Planungszeitraeume bei den grossen Verkehrsmassnahmen im Sueden Berlins
Ereignis
Die Kleine Anfrage des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) befasst sich mit dem Zeitpunkt, ab dem die Fernbahn auf der Dresdener Bahn (in Berlin) fahren wird, dem Zeitpunkt, ab dem die Fernbahn auf der Anhalter Bahn (in Berlin) fahren wird, den konkreten Initiativen des Senats, um den Güterverkehr von der Straße (beispielsweise B 101/B 96) auf die Schiene zu bringen, dem Zeitpunkt der kompletten Vierspurigkeit der B 96 in Berlin, dem Zeitpunkt des leistungsfähigen Ausbaus der B 96 von Stadtgrenze bis „Lichtenrader Spinne“ in Berlin, dem Zeitpunkt der kompletten Vierspurigkeit der B 101 in Berlin, dem Zeitpunkt der leistungsfähigen Fertigstellung der B 101 von Stadtgrenze bis zur Hildburghauser Straße und dem Zeitpunkt des Beginns der verbindlichen Bauplanung und des Baus der B 101 von Malteserstraße bis Munsterdamm. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Krautzberger, erklärt, dass für die Anhalter- und Dresdner Bahn derzeit die Planfeststellungsverfahren liefen und erst nach dem Vorliegen der rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlüsse mit dem Bau begonnen werden könne, seitens der DB AG würden die Jahre 2005/2006 als Inbetriebnahmetermine genannt, dass ein modernes Güterverkehrskonzept für Berlin auch andere Möglichkeiten als den Straßenneubau in Betracht ziehen müsse, das zu bewältigende Problem bestehe darin, dass seit der Öffnung der Grenzen die Verkehrsverflechtungen zwischen Berlin und vor allem dem südlichen Umland bereits erheblich zugenommen hätten und in Zukunft noch weiter zunehmen würden, das vorhandene Güterverkehrskonzept, insbesondere die Verlagerung der Verkehre von der Straße auf die Schiene, müsse auf der Basis des heutigen bzw. künftigen Verkehrsaufkommens im Rahmen des Stadtentwicklungsplanes Verkehr weiterentwickelt werden, dass die Baumaßnahme für die B 96 von der Landesgrenze bis zur Goltzstraße im Jahr 2004 in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Baumitteln des Landes Berlin abgeschlossen sein solle, womit die B 96 im Süden Berlins (Landesgrenze Berlin/Brandenburg bis A 100) durchgängig vierstreifig befahrbar wäre, dass mit dem Ausbau der B 101 zwischen der Landesgrenze und dem Niedersdorfer Weg die durchgängig vierstreifige Befahrbarkeit in Berlin bis Alt-Mariendorf, wo die B 101 ende, hergestellt wäre, das Planfeststellungsverfahren für diesen Bauabschnitt bereits laufe, zurzeit mit der Fertigstellung der Maßnahme nicht vor 2003 zu rechnen sei, da noch Gespräche zur Finanzierung mit dem Bundesministerium für Verkehr geführt werden müssten, und dass mit dem Bau der B 101 zwischen Malteserstraße und Munsterdamm erst nach Schaffung des Planungs- bzw. Baurechts im Wege eines Planfeststellungsverfahrens begonnen werden könne, die Erarbeitung der dafür notwendigen Planunterlagen bisher nicht vorgesehen sei, da die im Rahmen des eingeleiteten FNP-Änderungsverfahrens erforderlichen Vorprüfungen, u. a. zu den verschiedenen Trassenalternativen einschließlich Null-Lösung, noch nicht abgeschlossen worden seien.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/375 (Kleine Anfrage Nr. 375)
Kleine Anfrage Nr. 14/375 des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU) über: Planungszeiträume bei den großen Verkehrsmaßnahmen im Süden/und südlich von Berlin
Ich frage den Senat:
- Ab wann wird die Fernbahn auf der Dresdener Bahn (in Berlin) fahren?
- Ab wann wird die Fernbahn auf der Anhalter Bahn (in Berlin) fahren?
- Welche Initiativen wird der Senat konkret unternehmen, um den Güterverkehr von der Straße (beispielsweise B 101/B 96) auf die Schiene zu bringen, die als realistisch anzusehen sind?
- Wann wird die B 96 komplett vierspurig in Berlin fertiggestellt?
- Wann wird die B 96 von Stadtgrenze bis „Lichtenrader Spinne“ leistungsfähig ausgebaut sein in Berlin?
- Wann wird die B 101 komplett vierspurig in Berlin fertiggestellt?
- Wann wird die B 101 von Stadtgrenze bis zur Hildburghauser Straße leistungsfähig fertiggestellt sein?
- Wann wird mit der verbindlichen Bauplanung und dem Bau der B 101 von Malteserstraße bis Munsterdamm begonnen?
Berlin, den 13. März 2000
Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 375
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. und 2.:
Für die Anhalter- und Dresdner Bahn laufen derzeit die Planfeststellungsverfahren. Erst nach dem Vorliegen der rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlüsse kann mit dem Bau begonnen werden. Seitens der DB AG werden die Jahre 2005/2006 als Inbetriebnahmetermine genannt.
Zu 3.:
Ein modernes Güterverkehrskonzept für Berlin muss auch andere Möglichkeiten als den Straßenneubau in Betracht ziehen. Das zu bewältigende Problem besteht darin, dass seit der Öffnung der Grenzen die Verkehrsverflechtungen zwischen Berlin und vor allem dem südlichen Umland bereits erheblich zugenommen haben und in Zukunft noch weiter zunehmen werden. Das vorhandene Güterverkehrskonzept, insbesondere die Verlagerung der Verkehre von der Straße auf die Schiene, muss auf der Basis des heutigen bzw. künftigen Verkehrsaufkommens im Rahmen des Stadtentwicklungsplanes Verkehr weiterentwickelt werden.
Zu 4. und 5.:
Die Baumaßnahme für die B 96 von der Landesgrenze bis zur Goltzstraße soll im Jahr 2004 in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Baumitteln des Landes Berlin abgeschlossen sein. Damit wäre die B 96 im Süden Berlins (Landesgrenze Berlin/Brandenburg bis A 100) durchgängig vierstreifig befahrbar.
Zu 6. und 7.:
Mit dem Ausbau der B 101 zwischen der Landesgrenze und dem Niedersdorfer Weg wäre die durchgängig vierstreifige Befahrbarkeit in Berlin bis Alt-Mariendorf, wo die B 101 endet, hergestellt. Das Planfeststellungsverfahren für diesen Bauabschnitt läuft bereits. Zurzeit ist mit der Fertigstellung der Maßnahme nicht vor 2003 zu rechnen, da noch Gespräche zur Finanzierung mit dem Bundesministerium für Verkehr geführt werden müssen.
Zu 8.:
Mit dem Bau der B 101 zwischen Malteserstraße und Munsterdamm kann erst nach Schaffung des Planungs- bzw. Baurechts im Wege eines Planfeststellungsverfahrens begonnen werden. Die Erarbeitung der dafür notwendigen Planunterlagen ist bisher nicht vorgesehen, da die im Rahmen des eingeleiteten FNP-Änderungsverfahrens erforderlichen Vorprüfungen, u.a. zu den verschiedenen Trassenalternativen einschließlich Null-Lösung, noch nicht abgeschlossen wurden.
Berlin, den 5. April 2000
In Vertretung Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt