BVG fährt nach Ferienfahrplan Bei der BVG gilt von Montag an bis zum 18. April ein Ferienfahrplan. Die U-Bahnlinien U 2, U 7 und U 9 fahren in der Hauptverkehrszeit nur im Fünf-Minuten-Takt, ansonsten im Zehn-Minuten-Takt. Die Züge der Linie U 4 fahren ganztägig nur alle zehn Minuten. Der gleiche Takt gilt auf der U 8 zwischen Osloer Straße und Wittenau. Ausgedünnte Takte gelten zudem für viele …
Unternehmen erwägt häufigere Kontrollen Peter Neumann
Die Fahrkarten bitte! Weil diese Aufforderung im vergangenen Jahr bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) seltener zu hören war, ist dort die Schwarzfahrerquote deutlich gestiegen. Bei Kontrollen konnten vier Prozent der Fahrgäste keinen gültigen Fahrschein vorweisen, sagte der BVG-Sprecher Klaus Wazlak der Berliner Zeitung. Im Jahr 2007 hatte der Schwarzfahreranteil noch 3,3 Prozent betragen. Nun werde geprüft, ob es wieder mehr Kontrollen gibt, teilte Wazlak mit. „Wir beobachten das genau.“ Die BVG lässt nicht mehr so häufig die Fahrkarten kontrollieren. Früher mussten die von ihr beauftragten Unternehmen jährlich bis zu 750 000 Schwarzfahrer feststellen. Doch weil dies abschreckend wirkte und immer mehr Fahrgäste Fahrscheine kauften, setzte die BVG das Plansoll für die „Kontrollettis“ …
Zuschüsse vom Land Berlin sollen um fast sechseinhalb Millionen Euro gekürzt werden Peter Neumann
Der Senat hat den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der S-Bahn die Rechnung aufgemacht. Sie sollen auf Zuschüsse in Höhe von fast sechseinhalb Millionen Euro verzichten, weil ihre Leistungen 2008 nicht den Anforderungen entsprochen haben. „Unsere Berechnungen sind abgeschlossen“, sagte Marko Rosteck, Sprecher der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Die S-Bahn sieht noch Gesprächsbedarf. Rund fünf Millionen Euro werden der S-Bahn vorenthalten – weil es zu viele Verspätungen gab und zu viele Züge ausfielen. Dieser Betrag soll in diesem Frühjahr in zwei Raten von den 232 Millionen Euro abgezogen werden, die das Unternehmen 2009 ursprünglich bekommen sollte. Mit dem Geld stattet der Senat U-Bahnhöfe mit Aufzügen aus. Doch die S-Bahn hält nach Informationen der Berliner Zeitung nur …
Sie fahren ohne Ticket mit Bus und Bahn, werden dabei von Kontrolleuren der BVG oder der S-Bahn ertappt und landen letztlich vor Gericht. Denn wer ohne gültigen Fahrausweis unterwegs ist, begeht eine Straftat. Gegen 11.000 Berliner Schwarzfahrer wurde im Jahr 2008 Anklage erhoben. Tausende Schwarzfahrer halten die Berliner Justiz weiter in Atem. Im vergangenen Jahr gab es bei der Staatsanwaltschaft allein 16.302 Anzeigen wegen „Leistungserschleichung“ bei der BVG. 7300 Anzeigen betrafen darüber hinaus die S-Bahn, heißt es in einer Antwort der Senatswirtschaftsverwaltung auf eine Anfrage der FDP. Rund 5000 Anzeigen bezogen sich auf Jugendliche und junge Erwachsene. Gegen 11.000 Schwarzfahrer wurde Anklage erhoben. Gegen 230 Heranwachsende und 5255 Erwachsene wurden …
