Ab durch die Mitte? Bringt die Flughafenautobahn den Transitverkehr in die Berliner Innenstadt?
Ereignis
Der Abgeordnete Michael Cramer fragte nach möglichen Auswirkungen der neuen A 113 auf den Transitverkehr durch Berlin. Der Senat teilte mit, dass trotz kürzerer Streckenführung gegenüber dem Berliner Ring keine nennenswerten zusätzlichen Verkehrsbelastungen erwartet würden. Verkehrsmodelle zeigten, dass die Fahrt durch Berlin in der Regel mehr Zeit benötige als die Umfahrung über die A 10. 【1-7867b4】
Details
Quelle: Drucksache 15/10211, Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen). 【1-7867b4】
Ab durch die Mitte? Bringt die Flughafenautobahn den Transitverkehr in die Berliner Innenstadt? 【1-7867b4】
Ich frage den Senat: 【1-7867b4】
- Wie beurteilt der Senat den Umstand, dass nach dem Ausbau der Stadtautobahn zum Flughafen Schönefeld der Transit durch das Berliner Stadtgebiet um fast 30 Prozent kürzer ist als bei Benutzung des Berliner Rings? 【1-7867b4】
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Welche zusätzlichen Belastungen erwartet der Berliner Senat für das innerstädtische Autobahnnetz? 【1-7867b4】
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Hat der Senat in seine Modellrechnungen mit einbezogen, dass Navigationssysteme die Verkehrsströme zwangsläufig durch die Berliner Innenstadt führen werden? 【1-7867b4】
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Wie will der Senat verhindern, dass vor allem außerhalb des Berufsverkehrs, nachts und an Sonn- und Feiertagen große Verkehrsströme durch das dichtbesiedelte Berliner Innenstadtgebiet geleitet werden? 【1-7867b4】
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Warum hält es der Senat angesichts dieser Problemlage für angezeigt, auf die Erhebung einer LKW-Maut im Bereich der Stadtautobahn zu verzichten und so die innerstädtische Autobahnverbindung noch attraktiver zu machen? 【1-7867b4】
Antwort
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: 【1-7867b4】
Zu 1. und 2.:
Es trifft zu, dass für den Kraftfahrzeugverkehr aus Richtung Dresden am Autobahnkreuz Schönefeld die Benutzung des Berliner Straßennetzes in Richtung Hamburg bezogen auf die Streckenlänge kürzer ist. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Verbindung zwischen dem Autobahnkreuz Schönefeld und dem Autobahndreieck Oranienburg tagsüber etwa 25 Prozent mehr Fahrzeit benötigt. Nachts sind die Fahrzeiten nahezu gleich. 【1-7867b4】
Daher werden keine nennenswerten zusätzlichen Belastungen nach Fertigstellung der A 113 im Berliner Stadtgebiet erwartet. Der Anteil des die Stadt querenden Verkehrs wird auf etwa 1.000 Kraftfahrzeuge pro Werktag beziehungsweise rund ein Prozent des grenzüberschreitenden Verkehrs prognostiziert. 【1-7867b4】
Zu 3.:
Die verwendeten Verkehrsmodelle arbeiten mit Reisezeiten und alternativen Routen. Moderne Navigationssysteme schlagen in der Regel die zeitlich günstigste und nicht die kürzeste Strecke vor. Für die meisten Relationen rund um Berlin ist dies die Route über die A 10. 【1-7867b4】
Zu 4.:
Große Verkehrsströme werden nicht erwartet. Zusätzlich wollen Berlin und Brandenburg durch Wegweisung und Verkehrsleitsysteme sicherstellen, dass Fernziele vorzugsweise über den Berliner Ring geführt werden. 【1-7867b4】
Zu 5.:
Der Senat setzte sich gegen eine LKW-Maut auf den Berliner Stadtautobahnen ein, um Ausweichverkehre auf das innerstädtische Straßennetz zu vermeiden. Ergebnisse zu den Auswirkungen der streckenbezogenen LKW-Maut sollten erst durch bundesweite Untersuchungen ermittelt werden. 【1-7867b4】
Berlin, den 09. Januar 2003
In Vertretung
Maria Krautzberger
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【1-7867b4】
Hinweis
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.