Wann wird die Stammbahn eroeffnet
Ereignis
Die Kleine Anfrage des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) befasst sich mit dem Zeitpunkt der Eröffnung der Stammbahn im Südwesten Berlins, der Öffnung der entsprechenden Umlandverbindung und der Taktfrequenz, den zugrunde gelegten Verkehrsprognosen, der möglichen Entlastung der Straßen in diesem Bereich und den hierzu vorliegenden Prognosedaten, der Höhe der Kosten für die Inbetriebnahme und dem Jahr, aus dem die ursprüngliche Anlage der Strecke stammt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Krautzberger, erklärt, dass für die Planung und Durchführung der Maßnahmen die Deutsche Bahn AG zuständig sei, gegenwärtig würden seitens der DB AG eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, nach Vorlage der Ergebnisse seien Aussagen zur Realisierung und damit auch für die konkrete Terminplanung möglich, die gegenwärtigen Annahmen gingen davon aus, dass die Potsdamer Stammbahn zwischen Berlin-Potsdamer Platz und Potsdam stufenweise realisiert werden solle, als erster Abschnitt solle im Zeitraum bis 2005 zwischen Potsdam und Zehlendorf der Betrieb eingleisig aufgenommen werden, die Inbetriebnahme des 2. Abschnitts zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz sei erst längerfristig vorgesehen, es sei geplant, zwei Regionalverkehrslinien auf der Stammbahn verkehren zu lassen, woraus sich zwischen Berlin und Potsdam ein Halbstundentakt ergebe, dass für den Prognosezeitraum für den Abschnitt zwischen Potsdam und Zehlendorf rd. 12 000 Fahrgäste, für den Abschnitt zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz rd. 15 000 Fahrgäste pro Tag in beiden Richtungen prognostiziert würden, auf Grund der zu erwartenden schnellen Verbindung zwischen den südwestlichen Vororten Berlins und der damit verbundenen Attraktivität werde eine Verlagerung des Individualverkehrs von der Straße auf die Schiene erwartet, detaillierte Prognosen hierfür lägen nicht vor, dass die gesamte Wiederherstellung der Stammbahn einschließlich Elektrifizierung und Einführung der Stammbahn in den im Bau befindlichen Nord-Süd-Fernbahntunnel insgesamt knapp 400 Mio. DM koste, davon allein die zunächst ohne Elektrifizierung vorgesehene Inbetriebnahme des ersten Abschnitts zwischen Berlin-Zehlendorf und Potsdam etwa 65 Mio. DM, und dass die Berlin-Potsdamer Stammbahn die erste Eisenbahn Preußens sei, sie wurde im Jahr 1838 in Betrieb genommen, 1945 durch Kriegsereignisse zwischen den Bahnhöfen Düppel-Kleinmachnow (Berlin) und Griebnitzsee unterbrochen, zwischen Zehlendorf und Düppel-Kleinmachnow bis 1980 als S-Bahn weiter betrieben und noch einmal im Jahr 1988 für Sonderfahrten in Betrieb genommen (150-jähriges Bahnjubiläum), zwischen Zehlendorf und dem Potsdamer Güterbahnhof nahe dem Gleisdreieck wurde auf den verbliebenen Anlagen mit nur kurzen Unterbrechungen stets Güterverkehr betrieben.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1180 (Kleine Anfrage Nr. 1180)
Kleine Anfrage Nr. 14/1180 des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) über: Wann wird die Stammbahn eröffnet?
Ich frage den Senat:
- Wann wird im Südwesten Berlins die Stammbahn eröffnet?
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Wann wird die entsprechende Umlandverbindung geöffnet, und zu welcher Taktfrequenz wird es kommen?
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Von welchen Verkehrsprognosen ist auszugehen?
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Kann mit der Eröffnung eine Entlastung der Straßen in diesem Bereich erreicht werden; gibt es hierzu ebenfalls Prognosedaten?
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Wie hoch sind die Kosten für die Inbetriebnahme?
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Aus welchem Jahr stammt die ursprüngliche Anlage der Strecke?
Berlin, den 30. Oktober 2000
Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1180
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. und 2.:
Für die Planung und Durchführung der Maßnahmen ist die Deutsche Bahn AG zuständig. Gegenwärtig wird seitens der DB AG eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt. Nach Vorlage der Ergebnisse sind Aussagen zur Realisierung und damit auch für die konkrete Terminplanung möglich. Die gegenwärtigen Annahmen gehen davon aus, dass die Potsdamer Stammbahn zwischen Berlin-Potsdamer Platz und Potsdam stufenweise realisiert werden soll. Als erster Abschnitt soll im Zeitraum bis 2005 zwischen Potsdam und Zehlendorf der Betrieb eingleisig aufgenommen werden. Die Inbetriebnahme des 2. Abschnitts zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz ist erst längerfristig vorgesehen. Es ist geplant, zwei Regionalverkehrslinien auf der Stammbahn verkehren zu lassen, woraus sich zwischen Berlin und Potsdam ein Halbstundentakt ergibt.
Zu 3. und 4.:
Für den Prognosezeitraum werden für den Abschnitt zwischen Potsdam und Zehlendorf rd. 12 000 Fahrgäste, für den Abschnitt zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz rd. 15 000 Fahrgäste pro Tag in beiden Richtungen prognostiziert. Auf Grund der zu erwartenden schnellen Verbindung zwischen den südwestlichen Vororten Berlins und der damit verbundenen Attraktivität wird eine Verlagerung des Individualverkehrs von der Straße auf die Schiene erwartet. Detaillierte Prognosen liegen hierfür nicht vor.
Zu 5.:
Die gesamte Wiederherstellung der Stammbahn einschließlich Elektrifizierung und Einführung der Stammbahn in den im Bau befindlichen Nord-Süd-Fernbahntunnel wird insgesamt knapp 400 Mio. DM kosten, davon allein die zunächst ohne Elektrifizierung vorgesehene Inbetriebnahme des ersten Abschnitts zwischen Berlin-Zehlendorf und Potsdam etwa 65 Mio. DM.
Zu 6.:
Die Berlin-Potsdamer Stammbahn ist die erste Eisenbahn Preußens. Sie wurde im Jahr 1838 in Betrieb genommen, 1945 durch Kriegsereignisse zwischen den Bahnhöfen Düppel-Kleinmachnow (Berlin) und Griebnitzsee unterbrochen, zwischen Zehlendorf und Düppel-Kleinmachnow bis 1980 als S-Bahn weiter betrieben und noch einmal im Jahr 1988 für Sonderfahrten in Betrieb genommen (150-jähriges Bahnjubiläum). Zwischen Zehlendorf und dem Potsdamer Güterbahnhof nahe dem Gleisdreieck wurde auf den verbliebenen Anlagen mit nur kurzen Unterbrechungen stets Güterverkehr betrieben.
Berlin, den 12. Januar 2001
In Vertretung Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt