Strassenbahnverbindung von Hohenschoenhausen nach Marzahn
Ereignis
Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) befasst sich mit der Bewertung einer Verlängerung der Straßenbahn von Falkenberg (Hohenschönhausen) nach Marzahn durch den Senat, der Frage, ob der Senat eine Verlängerung entlang dieser Tangente prinzipiell für möglich und notwendig hält, den Verkehrsströmen, die sich zur Zeit auf dieser Tangente mit welchem Modal Split befinden, und der Einschätzung der gegenwärtigen ÖPNV-Verbindungen zwischen Hohenschönhausen und Marzahn durch den Senat sowie den Notwendigkeiten zur Optimierung in diesem Bereich. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Maria Krautzberger, erklärt, dass durch eine Verlängerung der Straßenbahn von Falkenberg (Hohenschönhausen) zur Wuhletalstraße (Marzahn) sich die Attraktivität und die Wirksamkeit der ÖPNV-Verbindung erhöhen würden, insbesondere würde sich der Modal Split im Bereich des Dorfes Falkenberg, des Gewerbegebietes an der Wolfener Straße und im Raum Marzahn-Nord zugunsten des ÖPNV verändern, der wirtschaftliche Effekt der Straßenbahnverbindung ergäbe sich vor allem aus der Nachfrage zwischen Marzahn-Nord und dem geplanten S-Bahnhof Wuhletalstraße, zwischen Falkenberg und dem geplanten S-Bahnhof Wuhletalstraße läge die erwartete Nachfrage nur bei ca. 10 000 Personenfahrten pro Tag und damit an der unteren Grenze für einen wirtschaftlichen Straßenbahnbetrieb, deshalb habe diese Planung im Vergleich zu anderen notwendigen Investitionsmaßnahmen keine unmittelbare Priorität und eine Realisierung sei erst nach 2015 zu erwägen, dass ja, der Senat eine Verlängerung entlang dieser Tangente prinzipiell für möglich und notwendig halte, dass nach Aussage der BVG, die derzeit Omnibusverbindungen auf dieser Tangente betreibe, kann auf dem am stärksten belasteten Querschnitt zwischen Falkenberg und Wuhletalstraße von ca. 3 000 Fahrgästen pro Tag ausgegangen werden, auf der Grundlage der Straßenverkehrszählungen des Senats und der Angaben der BVG ergebe sich derzeit ein Modal Split von etwa 85 : 15 zugunsten des MIV, und dass zurzeit vielfältige ÖPNV-Verbindungen zwischen Hohenschönhausen und Marzahn bestünden, so gebe es eine direkte S-Bahnverbindung von Hohenschönhausen in den Raum Springpfuhl, an der Grenze zu Lichtenberg verkehren die Straßenbahnlinien 6, 7, 17 und 18 Hohenschönhausen mit Marzahn, zwischen der Neubausiedlung Hohenschönhausen und Marzahn verkehrten derzeit die Omnibuslinien 154 und X 54, weitere Verbindungen würden durch die Omnibuslinien 192 und 159 hergestellt, nach unserem Erkenntnisstand sei die Verbindung mit diesen Omnibuslinien aus heutiger Sicht als ausreichend einzuschätzen.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1263 (Kleine Anfrage Nr. 1263)
Kleine Anfrage Nr. 14/1263 der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) über: Straßenbahnverbindung von Hohenschönhausen nach Marzahn
Ich frage den Senat:
- Wie bewertet der Senat eine Verlängerung der Straßenbahn von Falkenberg (Hohenschönhausen) nach Marzahn?
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Hält der Senat prinzipiell eine Verlängerung entlang dieser Tangente für möglich und notwendig?
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Welche Verkehrsströme befinden sich zur Zeit auf dieser Tangente mit welchem modal split?
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Wie schätzt der Senat die gegenwärtigen ÖPNV-Verbindungen zwischen Hohenschönhausen und Marzahn ein, und welche Notwendigkeiten zur Optimierung sieht er in diesem Bereich?
Berlin, den 22. November 2000
Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1263
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1.:
Durch eine Verlängerung der Straßenbahn von Falkenberg (Hohenschönhausen) zur Wuhletalstraße (Marzahn) würden sich die Attraktivität und die Wirksamkeit der ÖPNV-Verbindung erhöhen. Insbesondere würde sich der modal-split im Bereich des Dorfes Falkenberg, des Gewerbegebietes an der Wolfener Straße und im Raum Marzahn-Nord zugunsten des ÖPNV verändern.
Der wirtschaftliche Effekt der Straßenbahnverbindung ergäbe sich vor allem aus der Nachfrage zwischen Marzahn-Nord und dem geplanten S-Bahnhof Wuhletalstraße. Zwischen Falkenberg und dem geplanten S-Bahnhof Wuhletalstraße läge die erwartete Nachfrage nur bei ca. 10 000 Personenfahrten pro Tag und damit an der unteren Grenze für einen wirtschaftlichen Straßenbahnbetrieb. Deshalb hat diese Planung im Vergleich zu anderen notwendigen Investitionsmaßnahmen keine unmittelbare Priorität und eine Realisierung ist erst nach 2015 zu erwägen.
Zu 2.:
Grundsätzlich ja.
Zu 3.:
Nach Aussage der BVG, die derzeit Omnibusverbindungen auf dieser Tangente betreibt, kann auf dem am stärksten belasteten Querschnitt zwischen Falkenberg und Wuhletalstraße von ca. 3 000 Fahrgästen pro Tag ausgegangen werden. Auf der Grundlage der Straßenverkehrszählungen des Senats und der Angaben der BVG ergibt sich derzeit ein modal-split von etwa 85 : 15 zugunsten des MIV.
Zu 4.:
Zurzeit bestehen vielfältige ÖPNV-Verbindungen zwischen Hohenschönhausen und Marzahn. So gibt es eine direkte S-Bahnverbindung von Hohenschönhausen in den Raum Springpfuhl. An der Grenze zu Lichtenberg verkehren die Straßenbahnlinien 6, 7, 17 und 18 Hohenschönhausen mit Marzahn. Zwischen der Neubausiedlung Hohenschönhausen und Marzahn verkehren derzeit die Omnibuslinien 154 und X 54. Weitere Verbindungen werden durch die Omnibuslinien 192 und 159 hergestellt. Nach unserem Erkenntnisstand ist die Verbindung mit diesen Omnibuslinien aus heutiger Sicht als ausreichend einzuschätzen.
Berlin, den 8. Januar 2001
In Vertretung Maria Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt