Einstellung von BVG-Sonderbussen fuer Schulfahrten nach der Grenzoeffnung

über BVG-Busse für schulische Veranstaltungen

Ereignis

Die Kleine Anfrage befasst sich mit der temporären Entscheidung der BVG, ab November 1989 keine Sonderbusse mehr für schulische Veranstaltungen (wie Ausflüge oder Sportfahrten) bereitzustellen. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe, Horst Wagner, begründet diese einschneidende Maßnahme mit dem sprunghaft angestiegenen Fahrgastaufkommen im regulären Liniennetz infolge der Grenzöffnung vom 9. November 1989. Da der eigene Fahrzeug- und Personalbestand vollständig zur Sicherung des regulären Linienbetriebs gebunden war und bereits Fremdbusse angemietet werden mussten, war die Aufrechterhaltung des Schulsonderservices unmöglich geworden. Nach einer spürbaren Entspannung der allgemeinen Verkehrslage teilt der Senator jedoch mit, dass Schulfahrten seit Ende Februar 1990 wieder planmäßig durchgeführt werden können.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/732

Nr. 909
der Abgeordneten Cordula Kollotschek (CDU)
über BVG-Busse für schulische Veranstaltungen

Ich frage den Senat:
1. Ist dem Senat bekannt, daß es die BVG seit November 1989 prinzipiell ablehnt, für schulische Sonderveranstaltungen Busse zur Verfügung zu stellen?
2. Ist den Schulen davon Mitteilung gemacht worden bzw. wurden Maßnahmen ergriffen, um trotz der besonders angespannten Lage im Verkehrsbereich seit Öffnung der Grenzen Abhilfe zu schaffen?

Berlin, den 23. Januar 1990
Eingegangen am 25. Januar 1990

Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 909
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:
Seit Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 ist das Fahrgastaufkommen so stark angestiegen, daß dieser Sonderservice der BVG nicht mehr angeboten werden kann. Weil der Fahrzeug- sowie Personalbestand der BVG zur Aufrechterhaltung des normalen Linienbetriebes nicht mehr ausreicht, werden zur Sicherstellung der Beförderungsleistungen zusätzliches Fahrpersonal und Fahrzeuge privater und öffentlicher Busunternehmen aus Berlin und anderen Bundesländern angemietet.

Bei Durchführung von Fahrten für schulische Veranstaltungen wäre ein normaler Linienbetrieb nicht mehr durchführbar.

Seit Ende Februar 1990 hat sich die Lage soweit entspannt, daß Schulfahrten durch die BVG wieder durchgeführt werden können.

Zu 2.:
Ja, die BVG hat die Senatsverwaltung für Schule, Berufsausbildung und Sport bereits Anfang Dezember 1989 über die besonders angespannte Situation in einem Gespräch unterrichtet. Sämtliche Schulen sind daraufhin von der Senatsschulverwaltung durch ein Rundschreiben über die geschilderte Lage in Kenntnis gesetzt worden.

Berlin, den 16. März 1990
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 28. März 1990

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.