Potsdam – Die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack und der parlamentarische Geschäftsführer Heinz Vietze sagten, die Länder garantierten einem privaten Betreiber Einnahmen, behielten das Risiko jedoch auf ihrer Seite. Die Länder verpflichteten sich, auf der Strecke zwischen Berlin und #Schönefeld von 2011 bis 2030 Zugleistungen im Wert von jeweils 115 Millionen Euro in Anspruch zu nehmen.
Die angekündigten privaten Fernzüge, die das Bahnreisen zwischen Berlin und Hamburg vom 10. Dezember an preiswerter machen sollten, lassen voraussichtlich noch auf sich warten. Mit den vom Gleisnetzbetreiber Deutsche Bahn angebotenen Bedingungen „sind wir nicht glücklich“, sagte der Sprecher des Connex-Nachfolgers Veolia Verkehr, Matthias Roeser, der „Berliner Zeitung“ (Donnerstag). Falls sich keine Lösung abzeichnet, werde es die Züge zumindest …
Noch kein Baurecht für „Ostanbindung“ aus der Lausitz und „Dresdener Bahn“
Die Eisenbahnanbindung zum neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld bleibt ein schwieriges Kapitel. Zwar ist am 5. September der offizielle Spatenstich für das Milliarden-Projekt. Wie die künftigen Fluggäste per Bahn schnell und bequem zum Airport gelangen, ist aber in weiten Teilen offen.
Noch ehe der Bau begonnen hat, verteuern sich die Projekte Flughafenbahnhof unter dem Terminal sowie die Schienenverbindungen zwischen den Fern- und Regionalstrecken zur Terminaleinfahrt. Aus den ursprünglich geplanten 496 Millionen Euro sind inzwischen nach Angaben von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bis zu 630 Millionen Euro geworden. Die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) und Bahnchef Hartmut Mehdorn beteuern unterdessen unverdrossen, dass bis zur BBI-Eröffnung im Jahr 2011 alle Anbindungen fertig sein werden. Aber weder auf Fragen zur künftigen Verbindung aus Richtung Görlitz, Cottbus zum Flughafen („Ostanbindung“) noch zur Wiederbelebung der umstrittenen „Dresdener Bahn“ für den Airport-Shuttle gibt es schlüssige Antworten. BBI-Projektsprecher Ralf Kunkel verweist auf die Zuständigkeit der FBS für die Schienen. Die reiche lediglich ab Betriebszaun bis zum Terminal. Hier sei alles klar. Der Flughafenbahnhof und der Bahntunnel werden ab nächstes Jahr gebaut. Allerdings ist sich selbst die FBS noch nicht ganz sicher über den Umfang der Anlage. Einmal heißt es in den aktuellen Steckbriefen zum BBI, der Flughafenbahnhof bekomme vier Fernbahn- und zwei S-Bahnsteige. Dann wieder ist von zwei Bahnsteigen für den Fern- und Regionalverkehr sowie von lediglich einem S-Bahnsteig die Rede.
Gleisverbindung nach Schönefeld Recht verschwommen ist auch noch die „Ostanbindung“. Auf der Schönefelder Flughafenkarte ist im Verlauf der Bahnstrecke (Görlitz –) Cottbus – Berlin in Höhe der Gemeinde Bohnsdorf vor dem Grü nauer Kreuz jeweils ein Abzweig aus Richtung Cottbus und aus Berlin zum Flughafen eingezeichnet. Eine Gleisverbindung nach Schönefeld gibt es jetzt auch schon. Sie wird für Versorgungszüge und für den Sonderverkehr während der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA genutzt. Gerade die Güterzüge waren es, die Häuser von Bohnsdorf in Schwingungen versetzten und die jetzt zur Verlegung der Strecke um einige hundert Meter zwingen. Dafür ist in Deutschland ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren notwendig, das nach Aussagen der Deutsche Bahn-Projektbau in Berlin im Herbst 2008 abgeschlossen sein könnte. Jetzt jedenfalls würden die Planungen vorbereitet, heißt es bei der Bahn. Zumindest theoretisch könnten nach Eröffnung des Flughafens Regionalexpress-Züge aus Cottbus direkt zum Terminalbahnhof fahren und von dort weiter Richtung Berliner Hauptbahnhof. Klar ist das alles nicht. Bei der Wiederbelebung der traditionsreichen „Dresdener Bahn“ als künftige Rennstrecke für die Air port-Shuttles über die Mahlower Kurve stellten sich bislang vor allem Besitzer von Immobilien aus Lichtenrade in den Weg. Sie befürchten bei einem oberirdischen Wiederaufbau der Strecke, die beim Berliner Mauerbau gekappt wurde, Einschränkungen ihrer Lebensqualität und Wertverluste von Grundstücken. Deshalb fordern sie einen kostenaufwendigen Eisenbahntunnel und verzögern so das Planfeststellungsverfahren weiter, das erst 2004 nach jahrelanger Unterbrechung wieder aufgenommen wurde. Eigentlich sollte die Strecke zur Fußball-WM schon fertig sein. Nun erwartet die Deutsche Bahn den Planfeststellungsbeschluss, also das Baurecht, „im kommenden Jahr“, erklärt DB-Projektbau-Sprecherin Gabriele Schlott gegenüber der RUNDSCHAU. Für Fahrgäste aus Sachsen und aus der Elbe-Elster-Region ist das bislang relativ bedeutungslos, da die Strecke von Dresden über Elsterwerda nach Berlin wegen ihres schlechten Zustandes ohnehin keine kurzen Fahrzeiten zulässt (die RUNDSCHAU berichtete).
Brückenbau läuft Bei allen offenen Fragen steht dagegen der Brückenbau für die westliche Bahnanbindung über die L 75 sowie für die Ver- und Entsorgungsleitungen des neuen Flughafens fest. Hier wird bereits gearbeitet und im April 2007 soll das Bauwerk fertig sein. Die Bahnanbindung zum derzeitigen Schönefelder Flughafen über den bestehenden Bahnhof ist mit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofs auf wenige Regionalverbindungen zusammengeschmolzen. Das wird bis zur Eröffnung des BBI auch so bleiben. Um wenigstens die Zugverbindung einigermaßen zu gewährleisten, blieb die Regionalbahnlinie 14 von Senftenberg über Lübbenau und Königs Wusterhausen nach Schönefeld von den jüngsten Streichungen im Nahverkehr auf der Schiene zunächst verschont.
Bahn-Regionalchef Trettin sieht eine langfristige Zukunft für die Instandhaltungswerke
Mit 8455 Arbeitsplätzen ist die Deutsche Bahn der größte Arbeitgeber Brandenburgs. Dazu kommen noch viele Pendler aus der Mark, die jeden Tag zu ihrem Arbeitsplatz bei der Bahn in Berlin pendeln. Der Konzernbevollmächtigte für die Region Ost und das Land Brandenburg, Joachim Trettin, hebt dabei vor allem hervor, dass das Untenehmen Stellen in strukturschwachen Gegenden wie der Prignitz geschaffen hat. Mit ihm sprach Andreas Streim.
Erneut nimmt die Deutsche Bahn im MAZ-Ranking der 100 größten Brandenburger Unternehmen den ersten Platz ein. Ein Grund, stolz zu sein?
Trettin: Es zeigt die Bedeutung, die die Bahn in Brandenburg hat. Wir haben über 8000 Arbeitsplätze in Brandenburg. Und das ist sogar nur die halbe Miete. Wir haben dazu noch in Berlin mehr als …
Im September beginnt die Erneuerung der Eisenbahnbrücken über die Bahnhofstraße am S-Bahnhof Köpenick. Diese Maßnahme ist Teil der Erneuerung des S-Bahnnetzes und der Ertüchtigung der Regional- und Fernbahnstrecke für Tempo 160. Am Wochenende 9./10. September wird zunächst eine neue Kabelbrücke eingebaut und das Baufeld für das Verlegen von Bahnkabeln freigemacht. Dafür wird jeweils am Sonnabend und Sonntag von 6.30 bis 16 Uhr der S-Bahnverkehr auf einen eingleisigen Betrieb reduziert. Die Züge fahren im 20-Minutentakt, in Richtung Erkner muss in Karlshorst umgestiegen werden. In Richtung Innenstadt fahren die Züge von Erkner aus durch, allerdings auch nur im 20-Minutentakt. Der eigentliche Austausch der alten Brücken gegen die Behelfsbrücken erfolgt an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden ab 15./16. Oktober. Am ersten Wochenende werden die beiden Fernbahnbrücken gegen Hilfsbrücken ausgetauscht, dabei muss das parallel verlaufende S-Bahngleis der Baulogistik zur Verfügung gestellt werden. Der S-Bahnverkehr wird im 20- Minutentakt in beide Richtungen über das stadteinwärts führende Gleis abgewickelt. Am Wochenende 22./23. Oktober folgt der Austausch der ersten S-Bahnbrücke, am 29./ 30. Oktober der der zweiten. „Wie beim Bau der Brücken über die Bölschestraße am S-Bahnhof Friedrichshagen geben die Behelfsbrücken auch am S-Bahnhof Köpenick die Möglichkeit, den Verkehr nahezu ohne Einschränkungen rollen zu lassen und dabei die neuen Brückenkörper zu errichten“, betont Christian Morgenroth. Der Einbau der neuen Brücken wird voraussichtlich im nächsten Jahr erfolgen.
