E-Bus-Flotte einsatzbereit halten, aus Senat

11.02.2026

Frage 1:

Wie hat sich die Zahl der außer Betrieb befindlichen #E-Busse bei der BVG in den vergangenen drei Jahren entwickelt?

Antwort zu 1:

Die BVG teilt hierzu mit:

„ 2023 und 2024 lag die #technische #Verfügbarkeit der E-Busse auf ähnlichem Niveau wie die der Dieselbusse, nämlich bei 80 bis 90 Prozent.

In den ersten drei Quartalen 2025 sank die Verfügbarkeit auf 70-80 %. Bei den neu [ 2023] #eingeflotteteten, noch unter die #Gewährleistung fallenden Fahrzeugen [ des Herstellers Ebusco] traten 2025 noch Themen zur Beanstandung beim Hersteller auf, die erfahrungsgemäß vor allem in den ersten Betriebsjahren nicht unüblich sind. Diese einmaligen Effekte sind charakteristisch für die Einführungs- und Stabilisierungspunkte neuer Fahrzeuge und daher nicht als Grundlage für eine langfristige Trendbewertung geeignet. Mit fortschreitender Betriebsdauer und dem Abschluss der Gewährleistungsphasen ist von einer deutlichen Normalisierung auszugehen.

Seit dem letzten Quartal 2025 gab und gibt es bei den 90 E-Bussen des Herstellers #Ebusco ein weiteres #Gewährleistungsthema. An den betroffenen Bussen wurden bei Routinekontrollen frühzeitig kleine, nicht sicherheitsrelevante Risse am Fahrzeugrahmen erkannt. Die BVG hat die betroffenen Fahrzeuge zunächst aus dem Verkehr genommen, zwischenzeitlich konnten 23 Busse in Abstimmung mit dem TÜV Rheinland wieder eingesetzt werden. Ein Sicherheitsrisiko gab es zu keinem Zeitpunkt und besteht auch aktuell nicht.“

Es ist festzuhalten, dass die Risse im Fahrzeugrahmen keinen Zusammenhang mit dem elektrischen Antrieb der Fahrzeuge haben.

Frage 2:

Welche konkreten Maßnahmen hat die BVG seit Bekanntwerden der #Rahmenrisse an den Fahrzeugen des Herstellers Ebusco ergriffen, um die Ausfälle zu beheben und die Zuverlässigkeit der Flotte zu sichern?

Frage 3:

Wie bewertet der Senat die Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage des Herstellers Ebusco auf die Reparatur und (#Wiederinbetriebnahme der betroffenen Fahrzeuge? Welche Vorkehrungen gibt es für den Fall weiterer

Verzögerungen? Frage 4:

Welche kurzfristigen und langfristigen Strategien verfolgt die BVG, um den Busbetrieb trotz der Ausfälle aufrechtzuerhalten, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung älterer Fahrzeuge und die Anmietung von Ersatzbussen?

Antwort zu 2 bis 4:

Die Fragen 2 bis 4 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Die BVG teilt hierzu mit:

„ Die BVG und der Hersteller Ebusco haben durch intensive Abstimmungen einen Umsetzungsplan zur Mangelbehebung erstellt, der bereits umgesetzt wird. Die Maßnahme wurde auch umfassend mit dem TÜV Rheinland abgestimmt.

Durch operative Umschichtungen und weitere Maßnahmen wie die #Anmietung von 20 weiteren Gelenkbussen für den #Ersatzverkehr bei Baustellen wurden die Einschränkungen für die Fahrgäste auf ein Minimum reduziert. Eine dieser Maßnahmen war das zeitweilige Aussetzen der #Ausmusterungsstrategie für ältere Fahrzeuge. Im Falle von weiteren Verzögerungen würden die Ausmusterungen weiter ausgesetzt und die Anmietung der zusätzlichen Fahrzeuge verlängert.

Die einsatzbereite #E-Busflotte ist in den vergangenen Wochen bereits wieder gewachsen und soll schon in einigen Wochen wieder eine normale Verfügbarkeit erreichen.

Ein längerfristiges Aussetzen der Ausmusterung würde die Instandhaltungsaufwendungen erhöhen, da die alten Busse teurer und zeitaufwendiger in der Wartung sind.“

Berlin, den 11.02.2026

In Vertretung Arne Herz

Senatsverwaltung für

Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

www.berlin.de