Förderverein will auf den stillgelegten Gleisen zwischen Putlitz und Pritzwalk bald wieder Triebwagen verkehren lassen 20.08.2007 Lokales – Seite 22 Peter Neumann
PUTLITZ. Totgesagte leben länger. Wenn in einer Woche die Sommerferien enden, erwacht die stillgelegte Regionalbahnlinie zwischen Pritzwalk und Putlitz zu neuem Leben. Auf der Nebenstrecke in der Prignitz werden vom 27. August an Triebwagen fahren. „Montags bis freitags gibt es täglich vier Fahrten pro Richtung“, sagte Matthias Kley, Prokurist der Prignitzer Eisenbahn (PEG), der Berliner Zeitung. Möglich wird das dank eines ungewöhnlichen Finanzierungsmodells – und des Engagements vieler Prignitzer sowie eines Fördervereins, der sich für die Reaktivierung der 17 Kilometer langen Bahnlinie eingesetzt hat. Zurückbleiben, bitte: Am 9. Dezember 2006 endete nicht nur zwischen Pritzwalk und Putlitz der Reisezugverkehr. Zum zweiten Advent hatte das Land Brandenburg auf insgesamt 88 Kilometer Strecke alle …
Die marode Eisenbahnbrücke in Lindow soll offenbar nicht neu gebaut werden. Damit steht zu befürchten, dass in wenigen Jahre eine Sperrung der Brücke verfügt wird und kein Zug mehr von und nach Rheinsberg fahren kann. Die DB Netz AG hat vom Land Brandenburg eine Garantie über die Bestellung von Zugverkehren für 20 Jahre gefordert, bevor sie den dringend notwendigen Neubau der Eisenbahnbrücke in Lindow in Auftrag geben wird. Das Verkehrsministerium teilte in der letzten Woche dem Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verband mit, dass es eine solche Garantie nicht abgegeben hat. Eine Stellungnahme der DB-Pressestelle dazu steht seit über einer Woche aus. Wenn in vielleicht ein oder zwei Jahren die Brücke so baufällig geworden ist, dass sie sogar mit Schrittgeschwindigkeit nicht mehr befahren werden kann, ist eine Sperrung wegen technischer Mängel zu erwarten. Dann kann trotz des noch bis 2012 bestehenden Verkehrsvertrages kein Zug mehr Rheinsberg erreichen. Damit wären auch die Bemühungen der Stadt Rheinsberg und der regionalen Tourmismusverantwortlichen gescheitert. Auf Anregen des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes hatte es seit Januar 2007 mehrere Runden zwischen den regionalen Akteuren gegeben, um die verkehrliche Anbindung zu verbessern. Ohne Schienenanbindung wird Rheinsberg ein gutes Stück seines touristischen Reizes verlieren und Opfer beim Hin- und Herreichen des Schwarzen Peters zwischen Land Brandenburg, DB AG und dem Bundesverkehrsministerium. Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband fordert die DB Netz AG auf, die Eisenbahnbrücke in Lindow in den Wintermonaten (wie es am Jahresanfang noch geplant war) zu ersetzen und so die Fortführung des Bahnverkehrs zu gewährleisten. „Eine gültige Bestellung von Zugleistungen gibt es noch bis 2012“ sagt dazu Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Verbandes. Ausserhalb der Saison von Oktober bis März ist Rheinsberg nur durch Umsteigen und mit dem Bus zu erreichen. Durch die schwer merkbare Regelung, wann ein Zug und wann ein Bus fährt, das Umsteigen in den Bus in Gransee und die eingeschränkte Fahrrad- und Rollstuhlmitnahme im Bus ist die Anzahl der Fahrgäste deutlich gesunken. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Angebot nicht angenommen wird. Deshalb muss diese schwer verständliche und fahrgastunfreundliche Regelung schnellstmöglich wieder rückgängig gemacht werden. Wenn das Land Brandenburg wirklich den Tourismus fördern will, muss Rheinsberg wieder durchgängig per Bahn erreichbar sein (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 18.08.07).
Wieder einmal macht der Landkreis Prignitz durch verkehrspolitische Eigeninitiative positiv von sich reden. Zum Schuljahresanfang am 27. August 2007 soll der neue Bahnhaltepunkt „Pritzwalk West“ nach gut einem Monat Bauzeit in Betrieb gehen. Er ist Bestandteil des „Integrierten Verkehrskonzeptes“, dass der Landkreis zusammen mit den Verantwortlichen in den Kommunen, des Busverkehrs und der Prignitzer Eisenbahn erarbeitet hat. Mit dem neuen Halt fahren dann die Züge der Linie PE 74 nicht mehr vom heutigen Endpunkt Bahnhof Pritzwalk ab, sondern knapp eineinhalb Kilometer weiter westlich. Zusammen mit der Busverknüpfung haben durch den neuen Haltepunkt die fast 600 Schüler des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums viel kürzere und bessere Verkehrsverbindungen. Im Bereich des neuen Haltepunktes liegen zwei Gleise nebeneinander. Auf dem nördlichen Gleis halten in Zukunft am neuen Haltepunkt die Züge von und nach Meyenburg. Auf dem danebenliegenden südlichem Gleis von und nach Wittenberge fahren die Züge der Linie RE 6 ohne Halt — einen Bahnsteig gibt es hier nicht. Nach der löblichen Initiative des Landkreises und der Beteiligten ist jetzt das Land Brandenburg am Zug. Da die RE 6-Züge hier nicht halten, schlägt der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband eine Prüfung vor, ob nach einem Bahnsteigbau am südlichen Streckengleis hier nicht ein Halt zu den Schulanfangs- und Endzeiten der Züge von und nach Wittenberge notwendig sein könnte (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 15.08.07).
Das Land Brandenburg, der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien und die ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH haben am 08.08.07 einen langfristigen Verkehrsvertrag unterzeichnet. Im Vertrag wurden die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr im Umfang von jährlich 2,66 Mio. Zugkilometern ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 auf den folgenden Linien vereinbart: • RB 46 Cottbus – Forst (Lausitz), • RB 60 V Görlitz – Bischofswerda, • RB 64 Görlitz – Hoyerswerda und • RB 65 Cottbus – Görlitz – Zittau Die Leistungen auf den genannten Strecken werden für die nächsten 10 Fahrplanjahre (bis einschließlich Fahrplanjahr 2018) durch die ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH erbracht. Auf den Strecken, die bisher von der Veolia (ehemals Connex-Sachsen) und der DB-Regio AG gefahren werden, werden ab Dezember 2008 moderne Triebwagen den Fahrgastkomfort deutlich erhöhen. Zugbegleiter stehen in den Zügen als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. In allen Zügen sorgen Videoaufzeichnungsgeräte für mehr Sicherheit. Darüber hinaus wird die Fahrgastinformation über die Fahrzeit des Zuges und die Anschlüsse an den Zielbahnhöfen verbessert. Der Verbandsvorsitzender des ZVON Herr Landrat Michael Harig sagte zum erfolgreichen Vertragsabschluss: „Wir sind davon überzeugt, mit der ODEG, einen Partner gefunden zu haben, der einerseits einen qualitativ hochwertigen und andererseits auch einen bezahlbaren SPNV für die Region Oberlausitz-Niederschlesien sichert. Damit besteht für die nächsten 10 Jahre Planungssicherheit für die Fahrgäste und die Beschäftigten. Das Wettbewerbsverfahren hat sich erneut bewährt. Dadurch können wir auch unter sich weiter verschlechternden finanziellen Bedingungen ein qualitativ hochwertiges Angebot für unsere Fahrgäste sichern. Sowohl die Anzahl der Zugpaare als auch der Service können damit aufrechterhalten bzw. verbessert werden.“ Infrastrukturminister Reinhold Dellmann sagte dazu in Potsdam: „Wir freuen uns, die erfolgreiche länderübergreifende Kooperation im Schienenverkehr zwischen Sachsen und Brandenburg langfristig fortsetzen zu können. Wettbewerb auf der Schiene bringt erneut Qualität und Leistung zu geringeren Kosten für die Steuerzahler. Davon profitieren in erster Linie die Fahrgäste. Wettbewerb sorgt aber auch dafür, langfristig ein qualitativ hochwertiges Angebot in der Fläche unserer Länder anbieten zu können.“ „Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Marktposition der ODEG weiter auszubauen“ sagt ODEG-Geschäftsführer Dietmar Knerr und verspricht „Wir werden eine sehr hohe Angebotsqualität im Spree-Neiße-Netz sicherstellen“. Die ODEG wird künftig 11 moderne Triebwagen einsetzen, wobei sechs Triebwagen des Typs DESIRO vom Hersteller Siemens geliefert werden und drei Triebwagen vom Typ RegioShuttle von der Firma Stadler (Pressemeldung ODEG, 09.08.07).
Sonderfahrten zum Vuuv-Bahnhof / An Polizeikontrolle blieb es ruhig CARSTEN SCHÄFER
PUTLITZ Sie fahren wieder, jedenfalls für ein paar Tage: Gestern rollten zum ersten Mal seit Dezember wieder zwei zusammengekoppelte Triebwagen der Prignitzer Eisenbahn (PEG) über die Strecke von Pritzwalk nach Putlitz. Sie brachten Festivalbesucher zur Vuuv – ihr Haltepunkt war deswegen auch der Vuuv-Bahnhof Putlitz-Süd. Heute und am Montag fahren die Züge im stündlichen Wechsel mit Bussen des Pritzwalker Verkehrsbetriebs Besucher der Goa-Party aus der Dömnitzstadt auf das Partygelände. Zur Zufriedenheit der Besucher: Sie sei glücklich über die Verbindung, sagte Margret Archibald aus Belfast, die mit dem Zug um 14.15 Uhr Putlitz-Süd erreichte. Ihr Bruder habe ihr von dieser Anreisemöglichkeit erzählt. Immerhin halb voll war dieser Zug aus zwei Triebwagen der ersten PEG-Generation. Für die PEG und den Verkehrsbetrieb sind die Fahrten ein Risiko. Denn die Unternehmen betreiben ihn auf eigenes …
Berufspendler können zwischen Berlin und Cottbus auch künftig nicht auf höhere Taktzeiten hoffen. Die Strecke wird ausgebaut – bleibt aber eingleisig. Anzeige Von Nils Michaelis 03.08.2007 16:42 Uhr Von Nils Michaelis 03.08.2007 16:42 Uhr
COTTBUS – Solange der Zugverkehr zwischen Polen und Deutschland nicht deutlich zunimmt, bleibt die Bahnstrecke zwischen Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) und Cottbus eingleisig. Immerhin sollen im nächsten Jahr aber die Ausbauarbeiten beginnen, um den Streckenabschnitt für eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde fit zu machen, wie die Bahn ankündigt. Die Bahn argumentiert mit fehlendem Bedarf für ein zweite Spur. „Es würde mehr als 20 Millionen Euro kosten, um auf diesem Streckenabschnitt ein zweites Gleis zu verlegen“, sagt ein Sprecher. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass das zweite Gleis im Bundesverkehrswegeplan aufgeführt ist. Das derzeitige Verkehrsaufkommen reiche nicht aus, um die Kosten wieder hereinzubekommen. „Die Züge des Regionalverkehrs nimmt das Gleis …
Rostocker S-Bahn fährt im kurzen Takt / Zusätzliche Service-Mitarbeiter im Einsatz / Mobile Fahrkartenverkäufer
(Berlin, 1. August 2007) Die Bahn ist auf den zu erwartenden Besucheransturm zur Hanse Sail 2007 in Rostock vom 9. bis 12. August 2007 gut vorbereitet. Mit kurzen S-Bahntakten und verlängerten Zügen, mit Regional-Expresszügen von Berlin direkt bis Warnemünde sowie mit zusätzlichem Servicepersonal und mobilem Fahrscheinverkauf auf den Rostocker Bahnhöfen stellt sich die Bahn auf das Großereignis ein. Am Sail-Wochenende werden in Rostock auf den Bahnsteigen die zusätzlichen Servicekräfte an ihren T-Shirts und Westen für die Besucher sofort zu erkennen sein, um ihre Hilfe und Unterstützung anzubieten.
Die Rostocker S-Bahn fährt in kurzen Takten
Die S-Bahn zwischen Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde fährt am Samstag zwischen 9 und 21 Uhr, am Sonntag zwischen 10 und 17.30 Uhr im 7,5-Minuten-Takt, darüber hinaus tagsüber Donnerstag bis Samstag bis 23.30 Uhr im 15-Minuten-Takt. Alle S-Bahn-Züge zwischen Güstrow, Rostock und Warnemünde werden von drei auf fünf Wagen verlängert und von und nach Rostock Seehafen fährt die S-Bahn ebenfalls mit Doppelstockwagen. In den Nächten vom Freitag bis zum Sonntag früh fährt die S-Bahn bis 2.30 Uhr im Abstand von 30 Minuten, danach stündlich durchgängig zwischen Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde. Samstag wird eine stündliche Bahnverbindung zwischen Güstrow und Rostock bis 0.15 Uhr angeboten, zwischen Rostock Seehafen und Rostock Hauptbahnhof sogar bis Sonntag früh 2.30 Uhr.
Sonderfahrplan und zusätzliche Wagen für die Züge aus Berlin und der Rostocker Umgebung
Die Züge der Regional-Express-Linie 5 aus Berlin fahren am Samstag und am Sonntag mit einem Doppelstockwagen zusätzlich. Einige Züge fahren direkt durch bis nach Warnemünde, natürlich mit den gewohnten Halten zwischen Berlin und Rostock. Das entlastet den Rostocker Hauptbahnhof und erspart Ortsfremden ein zusätzliches Umsteigen.
Mit dem Warnemünde-Express ist am Samstag und Sonntag eine bequeme und schnelle Anreise ab Berlin möglich. Der Zug verkehrt mit insgesamt acht Doppelstockwagen von Berlin Hbf ab 8.28 Uhr und erreicht Warnemünde um 11.28 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt in Warnemünde ab 18.02 Uhr mit Ankunft in Berlin Hbf um 20.50 Uhr. Zusätzlich bringt ein Zug am Samstag die Tagesgäste von Berlin Hbf ab 9.10 Uhr nach Rostock Hbf, Ankunft um 11.34 Uhr.
Auch für die Abreise sind zusätzliche Züge am Samstag unterwegs. Das sind ab Rostock Hauptbahnhof die Züge 22.57 Uhr nach Berlin Hauptbahnhof, 22.06 Uhr nach Wismar, sowie 23.00 Uhr nach Stralsund.
Weiterhin wird durch die Verlängerung der Züge zwischen Wismar und Tessin für die Besucher eine um 100 Prozent erhöhte Platzkapazität zur Verfügung gestellt.
Über den Fahrplan der Züge zur Hanse Sail informieren die Aushänge auf den Bahnhöfen und die Handzettel in den Bahnhöfen und in den Zügen. Nähere Informationen zum Zugangebot unter www.bahn.de/mecklenburg-vorpommern oder beim DB ReiseService über die Telefonnummer 11 8 61 *).
Am Wochenende erweiterter Fahrkartenverkauf
Für den Erwerb der Bahnfahrkarten haben die DB ReiseZentren in Rostock Hauptbahnhof und in Güstrow sowie die DB Agentur in Warnemünde besonders am Samstag verlängerte Öffnungszeiten. Freitag bis Sonntag sind in Warnemünde, Lütten Klein, Lichtenhagen und im Rostocker Hauptbahnhof in der Verteilerebene zusätzliche Verkaufsstände eingerichtet. In den S-Bahn-Zügen sind Kundenbetreuer eingesetzt, bei denen auch die Fahrscheine des Angebotes des VVW-Tarifes erworben werden können. Alle Fahrkartenautomaten der Bahn in Rostock und Umgebung werden direkt vor dem Hanse Sail-Wochenende einer gründlichen Wartung unterzogen.
*) 3 ct./Sek. – ab Weiterleitung zum ReiseService 39 ct./angef. Min. (inkl. USt. / aus dem Festnetz der Deutschen Telekom
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher Oliver Schumacher
Berlin/Potsdam (dpa/bb) – Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) hat beim Berliner Bahnhersteller Stadler Pankow GmbH drei Regio- Shuttle für Strecken im Spree-Neiße-Netz bestellt. Der Auftrag habe ein Volumen von 5,5 Millionen Euro, teilte Stadler Pankow am Donnerstag mit. Die ODEG, ein Tochterunternehmen der Hamburger Hochbahn AG und der zum Arriva-Konzern gehörenden Prignitzer Eisenbahn GmbH, will laut Stadler die Züge …
Nicht nur bei der Deutschen Bahn gibt es Zank um die Tarife. Auch bei der privaten Ostdeutschen Eisenbahn GmbH droht der Streit um den Lohn zu eskalieren. Nicht nur bei der Deutschen Bahn drohen Streiks. Auch bei der privaten Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG), die sechs Regionallinien in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern betreibt, gebe es Streit um die Entlohnung, berichtet die „Märkische Allgemeine“. Am kommenden Mittwoch seien getrennte Tarifverhandlungen mit den Bahngewerkschaften Transnet und der Lokführergewerkschaft GDL geplant. Das ODEG-Angebot einer Lohnerhöhung von 2,5 Prozent und einer jährlichen Zulage von 156 Euro werde von beiden Gewerkschaften als völlig …
In Berlin und Brandenburg müssen Züge an 662 Stellen langsamer fahren / Verkehrsverbund warnt vor DB-Teilprivatisierung Peter Neumann
Eine folgenschwere Entscheidung steht kurz bevor. Am Dienstag will die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn (DB) beschließen. Doch in Berlin warnen nicht nur Landespolitiker davor, dass der Bund Hoheitsrechte über das Schienennetz aus der Hand gibt. Auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hält nichts davon, der privatisierten DB die Bewirtschaftung der Gleise zu übertragen. Denn schon jetzt behandele die Bahn dieses Gemeinschaftseigentum nicht immer pfleglich. Zu diesem Ergebnis gelangt die umfangreiche „Qualitätsanalyse Netzzustand 2007“ für diese Region. Die jetzt fertige Langfassung liegt der Berliner Zeitung vor. Mit Tempo 120 rollt der Regionalexpress (RE) 1 Richtung Wannsee – aber dann bremst er plötzlich. „Die Brücke über den Hüttenweg darf seit Jahren nur noch mit Tempo …