Vergeblich hofften gestern die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Parlament auf Antworten der Bahn zum Schienenanschluss des BBI-Flughafens in Schönefeld. Die geladenen Vertreter der Bahn und des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) hatten die Einladung ausgeschlagen. Sie wollten sich derzeit zu den zahlreichen Problemen nicht äußern, weil die Genehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen seien, teilten sie dem Ausschuss mit. Jetzt soll Parlamentspräsident Walter Momper die Bahn-Vertreter erneut einladen. Die Mitglieder im Verkehrsausschuss fühlten sich durch das Fernbleiben der Bahn-Vertreter brüskiert. Derzeit ist nur klar, dass es die von der Bahn versprochene schnelle umsteigefreie Verbindung zum Hauptbahnhof nicht wie geplant bis zur vorgesehenen BBI-Inbetriebnahme Ende 2011 geben wird. Der für den Airport-Express erforderliche Aufbau der Dresdner Bahn hat sich …
Bereits zu der für 2011 geplanten Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld wird die Deutsche Bahn eine attraktive Zugverbindung dorthin anbieten. Der Airport Express werde alle 15 Minuten zwischen dem BBI-Terminal und der Berliner Innenstadt verkehren, geht aus einem gestern vorgelegten Konzept hervor. Die Fahrt zum Hauptbahnhof soll ungefähr eine Viertelstunde …
Mehdorn bekräftigt sein Versprechen Von Katrin Schoelkopf
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, hat entgegen aller Befürchtungen und Sachzwänge bekräftigt, dass der geplante Airport-Express über die Dresdner Bahn rechtzeitig zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld in Betrieb genommen werden kann. „Der Airport-Express und damit die Dresdner Bahn wird pünktlich 2011 fertig“, sagte Mehdorn der Berliner Morgenpost am Mittwochabend am Rande einer Veranstaltung der CDU zum Flughafen Tempelhof. „Und ich sage Ihnen, der wird eher als der BBI fertig.“ Der stellvertretende Konzernsprecher der Deutschen Bahn, Volker Knauer, relativierte Mehdorns Aussagen allerdings gleich im Anschluss. „Es ist richtig, dass es von unserer Seite 2011 etwas werden könnte. Doch wir sind nicht die …
Am Potsdamer Platz wird eine Ausstellung zur Nazizeit gezeigt – zum ersten Mal in einem deutschen Bahnhof Marlies Emmerich
Mit 16 Jahren flüchtet der Berliner Ber Userowicz mit seinen Eltern nach Frankreich, von dort deportieren ihn die Nazis per Bahn mit dem Transport Nummer 8 nach Auschwitz. Am 19. Oktober 1942 startet am Güterbahnhof Moabit der „21. Osttransport“ mit 959 Menschen in die lettische Hauptstadt Riga. Gert Rosenthal, der Bruder des Entertainers Hans, wird dort in den umliegenden Wäldern erschossen. Viele ähnliche Schicksale sind bis zum 11. Februar in der Ausstellung „Sonderzüge in den Tod“ auf dem Zwischengeschoss im Bahnhof Potsdamer Platz zu sehen. Die bekannte Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld hat mehr als zwei Jahre lang …
Heute eröffnet die Bahn eine Ausstellung zur Deportation von Millionen in die NS-Vernichtungslager. Den „Zug der Erinnerung“ aber, ein Projekt von Bürgerinitiativen, schikaniert sie finanziell. VON PHILIPP GESSLER BERLIN taz Etwa 3 Millionen Menschen hat die Reichsbahn, NS-Forschern zufolge, während des Holocaust in die Vernichtungslager gefahren. Die Fahrt in den Tod war ein Bombengeschäft: Für den Transport in Viehwaggons kassierte das Vorläuferunternehmen der Deutschen Bahn, penibel abgerechnet, pro Erwachsenen 4 Pfennig je Kilometer, Jugendliche und Kinder über vier Jahren brachten 2 Pfennig. Die Kosten trugen die Deportierten möglichst selbst. Insgesamt mehrere hundert Millionen Reichsmark hat die Reichsbahn an dem Völkermord verdient. Heute gedenkt sie dieser Schuld. Im Berliner Bahnhof Potsdamer Platz wird am heutigen Mittwoch …
Elektronische Stellwerke gehen in Betrieb / Wichtiges Etappenziel erreicht / 31 Millionen Euro in Elektronik, Signale, Weichen und Strecke investiert
(Berlin, 17. Januar 2008) Am Sonntag, 20. Januar 2008, geht das neue Elektronische Stellwerk (ESTW) Prenzlau nach gut einem Jahr Bauzeit in Betrieb. Ein Wochenende später, am 26. Januar, folgt das ESTW Tantow. Die Inbetriebnahmen wurden in die nächtlichen Zugpausen gelegt. So bleibt der Reisezugverkehr unberührt. Güterzüge werden umgeleitet.
