Kuenftige Nutzung der Flaeche des Bushahnhofs Berliner Strasse in Pankow
Ereignis
Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Delia Hinz (PDS) befasst sich mit den Planungen oder Konzepten für die künftige Nutzung der derzeitigen Verkehrsfläche Bushahnhof Berliner Straße, der Frage, ob die Absicht besteht, die Fläche des Bushahnhofs zu verkaufen oder zu verpachten und wenn ja, wann und welchen Verhandlungsstand gibt es, den Auswirkungen der Stilllegung des Bushahnhofs und des Wegfalls der Haltestelle auf das Angebot für die Fahrgäste und den weiteren geplanten Veränderungen und dem Zeitraum, den Auswirkungen der Stilllegung auf den Straßenbahnverkehr und den baulichen Maßnahmen an den Straßenbahnstrassen und dem Zeitraum. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Maria Krautzberger, erklärt zur Klarstellung des Sachverhalts, dass bei der in der Fragestellung als „Bushahnhof Berliner Straße in Pankow“ bezeichneten Fläche es sich um eine Busendstelle für den Linienverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und nicht etwa um einen Betriebshof handele, aus Gründen der Zuständigkeit sei die BVG um die Beantwortung der Fragen gebeten worden, folgende Antworten würden übermittelt: „Zu 1.: Im Zusammenhang mit der bereits realisierten Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 und der bevorstehenden Schließung des Nordkreuzes werden sich Änderungen der Verkehrsnachfrage bei der Straßenbahn am Umsteigepunkt S + U Pankow ergeben. Für den Unternehmensbereich Straßenbahn der BVG sieht dies Anpassungen beim Linienangebot in der Schönhauser Allee nach sich. Für die geplante Zurückziehung einer Linie und für operative Verkehrszustände bei Baumaßnahmen oder Störungen benötigt die Straßenbahn eine neue Endstelle, die in möglichst geringer räumlicher Entfernung zum S + U Pankow liegen muss. Die BVG hat sich bei ihrer Entscheidung für die Gleisschleife Maximilianstraße von der Verfügbarkeit geeigneter Flächen in vertretbarer Nähe zum Umsteigepunkt S + U Pankow sowie von der Fahrzeitzusituation leiten lassen. Im Ergebnis der Prüfung verschiedener Standortalternativen wird die neue Gleisschleife auf dem Gelände der Busendstelle Vineta straße als günstigste Lösung angesehen. Die Fläche befindet sich im Eigentum der BVG. Die Endstelle ist technisch so ausgelegt, dass sie sowohl von der Straßenbahn als auch vom Bus bedient werden kann. Zu 2.: In Abstimmung mit einer Planergemeinschaft wurde die zusätzliche Nutzbarkeit des BVG-Geländes für ein Gewerbe- und Dienstleistungszentrum grundsätzlich untersucht. Das Ergebnis der technischen Voruntersuchung liegt abgestimmt mit den zuständigen Stellen der Stadt vor. Der Bezirk Pankow ist sehr an einer baulichen Aufwertung dieses Bereiches interessiert und trägt dieses Konzept vom Grundsatz her mit. Mit einem Investor wurden Gespräche zur Realisierung eines Gewerbe- und Dienstleistungszentrums geführt und grundlegende Punkte zu planerischen und technischen Fragen besprochen. Nach entsprechender Einigung werden Vertragsverhandlungen zur Vermietung fortgesetzt. Zu 3.: Seit dem 10. Juni 2001 wird die Endhaltestelle nur noch von Verstärkerwagen genutzt, weil die Linie 250 jetzt nicht mehr am U-Bahnhof Vineta straße endet, sondern stattdessen jetzt an beiden Querrichtungen (Maximilianstraße und Elsa-Brandström-Straße) Zubringer zur U-Bahn ist. Für die Fahrgäste bedeutet dies eine deutliche Verbesserung, weil die Umsteigewege zwischen U-Bahnhof und Straßenbahnhaltestelle einerseits und Bushaltestelle andererseits deutlich verkürzt werden können. In der Maximilianstraße an der Ecke zur Berliner Straße bleibt eine Haltestelle für die Linie 250, in der bislang noch fehlenden Fahrtrichtung Westen wird der Standort in Kürze ergänzt. Auch nach dem Umbau zur Straßenbahn-Gleisschleife wird weiterhin die Möglichkeit bestehen, hier Busse beginnen und enden zu lassen. Zu 4.: Die Linie 53 soll eine neue Linienführung über Wisbyer Straße/Prenzlauer Allee in Richtung Alexanderplatz erhalten. Die Linie 52 wird gleichzeitig bis zu der geplanten Endstelle in Höhe Maximilianstraße zurückgezogen, sodass in der Schönhauser Allee nur noch die Linie 50 in Richtung Innenstadt verkehrt. In diesem Zusammenhang ist neben der baulichen Anlage der Gleisschleife die Einrichtung eines zusätzlichen Gleisabzweigs am Knoten Berliner Straße/Wisbyer Straße in Richtung Prenzlauer Allee erforderlich. Die bauliche Umsetzung ist frühestens im 2. Halbjahr 2002 möglich.“
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1919 (Kleine Anfrage Nr. 1919)
Kleine Anfrage Nr. 14/1919 der Abgeordneten Delia Hinz (PDS) über: Künftige Nutzung der Fläche des Bushahnhofs Berliner Straße in Pankow
Ich frage den Senat:
- Welche Planungen oder Konzepte gibt es für die künftige Nutzung der derzeitigen Verkehrsfläche Bushahnhof Berliner Straße?
