Blankenfelde-Mahlow mit seinen 26000 Einwohnern liegt genau vor den Flugbahnen des künftigen Großflughafens BBI. Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) sagt, die am Montag vorgeschlagenen Flugrouten, die seinen Ort am meisten belasten, wurden wegen des Wahlkampfs in Berlin „durchgepeitscht“.
Muss Ihr Ort wegen des drohenden Fluglärms aufgegeben werden?
Wir sind der bundesweit am stärksten von Fluglärm belastete Ort. Aber wir werden ihn nicht aufgeben, selbst wenn die Flugrouten so kommen, wie am Montag von der Fluglärmkommission beschlossen. Nur wir sollen sowohl massiv von Starts als auch von Landungen betroffen sein. Diese Doppelbelastung ist nicht akzeptabel.
Aber die Variante wurde doch in der Kommission mehrheitlich beschlossen.
Da ist aber das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Wir lassen von einem Anwalt prüfen, ob wir die …
Der Kompromissvorschlag für die Abflugrouten vom künftigen Flughafen Berlin Brandenburg International hat überwiegend Zustimmung gefunden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, die intensive Diskussion habe sich gelohnt. Die Belastung der Anwohner durch Fluglärm werde möglichst gering gehalten. Eine Sprecherin der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord erklärte, man freue sich über die positiven Signale, werde aber wachsam bleiben. Ähnlich äußerte sich der Bürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Norbert Kopp. Es müsse noch geklärt werden, inwieweit der Stadtteil Wannsee vom Fluglärm betroffen sein werde, sagte der CDU-Politiker dem rbb.
Kritiker der Flugroutenpläne am künftigen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) wollen innerhalb der nächsten vier Wochen eine Beschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel einreichen. Grund sind Sorgen um den Vogelschutz im Europäischen Schutzgebiet am Rangsdorfer See, wie der Sprecher der Bürgerinitiative Schallschutz Rangsdorf, Robert Nicolai, am Wochenende bestätigte. Die Umweltschützer befürchten auch Gefahren für den Flugverkehr durch Kollisionen zwischen startenden Maschinen und Vögeln.
Nicolai beruft sich auch auf Zahlen des Infrastrukturministeriums Brandenburg. Danach würden viele der am Flughafen startenden Maschinen in nur rund …
Auf dem künftigen Schönefelder Flughafen reißen die Feiern nicht ab. Am Freitag stieg über dem zentralen Gebäude für die Sicherheitskräfte der Richtkranz in die Höhe, gestern wurde nun der Grundstein für den großen gemeinsamen Wartungshangar von Air Berlin und Germania gelegt. Für den Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), war die Botschaft klar. Mit dieser Großinvestition werde all jenen, die das Flughafenprojekt Berlin Brandenburg International (BBI) scheitern sehen wollten, wieder mal die Stirn geboten. Wowereit: „BBI wird kein Provinzflughafen sein“- sondern ein Weltflughafen mit vielen internationalen Verbindungen.
Es ist mehr als 153 Meter lang und 33 Meter hoch. Das Wartungsgebäude, das der Heidelberger Investor …
Er blüht, wächst und gedeiht, der künftige Flughafen Berlin Brandenburg. Die gestrige Grundsteinlegung für den dortigen Wartungshangar zeigt, dass die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin das genauso sieht. Wer so viel Geld investiert, macht deutlich, dass er Vertrauen in diesen Standort hat. Er dokumentiert auch, dass es nicht um einen Regionalflughafen geht (wie die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast eine Zeit lang meinte), sondern um ein Luft-Drehkreuz mit internationalem Umsteigeverkehr. So zeichnet sich ab, dass der neue Flughafen ein Erfolg wird.
Noch besser wäre es indes, wenn es den Politikern und Planern gelungen wäre, auch die Menschen …
SCHÖNEFELD. Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde, Bombenentschärfer und Zollfahnder werden auf dem neuen Schönefelder Flughafen unter einem Dach versammelt sein – gemeinsam mit zahlreichen anderen Sicherheitskräften. Am Freitag feierten die Berliner Flughäfen, die Bundespolizei und der Zoll das Richtfest für das gemeinsame Sicherheitsgebäude, das am 30. Oktober fertig werden soll. Das neue Gebäude kostet nach Flughafen-Angaben rund 16 Millionen Euro.
Zu den Mitarbeitern, die das Gebäude nutzen werden, gehören …
(Berlin, 16. März 2011) Ab 31. März, 18.00 Uhr, fahren die Logistikzüge zur Versorgung des Flughafens Berlin-Schönefeld und der BBI-Baustelle über die Gleise der neuen BBI-Ostanbindung. Die so genannte „Kerosinbahn“, die vier Kilometer lange, „alte“ Anschlussbahn von der „Görlitzer Bahn“ zum Tanklager des Flughafens Berlin-Schönefeld, wird stillgelegt.
Die Deutsche Bahn warnt im Zusammenhang mit der Aufnahme des Zugbetriebs vor dem Betreten der neuen Gleise.
Noch im Bau befindet sich die Straßenbrücke der L 400 zwischen Berlin-Bohnsdorf und Waltersdorf. Das Winterwetter hatte hier die Arbeiten behindert. Daher kann die Sperrung der L 400 nicht wie geplant Ende März aufgehoben werden. Noch bis zum 13. Mai wird der Autoverkehr über die Autobahn 117 umgeleitet. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich passieren.
Die ersten Züge auf der Ostanbindung markieren eine wichtige Zwischenetappe auf dem Weg zur Inbetriebnahme der kompletten BBI-Schienenanbindung am 30. Oktober. Vor gut einem Jahr, Ende Februar 2010, begannen die Arbeiten an der Ostanbindung. Rund acht Kilometer zweigleisiger, elektrifizierter Strecke wurden errichtet, drei Straßenbrücken sind fertig gestellt oder im Bau, es entstehen rund zwei Kilometer Lärmschutzwand neu. In den kommenden Wochen wird die bahntechnische Ausrüstung der Strecke komplettiert.
In den nächsten Wochen werden die vier Kilometer Gleis der alten Kerosinbahn zurückgebaut. Auf der Trasse der Anschlussbahn entstehen Biotopflächen, die Teil der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Streckenneubau sind.
Hinweis für den Straßenverkehr: Bis 13. Mai ist die L 400 zwischen der Waldstraße/Stadtgrenze in Bohnsdorf und der Einfahrt zur Firma Metro in Waltersdorf voll gesperrt. Die Umleitung des Kraftfahrzeugverkehrs erfolgt über die Bundesautobahn 117. Die Buslinie 263 wird über die Siedlung Waltersdorf und den Schwarzen Weg umgeleitet. Die Brücke Schwarzer Weg bleibt bis zum 13. Mai dem Bus vorbehalten und ist für den übrigen Verkehr weiterhin voraussichtlich bis zum 10.Juni gesperrt. Radfahrer und Fußgänger können die Baustellenbereiche passieren.
Wird der neue Schönefelder Flughafen rechtzeitig fertig, damit er wie angekündigt am 3. Juni 2012 den Betrieb aufnehmen kann? In Expertenkreisen ist die Rede davon, dass sich die Eröffnung erneut verzögern könnte – im schlimmsten Fall bis 2013. Flughafensprecher Ralf Kunkel wies die Befürchtungen zurück. „Das sind Gerüchte, die gezielt gestreut werden, um uns und dem Projekt zu schaden“, sagte er.
Nach Informationen der Berliner Zeitung ist der Rückstand bei den Arbeiten noch nicht aufgeholt worden. Er war 2010 entstanden, nachdem eine Ingenieurgesellschaft, die für die Planung der technischen Ausrüstung zuständig war, …
Drumherum statt mittendurch: Das ist die Devise für die Piloten, die den künftigen Schönefelder Flughafen während der Hauptverkehrszeiten ansteuern. Sie sollen das Berliner Stadtgebiet in breiten Korridoren meist weiträumig umfliegen, bevor sie ebenfalls noch im Land Brandenburg zum Endanflug ansetzen. Diese Planung hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) gestern der Fluglärmkommission für den Flughafen Schönefeld vorgelegt. Damit wurde dort erstmals auch über Anflugrouten diskutiert. Das Konzept stieß grundsätzlich auf Zustimmung, teilte der Leiter der Berliner DFS-Niederlassung, Hans Niebergall, nach der Sitzung mit.
„Es wurde bedauert, dass diese Routen nicht den ganzen Tag über gelten sollen“, berichtete er. Die auf englisch „Transitions“ genannten Korridore sind nur für die Zeiten des …
Tausende Flugroutengegner demonstrierten in Schönefeld. Sie wollen das nun jede Woche tun
Sabine Deckwerth
Der Flughafen Schönefeld war am Samstag nur mit einiger Mühe zu erreichen. Zumindest zeitweilig. Der Zubringerbus vom U-Bahnhof Rudow etwa bog vor der großen Brücke Richtung Johannisthal ab. Wer zum Terminal wollte, musste ein gutes Stück zu Fuß zurücklegen. Die Polizei hatte die Flughafenzufahrt B 96a wegen einer Großdemonstration gesperrt. Ein Verkehrschaos gab es aber nicht.
Zu dem Aufzug am Samstagnachmittag hatte das „Bündnis Berlin-Brandenburg gegen neue Flugrouten“ aufgerufen. „Um Eindruck zu machen“, wie es hieß. Denn die Flughafengegner wollen ab jetzt „auf die Interessen des Flughafens nicht mehr so viel Rücksicht nehmen“, wie sie erklärten. „Die Zeit der Nettigkeiten ist vorbei“, sagte der Kleinmachnower …