Berlin – Ein Aufschrei geht durch Berlin: „Diese gemeinen Rambos! Wie kann man mit einer älteren Dame nur so umspringen?“ Nach dem gestrigen KURIER-Bericht über die Misshandlung von Christel
Ahrends (73) durch U-Bahn-Kontrolleure, fordern Fahrgäste und Politiker: „Solche Leute müssen sofort gefeuert werden. Sie schaden der BVG und der Stadt.“ Jens Wieseke (42) ist empört. „Selbst wenn die Frau mit einem falschen Fahrschein unterwegs gewesen wäre, hätte sie niemals so behandelt werden dürfen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbandes Igeb. „Wir brauchen Kontrolleure ohne Jagdinstinkt, dafür mit Augenmaß. Das bedeutet aber, dass die Leute geschult werden müssen.“ Und nicht nur zu den BVG-Tarifen, sondern auch in punkto Menschenkenntnis. „Wir sind der Meinung, dass es schon besser geworden ist, aber es reicht einfach noch nicht aus.“ Nur noch Kontrollettis aus den Reihen der …
Antrag auf Übernahme des Flugverkehrs war mit dem Verkehrsministerium abgestimmt Von Klaus Kurpjuweit
Die von der Bahn geplante Übernahme des Flughafens Tempelhof wird auch von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) „trotz aller Skepsis“ nicht grundsätzlich ausgeschlossen – vorausgesetzt, der Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld wird dadurch nicht gefährdet. Es gebe „kein generelles Denkverbot“ für Tempelhof, sagte Tiefensee gestern dem Tagesspiegel. Schließlich gehe es jetzt auch um die Nachnutzung des Geländes. Über den Vorstoß der Bahn sei er „selbstverständlich“ informiert gewesen. Allerdings seien die „Chancen der Realisierung des Konzepts und damit auf einen Weiterbetrieb des Flughafens gering“. Berlin müsse nun prüfen, ob es rechtlich möglich sei, den Flugverkehr mit …
Berlin – Die Autofahrer reagierten besonnen auf die ersten ernst zu nehmenden Flocken in diesem Jahr. Bis zum frühen Abend hatten sich nach Angaben der Polizei keine wetterbedingten Unfälle oder Staus ereignet. Am Flughafen Tegel führte der starke Schneefall zu etwa halbstündigen Verspätungen. Betroffen seien Maschinen gewesen, die am frühen Abend aus Köln-Bonn, Frankfurt oder Brüssel kämen, so ein Sprecher. Die Meteorologen sagen voraus, dass die Schneedecke in der ersten Nachthälfte noch wachsen wird und die weiße Pracht dann …
Eine Woche nach den Sturmschäden am neuen Hauptbahnhof hat sich der Unglücksort als Attraktion etabliert Peter Neumann
Hier ist es also passiert. Karl Heck hat sich vor seiner Rückfahrt von der Grünen Woche Zeit genommen, um sich die Unglücksstelle an der Südwestseite des neuen Hauptbahnhofs anzusehen. „Als großes Wunderwerk hat man dieses Gebäude angepriesen. Und nicht einmal ein Jahr nach der Eröffnung geschieht so etwas. Das verstehe ich nicht“, sagt der Mann aus Hessen. Der 66-Jährige schaut auf die Stufen der Freitreppe, die bei dem Absturz eines 1,35 Tonnen schweren Stahlriegels in viele Stücke zersprengt worden sind. Dann betrachtet Heck kopfschüttelnd die Lücken in der Fassade darüber. Er steht nicht allein in der Kälte. Neben ihm schießen Reisende schnell noch ein Foto, bevor sie zum Zug gehen. Damit die Lieben daheim wissen, welche Gefahren in der Hauptstadt lauern. Eine Woche nach dem Unglück ist klar: Berlin hat eine neue, wenn auch ziemlich düstere Attraktion.
PUTLITZ Die Übernahmeangebote sind ausgehandelt, die Verträge unterzeichnet, und wenn jetzt noch der niedersächsische Landtag, der gestern Abend nach Redaktionsschluss über das Geschäft beriet, zustimmt, dann gehört die Osthannoversche Eisenbahngesellschaft (OHE/Celle) ab sofort zum Verkehrskonzern Arriva Deutschland. Mit der Übernahme von 85,3 Prozent der Anteile für rund 30 Millionen Euro ist der in Putlitz (Prignitz) ansässige deutsche Ableger der britischen Holding auf rund 3000 Beschäftigte angewachsen, allein 1300 Menschen arbeiten bei der OHE. Die OHE engagiert sich im Frachtverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr. Werkstätten, Binnenhäfen, eine Spedition, diverse Infrastruktur sowie eine Vielzahl kleiner Gesellschaften bringt die OHE mit in die Ehe. „Die Übernahme ist für uns strategisch ein wichtiger Schritt“, sagt …
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt: Die Kleine Anfrage betrifft zum Teil Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) um eine Stel-lungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwor-tung erstellt und dem Senat übermittelt wurde. Sie wurde der Beantwortung zugrunde gelegt. 1. Wie hoch waren die gefahrenen Nutzwagenkilome-ter (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) bei der BVG im Jahr 2004? Zu 1.: Die BVG hat im Jahr 2004 folgende gefahrene Nutzwagenkilometer (Nwkm) bzw. Nutzzugkilometer (Nzkm) erbracht: Bus: 91,0 Mio. Nwkm Straßenbahn: 21,0 Mio. Nzkm U-Bahn: 20,4 Mio. Nzkm Gesamtsumme: 243,5 Mio. Nwkm (die Gesamtsumme der Nwkm ergibt sich aus der Um-rechnung der Nzkm von Straßenbahn und U-Bahn über deren Behängungsgrade in Nwkm). 2. Wie hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bei der BVG (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) nach Umsetzung des Konzeptes BVG 2005 Plus verändert? Zu 2.: Nach Umsetzung des Konzeptes BVG 2005 plus hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bzw. Nutzzugkilometer wie folgt verändert: Bus: – 1,9 Mio. Nwkm Straßenbahn: – 0,5 Mio. Nzkm U-Bahn: – 0,2 Mio. Nzkm Gesamtsumme: – 4,0 Mio. Nwkm
3. Wie hat sich die Zahl der Nutzwagenkilometer bei der BVG (bitte getrennt für Bus, Straßenbahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben) zwischen der Um-setzung des Konzeptes BVG 2005 Plus und der folgenden Fahrplanänderung verändert? Zu 3.: Zwischen der Umsetzung des Konzeptes 2005 plus und den folgenden Fahrplanänderungen hat sich der Umfang der geleisteten Nutzwagenkilometer bzw. Nutz-zugkilometer wie folgt verändert: Bus: + 0,3 Mio. Nwkm Straßenbahn: – 0,4 Mio. Nzkm U-Bahn: + 0,3 Mio. Nzkm Gesamtsumme: 0,0 Mio. Nwkm (aufgrund von gegenläufigen Auswirkungen der Ver-änderungen von Wagenumläufen und Zuglängen ergibt sich eine neutrale Gesamtsumme der Nwkm). 4. In welchem Umfang haben sich die geleisteten Nutzwagenkilometer zum Fahrplanwechsel am 10. De-zember 2006 verändert (bitte getrennt für Bus, Straßen-bahn und U-Bahn und Gesamtsumme angeben)? Zu 4.: Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 haben sich die geleisteten Nutzwagenkilometer bzw. Nutzzugkilometer in folgendem Umfang geändert: Bus: – 0,4 Mio. Nwkm Straßenbahn: + 0,1 Mio. Nzkm U-Bahn: + 0,1 Mio. Nzkm Gesamtsumme: – 0,1 Mio. Nwkm 5. Entspricht das Angebot der BVG nach den drasti-schen Angebotskürzungen der BVG zum Fahrplanwech-sel 2006 noch den im Verkehrsvertrag mit der BVG ver-einbarten Leistungen? Zu 5.: Zwischen der BVG und dem Land Berlin wurde im Jahr 1999 ein Unternehmensvertrag geschlossen, der die Sanierung der BVG zum Vertragsgegenstand hat. Das Land Berlin hat sich in diesem zur Unterstützung der Sanierung der BVG durch die Gewährung finanzieller Mittel, die BVG zur Verkehrserbringung im Berliner ÖPNV im Rahmen des Nahverkehrsplans verpflichtet. Zum Fahrplanwechsel 2006 hat es – wie aus der Be-antwortung der Frage 3 ersichtlich – insgesamt keine drastischen Angebotskürzungen gegeben. Das Angebot bei U-Bahn und Straßenbahn liegt derzeit unter den im Unternehmensvertrag mit der BVG vereinbarten Leistun-gen. Das resultiert daraus, dass die im Unternehmensver-trag zugrunde gelegten Streckenverlängerungen (z.B. U-Bahn-Verlängerung U5 bis Hauptbahnhof, Straßen-bahn-Anbindungen Adlershof, Hauptbahnhof, Kulturfo-rum u.a.) bisher nicht realisiert sind und deshalb diese Leistungen von der BVG nicht erbracht werden können. 6. Wenn nein: Wie bewertet der Senat solche ver-tragswidrigen Angebotskürzungen, und wie wird er Ver-tragstreue durchsetzen? In welchem Umfang werden die Betriebskostenzuschüsse bei der BVG aufgrund der Min-derleistung gesenkt? Zu 6.: Die von der BVG erbrachten Leistungen wur-den ordnungsgemäß beantragt; die Zustimmungen des Aufgabenträgers und der Genehmigungsbehörde liegen für alle Linien und Fahrpläne vor. 7. Welche Konsequenzen haben solche Vertragsver-letzungen im Hinblick auf Vorgaben der EU? Zu 7.: Wie dargelegt, besteht keine Vertragsverlet-zung. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen dem Unternehmensvertrag und den hierin geregelten Betriebsleistungen sowie etwaigen Vorgaben der EU nicht gesehen. Berlin, den 16. Januar 2007
In Vertretung Almuth N e h r i n g – V e n u s ……………………………………………. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 25. Januar 2007)
2009 könnte Ausbau der Niederschlesien-Magistrale beginnen
Es gibt leichte Hoffnungen auf Investitionen für bislang verschleppte wichtige sächsische und brandenburgische Schienenprojekte. Auf der Fünfjahresplan-Liste der Bundesregierung sind unter 22 bundesweiten Vorhaben zwischen 2006 und 2010 auch der Ausbau der Niederschlesien-Magistrale zwischen Hoyerswerda und der Grenze zu Polen sowie der traditionsreichen Transitstrecke Berlin – Elsterwerda – Dresden in der 1. Baustufe zu finden. Allerdings stehen beide Projekte dort in abgespeckter Form und auch die Finanzierung ist bislang nicht geklärt. Unter dem Titel „Laufende Vorhaben des VB Schiene“ ist die Ausbaustrecke Berlin – Dresden in der ersten Baustufe für 160 km/h im Investitionsrahmenplan (Fünfjahresplan) für den Ausbau der deutschen Schienenwege aufgeführt. Das gesamte Investitionsvolumen ist mit 359,2 Millionen Euro angegeben. Der Bedarf zwischen 2006 und 2010 beträgt demnach 266 Millionen Euro.
Nicht viel passiert Aus dem sächsische Verkehrsministerium indes werden begründete Bedenken laut. Auch in vorhergehenden …
Betroffene warnen vor mangelhaftem Lärmschutz. Bezirk fordert, Stromleitung unter die Erde zu verlegen Von Thomas Fülling Friedrichshain Dem lange geplanten Umbau des maroden Bahnhofs Ostkreuz droht neuer Zeitverlust. Grund sind mehrere Klagen gegen den erst Ende vorigen Jahres erteilten Planfeststellungsbeschluss vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA), der Baugenehmigung für das 411 Millionen Euro teure Vorhaben. Eigentlich sollte in diesen Tagen mit der Sanierung des wichtigsten Kreuzungsbahnhofs von Stadt- und Ringbahn in Berlin – wegen seines Zustands oft auch „Rostkreuz“ genannt – begonnen werden. Ein für den 16. Januar angekündigter Termin für einen symbolischen ersten Spatenstich durch Bahnchef Hartmut Mehdorn war aber „aus Termingründen“ abgesagt worden. „Dem Gericht liegen insgesamt drei Klagen gegen den Beschluss vor“, bestätigte Sibylle von Heimburg, Sprecherin des …
NEUSTADT Den schlechten baulichen Zustand des Neustädter Bahnhofsgebäudes (die MAZ berichtete bereits) hat die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Linkspartei-PDS) zum Anlass genommen, sich mit einem Brief an Joachim Trettin zu wenden. Der ist Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Region Ost und das Land Brandenburg. „Sicher werden Sie im Moment durch die Probleme um den Berliner Hauptbahnhof stark belastet sein“, schreibt Kirsten Tackmann. „Trotzdem möchte ich Sie – Bezug nehmend auf die Gespräche mit …