Das kennen Sie: Schweißgeruch im U-Bahn-Waggon, Döner-Düfte im Busabteil, ätzender Mief an der Bahnhofsecke. Nun wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Nahverkehr-Aroma verbessern – mit lebenden Bakterien. Es kann dieser Tage vorkommen, dass dem Fahrgast in einem U-Bahn-Wagen ein feiner Zitrusduft in die Nase steigt. Das ist gewollt. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) testet seit Kurzem neue Reinigungsmittel, mit denen es besser als bisher gelingen soll, üble Gerüche in Fahrzeugen und auf Bahnhöfen zu vermindern. Die neuartigen Reinigungssubstanzen gibt es in zwei Duftnoten, wie BVG-Sprecherin Petra Reetz sagt: „Einmal mit Zitrus, die zweite Sorte hat einen eher fruchtigen Geruch.“ Zum Einsatz kommt dabei auch ein neuartiger Reinigungszusatz aus den USA, der bereits von der Deutschen Bahn eingesetzt wird. „Mit ziemlich guten Erfahrungen“, sagt Reetz. Das Mittel mit dem Namen „Bio Breeze“ entfalte dabei seine Wirkung nicht auf chemischem, sondern auf …
Für den Berliner Fahrgastverband IGEB sind vor allem die Verkehrs- und Finanzpolitiker für die Schulden der BVG verantwortlich. Anhand von drei Beispielen soll verdeutlicht werden, wie die Berliner Politik maßgeblich zur hohen Verschuldung der BVG beigetragen hat: • Die Cross-Border-Leasing-Geschäfte waren ein gravierender Fehler, nicht nur wegen der aktuellen Finanzkrise, sondern u.a. auch, weil sie die BVG zwangen, alte Fahrzeuge zu halten, von denen sie sich andernfalls getrennt hätte. Verantwortlich dafür ist jedoch nicht der gegenwärtige BVG-Vorstand, verantwortlich sind seine Vorgänger und vor allem der Aufsichtsrat mit den Senatoren, darunter Finanzsenator Thilo Sarrazin. • Der zum 1.1.2008 abgeschlossene BVG-Vertrag treibt die BVG wegen einer nicht auskömmlichen Finanzierung unweigerlich in die Schuldenfalle, weil die Zinszahlungen für die Altschulden von jährlich rund 50 Millionen Euro nicht berücksichtigt wurden. Deshalb hatte der Berliner Fahrgastverband IGEB 2007 wiederholt gefordert, dass der Berliner Senat die Altschulden übernehmen muss. Denn diese Schulden sind letztlich im BVG-Haushalt versteckte Schulden des Landes Berlin. • Die Verkehrspolitik des Berliner Senats war und ist mitentscheidend für die hohe Verschuldung der BVG. Die BVG könnte seit Jahren jährlich zweistellige Millionenbeträge sparen, wenn ihr der Senat nicht Beschleunigungsmaßnahmen für Busse und Straßenbahnen verweigern würde. Wenn es um Vorrangschaltungen, Busspuren oder die richtige Lage der Haltestellen an Kreuzungen geht, werden die Interessen der BVG und ihrer Fahrgäste fast regelmäßig zurückgestellt zugunsten des Autoverkehrs. Hunderte der im Nahverkehrsplan 2005 bis 2009 vorgesehenen Vorrangschaltungen wurden nicht realisiert, so dass die BVG nicht beschleunigen und sparen konnte. Im Gegenteil: Zum letzten Fahrplanwechsel im Dezember mussten auf 20 Straßenbahn- und 30 Buslinien die Fahrzeiten verlängert werden, was erhebliche Folgekosten durch zusätzliche Fahrzeuge und mehr Personalstunden verursacht. Dafür ist der Berliner Senat und nicht die BVG verantwortlich. Natürlich hat auch die BVG Fehler gemacht. Erinnert sei an die verlorenen Millionen mit dem gescheiterten E-Ticket-Projekt. Der Verwaltungsapparat ist im Vergleich zu anderen Unternehmen noch immer zu groß und damit zu teuer. Und es ist töricht, dass die BVG ständig Tariferhöhungen fordert. Zum einen haben unangemessene Tariferhöhungen immer wieder zu Fahrgastverlusten geführt, zum anderen werden durch die permanente Diskussion über Verteuerungen potenzielle Fahrgäste abgeschreckt. Außerdem lenkt es davon ab, dass andere Maßnahmen zur Verbesserung der BVG-Finanzen (s.o.) wichtiger sind. Denn die Hauptursache für die hohe Verschuldung der BVG ist die falsche Verkehrs- und Finanzpolitik des Berliner Senats – des jetzigen und der seiner Vorgänger (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 19.03.09).