Bis zur #Fußball-WM hat die Bahn #gebaut wie ein Weltmeister. Jetzt aber stockt der weitere #Ausbau ihres Netzes. Pläne gibt es viele, doch es fehlt das Geld. Und wo die #Finanzierung steht, gibt es andere Hindernisse. So wird die „#Bahnstadt Berlin“ auch mit dem neuen Hauptbahnhof und dem Nord-Süd-Tunnel auf Jahre hinaus ein Torso bleiben. Selbst Projekte, für die es bereits feste Terminzusagen gab, wackeln.
636 Millionen Euro wollen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg ausgeben, um den künftigen #Flughafen „Berlin Brandenburg International“ (#BBI) in #Schönefeld an das #Schienennetz anzuschließen. Dennoch wird BBI für viele Fahrgäste – insbesondere aus Brandenburg – nur schlecht erreichbar sein.
Frankfurt (O.) Wegen Bauarbeiten an der Oderbrücke bei Frankfurt muß der internationale Bahnverkehr zwischen Berlin und Warschau über Kostrzyn (Küstrin) umgeleitet werden. Das wiederum behindert von kommender Woche an bis zum 20. August erheblich die Regionalverkehrsstrecke Berlin-Lichtenberg – Küstrin; viele Züge …
Start am 1. Oktober – Neue Angebote, frische Produkte
(Berlin, 9. Juli 2006) Die Deutsche Bahn AG will alle rund 380 Bordbistros zum 1. Oktober auf rauchfrei umstellen. Gleichzeitig wird das gastronomische Angebot deutlich erweitert. Vorgesehen sind frische Salate und Backwaren, Kaffeespezialitäten und mediterrane Gerichte. Dr. Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG: „Mit unserer Entscheidung gehören wir in Deutschland zu den ersten, die in der Gastronomie komplett rauchfrei werden. Gleichzeitig erweitern wir unser Angebot, um neue Kunden anzusprechen. Dazu zählen vor allem Familien mit Kindern und Jugendliche.“ Die Bahn bietet Bordbistros in den ICE- und IC/EC-Zügen an. Bereits seit 1991 sind alle der rund 200 Speisewagen rauchfrei. Damit wird ab dem 1. Oktober der gesamte gastronomische Bereich der Bahn im Fernverkehr rauchfrei sein. Der Umsatz in der Bordgastronomie des Fernverkehrs betrug 2005 rund 90 Millionen Euro. Davon wurden 34 Millionen Euro in den Bordbistros erzielt.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
„Ihr Anschlusszug konnte leider nicht warten“ – „Wegen eines Böschungsbrands verzögert sich die Weiterfahrt“: Unser Reporter hat während der WM mehr Zeit im Zug verbracht als im Stadion. Und was die Bahn und er miteinander erlebten, ist spannender als manches Halbfinale. Vier Wochen Fußball-WM. Der Reporter will mit der Bahn durch Deutschland reisen, im Bistro seine Texte schreiben und entspannt von Stadion zu Stadion reisen. Der Reporter fährt gern mit der Bahn. Sein erstes Spiel ist das zwischen Polen und Ekuador in Gelsenkirchen. Vor Bochum bleibt der Zug …