Inbetriebnahme des S-Bahnhofes Siemensstadt-Fuerstenbrunn in Charlottenburg

Inbetriebnahme des S-Bahnhofes Siemensstadt-Fuerstenbrunn in Charlottenburg

Ereignis

Die Kleine Anfrage des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) befasst sich mit der Frage, ob geplant ist, dass der frühere S-Bahnhof Siemensstadt/Fürstenbrunn im Bezirk Charlottenburg wieder eröffnet wird für den Bahnverkehr, und wenn ja, mit welchen Planungs- und Bauabschnitten zu rechnen ist und wann die Eröffnung sein wird, und wenn nein, aus welchem Grunde der S-Bahnhof mit seinem Einzugsgebiet von Schrebergärten und Industrieanlagen nicht eröffnet wird. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Bielka, erklärt, dass nein, dass der Wiederauf- und ausbau der Lehrter Bahn auf dem Streckenabschnitt Jungfernheide – Siemensstadt-Fürstenbrunn – Spandau derzeit als Fernbahnstrecke gemäß dem gültigen Eisenbahnkonzept für Berlin, dem Pilzkonzept, erfolge, die zwischenzeitlich (1950–1980) und als Nachkriegs-Provisorium auf den Reisezuggleisen der ehemals viergleisigen Lehrter Bahn als S-Bahn betriebene Strecke Jungfernheide – Siemensstadt-Fürstenbrunn – Spandau künftig als Regionalbahn betrieben werde und daher nicht Bestandteil des Zielnetzes der Berliner S-Bahn sei, dass weil das Einzugsgebiet des ehemaligen Bahnhofs Siemensstadt-Fürstenbrunn großenteils aus Kleingärten bestehe, nur geringes Verkehrsaufkommen und damit kaum Wirtschaftlichkeit zu erwarten wäre, ein Haltepunkt in diesem Streckenabschnitt auch als Regionalbahnhof daher nicht vorgesehen sei, und dass im übrigen die U-Bahnstrecke nach Spandau (U 7) durch die U-Bahnhöfe Siemensdamm und Rohrdamm das Industriegebiet Siemensstadt und angrenzende Wohngebiete und damit mittelbar auch den angesprochenen Bereich in ausreichendem Maß erschließe, und dass langfristig die Wiederinbetriebnahme der S-Bahnstrecke Jungfernheide – Gartenfeld (Siemensbahn mit Option für eine Verlängerung zur Wasserstadt Spandau) vorgesehen sei, welche mit dem Bahnhof Wernerwerk ebenfalls indirekt zur Erschließung beitragen würde.

Details

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/1170 (Kleine Anfrage Nr. 1170)

Kleine Anfrage Nr. 14/1170 des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) über: Inbetriebnahme des S-Bahnhofes Siemensstadt/Fürstenbrunn in Charlottenburg

Ich frage den Senat:

  1. Ist geplant, dass der frühere S-Bahnhof Siemensstadt/Fürstenbrunn im Bezirk Charlottenburg wieder eröffnet wird für den Bahnverkehr?

  2. Wenn ja, mit welchen Planungs- und Bauabschnitten ist zu rechnen?

  3. Wenn ja, wann wird die Eröffnung sein?

  4. Wenn 1 nein, aus welchem Grunde wird der S-Bahnhof mit seinem Einzugsgebiet von Schrebergärten und Industrieanlagen nicht eröffnet?

Berlin, den 19. Oktober 2000

Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 1170

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:

Nein.

Zu 2. und 3.:

Entfällt.

Zu 4.:

Der Wiederauf- und ausbau der Lehrter Bahn auf dem Streckenabschnitt Jungfernheide – Siemensstadt-Fürstenbrunn – Spandau erfolgt derzeit als Fernbahnstrecke gemäß dem gültigen Eisenbahnkonzept für Berlin, dem Pilzkonzept.

Die zwischenzeitlich (1950–1980) und als Nachkriegs-Provisorium auf den Reisezuggleisen der ehemals viergleisigen Lehrter Bahn als S-Bahn betriebene Strecke Jungfernheide – Siemensstadt-Fürstenbrunn – Spandau wird künftig als Regionalbahn betrieben und ist daher nicht Bestandteil des Zielnetzes der Berliner S-Bahn.

Weil das Einzugsgebiet des ehemaligen Bahnhofs Siemensstadt-Fürstenbrunn großenteils aus Kleingärten besteht, wäre nur geringes Verkehrsaufkommen und damit kaum Wirtschaftlichkeit zu erwarten. Ein Haltepunkt ist in diesem Streckenabschnitt auch als Regionalbahnhof daher nicht vorgesehen.

Im übrigen erschließt die U-Bahnstrecke nach Spandau (U 7) durch die U-Bahnhöfe Siemensdamm und Rohrdamm das Industriegebiet Siemensstadt und angrenzende Wohngebiete und damit mittelbar auch den angesprochenen Bereich in ausreichendem Maß.

Langfristig ist die Wiederinbetriebnahme der S-Bahnstrecke Jungfernheide – Gartenfeld (Siemensbahn mit Option für eine Verlängerung zur Wasserstadt Spandau) vorgesehen, welche mit dem Bahnhof Wernerwerk ebenfalls indirekt zur Erschließung beitragen würde.

Berlin, den 7. November 2000

Bielka Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Hinweis

dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt