Landin. Bei ihren Bemühungen um bessere Anbindungen von Bus und Bahn in ihrem Ort nehmen Landiner Bürger jetzt eine Anwohnerbefragung vor. Ziel ist es, den Anschluss des Dorfes an die umliegenden Städte und das öffentliche Liniennetz auf die tatsächlichen Befürnisse der Fahrgäste abzustimmen. Gemeindevertreterin Verena Siewert und Andreas Schwarze vom Fahrgastverband Pro Bahn gehen Klinken putzen. Mit Unterstützung von Mitgliedern der Volkssolidarität wollen sie zwei …
Die Berliner Flughäfen nehmen den vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg angeregten Vergleich zur Schließung des innerstädtischen Flughafens Tempelhof an. (04.01.2007, 18:06 Uhr) Berlin – Einer entsprechenden Vorlage der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen habe der Aufsichtsrat des Unternehmens zugestimmt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Damit wird der innerstädtische Airport voraussichtlich erst zum 31. Oktober 2008 geschlossen, ein Jahr später als bislang geplant…
Die Unglücksserie bei der S-Bahn geht weiter. Am Abend des 1. Januar stolperte ein betrunkener Passant auf dem Bahnhof Friedrichsfelde Ost und stürzte vom Bahnsteig auf die Gleise. Er wurde von einem Zug der Linie S 75 erfasst, hatte aber Glück im Unglück. Der 57-Jährige erlitt Kopf- und Beinverletzungen, die aber nicht lebensbedrohlich sind, wie es bei der Bundespolizei hieß. Den Angaben zufolge stand der Mann unter starkem Alkoholeinfluss. In der Neujahrsnacht waren wie berichtet zwei Menschen von …
Der Sponsor zahlt nicht Senat muss 5,5 Millionen Euro für das Technikmuseum selbst aufbringen / Grüne empört 03.01.2007 Lokales – Seite 17 Christine Richter
Das Geschäft ist geplatzt, den Schaden trägt das Land Berlin: Der britische Mäzen Glenn Lacey hat die von ihm zugesagten 5,5 Millionen Euro für ein Grundstück am Deutschen Technikmuseum in Kreuzberg bis zum Jahresende nicht gezahlt, nun musste das Land Berlin das Geld aufbringen. Zum 31. Dezember vergangenen Jahres zahlte der Senat die Millionensumme an das Immobilienunternehmen Vivico Real Estate, denn dies hatte der Senat im Frühjahr 2005 in einem städtebaulichen Vertrag mit der Vivico zugesagt. „Das war unzulässig und hätte nicht geschehen dürfen“, sagte der Haushaltsexperte der Grünen, Oliver Schruoffeneger gestern. Nach Ansicht der Grünen müssen die damals zuständigen Senatoren Ingeborg Junge-Reyer (Stadtentwicklung) und Thomas Flierl (Kultur) nun in Regress genommen werden. Die Geschichte machte vor zwei Jahren in Berlin Schlagzeilen. Am Gleisdreieck nahe des Deutschen Technikmuseums wollten Investoren ein Riesenrad errichten. Flierl (PDS), damals noch Kultursenator, war ebenso wie die Museumsleitung gegen das Projekt. Dann fand das Museum einen Sponsor, der unbekannt bleiben wollte. Später wurde sein Name doch bekannt…
Senat stimmt Kompromissangebot zu – doch eine der klagenden Airlines lehnt Vergleich weiter ab Peter Neumann
Dem Flughafen Tempelhof droht nun doch schon zum 31. Oktober dieses Jahres die Schließung. Darauf hat Senatssprecher Michael Donnermeyer gestern hingewiesen. Zwar hat das Land Berlin dem Vergleich, den das Oberverwaltungsgericht im Rechtsstreit um die Zukunft Tempelhofs vorgeschlagen hat, inzwischen schriftlich zugestimmt. Danach soll der Flughafen bis zum 31. Oktober 2008 offen bleiben – ein Jahr länger als geplant. Dennoch stehen die Chancen, dass der Kompromiss zustande kommt, schlecht. Denn eine der klagenden Luftfahrtgesellschaften, die Windrose Air, lehnt ihn weiterhin ab. „Bleibt dies so, wäre das Gericht dazu gezwungen, ein …
Jurk fordert Vetorecht / Kritik an Bummelzug Dresden – Berlin
Bund und Länder sollten nach Ansicht von Sachsens Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD) mehr Einfluss auf die Festlegung der Bahnpreise im Nahverkehr haben. Die momentane Rechtslage sei „kompliziert und nicht geeignet, Vertrauen in Widerspruchsverfahren zu gewinnen“, kritisierte Jurk. Nötig seien deshalb neue Möglichkeiten. „Dazu erwarten wir Länder Vorschläge vom Bund“, erklärte Jurk in Dresden. Zugleich warf er der Bahn einen Mangel an attraktiven Angeboten im Freistaat vor. Die Bahn hat ihre Ticketpreise zum 1. Januar im Fernverkehr um rund 5,6 Prozent und im Regionalverkehr um durchschnittlich 2,9 Prozent erhöht. Zur Begründung hatte sie vor allem die gestiegenen Energiepreise angeführt. Im Fernverkehr haben die Länder kein Mitspracherecht. Gegen den Preisanstieg im Nahverkehr legten sie zwar Widerspruch ein. Dieser Schritt blieb indes folgenlos. Im weiteren Verlauf des Verfahrens habe der Bund keine Hinderungsgründe gefunden, um das Vorhaben der Bahn zu stoppen, bedauerte Jurk. Es dürfe nicht so sein, dass die Verkehrsminister nach jeder angekündigten Preiserhöhung …
Zwei Unfälle mit gleichem Zug / Tote und Verletzte
Es war ein tragischer Zufall: Ein und derselbe S-Bahn-Zug hat in der Neujahrsnacht hintereinander auf zwei Bahnhöfen drei junge Menschen überrollt. Das erste Unglück ereignete sich um 3.10 Uhr auf dem Bahnhof Wuhletal, wo sich mehrere Jugendliche geprügelt hatten. Wenig später sollte dieser Zug leer mit einem neuen Fahrer in das Betriebswerk fahren. Am Bahnhof Biesdorf erfasste der Zug einen 17-Jährigen, der auf den Gleisen stand. Der Jugendliche war sofort tot. In beiden Fällen erlitten die Fahrer einen Schock. Dem Unglück in Wuhletal war eine Schlägerei zwischen …
Berlin überschreitet erneut die Grenzwerte der Europäischen Union / Die Umweltzone sperrt künftig viele Autos aus Peter Neumann
Berlin hat es wieder einmal geschafft. Zum fünften Mal in Folge wurden in diesem Jahr die Grenzwerte für Feinstaub überschritten, teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit. Von den mikroskopisch kleinen Teilchen, die als Gesundheitsgefahr gelten, dürfen in jedem Jahr nur an 35 Tagen mehr als 50 Mikrogramm in einem Kubikmeter Luft schweben. „Doch in Berliner Hauptverkehrsstraßen wurde die Vorgabe der Europäischen Union (EU) überschritten“, sagte Martin Schlegel vom BUND Berlin am Freitag. In der Frankfurter Allee in Friedrichshain ermittelten die Messgeräte des Senats bislang an 70 Tagen zu viel Feinstaub. In der Silbersteinstraße in Neukölln ließ die Feinstaubbelastung den Grenzwert an 66 Tagen hinter sich. In der Schildhornstraße in Steglitz und der Karl-Marx-Straße in Neukölln gab es an 54 Tagen Überschreitungen, teilte der Senat mit.
In der Silvesternacht sind die S-Bahn-Züge auf allen Linien rund um die Uhr im Einsatz – auch auf der S8 zwischen Birkenwerder und Blankenburg. Es verkehren 200 zusätzliche S-Bahnzüge. Im Citybereich fahren die Bahnen durchweg alle 10 Minuten. Die Außenstrecken werden mindestens im 20-Minuten-Takt bedient. Der Bahnhof Unter den Linden ist in der Silvesternacht von 18 Uhr bis 3 Uhr geschlossen. Besuchern der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor wird empfohlen, die Bahnhöfe Friedrichstraße, Hauptbahnhof oder Potsdamer Platz zur An- bzw. Abreise zu benutzen. Am Neujahrstag fahren die Züge ab 11 Uhr wie an Sonntagen.
Um Berlin den ganzen Tag genießen zu können, empfiehlt sich die Nutzung der VBB-Tageskarte, mit der man den ganzen Tag über in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil unterwegs sein kann. Für die Nachtschwärmer, die den Jahreswechsel auf einer Party verbringen, gilt dieses Ticket auch bis 3 Uhr des Neujahrstages.
Für Besucher der Stadt, die etwas länger bleiben, empfiehlt sich die 7-Tage-Karte oder die VBB-Umweltkarte. Beide Tickets berechtigen von Montag bis Freitag ab 20 Uhr und am Wochenende sowie an gesetzlichen Feiertagen ganztägig zur Mitnahme einer weiteren Person und bis zu drei Kindern.
Noch ein Tipp für alle Berlin-Besucher für den Jahreswechsel: Interessierte können mit der Panorama-S-Bahn am 31. Dezember und am 1. Januar jeweils um 12.30 Uhr ab Ostbahnhof noch an Stadtrundfahrten auf der Schiene teilnehmen. Restkarten sind in allen S-Bahn-Verkaufsstellen erhältlich. Die Abendfahrten sind bereits ausgebucht.
Weitere Informationen auch am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33 oder unter www.s-bahn-berlin.de.