ALLTAG*Vor einem Jahr wurde der Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Wer dort nicht zum Einkaufen weilt, hat es schwer. Erfahrungsbericht eines Reisenden
Ein entscheidender Unterschied zwischen Literatur- und Architekturkritik besteht darin, dass die erstere nach, die letztere dagegen meist vor der Erfahrung ihres Gegenstandes stattfindet – wenn es zu dieser überhaupt kommt. Der Berliner Hauptbahnhof bestätigt die Regel: Die Zahl der erfahrungslosen Besprechungen, die zu seiner Eröffnung erschienen, ist Legion und zugleich ein Ansporn, die Regel zu brechen und nach einem Jahr die Summe der Erfahrung mit diesem Gebäude zu ziehen – der Erfahrung des Reisenden, in dessen Leben die Bahn eine bedeutende Rolle spielt. Ohnehin schon Mitglieder einer Minderheit, erfahren Bahnfahrer in diesem Bahnhof erst recht ihre Bedeutungslosigkeit. Er gibt sich als in Beton, Stahl und Glas verdichtete Verachtung ihrer …
(Berlin, 23. Mai 2007) Der Berliner Hauptbahnhof ist um eine Attraktion reicher: Anlässlich des 1. Sommerfestes der Deutschen Bahn AG hat heute Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn eine Skulptur des international renommierten Künstlers Prof. Jürgen Goertz enthüllt. Die Skulptur in Gestalt eines sich kreisförmig krümmenden Pferdes, das sich organisch mit einem Eisenbahnrad verbindet, besteht aus Edelstahl, Aluminium, Kunststoff, Glas und Stein. Das Monument symbolisiert kraftvoll Fortbewegung und Dynamik und dokumentiert zugleich die große Eisenbahntradition Berlins.
„Dieses Kunstwerk von Professor Jürgen Goertz passt sich hervorragend in die Verkehrstradition der deutschen Hauptstadt ein“, sagte Hartmut Mehdorn. „Mit ihrer Beweglichkeit und ihren hochwertigen Materialien schlägt die Skulptur eine Brücke von den Anfängen der Mobilität zum neuen Berliner Hauptbahnhof, dem modernsten Verkehrsknoten Europas.“
Im Sockel der Skulptur wurden Teile des Lehrter Stadtbahnhofs integriert, die durch große Scheiben zu betrachten sind. Die DB will damit an den im Krieg zerstörten und in den 50erJahren abgerissenen Lehrter Bahnhof und den Lehrter Stadtbahnhof erinnern, der für den Bau des Berliner Hauptbahnhofs weichen musste. Die Skulptur steht auf der nördlichen Terrasse des Hauptbahnhofs am Europaplatz.
Der Vorstand der DB AG hat mehrere Künstler um Entwürfe gebeten und sich schließlich für die Arbeit von Prof. Goertz entschieden.
Dieser ist bekannt für seine ausdrucksstarken Klein- und Großplastiken aus Aluminium, Bronze, Edelstahl und Blattgold. Er wurde 1939 in Albrechtshagen nahe dem heute polnischen Posen geboren. Goertz erhielt verschiedene Auszeichnungen, unter anderem den Villa-Massimo-Preis in Rom. In Berlin ist Goertz durch seine 1994 vor dem Reichstag ausgestellten Großplastiken „Monuments Moments“ in Erscheinung getreten.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher Oliver Schumacher
(Berlin, 22. Mai 2007) Der Vorstandsvorsitzende der DB Station&Service AG, Wolf-Dieter Siebert, hat das heutige Urteil des Landgerichts Berlin begrüßt. Darin hatte das Gericht dem Antrag der Deutschen Bahn AG in vollem Umfang stattgegeben. Im Kern darf der Architekt Meinhard von Gerkan nicht mehr den Eindruck erwecken, die Bahn habe von ihm geplante Sicherheitsschienen beim Bau des Berliner Hauptbahnhofs weggelassen. „Wir haben uns immer gegen vorschnelle Schuldzuweisungen verwahrt und hoffen, dass jetzt mehr Sachlichkeit einkehrt. Schließlich war es die Deutsche Bahn, die in Folge des Januarsturms nicht nur einen erheblichen materiellen Schaden, sondern auch einen Imageverlust zu erleiden hatte“, sagte Siebert.
Der Bahnmanager betonte, dass die DB AG als Bauherr davon ausgehen musste, einen ordentlich genehmigten Top-Bahnhof zu übernehmen, der nach allen Regeln der Technik geplant, genehmigt, gebaut und abgenommen wurde. Es habe auch hinsichtlich der Fassadenriegel in der Stahlkonstruktion der Bügelgebäude keinerlei Sicherheitsbedenken gegeben– weder in der Planungsphase noch im Genehmigungsverfahren bei der Baubehörde des Bezirks Mitte von Berlin, auch nicht während der Bauausführung sowie bei der Abnahme der Bauleistung.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher Oliver Schumacher
Am Donnerstag, 24. Mai kommen Fahrräder und Kinderwagen „unter den Hammer“
(Berlin, 22. Mai 2007) Am kommenden Donnerstag, 24. Mai 2007 werden in der Zeit von 15 bis 18 Uhr im Bahnhof Zoologischer Garten auf Bahngelände und in Zügen gefundene, unanbringliche Fundsachen (Fahrräder und Kinderwagen) öffentlich versteigert.
Alle Berliner, Brandenburger und Gäste sind herzlich eingeladen mitzubieten.
Eine Besichtigung der Fundstücke ist vorher leider nicht möglich.
Die ersteigerten Gegenstände werden nur gegen Barzahlung ausgehändigt.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher Oliver Schumacher
Für Fahrten mit Bahnen und Bussen soll es wieder Sammelkarten geben, deren Kauf günstiger ist als Einzelfahrscheine in gleicher Anzahl. Einem entsprechenden Antrag der Grünen haben gestern im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses alle Parteien zugestimmt. Zudem solle es Jahreskarten für die Mitnahme von Fahrrädern geben, forderten die Parlamentarier. Der Antrag der Grünen, den Preis der Umweltkarte deutlich zu senken, fand dagegen keine Mehrheit. Die rot-rote Koalition will die Tarife „weiterhin sozial gerecht entwickeln“. Deshalb sollen auch die günstigen Schülerkarten erhalten bleiben. Beschlossen werden die Tarife allerdings nicht vom Parlament, sondern gemeinsam von den …
Taucher untersuchen die alten Ufer von Berlins Wasserstraßen – viele Wände werden erneuert Uwe Aulich
Kanalmauern sacken ab und sind unterspült, Böschungen drohen abzustürzen – Spezialtaucher werden deshalb den Landwehrkanal auf seiner kompletten Länge von 11,6 Kilometern jetzt nach weiteren Schäden absuchen. Darauf haben sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin (WSA) und die Bundesanstalt für Wasserbau verständigt. Der Grund: Mitte April waren 20 Meter Ufer nahe der Kottbusser Brücke abgesackt, die Stelle wurde inzwischen gesichert. Bei ersten Untersuchungen wurden an 17 weiteren Abschnitten Schäden an den Kanalwänden gefunden. Insgesamt zwei Kilometer Ufer mussten deshalb gesperrt werden. „Unsere Untersuchungen werden bis August dauern. Wir hoffen, dass der Landwehrkanal weiter für die Fahrgastschifffahrt geöffnet bleiben kann“, sagt Mareike Bodsch vom WSA. Festgestellt wurde auch, dass der Landwehrkanal viel tiefer als normal ist. Statt 1,90 Meter seien Tiefen von bis zu 3,10 Meter gemessen worden, sagt Mareike Bodsch. Ursache sind vor allem die Touristenschiffe, bis zu 50 verkehren …
Berlins Studenten müssen in den nächsten Wochen entscheiden, ob es weiterhin ein Semesterticket geben soll. Der derzeit gültige Vertrag mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) läuft im März 2008 aus. Schon seit Dezember laufen die Verhandlungen zwischen VBB und Studierendenvertretern, die von Auseinandersetzungen um Preis und Umfang des Tickets geprägt sind: Die Forderungen des Verkehrsverbundes seien „völlig überhöht“, kritisieren Studenten. Man habe „ein Superangebot vorgelegt“, sagt hingegen VBB-Sprecherin Gabriele Mittag. Nun sollen studentische Urabstimmungen entscheiden, ob der VBB-Vorschlag angenommen wird. Nach den Plänen des VBB steigt der Preis im Sommersemester 2008 um drei Prozent auf 154 Euro. Das Angebot sieht zudem bis 2011 jährliche Erhöhungen um jeweils 2,9 bis 3,2 Prozent vor. Auch in Zukunft gilt das Ticket nur im Bereich …
POTSDAM–LAND Mit gezücktem Kugelschreiber und Fragebögen sind derzeit täglich bis zu 14 Studenten auf sämtlichen Linien der Havelbus Verkehrsgesellschaft (HVG) unterwegs. Sie fragen im Auftrag des Verkehrsunternehmens die Fahrgäste in den Bussen nach den individuellen Fahrgewohnheiten. Die jungen Leute wurden zuvor in der HVG-Zentrale in Potsdam auf ihren Einsatz vorbereitet und können sich auf Wunsch der Fahrgäste auch ausweisen, sagt René Poleske, Leiter Verkehrsplanung bei der Havelbus Verkehrsgesellschaft. Erfragt werde beispielsweise, welche Art von Fahrschein bei welchem Verkehrsbetrieb gekauft wurde, wo die Fahrgäste ein- bzw. aussteigen, wie sie zur Haltestelle kamen und welches weitere Verkehrsmittel sie nach dem Aussteigen aus dem Bus im Anschluss benutzen. Diese Umfrage ist Teil einer Kampagne, die der Verkehrsverbund …
Berlin (kobinet) Der Bahnhof Königs Wusterhausen gehört zu den beliebten Endstationen der Berliner S-Bahn, von wo aus Ausflüge ins Brandenburger Land unternommen werden. Wie viele Berliner fuhr früher auch die Rolli-Gruppe Touring-Wandern nach KW. Doch die „Abfertigung von mobilitätseingeschränkten Reisenden“ ist am Wochenende nur noch bis 18.30 Uhr möglich. Die Rationalisierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn, die wie bei der südöstlichen Endstation der Berliner S-Bahn auch auf anderen „kleineren“ Bahnhöfen durchgreifen, stoßen immer häufiger auf den Protest einer nicht gerade kleinen Kundengruppe. „Von den Fahrgästen in Bus und Bahn sind 30 Prozent mobilitätsbehindert habe ich in einem Zeitungsbericht eines Berliner Abgeordneten im Europäischen Parlament gelesen. Für mich bleibt unverständlich, wie die Bahn diesen Kunden vorschreiben kann, wann …
Die Deutsche Bahn AG bietet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen ReiseVerband (DRV) für den Sommer ein besonderes Schnäppchen an. In allen rund 3.400 Reisebüros mit Fahrkartenverkauf für Züge der Deutschen Bahn gibt es vom 21. Mai bis zum 3. Juni das Reisebüro-Spezial. Damit können zwei Personen für nur 49 Euro in der 2. Klasse per Bahn einmal quer durch Deutschland reisen. Die Fahrt in der 1. Klasse kostet 74 Euro. Für Familien ist das Angebot besonders attraktiv: Kinder bis einschließlich 14 Jahre reisen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit. Der erste mögliche Reisetag ist der 1. Juni. „Wir begrüßen die Reisebüro-Aktion der Deutschen Bahn ausdrücklich“, betont Hans Doldi, Vizepräsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV). „Das ist die Chance für unsere Reisebüros, mit Bahn-Fahrscheinverkauf ihre Kernkompetenzen herauszustellen. Beratung und Service werden bei uns groß geschrieben. Und vor allem: Wir bieten ergänzend zu Bahntickets viele Zusatzleistungen – wie Hotelübernachtungen oder Eintrittskarten für Musicals und Theater. Der Kauf im Reisebüro lohnt sich also doppelt!“ Der Deutsche ReiseVerband rechnet mit einer großen Nachfrage nach den verbilligten Tickets, da sie nicht nur für Paare, sonders besonders auch für Eltern mit schulpflichtigen Kindern preislich sehr lukrativ sind. Das Sonderangebot der Bahn gilt während der Hauptreisezeit in den Sommermonaten. Jürgen Büchy, Vertriebschef Personenverkehr der DB: „Die Reisebüros sind leistungsfähige Vertriebspartner, die für 20 Prozent unserer Einnahmen sorgen. Mit diesem Angebot werden sie viele neue Kunden für die Bahn gewinnen.“ Die Fahrkarten sind an einen festen Zug gebunden und erhältlich, solange der Vorrat reicht. Die Preise gelten für die einfache Fahrt. Die Vorkaufsfrist beträgt drei Tage (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.05.07).