Ab Februar 2010 sollen die Tickets der Berliner Verkehrsbetriebe teurer werden. Wie hoch die Tariferhöhung ausfallen soll, ließ BVG-Chef Andreas Sturmowski noch offen. Der Einzelfahrschein könnte dann jedoch 2,30 Euro kosten. Nach der Nullrunde in diesem Jahr sollen die Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel in Berlin nun Anfang 2010 steigen. Das hat der BVG-Vorstandsvorsitzende Andreas Sturmowski gefordert. Die Entwicklung der Betriebskosten, aber auch steigende Personalausgaben infolge von Lohnerhöhungen würden dies erfordern, so Sturmowski. Auch wenn es etwa bei den Dieselpreisen aktuell ein Tief gebe, müsste im Jahresverlauf wieder mit einem Anstieg gerechnet werden. Bei Strom gebe es bereits jetzt für die BVG erhebliche Mehrkosten. Als besten Zeitpunkt für Tarifanpassungen sieht der BVG-Chef den 1. Februar 2010 an. Zu diesem Termin sei bereits eine Preiserhöhung für das …
Die Lage ist nicht so schlecht, wie sie aussieht Der BVG-Chef erklärt die Bilanz des Landesunternehmens Peter Neumann
Die Fahrgäste sollen die Folgen der riskanten Finanzgeschäfte, auf die sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eingelassen haben, nicht zu spüren bekommen. Zumindest aus diesem Grund werde es keine Tariferhöhungen geben, sagte der Vorstandsvorsitzende Andreas Sturmowski gestern. Überhaupt sei die Lage der BVG viel besser als dies der Blick in die Bilanz für 2008 vermuten lässt. Sturmowski wies den Vorwurf des Grünen-Finanzpolitikers Jochen Esser, wonach die Sanierung des Unternehmens gescheitert sei, mit Vehemenz zurück. Wie berichtet hat die BVG im vergangenen Jahr eines ihrer schlechtesten Jahresergebnisse der jüngsten Zeit erwirtschaftet: minus 247,1 Millionen Euro. Daran ist vor allem die hohe Rückstellung schuld, mit der sie sich auf …
Gewinne hatte die BVG-Bilanz noch 2005 und 2006 ausgewiesen. Allerdings war nicht der Betrieb der Busse und Bahnen dafür verantwortlich: 2005 brachte der Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft GHG Wohnen viel Geld in die BVG-Kasse – der Gewinn erreichte 247 Millionen Euro. Im Jahr darauf sorgte der Verkauf des Werbeunternehmens VVR Berek erneut für schwarze Zahlen – das Plus betrug 20,7 Millionen Euro. Verluste waren davor bei der BVG die Regel – und sind es auch jetzt wieder. 2007 betrug das Jahresergebnis minus 62,1 Millionen Euro. 2008 waren es minus 247,1 Millionen Euro. Selbst wenn man die Rückstellung für die Cross-Border-Leasing-Risiken abzieht, bleibt ein Defizit – fast 80 Millionen Euro. Schuld daran sind unter anderem der Streik, der für Fahrgeldausfälle sorgte, sowie die Erhöhung der Löhne und Gehälter. Die Fahrgastzahl ist im vergangenen Jahr auf 832,2 Millionen „Unternehmensbeförderungsfälle“ zurückgegangen, ebenfalls eine …
Riskante Deals erhöhen Defizit auf fast 250 Millionen Euro Peter Neumann
Riskante Finanzgeschäfte haben den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) einen der höchsten Verluste beschert, die das Landesunternehmen in der jüngsten Vergangenheit erzielt hat. Nach Informationen der Berliner Zeitung beträgt das Jahresergebnis für 2008 minus 247 Millionen Euro – im Jahr davor hatte das Defizit noch 62 Millionen Euro betragen. An dem Fehlbetrag von fast einer Viertelmilliarde Euro ist vor allem die hohe Rückstellung schuld, die das Verkehrsunternehmen auf die Seite legen musste, um drohende Geldforderungen von US-Banken erfüllen zu können. Diese Risiken sind das Ergebnis von Cross-Border-Leasing-Geschäften, die im Zuge der weltweiten Finanzkrise ins Wanken geraten sind. Das Jahresergebnis sei eine „Blamage“ für den Finanzsenator und BVG-Aufsichtsratschef Thilo Sarrazin, kritisierte der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Jochen Esser. Geld ohne Risiko: Das war die Verheißung, die mehr als hundert deutsche Städte und kommunale Unternehmen dazu bewegt hat, Cross-Border-Leasing-Verträge …