Nur das Trockendock ist noch zu haben
Ereignis
Nach dem im Februar offiziell angemeldeten Konkurs der Deutschen Binnenwerften GmbH (DBW) wurde das gesamte Inventar des Berliner Traditionsstandorts in der Köpenicker Wendenschlossstraße im Rahmen einer Zwangsversteigerung vollständig ausverkauft. Da sich für den traditionsreichen Schiffbaubetrieb – der zu DDR-Zeiten als Yachtwerft Köpenick firmierte – kein schifffahrtstechnischer Investor fand, kamen Werkzeugmaschinen, Kräne, Schlepper und schwere Schiffsanker unter den Hammer des Insolvenzverwalters. Von den ehemals 90 Werftmitarbeitern verbleibt lediglich ein kleines Rumpfteam von zehn Schlossern für minimale Kleinreparaturen auf dem Gelände, während das 350 Tonnen schwere mobile Trockendock mangels Geboten unverkauft blieb.
Details
Quelle: Berliner Zeitung, Ausgabe 88 vom 13.04.2000, S. co32
Der industrielle Niedergang des vormaligen ostdeutschen Vorzeigebetriebs besiegelt das strukturelle Aus für den traditionsreichen Schiffbau in der Bundeshauptstadt. Während verbliebene Betriebsteile in Sachsen-Anhalt durch erfolgreiche Verkäufe fortbestehen können, erwarten die entlassenen Berliner Werffacharbeiter eine langfristige städtebauliche Umwidmung des attraktiven Wassergrundstücks für hochpreisige Wohnungsbauprojekte.
weiter im Archiv der angegebenen Quelle
Original
Es ist was los an den Hallen der „Werft Berlin“ in der Wendenschlossstraße. Stühle, Tische, Computer, Kopierer, Kisten mit riesigen Schrauben, sogar tonnenschwere Schiffsanker sowie Bohr- und Fräsmaschinen werden auf Lieferwagen geladen, die pausenlos auf den Betriebshof rollen. Es ist der Ausverkauf einer Werft, des Berliner Teils der Firma „Deutsche Binnenwerften GmbH“ (DBW), die im Februar Konkurs anmelden musste.
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt