter dem Motto „Mehr Transparenz im ÖPNV“ veröffentlicht die
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung künftig regelmäßig Daten zur Qualität
bei U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähre.
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Jedes Jahr nutzen über 900 Millionen
Menschen die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der BVG. Die BVG leistet so
einen zentralen Beitrag für die Mobilität in Berlin. Während der
S-Bahn-Krise hat sie sogar noch mehr Fahrgäste transportiert und ihre
Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstriert. Da die BVG ein
Landesunternehmen ist und aus Landesmitteln finanziert wird, sollen die
Berlinerinnen und Berliner erfahren, wofür das Land Berlin sein Geld
ausgibt, und was sie als Kunden dafür bekommen. Es geht uns nicht alleine
um die Darstellung von Erfolgen; wir wollen objektiv Bericht erstatten und
auch aufzeigen, wo Land und Unternehmen noch besser werden können.“
Der Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG beinhaltet
Vorgaben zu Leistung und Qualität bei Straßenbahn, U-Bahn und Bus. Um die
Einhaltung der Vorgaben zu belegen, werden regelmäßig die erforderlichen
Daten erhoben und ausgewertet. Zukünftig sollen diese Daten auch dazu
genutzt werden, der Öffentlichkeit ein objektives Bild zum Stand und den
Entwicklungen im Berliner ÖPNV zu vermitteln.
Bei der Umsetzung des Verkehrsvertrags wird das Land Berlin durch das
Center Nahverkehr Berlin unterstützt. Dort werden die von der BVG
gelieferten Daten regelmäßig geprüft und ausgewertet. Die daraus
entstehenden Qualitätsberichte dienen der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung als wichtige Arbeitsgrundlage.
Die Jahresberichte des Qualitätscontrollings finden Sie auf den
Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung oder auch auf der
Homepage des CNB unter www.cnb-online.de.
Es ist das Ziel des Senats, den ÖPNV noch attraktiver und noch
leistungsfähiger zu machen. Ab dem zum 1. Mai 2011 anstehenden
Fahrplanwechsel hat das Land mehr Leistung bei der U-Bahn am Wochenende
bestellt. Damit werden nun fast alle U-Bahnlinien sonntags zwischen 12 und
19 Uhr nicht mehr im 10-, sondern im 5-Minutentakt befahren.
Senatorin Junge-Reyer: „Gesellschaftlicher Wandel verändert die
Mobilitätsansprüche der Berlinerinnen und Berliner. Auf diese Entwicklungen
muss auch der ÖPNV reagieren. Bereits in der Vergangenheit haben wir
festgestellt, dass sich die Nachfrage im ÖPNV aufgrund veränderter Arbeits-
und Ladenöffnungszeiten insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende
erhöht hat. Daher hat das Land schon im Jahr 2009 mit zusätzlichen
Bestellungen Taktverdichtungen in den Abendstunden und am Samstag
ermöglicht. Die Erfolge dieser Anpassungen an die Kundenwünsche sind
offensichtlich. Immer weniger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Auto, um in
die Innenstadt zu kommen. Die Berlinerinnen und Berliner nehmen unser
Angebot im Nahverkehr an und steigen um. Mit der nun anstehenden
Taktverdichtung am Sonntag gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der
Fahrgäste ein, die auch am Sonntag schnell und bequem mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln mobil sein wollen. Wir passen die Mobilitätsstruktur der
Stadt immer mehr an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger an. Der
abnehmende Individualverkehr erhöht die Lebensqualität für diejenigen, die
in der Stadt leben und ohne Auto in die Stadt zu kommen wird immer
einfacher. Für beide Seiten ist das ein echter Gewinn.“
Von der Taktverdichtung profitieren zudem nicht nur die Fahrgäste, die
direkt am U-Bahnnetz wohnen. Da für die meisten Wege die öffentlichen
Verkehrsmittel kombiniert genutzt werden, heißt ein dichterer Takt auch
kürzere Umsteigezeiten und insgesamt kürzere Reisezeiten. Dies trägt zu
einer flächendeckenden Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV bei, auch und
vor allem im Vergleich mit dem Pkw.
Finanziert werden die Taktverdichtungen über Umbestellungen und Verlagerung
von wenig oder gar nicht nachgefragten Angeboten, z.B. im Frühverkehr,
sowie aus Rückflüssen aus dem BVG-Vertrag.
Folgende Linien werden taktverdichtet: U 1; U 2 von Pankow bis
Theodor-Heuss-Platz; U 5 von Alexanderplatz bis Kaulsdorf Nord; U 6; U 7; U
8 von Hermannstraße bis Osloer Straße. Die U 9 fährt heute bereits im 5
Minuten-Takt und wird zeitlich angepasst (Pressemeldung Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, 29.04.11).
Bahnverkehr + Regionalverkehr: Schlechter verbunden als zu Dampflokzeiten, Neue Freizügigkeit: Ab Mai nimmt der Verkehr zwischen Berlin und Polen zu. Die Eisenbahnen auf beiden Seiten sind darauf nur unzureichend vorbereitet. , aus Der Tagesspiegel
Etwa 15 Millionen Berliner und Brandenburger fahren jährlich nach Polen.
Mehr als eine halbe Million Polen fliegen vom Flughafen Schönefeld in die
Ferne. Mit der Freizügigkeit vom 1. Mai an, die es Polen erlaubt, sich
überall in der EU niederzulassen und zu arbeiten, wird der Verkehr weiter
zunehmen. Vor allem auf den Straßen. Etwa 600 Kleinbusse aus Polen kommen
allein in Schönefeld wöchentlich an. Mit der Bahn sind im
deutsch-polnischen Grenzverkehr nach Angaben des Verkehrsverbundes
Berlin-Brandenburg (VBB) je nach Strecke nur zwei bis sieben Prozent der
Reisenden unterwegs, was auch einen Grund hat: 61 Jahre nach dem Ende des
Krieges fahren auf den einstigen Hauptstrecken weit weniger Züge als in den
30er Jahren.
Und sie sind in der Regel langsamer als zu Dampflokzeiten. Der Wiederaufbau
kommt kaum voran.
Bereits 2003 war der Ausbau der Strecke nach Stettin als „Internationales
Projekt“ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Die
erforderliche Regierungsvereinbarung ist bis heute …
Bahnverkehr + Regionalverkehr + VBB: Schienenverbindungen nach Polen müssen dringend verbessert werden
Der Verkehr zwischen Deutschland und Polen wird mit Beginn der
Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai zwischen beiden Ländern weiter
zunehmen. Vor allem im Ballungsraum Berlin-Brandenburg wird sich das
Verkehrsaufkommen stark erhöhen.
Noch immer gibt es jedoch erhebliche Mängel im grenzüberschreitenden
Eisenbahnverkehr, so dass Reisende überwiegend mit dem Auto, statt mit der
Bahn fahren. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sieht dringenden
Handlungsbedarf für den Ausbau der Infrastruktur und des Verkehrsangebots
im Schienenverkehr zwischen Deutschland und Polen.
Rund 15 Millionen Menschen reisen jährlich von Berlin-Brandenburg nach
Polen. Nur zwischen zwei und sieben Prozent von ihnen fahren mit der Bahn
in die nahegelegenen Großstädte wie Stettin, Gorzów Wlkp., Posen, Zielona
Góra oder Breslau. Schon jetzt gibt es erste Kapazitätsengpässe auf den
Straßen zwischen Berlin-Brandenburg und Westpolen und der Verkehr wird sich
mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit weiter erhöhen – in beide Richtungen.
Um mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu lenken, muss noch sehr
viel passieren, sagt VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „Es ist ein
Jammer, aber auch kein Wunder, dass die Schienen-verbindungen zu unseren
Nachbarn so wenig genutzt werden. Die Qualität der grenzüberschreitenden
Strecken ist an vielen Stellen in einem schlechten Zustand. Einerseits gibt
es erhebliche Lücken in der Infrastruktur, andererseits fehlt es an
attraktiven Angeboten. Die Züge müssen immer wieder auf Schneckentempo
drosseln, den Fahrgästen werden viel zu lange Fahrzeiten zugemutet und das
Angebot ist zu dünn.“
Handlungsbedarf im grenzüberschreitenden Schienenverkehr
• Berlin – Angermünde – Stettin: Elektrifizierung und Ausbau des
eingleisigen, nicht elektrifizierten Abschnitts zwischen Szczecin-Gumience
und Passow, Schaffung zusätzlicher Direktverbindungen
• Berlin – Küstrin-Kietz – Kostrzyn – Gorzów Wlkp: Schaffung von
Direktverbindungen
• Berlin – Frankfurt (Oder) – Posen: Schaffung von zusätzlichen, direkten
Regionalverbindungen
• Berlin – Frankfurt (Oder) – Zielona Góra: Optimierung der
Umsteigeverbindungen, Schaffung einer Direktverbindung, Einführung eines
attraktiven Fahrkartenangebots
• Berlin – Cottbus – Breslau: kürzere Fahrzeiten dringend erforderlich,
Infrastrukturmodernisierung, durchgehende Elektrifizierung, Finanzierung
des Betriebs
Die Deutsche Bahn AG und die Bundesregierung als Eigentümerin sind
aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen
Entscheidungen zu treffen und Mittel bereitzustellen, um zusammen mit den
polnischen Partnern die Fernverbindungen zwischen Deutschland und Polen zu
verbessern. Das Potenzial an Reisenden zwischen beiden Ländern ist eine
Riesenchance für den umweltschonenden Bahnverkehr.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg engagiert sich seit Jahren für
bessere Bahnverbindungen nach Polen und konnte mit der Einführung
attraktiver Tarifangebote nach Stettin (10 Euro-Ticket, VBB-Anerkennung im
Stadtverkehr) und Gorzów Wlkp. (Gorzów -Spezial) wieder deutlich mehr
Fahrgäste auf diesen Strecken gewinnen (Pressemeldung VBB, 28.04.11).