Verkehrsanbindung Zossen/Mahlow

Verkehrsanbindung Zossen/Mahlow

Ereignis

Die Kleine Anfrage befasst sich mit den Planungen zur verkehrlichen Anbindung des südlich von Berlin gelegenen Raumes Mahlow/Zossen (DDR) nach der Grenzöffnung. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe, Horst Wagner, teilt mit, dass als kurzfristige Sofortmaßnahme nach Öffnung des Grenzüberganges am Kirchhainer Damm eine durchgehende Omnibus-Verbindung zwischen Lichtenrade und Blankenfelde (Buslinie 75) eingerichtet wurde. Langfristig strebt der Senat die Verlängerung der S-Bahn-Linie 2 von Lichtenrade über Mahlow bis Blankenfelde an, um dort den Anschluss an den regionalen Eisenbahnverkehr der DDR herzustellen; entsprechende Fachgespräche in der Expertengruppe Schnellbahn wurden bereits aufgenommen. Die Bauzeit für die S-Bahn-Strecke wird nach Klärung der Finanzierung auf ca. 3 Jahre geschätzt.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/659

Nr. 928
des Abgeordneten Dr. Rudolf Franz (CDU)
über Verkehrsanbindung Zossen/Mahlow

Ich frage den Senat:
1. Gibt es Überlegungen des Senats und Initiativen bei der Regierung der DDR, den Raum Zossen/Mahlow auf Straße und Schiene (Bus, S-Bahn, Eisenbahn) leistungsfähig an das Berliner Verkehrsnetz anzubinden?
2. Ist diese Anbindung bereits in dem Regionalausschuß oder einer der Projektgruppen erörtert worden, gegebenenfalls mit welchem Ergebnis?
3. Gibt es einen Zeitplan, sind Zwischenlösungen für die zu erwartende jahrelange Planungs- und Bauphase vorgesehen, oder wann ist mit der Eröffnung des S-Bahnverkehrs nach Mahlow zu rechnen?
4. Welchen Stellenwert nehmen dabei Überlegungen ein, die Schnellbahnanbindung des Flughafens Schönefeld über Lichtenrade zu führen?

Berlin, den 17. Januar 1990
Eingegangen am 25. Januar 1990

Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 928
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1. und 2.:
Der Raum Mahlow/Zossen ist über die alte Fernstraße 96 (südliche Verlängerung des Kirchhainer Dammes) an das Berliner Straßennetz bereits direkt angebunden. Nach Öffnung des Grenzüberganges am Kirchhainer Damm für den allgemeinen Personenwechselverkehr mit der DDR wurde als Sofortmaßnahme zwischen Lichtenrade und Blankenfelde ein durchgehender Autobus-Verkehr eingerichtet (Buslinie 75).

Zur Herstellung einer leistungsfähigen Schienenverbindung in diesem Raum strebt der Senat an, die nach Lichtenrade führende S-Bahnlinie 2 über Mahlow bis Blankenfelde zu verlängern. Dort kann eine direkte Anbindung an den regionalen Eisenbahnverkehr hergestellt werden. Dieses Vorhaben wurde bereits in der Expertengruppe Schnellbahn mit den zuständigen DDR-Dienststellen besprochen.

Zu 3.:
Es ist davon auszugehen, daß nach Klärung der finanztechnischen Voraussetzungen die Inbetriebnahme der S-Bahnstrecke nach Blankenfelde nach ca. 1 bis 2 Jahren erfolgen könnte (Gesamtbauzeit ca. 3 Jahre). Zwischenlösungen werden in den laufenden Untersuchungen geprüft.

Zu 4.:
Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, eine Schnellbahnanbindung des Flughafens Schönefeld über Lichtenrade herbeizuführen. Durch den geplanten Ringbahnabzweig vom S-Bahnhof Neukölln bis Baumschulenweg, den der Senat ebenfalls als Maßnahme für den grenzüberschreitenden Verkehr anstrebt, wird künftig eine günstige Fahrtmöglichkeit zum Flughafen Schönefeld (über Ringbahn/vorhandene DR-Strecke) mit der Schnellbahn bestehen.

Berlin, den 8. Februar 1990
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 22. Februar 1990

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.