Auch Berlins zweitgrößter Fernbahnhof hat mit baulichen Mängeln zu kämpfen Von Isabell Jürgens
Während die durch den Sturm „Kyrill“ offenbar gewordenen Baumängel am Berliner Hauptbahnhof sogar internationale Aufmerksamkeit erregt haben, geht fast unter, dass auch der ebenfalls erst im Mai vergangenen Jahres eröffnete zweitgrößte Fernbahnhof Berlins mit baulichen Mängeln zu kämpfen hat. Zwar müssen die Fahrgäste am Bahnhof Südkreuz nicht herabstürzenden Stahlträgern rechnen – mit einer ordentlichen Erkältung allerdings schon. Seit Monaten sind die Glastüren des Hauteingangs an der Naumannstraße defekt. Wind und Kälte fegen ungehindert durch die Bahnhofshalle, weil zu allem Überfluss auch noch die rückwärtigen Türen außer Funktion sind. Auf den mit rot-weißem Absperrband umwickelten Türen informiert …
Wärmeschutzprogramm wird zunächst bis 2010 fortgesetzt. Für Autos kommt bereits 2008 die Umweltzone mit Verbot für „Stinker“ Von Sabine Beikler und Klaus Kurpjuweit
Dürreperioden, sinkende Grundwasserspiegel, Versteppung, Wüstenbildungen: Das sind keine abstrakten Schreckensszenarien im UN-Bericht zum Klimawandel, sondern konkrete Bedrohungen, die auch Berlin betreffen. Würde die Erderwärmung um fünf Grad Celsius steigen, könne die Sahara bis nach Berlin reichen, warnte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Ursache für die Klimaerwärmung sind Treibhausgase. „Alle Länder sind aufgefordert, sich umweltpolitische Ziele zu setzen und sie zu erreichen“, sagte Berlins Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff dem Tagesspiegel. Zwischen 1990 und 2003 habe Berlin seine CO2-Emissionen um 16 Prozent gesenkt, Hamburg im Vergleich …
SCHÖNEFELD Es dauert nicht mehr lange, dann ist das erste „große Loch“, das unmittelbar für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) gebuddelt wird, auch schon wieder unter der Erde verschwunden. „Im Frühjahr sind wir hier fertig“, versichert Diplom-Ingenieurin Sandra Bollweg, die für ihre Firma Schüßler-Plan im Auftrag der Flughafengesellschaft mit verantwortlich ist für die Bauüberwachung des so genannten Bauwerks 262.
PRITZWALK Freitagabend, Neustadt/Dosse. Der Zug aus Berlin hat Verspätung, zwölf Minuten, denn der Zug aus Budapest war am Berliner Hauptbahnhof zu spät eingetroffen, der Nahverkehrszug nach Neustadt musste ständig warten, weil der Fernverkehr der Deutschen Bahn vorbeigelassen werden musste. In Neustadt schließlich „stranden“ die Reisenden für die nächsten zwei Stunden: Der Zug in Richtung Pritzwalk ist weg, denn um nicht weitere Verspätungen zu verursachen, muss er sich auf den Weg machen – sonst klappt der Anschluss in die andere Richtung nicht. Die Berufspendler auf dem Bahnhof murren – suchen nach Alternativen, nach Pritzwalk zu kommen, doch die gibt es, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt. „Ich werde wohl zusehen müssen, dass ich mir ein …
Konzern kauft Bombardier-Züge für mehr als eine Milliarde Euro – davon könnte auch das Werk Hennigsdorf profitieren
Berlin – Die Deutsche Bahn kauft für gut eine Milliarde Euro mehr als 300 neue Regionalverkehrszüge beim Hersteller Bombardier Transportation. Davon würden alle sechs deutschen Werke profitieren, hieß es bei dem kanadischen Unternehmen – also auch das Werk Hennigsdorf nördlich von Berlin. Außerdem will der Staatskonzern seine Intercity-Flotte modernisieren und dafür in den nächsten Jahren rund 400 Triebzüge anschaffen, wie Bahnchef Hartmut Mehdorn am Freitag in Berlin ankündigte. Bei dem Auftrag für Bombardier handelt es sich um einen der größten, den die Bahn je vergeben hat. Die Züge vom Typ …
Donnerstagmorgen, 9.23 Uhr auf dem Bahnhof Ahrensfelde. Auf Gleis 44 fährt der Triebwagen aus Werneuchen ein. Die Türen öffnen sich, eine junge Familie hievt einen Kinderwagen in den Zug. Ein paar Männer und Frauen steigen aus, laufen zur S-Bahn. Der Triebwagen ist gut besetzt, viele Fahrgäste werden sicher bis zur nächsten Station fahren – obwohl sie dort eigentlich nicht hinwollen. „Viele Senioren steigen erst in Berlin-Lichtenberg aus“, bestätigt Evelyn Springer. Die Seefelderin weiß auch den Grund: Der Schritt aus dem Zug auf den …
„Für jeden gekürzten Euro darf die Bahn Zugverkehr im Wert von eineinhalb Euro streichen.“ Diese unglaubliche Aussage findet sich in den Fränkischen Nachrichten vom 1. Februar 2007. Sie betrifft die anstehenden Kürzungen des Zugangebotes im Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg). Gibt es Parallelen zu Brandenburg? Brandenburg war zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 hart von den Mittelkürzungen im Bahn- und Busverkehr betroffen. Tempo und gesamter Ablauf des Umsetzungsverfahrens machte Kommunalpolitiker und Fahrgäste misstrauisch. Die Antwort der Landesregierung Brandenburg (Drs. 4/3794) auf eine Anfrage der Abgeordneten Anita Tack (Linkspartei) brachte keine Klarheit. Die Verkehrsverträge, die die Bundesländer mit den Verkehrsunternehmen abgeschlossen haben, sind geheim. Nur wenige Fakten sind zum Beispiel aus dem Brandenburger Vertrag mit DB Regio bekannt. So umfasst das Auftragsvolumen für die Regionalverkehrsleistungen in Brandenburg für den Zeitraum 2002 bis 2012 insgesamt rund 2 Milliarden Euro. Nach Ansicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, die wichtigsten Eckpunkte aus den bestehenden Verkehrsverträgen zu erfahren; immerhin handelt es sich um Geld aller Steuerzahler, das hier eingesetzt wird! Der noch bis 2012 bestehende Vertrag mit DB Regio ist offenbar extrem nachteilig für Brandenburg. Neben angeblich im Bundesdurchschnitt sehr hohen Entgelten pro gefahrenen Kilometer gilt auch jeder Zug als pünktlich, wenn er bis zu 30 Minuten später eintrifft. Und eine Sonderkündigungsklausel für den Fall, dass die Bundesgelder, die für die Bestellung von Zugleistungen vorgesehen sind, gekürzt werden, gibt es nicht. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der damalige zuständige Verkehrsminister Hartmut Meyer (SPD) jetzt Berater beim Konzern DB AG ist. „Was offensichtlich der Verkehrsvertrag in Baden-Württemberg an Regelungen enthält“, so der stellvertretende Vorsitzende Frank Böhnke, „kann ja auch im Vertrag mit dem Land Brandenburg stehen. Und das wäre ein Skandal. 2 Milliarden Euro an Steuergeldern rechtfertigen unserer Meinung nach, dass die bestehenden Verträge publik gemacht werden.“ (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 02.02.07).
Falkenhagen (Von Birgit Hamann) • Es ist noch längst nicht alles in trockenen Tüchern am Kilometer 50,18 derBahnlinie nach Meyenburg.Genau dort wurde gestern nach nur viermonatiger Bauzeit der neue Haltepunkt der Prignitzer Eisenbahn in Betrieb genommen. Die PEG investierte rund 30 000 Euro aus Eigenmitteln. Zur Erinnerung: Die Linie Pritzwalk-Meyenburg stand noch im vorigen Jahr auf der Streichliste des Landes Brandenburg, konnte aber, im Gegensatz zur Linie Pritzwalk-Putlitz, gerettet werden. PEG, Landkreis Prignitz und die Arge Autobahndreieck Wittstock hatten sich für die Strecke stark gemacht, um die zahlreichen im Gewerbepark Falkenhagen und in Meyenburg ansässigen Firmen nicht vom Schienenpersonenverkehr abzukoppeln. Mit diesem konzertierten Vorgehen konnten die drei Partner die drohende Entscheidung des Landes abwenden. Mindestens ebenso aufwändig, wie die für den Haltepunkt notwendigen Bauarbeiten, gestalten sich nun …
BIRKENWERDER/HOHEN NEUENDORF Auf heftigen Protest stößt die Ankündigung, die S-Bahn-Linie S 8 mit Beginn der Bauarbeiten an der S-Bahnbrücke in Hohen Neuendorf im Frühsommer dieses Jahres für immer hier und nicht mehr in Birkenwerder enden zu lassen. Der Kreisverband der Grünen spricht von „falschen verkehrspolitischen Signalen auf Landesebene“. Das Land hatte aus Kostengründen diesen Streckenabschnitt „abbestellt“. Nach Auffassung der Grünen sollte die S 8 nicht eingeschränkt, sondern eher bis …