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Besteht die Absicht, die Fläche des Bushahnhofs zu verkaufen oder zu verpachten, wenn ja, wann und welchen Verhandlungsstand gibt es?
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Welche Auswirkungen hat die Stilllegung des Bushahnhofs und der Wegfall der Haltestelle auf das Angebot für die Fahrgäste, sind noch weitere Veränderungen geplant, und wenn ja, welche und in welchem Zeitraum?
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Welche Auswirkungen hat die Stilllegung auf den Straßenbahnverkehr, wird es bauliche Maßnahmen an den Straßenbahnstrassen geben, und wenn ja, welche und in welchem Zeitraum?
Berlin, den 4. Juli 2001
Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1919
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zur Klarstellung des Sachverhaltes ist festzustellen:
Bei der in der Fragestellung als „Bushahnhof Berliner Straße in Pankow“ bezeichneten Fläche handelt es sich um eine Busendstelle für den Linienverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und nicht etwa um einen Betriebshof.
Aus Gründen der Zuständigkeit ist die BVG um die Beantwortung der Fragen gebeten worden. Folgende Antworten wurden übermittelt:
„Zu 1.:
Im Zusammenhang mit der bereits realisierten Verlängerung der U-Bahnlinie U 2 und der bevorstehenden Schließung des Nordkreuzes werden sich Änderungen der Verkehrsnachfrage bei der Straßenbahn am Umsteigepunkt S + U Pankow ergeben. Für den Unternehmensbereich Straßenbahn der BVG sieht dies Anpassungen beim Linienangebot in der Schönhauser Allee nach sich.
Für die geplante Zurückziehung einer Linie und für operative Verkehrszustände bei Baumaßnahmen oder Störungen benötigt die Straßenbahn eine neue Endstelle, die in möglichst geringer räumlicher Entfernung zum S + U Pankow liegen muss. Die BVG hat sich bei ihrer Entscheidung für die Gleisschleife Maximilianstraße von der Verfügbarkeit geeigneter Flächen in vertretbarer Nähe zum Umsteigepunkt S + U Pankow sowie von der Fahrzeitzusituation leiten lassen. Im Ergebnis der Prüfung verschiedener Standortalternativen wird die neue Gleisschleife auf dem Gelände der Busendstelle Vineta straße als günstigste Lösung angesehen. Die Fläche befindet sich im Eigentum der BVG. Die Endstelle ist technisch so ausgelegt, dass sie sowohl von der Straßenbahn als auch vom Bus bedient werden kann.
Zu 2.:
In Abstimmung mit einer Planergemeinschaft wurde die zusätzliche Nutzbarkeit des BVG-Geländes für ein Gewerbe- und Dienstleistungszentrum grundsätzlich untersucht. Das Ergebnis der technischen Voruntersuchung liegt abgestimmt mit den zuständigen Stellen der Stadt vor.
Der Bezirk Pankow ist sehr an einer baulichen Aufwertung dieses Bereiches interessiert und trägt dieses Konzept vom Grundsatz her mit.
Mit einem Investor wurden Gespräche zur Realisierung eines Gewerbe- und Dienstleistungszentrums geführt und grundlegende Punkte zu planerischen und technischen Fragen besprochen. Nach entsprechender Einigung werden Vertragsverhandlungen zur Vermietung fortgesetzt.
Zu 3.:
Seit dem 10. Juni 2001 wird die Endhaltestelle nur noch von Verstärkerwagen genutzt, weil die Linie 250 jetzt nicht mehr am U-Bahnhof Vineta straße endet, sondern stattdessen jetzt an beiden Querrichtungen (Maximilianstraße und Elsa-Brandström-Straße) Zubringer zur U-Bahn ist. Für die Fahrgäste bedeutet dies eine deutliche Verbesserung, weil die Umsteigewege zwischen U-Bahnhof und Straßenbahnhaltestelle einerseits und Bushaltestelle andererseits deutlich verkürzt werden können. In der Maximilianstraße an der Ecke zur Berliner Straße bleibt eine Haltestelle für die Linie 250, in der bislang noch fehlenden Fahrtrichtung Westen wird der Standort in Kürze ergänzt.
Auch nach dem Umbau zur Straßenbahn-Gleisschleife wird weiterhin die Möglichkeit bestehen, hier Busse beginnen und enden zu lassen.
Zu 4.:
Die Linie 53 soll eine neue Linienführung über Wisbyer Straße/Prenzlauer Allee in Richtung Alexanderplatz erhalten. Die Linie 52 wird gleichzeitig bis zu der geplanten Endstelle in Höhe Maximilianstraße zurückgezogen, sodass in der Schönhauser Allee nur noch die Linie 50 in Richtung Innenstadt verkehrt.
In diesem Zusammenhang ist neben der baulichen Anlage der Gleisschleife die Einrichtung eines zusätzlichen Gleisabzweigs am Knoten Berliner Straße/Wisbyer Straße in Richtung Prenzlauer Allee erforderlich.
Die bauliche Umsetzung ist frühestens im 2. Halbjahr 2002 möglich.“
Berlin, den 10. August 2001
In Vertretung Maria Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt