Fahrgastbefoerderungszahlen der BVG vom 10. November bis 12. November 1989

Fahrgastbefoerderungszahlen der BVG vom 10. November bis 12. November 1989

Ereignis

Die Kleine Anfrage dokumentiert die massiven statistischen Auswirkungen der Maueröffnung am 9. November 1989 auf den Berliner Nahverkehr im Zeitraum vom 10. bis 12. November 1989 sowie im gesamten restlichen November. Der Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe, Horst Wagner, legt detailliert dar, dass die BVG im November 1989 insgesamt 16,4 Millionen zusätzliche Fahrgäste aufgrund der Reiseerleichterungen beförderte. Um den enormen Andrang zu bewältigen, wurden im Busbereich Dutzende Fremdfahrzeuge aus dem privaten Gewerbe und anderen Bundesländern angemietet, bei der U-Bahn alle 994 verfügbaren Wagen eingesetzt und im S-Bahn-Betrieb die Kapazitäten durch Erhöhung des Behängungsgrades von 64 auf 86 Viertelzüge gesteigert, begleitet von tausenden personellen Mehrarbeitsstunden.

Details & Originaltext

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/596

Nr. 715
des Abgeordneten Burkhardt Thiemann (SPD)
über Fahrgastbeförderungszahlen der BVG
vom 10. November bis 12. November 1989

Ich frage den Senat:
1. Liegen dem Senat Erkenntnisse über die Fahrgastbeförderungszahlen bei S- und U-Bahn, sowie den Buslinien am 10. November, 11. November und 12. November 1989 vor?
2. Wie hoch war der Wageneinsatz (S-Bahn, U-Bahn, Bus) durch die BVG, wieviel Fremdfahrzeuge wurden eingesetzt und welche Arbeitsstunden sind durch das BVG-Personal geleistet worden?

Berlin, den 14. November 1989
Eingegangen am 15. November 1989

Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 715
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:
Für die Zeit vom 10. November bis 30. November 1989 betrug das zusätzliche Fahrgastaufkommen der BVG
montags bis freitags: 786 000
sonnabends: 1 200 000
sonntags: 449 000.

Insgesamt wurden im November 1989 66,8 Mio. Fahrgäste befördert (davon 50,4 Mio. „Regel“fahrgäste und 16,4 Mio. zusätzliche Fahrgäste auf Grund der Reiseerleichterungen für DDR-Bürger).

Zu 2.:

Fahrzeugeinsatz
An Omnibussen waren im Einsatz:
* 10. November 1989: 1 236 Fahrzeuge (davon 60 vom privaten Omnibusgewerbe)
* 11. November 1989: 1 237 Fahrzeuge (davon 63 vom privaten Omnibusgewerbe und 28 von Verkehrsbetrieben aus anderen Bundesländern)
* 12. November 1989: 1 205 Fahrzeuge (davon 72 vom privaten Omnibusgewerbe und 37 von Verkehrsbetrieben aus anderen Bundesländern)

Bei der U-Bahn waren vom 10. November bis 12. November 1989 alle 994 dem Verkehr zur Verfügung stehenden Wagen im Einsatz. Die zusätzliche Leistung betrug
* 10. November 1989: 349 Fahrten
* 11. November 1989: 564 Fahrten
* 12. November 1989: 445 Fahrten.

Der S-Bahn-Fahrplan sah den Einsatz von 64 Viertelzügen (128 Wagen) vor und wurde durch Erhöhung des Behängungsgrades an den genannten Tagen auf 86 Viertelzüge (172 Wagen) gesteigert.

Personaleinsatz
Die Mehrleistungen betrugen im Omnibusbetrieb:
* 10. November 1989: 1 130,5 Stunden
* 11. November 1989: 1 651,1 Stunden
* 12. November 1989: 2 132,8 Stunden

im U-Bahn-Betrieb:
* 10. November 1989: 120 Stunden
* 11. November 1989: 336 Stunden
* 12. November 1989: 432 Stunden

im S-Bahn-Betrieb:
* 10. November 1989: 32 Stunden
* 11. November 1989: 168 Stunden
* 12. November 1989: 320 Stunden.

Berlin, den 19. Januar 1990
Wagner
Senator für Arbeit, Verkehr und Betriebe
Eingegangen am 25. Januar 1990

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.