Strassenbahnverlaengerung in Hellersdorf

Strassenbahnverlaengerung in Hellersdorf

Ereignis

Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) befasst sich mit der Bewertung einer Verlängerung der Straßenbahn von der Riesaer Straße zum S-Bahnhof Mahlsdorf durch den Senat, der Frage, ob der Senat eine Verlängerung entlang dieser Tangente prinzipiell für möglich und notwendig hält, den Verkehrsströmen, die sich zur Zeit auf dieser Tangente mit welchem Modal Split befinden, und der Veränderung dieser Verkehrsströme durch eine entsprechende Straßenbahntrasse. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Maria Krautzberger, erklärt, dass mit der Verbindung zwischen der Riesaer Straße in Hellersdorf und der Hönower Straße in Mahlsdorf eine durchgehende Straßenbahntangente zwischen Hellersdorf und Köpenick hergestellt würde, die die vorhandene Straßenbahnstrecke nach Mahlsdorf aufwerte, da die Tangente über weite Strecken auf besonderem Bahnkörper geführt werden könnte, stellte sie durchaus eine attraktive Alternative zum MIV dar, daher sei der Netzschluss durch die Ridbacher Straße aus der Sicht der Verkehrsplanung eine sinnvolle Maßnahme, der Senat prüfe zurzeit im Rahmen der Arbeiten zum StEP Verkehr unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse zur Stadtentwicklung, ob der bei Inbetriebnahme der Neubaustrecke zu erwartende Nutzen eine Wiederaufnahme der Maßnahme in das Planungskonzept für Berlin gerechtfertigt sein würde, wenn das Prüfergebnis positiv ausfalle, sei gegebenenfalls über eine politische Neubewertung zu diskutieren, dass ja, der Senat eine Verlängerung entlang dieser Tangente prinzipiell für möglich und notwendig halte, und dass nach Aussage der BVG, die den Streckenabschnitt zwischen Riesaer Straße und Hönower Straße mit Omnibussen bediene, heute an einem durchschnittlichen Werktag von ca. 5 000 Fahrgästen pro Tag in beiden Richtungen an dem am stärksten belasteten Querschnitt ausgegangen werden könne, die Straßenverkehrszählungen des Senats hätten ca. 5 500 Personenfahrten pro Tag am Querschnitt ergeben, der Modal Split liege – die Vergleichbarkeit des Straßen- und des ÖPNV-Querschnittes vorausgesetzt – bei etwa 50 : 50, zukünftig könnten ca. 16 000 Fahrgäste der Straßenbahn pro Tag in beiden Richtungen an dem am stärksten belasteten Querschnitt erwartet werden, nach Schätzungen des Senats würde sich ein Benutzungsverhältnis von ca. zwei Dritteln (ÖPNV) zu einem Drittel (MIV) einstellen.

Details

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1265 (Kleine Anfrage Nr. 1265)

Kleine Anfrage Nr. 14/1265 der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) über: Straßenbahnverlängerung in Hellersdorf

Ich frage den Senat:

  1. Wie bewertet der Senat eine Verlängerung der Straßenbahn von der Riesaer Straße zum S-Bahnhof Mahlsdorf?

  2. Hält der Senat prinzipiell eine Verlängerung entlang dieser Tangente für möglich und notwendig?

  3. Welche Verkehrsströme befinden sich zur Zeit auf dieser Tangente mit welchem modal split, und wie würden sich diese Verkehrsströme durch eine entsprechende Straßenbahntrasse verändern?

Berlin, den 23. November 2000

Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1265

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.

Mit der Verbindung zwischen der Riesaer Straße in Hellersdorf und der Hönower Straße in Mahlsdorf würde eine durchgehende Straßenbahntangente zwischen Hellersdorf und Köpenick hergestellt, die die vorhandene Straßenbahnstrecke nach Mahlsdorf aufwertet. Da die Tangente über weite Strecken auf besonderem Bahnkörper geführt werden könnte, stellte sie durchaus eine attraktive Alternative zum MIV dar. Daher ist der Netzschluss durch die Ridbacher Straße aus der Sicht der Verkehrsplanung eine sinnvolle Maßnahme. Der Senat prüft zurzeit im Rahmen der Arbeiten zum StEP Verkehr unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse zur Stadtentwicklung, ob der bei Inbetriebnahme der Neubaustrecke zu erwartende Nutzen eine Wiederaufnahme der Maßnahme in das Planungskonzept für Berlin gerechtfertigt sein würde. Wenn das Prüfergebnis positiv ausfällt, ist gegebenenfalls über eine politische Neubewertung zu diskutieren.

Zu 2.

Ja.

Zu 3.

Nach Aussage der BVG, die den Streckenabschnitt zwischen Riesaer Straße und Hönower Straße mit Omnibussen bedient, kann heute an einem durchschnittlichen Werktag von ca. 5 000 Fahrgästen pro Tag in beiden Richtungen an dem am stärksten belasteten Querschnitt ausgegangen werden. Die Straßenverkehrszählungen des Senats ergaben ca. 5 500 Personenfahrten pro Tag am Querschnitt. Der modal-split liegt – die Vergleichbarkeit des Straßen- und des ÖPNV-Querschnittes vorausgesetzt – bei etwa 50 : 50. Zukünftig könnten ca. 16 000 Fahrgäste der Straßenbahn pro Tag in beiden Richtungen an dem am stärksten belasteten Querschnitt erwartet werden. Nach Schätzungen des Senats würde sich ein Benutzungsverhältnis von ca. zwei Dritteln (ÖPNV) zu einem Drittel (MIV) einstellen.

Berlin, den 28. Dezember 2000

In Vertretung Maria Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt