Eigentlich muten die Mängel, die der Fahrgastverband IGEB am neuen Hauptbahnhof kritisiert, trivial an. Für Fahrgäste aber seien sie ärgerlich – und zudem einfach zu lösen, sagt IGEB-Vorsitzender Christfried Tschepe. Es geht ihm etwa um mangelhafte Wegbeschreibungen, langsame Lifte und unnötige Wege zum Bus. Einfach zu lösen sind diese Dinge vielleicht – verglichen mit bei Orkanböen herabfallenden Stahlträgern. Doch ganz so simpel ist es nicht. Grund ist ein Kompetenzwirrwarr. Mit dabei im Gerangel um Zuständigkeiten: die Deutsche Bahn inklusive ihrer Töchter „DB Regio“ und „Station & Service“, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie Bezirksbehörden. Im Detail stört Tschepe – und zahlreiche Fahrgäste, die sich an ihn gewendet hätten – zum Beispiel Folgendes: Bei Regionalzügen …
Was für Potsdam und Königs Wusterhausen, Oranienburg und Erkner gilt, würde sich nach Ansicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes auch für Velten positiv auswirken. „Eine Anbindung nach Berlin“, so der stellvertretende Vorsitzende Frank Böhnke, „hätte positive Auswirkungen für die vielen tausend täglichen Pendler, für Schüler und den Tourismus.“ Umso begrüßenswerter ist es, dass die Stadt Velten nicht aufgibt und weiterhin an einer Anbindung mit dem schnellen und zuverlässigen Verkehrsmittel S-Bahn festhält. Leider jedoch hat die Landesregierung offenbar kein großes Interesse an einer attraktiven Schienenanbindung und fährt stattdessen ihre bekannte Hinhaltetaktik. „Bevor die Landesregierung den Daumen für einen Wiederaufbau der S-Bahn-Strecke von Hennigsdorf nach Velten nach unten senkt, “ so Frank Böhnke weiter, „sollte sie erst einmal durch ein Gutachten den tatsächlichen Nutzen ermitteln.“ Es spricht aus Sicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes nicht für eine zukunftsweisende und umweltschonende Verkehrspolitik, wenn die Landesregierung keine Alternative zur Nutzung des eigenen Pkws anbietet und stattdessen nach wie vor auf den Ausbau der Landes- und Bundesstraßen setzt. Alle Prognosen sagen für den Speckgürtel um Berlin für die kommenden Jahre ein weiteres Bevölkerungswachstum voraus. Es wäre gut, wenn die Landesregierung gerade hier ein Zeichen für eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs setzen würde. Der Wiederaufbau der elektrischen S-Bahn nach Velten würde eine erhebliche Stärkung des gesamten Abschnittes von Hennigsdorf nach Velten bedeuten und wäre ein gutes politisches Zeichen und eine wirtschaftliche Investition in die Zukunft. Die jetzige Situation des verspätungsanfälligen Regionalbahnverkehrs mit einem zusätzlichen Umsteigen in Hennigsdorf und häufigen Wartezeiten durch die Verspätung ist auf Dauer keine Alternative zu einer durchgehenden S-Bahn-Anbindung (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 13.02.07).
Harte Landung für Tempelhof Gericht besiegelt Ende des traditionsreichen City-Airports
Berlin (Von Andreas Rabenstein und Jutta Schütz, dpa) • Das Ende des ältesten deutschen Verkehrsflughafens ist besiegelt: Der Airport Berlin-Tempelhof soll zum 31. Oktober 2008 schließen, entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gestern. Der Präsident des Oberverwaltungsgerichts fand klare Worte. „Für eine Übergangszeit sind gewisse Beschwernisse hinzunehmen“, begründete Jürgen Kipp gestern sein Urteil. Das Gericht wies die Klagen mehrerer Fluggesellschaften zurück, die nun wohl bald auf die beiden anderen Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld umziehen müssen. Berlin und Brandenburg sind so ihrem Ziel näher gekommen – einem einzigen Großflughafen für die Hauptstadtregion in Schönefeld. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) fühlte sich bestätigt. Langfristiger Flugverkehr in Tempelhof hätte den …
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte die Betriebsgenehmigung für den Flughafen Berlin-Tempelhof widerrufen und den Wirksamkeitszeitpunkt des Widerrufs in Anlehnung an den Vergleichsvorschlag des Gerichts vom 21. Dezember 2006 auf das Ende der #Sommer-Flugplanperiode 2008 (30. Oktober 2008, 24:00 Uhr) festgelegt. Insgesamt hatten fünf Airlines sowie acht Unternehmen für Geschäftsflüge Klage erhoben.
Name: Noch steht das Kürzel BBI (Berlin Brandenburg International) für den Airport-Neubau in Schönefeld (geplante Eröffnung 2011) – als internationale Kennung ist die Buchstabenfolge aber schon vergeben: an die indische Provinzhauptstadt Bhubaneshwar, deren Flughafen BBI abgekürzt wird. Für Berlin-Schönefeld wird daher wohl BER kommen. Umfrage: Ginge es nach den Berlinern, so müsste …
Orkan „Kyrill“ hatte einen Stahlträger von der Fassade des Hauptbahnhofs gerissen. Die Frage, wer Schuld trägt, beschäftigt nun das Gericht.
Der Streit um den Absturz eines tonnenschweren Stahlträgers am Berliner Hauptbahnhof wird vor Gericht fortgesetzt. Die Deutsche Bahn hat diese Woche eine Unterlassungsklage gegen Bahnhofsarchitekt Meinhard von Gerkan eingereicht. Darin wird der Star-Architekt aufgefordert, seine Aussagen zurückzunehmen, wonach der Konzern eine Mitschuld an dem Sturmschaden trage. Während des Orkans „Kyrill“ war am 18. Januar ein Stahlträger von der Fassade des Gebäudes auf eine darunter liegende Treppe gestürzt. Wie durch ein Wunder …
Velten ist bereit, Wirtschaftsstudie selbst zu zahlen. Bislang hat jedoch nur Falkensee gute Chancen. Von Klaus Kurpjuweit
Velten – Viele Kleinstädte am Rande Berlins wollen unbedingt die S-Bahn haben: Falkensee, Rangsdorf – und allen voran Velten. Die Gemeinde will jetzt sogar auf eigene Kosten eine Wirtschaftlichkeitsrechnung für den S-Bahn-Bau in Auftrag geben. Normalerweise zahlt das Land solche Studien. Doch in Potsdam plant man derzeit keinen S-Bahn-Anschluss für Velten und will deshalb auch kein Geld für ein Gutachten ausgeben – genauso wenig wie für die Verbindung nach Rangsdorf. Nur für Falkensee gibt es bisher ein vom Land bezahltes und positives Gutachten. Die Gemeinde hofft seit 16 Jahren auf einen Anschluss, weil der Bund nach der Einheit versprochen hatte, das Berliner S-Bahn-Netz „im …
Strecke Die Autobahn A 113 neu ist die radiale Verbindung zwischen der A100 und der A 10 (Berliner Ring). Sie überquert den Neuköllner Schifffahrtskanal, den Britzer Zweigkanal und den Teltowkanal. Auswahl Der Verlauf wurde unter vier möglichen Varianten ausgesucht. Die Trasse führt weitgehend auf dem Ex-Mauerstreifen entlang und kürzt den Weg zum Flughafen Schönefeld ab. Die Bürgerinitiative Stadtring Süd und Anwohner hatten sich gegen das Vorhaben gewandt. Skaterpiste Bevor im Herbst 2005 der Bauabschnitt bis zur Anschlussstelle …
An der Stadtgrenze ist mit dem letzten Bauabschnitt begonnen worden. Eine sechsspurige Trasse verbindet den Berliner Südosten mit Brandenburg. Von Sabine Flatau
Die glatte graue Spur zieht sich schon bis zur Landesgrenze Brandenburg. Hinter großen Öffnungen verschwindet sie im Unterirdischen und taucht nach einigen hundert Metern wieder auf. Der letzte Berliner Bauabschnitt der neuen Autobahn A 113 soll im Mai 2008 fertig sein. „Wenn alles planmäßig läuft“, sagt Projektleiter Roland Wittig von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Vorsicht in der Terminsetzung ist nicht ganz unbegründet. Für Störungen im Bauablauf sorgten jüngst erst die Wetterunbilden im Januar. Orkan „Kyrill“ blies Bauzäune um, schüttete Unmengen von Regen in Schächte und Kanäle der Baustelle und schwemmte stellenweise Erde weg.
WITTENBERGE Schnell mal mittags nach Hamburg fahren, das geht seit einiger Zeit ab Wittenberge nicht mehr so einfach. Die Deutsche Bahn AG hat auf der Strecke Berlin–Hamburg ein Zugpaar gestrichen, wie Bahnsprecher Burkhard Ahlert gestern auf MAZ-Anfrage bestätigte. „Das hat sicher auch wirtschaftliche Ursachen“, räumte Burkhard Ahlert ein. „Aber wichtig dürfte für die meisten Pendler ja sein, dass sie morgens ab 6 Uhr in Richtung Hamburg losfahren können und abends auch wieder zurückkommen“, meinte er. Zwischen 10.15 Uhr und 14.09 Uhr ist von Wittenberge in Richtung Hamburg kein Wegkommen. Das Ausdünnen des Streckentaktes in Richtung Berlin hat keine so gravierenden Auswirkungen, denn dank der …