Wowereit trifft Merkel im Kanzleramt. Das zentrale Gesprächsthema ist der City-Airport Von Katrin Schoelkopf und Karsten Hintzmann
Es war feucht und kalt, als Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gestern vor dem Kanzleramt vorfuhr. Das Wetter war passend: Bereits im Vorfeld des Gesprächs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zwischen dem Bund und Berlins Regierungschef nicht gerade eitel Sonnenschein geherrscht. Viel Porzellan war zerschlagen worden, nachdem das Verfassungsgericht Berlins Klage auf Bundeshilfen abgewiesen hatte. Doch bei dem zentralen Thema des Tages näherten sich Wowereit und Merkel gestern an: Statt ums Geldverteilen oder die Übernahme der Staatsoper ging es laut Regierungssprecher Thomas Steg um die Zukunft des Flughafens Tempelhof. Und die scheint es wieder zu geben. Das Gespräch war dem Vernehmen nach von ernst …
Der Eisenbahntunnel unter dem Tiergarten wird rund sechs Monate nach seiner Eröffnung gesperrt. Am 2. Dezember fahren zwischen Gesundbrunnen und Südkreuz ganztägig weder Regional- noch Fernzüge, teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Im Tunnelgeschoss des Hauptbahnhofs werden neue …
Neue Verbindungen nach Kaliningrad und in die Masuren
Kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs konnte man in sechs Stunden und 38 Minuten von Berlin nach Königsberg reisen. Heute, 67 Jahre später, dauert die Bahnfahrt mehr als doppelt so lange – laut Fahrplan 15 Stunden und 45 Minuten. Dennoch ist der tägliche Schlafwagen von Berlin-Lichtenberg nach Kaliningrad gut ausgelastet und oft sogar ausgebucht. Nach langen Bemühungen im Transitland Polen darf das Angebot in die russische Exklave endlich aufgestockt werden. „Vom kommenden Jahr an wird es pro Nacht drei Schlafwagen zwischen Berlin und Kaliningrad geben“, sagte Stefan Karpenstein, Sprecher der DB Autozug. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (DB) ist für den Nachtzugverkehr verantwortlich. Die russische Bahn, die das Wagenmaterial stellt, und die DB profitieren von den schlechten Flugverbindungen in diesen Teil Ostpreußens – sowie von …
Am 10. Dezember 2006 ist Fahrplanwechsel bei der Bahn – europaweit. Hier einige Vorabinformationen zu Veränderungen im Fernverkehr in den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
ICE-Linie Hamburg–Berlin– Leipzig– Jena–Nürnberg–München Die Züge fahren auf der gesamten ICE-Linie im Stundentakt. Ab Nürnberg fahren die Züge in der Regel wechselnd über Ingolstadt nach München bzw. wie bisher über Augsburg. Bei der Fahrt über Ingolstadt verkürzen sich die Fahrzeiten nach München um rund 35 Minuten. In Berlin bestehen bessere Anschlüsse für Verbindungen nach Rostock/ Güstrow und Leipzig/ Jena/Nürnberg. Stündlich erreicht man mit IC- bzw. ICEVerbindungen Lutherstadt Wittenberg.
Große Airbusse bleiben zunächst in Köln – Tempelhof nicht berücksichtigt – Ab 2011 soll die Flotte nach Schönefeld umziehen Von Hans-Jürgen Leersch
Berlin Die Flugbereitschaft der Bundesregierung wird nicht zum Flughafen Tempelhof umziehen. Damit sinken die Chancen auf einen Erhalt des City-Airports, der nach bisherigen Plänen zum 31. Oktober 2007 geschlossen werden soll. Aus einem dieser Zeitung vorliegenden Schreiben des Verteidigungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages vom 31. Oktober geht hervor, dass ein Teil der Flugbereitschaft 2008 nach Berlin-Tegel umziehen soll. Während die großen Airbusse weiter in Köln stationiert bleiben, sollen die Mittelstrecken-Maschinen Tegel als Heimatflughafen bekommen. Die bisher genutzten sechs Maschinen vom Typ Challenger sollen 2008 durch zwei Airbusse mit je 48 Plätzen und vier kleinere Maschinen mit je zwölf Sitzen ersetzt werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll in seiner heutigen Sitzung …
Obwohl die BVG kein erhöhtes Fahrgastaufkommen registriert, fließt der Autoverkehr tagsüber unbehindert über die Umleitung Von Rainer Stache und Marianne Rittner
Gegen Abend spitzte sich die Lage zu: Wegen der Sperrung des Flughafentunnels Tegel in beide Richtungen kroch der Verkehr auf der A 111 stadtauswärts teilweise nur noch. Tagsüber war der vorhergesehene Stau jedoch weitgehend ausgeblieben. Der Verkehr war gestern praktisch unbehindert über die Umleitungsstrecke geflossen. Über die Ursache rätselten die Fachleute gestern. Während die einen vermuteten, Berliner Autofahrer seien massenhaft auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen, hat die BVG keinerlei erhöhtes Passagieraufkommen beobachtet. Möglicherweise hatten Autofahrer, die noch am Vormittag den Bereich weiträumig umfuhren, aufgrund der Entwarnungen im Radio wieder auf den kürzesten Weg vertraut. Schätzungsweise ein Viertel Fahrzeuge weniger als sonst waren am Morgen auf der …
Mit Ignoranz, Hochmut und permanenter Sturheit hat es die Deutsche Bahn als Monopolist geschafft, ungeachtet geltender vorhandener Vorschriften ein Befahren der Stadtbahn zu verhindern. Geplant war, am 11.11.06 mit den Lokomotiven 03 1010 und 03 2204 mit zwei Zügen über die Berliner Stadtbahn zu fahren. Folgende Gründe wurden durch die DB angeführt: • Eine Dampflok hat kein geschlossenes System. • Die Zwanghaft einzuschaltende Aschkastenbewässerung verunreinigt die Fahrbahn und gefährdet die Umwelt. • Starke Ölverluste führen zu Beeinträchtigungen der Schallabsorber und erhöhen die Brandlast. • Rauchwolken behindern Rauchmelder und Luftansaugstutzen für die Belüftung der Ladenzeilen am Berliner Hauptbahnhof. • Ein Halt außerhalb der Bahnhofshalle vor einem neu zu schaffenden Halteplatz kann, wegen der Auswirkungen auf andere Zugfahrstraßen und deren Ausschluss nicht realisiert werden. Maßnahmen zum Erreichen eines solchen Halteplatzes, wie z.B. Vorbeifahrt an einem Halt zeigenden Signal, sind aus Gründen der Betriebssicherheit ausgeschlossen. Wir haben als Verein gemeinsam mit unseren privaten Partnern alles versucht, für die Fahrten über die Berliner Stadtbahn die Genehmigung zu bekommen und verhandeln seit Anfang des Jahres mit der DB Netz AG. Dabei sind alle aufgeführten Argumente durch uns fachgerecht widerlegt wurden. Alle diese Gründe beweisen, welche Unkenntnis beim Betrieb der Dampflokomotiven seitens der DB Netz besteht. Es beweißt auch, dass man als Netzbetreiber nicht einmal Kenntnis über den Standplatz der Signale am Berliner Hauptbahnhof hat. Die Dampflokomotiven 03 1010 und 03 2204 erfüllen alle technischen Zugangsbedingungen der Schienennetz-Benutzungsbedingungen der DB Netz AG. Sie sind entsprechend der EBO § 32 abgenommen und zugelassen. Sie unterliegen der ständigen fachgerechten Instandhaltung und Wartung. Es sind keine gesonderten Einschränkungen für Dampflokomotiven in den Schienennetz-Benutzungsbedingungen der DB Netz AG angegeben. Weiterhin werden die Bedingungen des Merkblattes „Hinweise zur Bedienung rostgefeuerter Dampflokomotiven unter dem besonderen Gesichtspunkten des Brandschutzes“ (123.01117V01) beachtet und erfüllt. Es gibt derzeit keinen betrieblichen Grund, nicht mit Dampflokomotiven die Berliner Stadtbahn zu befahren. Trotzdem lehnt die Deutsche Bahn ein Befahren dieser Strecke ab. Weitere Information: http://www.berlin-macht-dampf.de/ (Pressemeldung Traditionszug Berlin e.V., 09.11.06).
Die BVG verfehlt in diesem Jahr die „schwarze Null“ nur knapp und peilt für 2007 ein Plus an / Trotzdem sollen Preise steigen Peter Neumann
Beinahe hätten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dieses Jahr den Weg aus der Verlustzone geschafft. Erstmals seit langem sollte die Bilanz dank vieler Einsparungen eine „schwarze Null“ aufweisen – trotz eines gesunkenen Landeszuschusses. Aber dann kam ein weiterer Anstieg der Stromkosten dazwischen. „Deshalb werden wir das Jahr mit einem Minus von fünf Millionen Euro abschließen“, sagte BVG-Chef Andreas Sturmowski gestern bei den „Berliner Wirtschaftsgesprächen“. Im vergangenen Jahr hatte der Fehlbetrag aber noch 68 Millionen, 2004 sogar 107 Millionen Euro betragen. 2007 wird ein Plus von sechs Millionen Euro angepeilt. Doch trotz der guten Entwicklung bleiben den Fahrgästen weder Preiserhöhungen noch Angebotseinschränkungen …
Leidtragende der Totalsperrung des Tegel-Tunnels sind vor allem Flugreisende. Bereits im Jahr 2004 kam es bei der Sanierung der Zufahrtsbrücken zum Flughafen Tegel zu Dauerstaus. Wer in den kommenden Monaten von Tegel abfliegen will, sollte mehr Zeit für die Anfahrt zum Airport einplanen. Besonders Bewohner des Reinickendorfer Ostens sowie Pankower kommen nicht mehr über den Kurt-Schumacher-Damm zum Flughafen. Die Zufahrt am Kurt-Schumacher-Damm ist in Richtung Süden und damit zum Flughafen gesperrt. Lediglich Busse und Taxen dürfen über eine Behelfsbrücke den Kurt-Schumacher-Damm in Richtung Süden befahren. Für Urlauber und Geschäftsreisende wird sich die Anfahrt zum Flughafen …