MITTELMARK Der Fahrplanwechsel bei Bahnen und Bussen in der Region rückt näher. Mit dem 9. Dezember wird sich insbesondere auf der Strecke der Regionalbahn 33 von Jüterbog über Beelitz, Michendorf, Wilhelmshorst, Rehbrücke bis nach Berlin-Wannsee einiges tun. Wie berichtet und jetzt auch vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bestätigt, übernimmt das private Unternehmen Veolia Verkehr GmbH den Betrieb der Strecke. Das Verkehrsunternehmen mit Sitz in Berlin hatte sich bei der Ausschreibung der Strecke unter anderem gegen die Deutsche Bahn durchgesetzt. „Wir mussten dann den Betriebsstart innerhalb von zwei Monaten realisieren, das ist auch für uns …
Anlässlich der 32. Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche (www.iovg.de) am 21.11.2007 in Kostrzyn, erläuterte Wolfgang Koch vom Bundesministerium für Verkehr den Terminplan für den Neubau der wichtigen grenzüberschreitenden Eisenbahnbrücke bei Frankfurt (Oder). Demnach ist der Staatsvertrag, der den Neubau und die Unterhaltung der Eisenbahnbrücken über Oder und Neiße regelt, schlussverhandelt und ausformuliert. Jetzt bedarf es nur noch der Gegenzeichnung des Staatsvertrages, „mit der für Januar 2008 gerechnet wird“. Trotz sich anschließender Ratifizierungsprozedur kann schon mit der Unterschrift und der bis dahin vorliegenden polnischen Baugenehmigung der Baubeginn eingeleitet werden, so dass frühestens für Ende 2008 die Inbetriebnahme möglich erscheint. Vorher wird die neue Brücke im Rahmen einer mindestens sechswöchigen Totalsperrung im Oktober/November 2008 eingeschoben. Hinsichtlich der Ausbaupläne der für den Güterverkehr wichtigen Bahnstrecke Knappenrode – Horka – Bundesgrenze D/PL auf Zweigleisigkeit mit Elektrifizierung geht Koch erst 2009/2010 von einem Baubeginn und einer „Fertigstellung im Zeitraum 2012/2013“ aus. Als Ursache für den späten Fertigstellungstermin sieht der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums die aufgrund der angrenzenden Naturschutzgebiete umfangreichen Planfeststellungsverfahren an. Gleichzeitig gibt es noch Abstimmungsbedarf zwischen dem Bund und dem Freistaat Sachsen, der diese Strecke für 160 km/h anstatt für 120 km/h ertüchtigt sehen möchte. Während die deutsche Seite diese Strecke im Rahmen einer Totalsperrung ausbauen will, wendet sich die polnische Seite dagegen und plädiert für einen Ausbau quasi unter rollendem Rad. Ferner sagte Koch die Aufnahme von deutsch-polnischen Verhandlungen zum Ausbau der Strecke Berlin – Szczecin noch im Jahr 2008 zu. Im Anschluss an die Unterzeichnung des Staatsvertrages zur Unterhaltung der grenzüberschreitenden Eisenbahnbrücken soll hiermit begonnen werden. Immerhin bejaht ein seit Ende 2005 vorliegendes Gutachten die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus der Stettiner Bahn auf zwei Gleise mit Elektrifizierung zwischen Passow und Szczecin-Gumience und einer Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h. Als Vertreter des Marschallamtes zeigte Andrzej Klauza die eisenbahnpolitischen Pläne der Wojewodschaft Lubuskie auf. Demnach soll die Eisenbahnstrecke Kostrzyn – Gorzów bis 2013 aus Finanzmitteln der Wojewodschaft modernisiert und für 120 km/h ausgebaut werden. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung der Sanierung der Neißebrücke zwischen Forst und Zasieki, als auch der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Guben und Czerwiensk. Schließlich hat das Marschallamt bei PKP-Intercity einen durchgehenden Fernzug von Gorzów nach Berlin angefragt. Einen interessanten Vorschlag machte in diesem Zusammenhang Witold Jakubowski als Vertreter der PKP Przewozy Regionalne. Da die Trassengebühren der Strecke Kostrzyn – Gorzów – Krzyz – Poznan deutlich niedriger seien, als auf der bereits modernisierten Strecke Kunowice – Poznan, könnte ein durchgehender Fernzug Berlin – Poznan über die „Ostbahn“ zu einem günstigeren Tarif angeboten werden, als der Berlin-Warszawa-Express. Immerhin nutzen 250.000 Reisende jährlich den Eisenbahngrenzübergang in Kostrzyn, und das trotz der Umsteigesituation. Am Rande der 32. Ostbrandenburger Verkehrsgespräche wurde noch bekannt, dass vsl. zwischen Februar und Mai 2008 im Rahmen einer Totalsperrung der Streckenabschnitt Werbig – Golzow im Zuge der „Ostbahn“ saniert werden soll. Hier verursacht eine Torfstelle seit geraumer Zeit eine sechs Kilometer lange Langsamfahrstelle, die nur mit 50 km/h befahren werden kann. Der Vertreter der DB Netz AG, Ulrich Schultheiß konnte den Termin allerdings nicht bestätigen. Gleichzeitig dementierte er Gerüchte, eines nach 2008 vorgesehenen Rückbaus des zweigleisigen Streckenabschnittes der „Ostbahn“ zwischen Trebnitz und Seelow-Gusow auf lediglich ein Streckengleis (Tobias Pohlman, 22.11.07).
Warnemünde-Express: Nach Beendigung von Bauarbeiten verkürzt sich die Reisezeit dieses Ausflugszuges um 11 Minuten. Dadurch wird in Rostock Hbf. ein neuer Übergang in Richtung Ribnitz-Damgarten West und hier zu den Bussen zur Halbinsel Fischland-Darss möglich. Weitere Anschlüsse bestehen in Richtung Bad Doberan, Wismar und Tessin. Abends fährt der Zug in Warnemünde und Rostock etwa 30 Minuten später ab, so dass Badelustigen auf einem Tagestripp an die Ostsee künftig mehr als 7 Stunden Zeit fürs Meer bleiben. Die Reisezeit nach Berlin verkürzt sich um 19 Minuten.
Auf einem weiteren Teilstück der Strecke Berlin– Rostock sind die Bauarbeiten jetzt abgeschlossen. Im Abschnitt Löwenberg–Gransee wurden die Gleise für eine Radsatzlast von 25 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 160 km/h ertüchtigt. Die Bauarbeiten erfolgten unter „rollendem Rad“. Die Bahnübergänge Gutengermendorf und Buberow sowie die Oberleitungsanlage im Abschnitt wurden an die höhere Geschwindigkeit angepasst. In Gransee wurde eine neue Signalbrücke errichtet. Die Bauarbeiten erfolgten überwiegend mit schienengebundenen Maschinen. Der Umbau des Bahnhofes Löwenberg ist eine der nächsten Maßnahmen im Rahmen des Gesamtprojektes. Bereits im kommenden Jahr werden …
2008: RegioTOUR-Angebote mehr denn je – auch mit Übernachtung
Sachsens blühende Schönheiten und Mecklenburgs zauberhafte Seen, die Himmelsscheibe von Nebra und die Anna-Amalia-Bibliothek von Weimar, Rügens Kreidefelsen im Frühjahr und Dresdens Weinberge im Herbst, unterwegs mit Bahn, Bus, Schiff oder Fahrrad: Auch für das Jahr 2008 hat das Regio-TOUR-Team jede Menge Ideen für wunderschöne Ausflüge mit der Bahn. Für jene, die noch niemals auf RegioTOUR waren, sei gesagt: Es handelt sich um von A wie „Abfahrt des Zuges“ bis Z wie „Zum Mittag gibt es Wahlessen“ durchorganisierte Gruppenfahrten, die man allein, in Familie oder auch mit den Kollegen unternehmen kann (www.regiotouren.de). Das Neue im kommenden Jahr: Da für so viele …
Hochrechnung liegt vor Für Züge, die wegen Streiks ausgefallen sind, zahlen die Bundesländer kein Geld. Deshalb müssen die Bahnunternehmen für dieses Jahr mit erheblichen Einnahmeausfällen rechnen. Sie belaufen sich für die S-Bahn Berlin inzwischen auf 2,6 Millionen Euro. Die Deutsche Bahn (DB) Regio muss in Berlin und Brandenburg für die bisherigen Streiktage eine Kürzung von 3,5 Millionen Euro einkalkulieren. Das geht nach Informationen der Berliner Zeitung aus einer aktuellen Hochrechnung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hervor. Mit Geld, das ihnen der Bund überweist, bestellen die Länder S-Bahn- und Regionalzugfahrten. Allerdings gilt auch für den Berliner Senat und das Potsdamer Ministerium für Infrastruktur, dass nur Züge, die tatsächlich gefahren sind, bezahlt werden müssen. Weil bei der S-Bahn allein in Berlin mehr als …
FALKENHAGEN In offiziellem Rahmen hat gestern die Prignitzer Eisenbahngesellschaft ihren Haltepunkt im Falkenhagener Gewerbegebiet noch einmal eröffnet: Auch, um beim Potsdamer Verkehrsministerium sowie bei Sozialministerien Dagmar Ziegler auf die Notwendigkeit zum Erhalt dieser Strecke hinzuweisen . Mit zwei Neuigkeiten wartete der Geschäftsführer der PEG, Ralf Böhme, dann anlässlich dieses Termins auf: Zum einen möchte die PEG nach der Strecke zwischen Meyenburg und Pritzwalk nun auch in Kürze die Strecke von Pritzwalk nach Neustadt-Dosse übernehmen – entsprechende Verhandlungen mit der DB Netz laufen bereits“, sagte Böhme. Zum anderen stellte er das Konzept „pro Flächenbahn“ vor, mit dem die PEG …
Forscher fordert die Stilllegung unrentabler Strecken – und den Aufbau neuer flexibler Angebote Peter Neumann
POTSDAM. Ein kurzer Pfiff – und dann setzt sich der rote Dieseltriebwagen in Jüterbog in Bewegung. Mit zwei Fahrgästen an Bord beginnt er seine Fahrt nach Berlin-Wannsee. Kurz vorher ist ein Bus angekommen, auch er fast leer. Für Andreas Knie sind das typische Szenen aus Brandenburg – und ein Beleg dafür, dass sich etwas ändern muss. „Die Diagnose mag auf manche radikal, ja brutal wirken: Aber die Daten zeigen, dass Nahverkehr im herkömmlichen Sinne vielerorts nicht mehr tragbar ist“, sagt der Sozialwissenschaftler. Er empfiehlt den Abbau unwirtschaftlicher Angebote, zum Beispiel die Stilllegung unrentabler Bahnstrecken – und den Aufbau besserer Alternativen. Seit Jahren befasst sich Knie mit dem Thema Mobilität – als Soziologie-Professor an der Technischen Universität Berlin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum und Bereichsleiter in der Bahn-Firma …
Nun steht es fest. Die Havelregion der Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat sich gegen die Stadt Karlsruhe durchgesetzt und wird die Bundesgartenschau 2015 ausrichten. In Brandenburg (Havel), Rathenow, Premnitz, dem Amt Rhinow und Havelberg findet sie statt. „Gratulation an die Gewinner“, so der DBV-Landesvorsitzende Frank Böhnke, „aber jetzt geht die eigentliche Arbeit erst richtig los.“ Der Bahnkunden-Verband hat die Hoffnung, dass die Ausrichtung der Bundesgartenschau doch ein Umdenken in den Kommunen und im Landkreis bewirkt und sie sich aktiv am Erhalt der Eisenbahnstrecke von Rathenow nach Neustadt einsetzen. Unser Vorschlag, den Abschnitt in kommunale Trägerschaft zu übernehmen, steht immer noch im Raum. In der soeben zu Ende gegangenen Gartenschau in Gera/Ronneburg wurden 1,4 Millionen Besucher gezählt, Schwerin rechnet 2009 mit 1,8 Millionen Besuchern. Die Besucherzahlen 2015 in der Havelregion werden sich bestimmt irgendwo dazwischen bewegen. Für eine angenehme, nachhaltige und ressourcenschonende An- und Abreise zu den einzelnen Buga-Standorten in der Havelregionn braucht es neben Schiff, Rad und Wanderwegen auch die Bahnstrecke Rathenow – Neustadt (Dosse). Es mag kein Problem sein, auf planierten Äckern im Amt Rhinow 2.500 Parkplätze anzulegen, aber alleine die Bundesstraße 102 wird den Mehrverkehr – zumal an den besucherstarken Wochenenden und Sonderschauen – nicht verkraften. Wer hier an einem Tag mit vielleicht 30.000 anderen Buga-Besuchern stundenlang auf de im Stau steht, bekommt keinen bleibenden Eindruck von der Schönheit der Havelregion. Deshalb muss nach Meinung des Bahnkunden-Verbandes besonderer Wert auf die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt werden. Nur dann kann die Bundesgartenschau 2015 zu einer Initialzündung für die weitere Entwicklung dieser strukturschwachen Region werden (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband e. V., 19.11.07).
Blumberg (MOZ) Alle reden vom Bahnstreik. Die Blumberger nicht. In ihrem Gewerbegebiet soll vielmehr ein kleiner Bahnhof entstehen. Für den Bau dieses Haltepunktes stellt der Landkreis Barnim Fördermittel bereit. Es wäre die zweite Station, die seit der Wende im Niederbarnim errichtet wird. Vize-Landrat Carsten Bockhardt ist der Überbringer der frohen Botschaft. Mit 44\u2007000 Euro unterstützt der Landkreis den Bau eines Haltepunktes, wie die Station offiziell heißt, im Blumberger Gewerbegebiet. Der Rahmen für ein solches Vorhaben wurde schon vor etlichen Jahren abgesteckt, ist doch der Haltepunkt bereits im Blumberger Flächennutzungsplan vermerkt worden. Der Bau des kleinen Bahnhofs wäre nach der Wende das zweite …