Fernbusverkehr: Diskussionen um die Kapazitaetsgrenzen des Zentralen Omnibusbahnhofs am Kaiserdamm
Ereignis
Im Mai 2000 führten rasant steigende Abfahrtszahlen im internationalen Fernbusverkehr, insbesondere in Richtung Polen und Mittelosteuropa, zu intensiven politischen Debatten über den baulichen Zustand und die Kapazitätsgrenzen des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Charlottenburg.
Details
Seit dem Fall der Mauer und der Öffnung der Grenzen nach Osten entwickelte sich der ZOB am Kaiserdamm zu einer zentralen Drehscheibe des europäischen Fernbusverkehrs. Im Mai 2000 erreichten die Berliner Linienchronik und der Tagesspiegel Berichte über erhebliche logistische Engpässe an Wochenenden und Feiertagen. Die historischen Transitlinien in die alten Bundesländer haben zwar an Bedeutung verloren, wurden jedoch durch ein dichtes Netz osteuropäischer Linienbusse mehr als kompensiert. Der Berliner Senat geriet unter Druck, da die Betreibergesellschaften und Fahrgastverbände den Sanierungsstau sowie das Fehlen moderner Informationssysteme kritisierten. Bezirksvertreter aus Charlottenburg forderten eine zeitnahe wirtschaftliche und bauliche Neuordnung des Areals, um den Standort als internationales Aushängeschild der Stadt zu sichern.