Mit den beiden neuen Stellwerken, Kosten 31 Millionen Euro, wird die Bahnstrecke von Berlin bis Stralsund einschließlich der Strecke nach Stettin per Maus und Monitor von der Betriebszentrale der Bahn in Berlin-Pankow ferngesteuert. (Das noch fehlende ESTW Greifswald soll ab September 2009 in Betrieb gehen.) Die elektronische Stellwerkstechnik bringt durch lückenlose Gleisfreimeldung, moderne Signal- und Schrankenanlagen ein deutliches Mehr an Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Die Inbetriebnahme ist gleichzeitig Stunde der Wahrheit, wenn alle Funktionen, Module, Komponenten, Systeme und Teilsysteme zusammengeführt und getestet werden. Ihr gingen umfangreiche Bauarbeiten an Gleisen und Weichen voraus. Moderne Signale prägen jetzt das Bild. Die Oberleitungsanlage wurde an die veränderten Bedingungen angeglichen. Insgesamt 20 Bahnübergänge mussten für die neue Technik angepasst, aufgelassen oder erneuert werden. Für mehr Sicherheit sorgen nun Fuß- und Radwege im Kreuzungsbereich sowie neue Bahnübergangsbeläge. Der Haltepunkt Nechlin erhielt neue Bahnsteige und die dazugehörige technische Ausstattung.
Das ESTW in Prenzlau stellt im Abschnitt Pasewalk–Wilmersdorf 46 Signale und 15 Weichen. Von Tantow wird der zehn Kilometer lange Abschnitt Passow–Staatsgrenze Polen mit 20 Signale und 5 Weichen gesteuert. Die fünf bisherigen Stellwerke, das älteste aus dem Jahre 1905, gehen außer Betrieb. Für diese Altbauformen war es zunehmend schwieriger geworden, Ersatzteile zu beschaffen.
Verkehrsministerium stellt erstmals Geld zur Verfügung Marlies Emmerich Der „Zug der Erinnerung“ soll nach Berlin kommen. Er erinnert an die eine Million Kinder, die während der NS-Zeit deportiert wurden. Dafür machen sich Prominente wie Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland, die israelische Botschaft und mehrere Bezirksbürgermeister stark. Nach ihrem Willen soll die Ausstellung ab Mitte April auf fünf Berliner Bahnhöfen zu sehen sein. Der bundesweite Verein gleichen Namens war aus einem Projekt hervorgegangen, das die bekannte Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld initiiert hatte. Seit November fährt der Zug die Deportationsroute in Richtung Auschwitz entlang. Bislang hielt er in 30 Städten. 40 000 Besucher haben sich die Ausstellung …
Verkehrsministerium stellt erstmals Geld zur Verfügung Marlies Emmerich Der „Zug der Erinnerung“ soll nach Berlin kommen. Er erinnert an die eine Million Kinder, die während der NS-Zeit deportiert wurden. Dafür machen sich Prominente wie Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland, die israelische Botschaft und mehrere Bezirksbürgermeister stark. Nach ihrem Willen soll die Ausstellung ab Mitte April auf fünf Berliner Bahnhöfen zu sehen sein. Der bundesweite Verein gleichen Namens war aus einem Projekt hervorgegangen, das die bekannte Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld initiiert hatte. Seit November fährt der Zug die Deportationsroute in Richtung Auschwitz entlang. Bislang hielt er in 30 Städten. 40 000 Besucher haben sich die Ausstellung …
Unternehmen wird Schritt für Schritt rückverstaatlicht Barbara Klimke
LONDON. Die Neujahrsansprache von Iain Coucher, dem Chef des britischen Bahnschienennetzes, klang kläglich und kam eine halbe Woche zu spät: Auf der Westküstenlinie könnten die Züge nun wieder fahren, gab der Geschäftsführer bekannt, fügte aber hinzu, dass er keinen Trost aus dieser Nachricht schöpfe: Schließlich wusste er, wie viel Ärger sein Unternehmen Network Rail den Bahnkunden zum Jahreswechsel bereitet hatte. Eine Viertelmillion Passagiere waren von Bauarbeiten betroffen, die sich allein am Knotenpunkt Rugby unangemeldet um vier Tage verzögerten.
Das Container-Terminal in Frankfurt (Oder) verzeichnet seit seiner Eröffnung wachsende Umschlagzahlen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 stieg die Zahl der Züge, die aus Hamburg/Bremerhaven und aus Polen den Umschlagplatz ansteuern. Die Container werden von hier mit Zügen oder Lastwagen weiterverteilt. Indirekt sind dadurch die deutschen und polnischen Seehäfen miteinander verbunden. Die Stadt Frankfurt (Oder) reagiert mit einem Flächenausbau auf den steigenden Bedarf. Behende hebt der mobile Kran einen Container nach dem anderen vom Zug. Die großen Stahlbehälter stapeln sich auf dem Bahnsteig im Güterverteilzentrum Frankfurt (Oder). Noch am selben Tag verlässt der Zug das Contai ner-Terminal mit anderer Fracht. Einen Teil der Container fahren Lastwagen im Umkreis von 200 Kilometern an ihren Bestimmungsort, den anderen Teil transportiert ein Zug …