5-Minuten-Takt auf der Wannseebahn S 1
Ereignis
Die Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen) befasst sich mit der als unzureichend bewerteten Taktung der Wannseebahn (S 1) in den Spitzenzeiten, den für einen 5-Minuten-Takt zwischen Anhalter Bahnhof und Rathaus Steglitz bzw. Zehlendorf erforderlichen zusätzlichen Blockstellen und Kosten sowie den möglichen Finanztöpfen. Der Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr, Jürgen Klemann, erklärt, dass der Senat eine Taktverdichtung für wünschenswert halte, wegen der äußerst angespannten Haushaltslage aber keine Möglichkeit sehe, die Infrastruktur mit eigenen Finanzmitteln auszubauen, da derartige Modernisierungen von der Deutschen Bahn AG mit Finanzhilfen des Bundes durchgeführt würden; nach Auskunft der DB AG sei im Rahmen der Grunderneuerung der Ersatz der alten Sicherungstechnik durch elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) und eine engere Blockteilung vorgesehen, die Realisierung jedoch erst nach 2002 geplant.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13/1465 (Kleine Anfrage Nr. 1465)
- Ist dem Senat bekannt, daß insbesondere in den Spitzenzeiten der 10-Minuten-Takt auf der Wannseebahn (S 1) völlig unzureichend ist und die Fahrgäste allenfalls einen Stehplatz ergattern können? Wenn ja, wie bewertet der Senat diese Situation im Hinblick auf einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr, und welche Maßnahmen gedenkt er wann dagegen zu unternehmen? 2. Wie viele zusätzliche Blockstellen müßten eingerichtet werden, um a) den 5-Minuten-Takt zwischen Anhalter Bahnhof und Rathaus Steglitz, und b) zwischen Anhalter Bahnhof und Zehlendorf zu ermöglichen, und mit welchen Kosten wären diese Investitionen jeweils verbunden? 3. Aus welchen Finanztöpfen könnten diese S-Bahn-Investitionen finanziert werden, und welche Möglichkeiten sieht der Senat wann dafür gegeben? Berlin, den 25. November 1996
Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 1465
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. bis 3.:
Der Senat hält eine denkbare Taktverdichtung auf der S-Bahnlinie S 1 (Wannseebahn) für wünschenswert, sieht aber wegen der äußerst angespannten Haushaltslage keine Möglichkeit, die Infrastruktur mit eigenen Finanzmitteln entsprechend auszubauen. Derartige Modernisierungen der technischen Infrastruktur (Grunderneuerung) werden von der Deutschen Bahn AG mit Finanzhilfen des Bundes durchgeführt.
Die für die Grunderneuerung (einschließlich Sicherungstechnik) zuständige Deutsche Bahn AG hat wie folgt Stellung genommen:
„Wie bei allen laufenden Baumaßnahmen im S-Bahnbereich im Rahmen der Grunderneuerung ist auch hier vorgesehen, die vorhandene alte Sicherungstechnik durch neue elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) zu ersetzen.
In diesem Zusammenhang wird gemäß Betriebskonzept eine engere Blockteilung zur Einrichtung des dichteren Taktes vorgenommen. Mit dieser neuen Technik ist gleichfalls die Einbindung dieses Streckenabschnitts in die konzipierte S-Bahnbetriebszentrale möglich.
Diese Maßnahmen sind im Gesamtpaket der Grunderneuerung der S-Bahn Berlin enthalten; ihre Realisierung ist jedoch erst nach 2002 vorgesehen.
Sollte die Maßnahme oder Teile davon vorgezogen werden, müssen andere dringliche und bereits zeitlich festgelegte Vorhaben zurückgestellt werden.
Zu dieser Thematik befinden wir uns derzeit in enger Abstimmung mit der S-Bahn GmbH.“
Berlin, den 12. Juni 1997
Jürgen Klemann Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt