Die Angst fährt mit Die Kriminalität im Berliner Nahverkehr geht zurück – doch die Unsicherheit bleibt Peter Neumann und Lutz Schnedelbach
Polizeipräsident Dieter Glietsch wartete mit einer guten Nachricht auf. „Die Zahl der Straftaten im Nahverkehr ist im vergangenen Jahr gesunken – um 1,6 Prozent auf rund 22 400. Berlin hat eines der sichersten Nahverkehrssysteme der Welt“, sagte er am Freitag. Bei den Taschendiebstählen gab es einen noch stärkeren Rückgang – um 15 Prozent auf knapp 5 300. Doch diese Trends änderten nichts daran, dass sich viele Menschen in Bus und Bahn unsicher fühlen: „Leider machen sich viele Fahrgäste nichts aus den objektiven Zahlen.“ Während einer Konferenz zur Sicherheit im Nahverkehr, zu der Jutta Matuschek von der Linksfraktion ins Abgeordnetenhaus geladen hatte, suchten Experten Wege aus dieser Misere. Daten zeigen, dass viele Ängste unbegründet sind. „Zum Beispiel wird Frauen eingeredet, dass vor allem …
Andere Städte machen es vor: Um die Sicherheit im Nahverkehr zu verbessern, schlagen Barcelona und Lissabon stets fünf Cent für zusätzliche Projekte auf den Fahrscheinpreis auf. Für Reiner Obst von dem auf Verkehrsfragen spezialisieren Beratungsunternehmen ETC Transport Consultants ist dies ein vernünftiger Weg; in Frankfurt (Main) und München denke man bereits darüber nach. In Berlin gibt es solche Pläne – noch – nicht. Dabei hat die Stadt Nachholbedarf. Darin waren sich auf einer Veranstaltung der Linkspartei/PDS zur Sicherheit im Nahverkehr gestern …
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, fürchtet, dass die Bahn bei der Netzsanierung zu wenig in die Nebenstrecken investiert. Der VBB koordiniert den Nahverkehr von Bahn und S-Bahn in der Region.
Herr Franz, Sie haben kürzlich das Schienennetz als „Zeitbombe“ bezeichnet, weil es so vernachlässigt wurde. Jetzt hat die Bahn angekündigt, in den nächsten drei Jahren jeweils 1,6 Milliarden Euro zu investieren. Ist die Zeitbombe entschärft?
Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, fürchtet, dass die Bahn bei der Netzsanierung zu wenig in die Nebenstrecken investiert. Der VBB koordiniert den Nahverkehr von Bahn und S-Bahn in der Region.
Herr Franz, Sie haben kürzlich das Schienennetz als „Zeitbombe“ bezeichnet, weil es so vernachlässigt wurde. Jetzt hat die Bahn angekündigt, in den nächsten drei Jahren jeweils 1,6 Milliarden Euro zu investieren. Ist die Zeitbombe entschärft?
Ein Lkw mit ausgefahrenem Kran hat die Oberleitung der Straßenbahn in der Prenzlauer Promenade in Weißensee beschädigt. (02.03.2007, 15:21 Uhr) Anzeige Berlin – Wegen der Reparaturarbeiten im Bereich der Kreuzung Am Steinberg musste die Straße in beiden Richtungen voll gesperrt werden, teilte der Traffic Service Berlin mit. Durch die Sperrungen kam es …
Zusätzliche Fahrten an Samstagen / Ansagen erstmalig auch in Spanisch / Hauptuntersuchung erfolgreich beendet
(Berlin, 2. März 2007) Am 3. März beginnt für die Panorama-S-Bahn die neue Saison. Samstag und Sonntag starten jeweils drei Fahrten. Die S-Bahn Berlin GmbH plant zukünftig auch Fahrten am Freitag. Für Berliner und Touristen werden drei unterschiedliche Themenfahrten angeboten:
* Neues Berlin – Interessante Gegenwart, wie hat sich Berlin entwickelt. * Historisches Berlin – Preußens Gloria, die S-Bahn im historischen Berlin. * Berlins S-Bahn-Ring – Der Vollring auf 37 km Berlin.
Erstmalig können die Kommentare der Stadtrundfahrt zusätzlich zu Deutsch und Englisch auch in Spanisch gehört werden. Die gut einstündigen Rundfahrten über die Berliner Stadtbahn, den südlichen Ring oder den Vollring beginnen in Ostbahnhof oder Charlottenburg. Die im vergangenen Monat durchgeführte Hauptuntersuchung ist beendet. Der Zug steht nun wieder für Sonder- oder auch Charterfahrten zur Verfügung. Bisher fuhren seit der Inbetriebnahme über 100.000 Gäste mit der Panorama-S-Bahn. Im vergangenen Jahr waren 19.500 Gäste an Bord des gläsernen Zuges unterwegs. Die Panorama-S-Bahn mit bequemen Sesseln, moderner Multimedia-Anlage und mit Ihren gewölbten bis in den Dachbereich hineinragenden Panoramascheiben gewährt einen exklusiven Blick auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Der Zug ist für Rollstuhlfahrer zugänglich, klimatisiert und verfügt über ein WC. Die Bahn steht neben Sonderfahrten auch für Charterverkehr zur Verfügung. Fahrkarten für 16 Euro (Kinder von 4 bis 13 Jahren 9,50 Euro) können im Internet unter www.s-bahn-berlin.de oder in allen S-Bahn-Verkaufseinrichtungen erworden werden. Für Fragen steht das S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33 zur Verfügung.
Hinweis für Fotografen:
Es besteht die Möglichkeit die Panorama-S-Bahn zum Beginn der Rundfahrten zu fotografieren. Die Fahrten beginnen:
Samstag, 3. März, 11.00, 12.40, 14.20 Uhr ab Ostbahnhof
Sonntag, 4. März, 11.00, 12.40 Uhr ab Ostbahnhof
14.35 Uhr ab Charlottenburg.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Intensive Bautätigkeit in diesem Jahr / Kundeninformation an erster Stelle
(Berlin, 2. März 2007) Die Deutsche Bahn AG hat heute in Berlin ein umfassendes Programm zur Optimierung der Instandhaltung des 34.000 Kilometer langen deutschen Schienennetzes vorgestellt. Damit soll in den kommenden drei Jahren die Infrastruktur für den stark wachsenden Verkehr auf der Schiene ertüchtigt werden. Im vergangenen Jahr ist die Verkehrsleistung des Schienengüterverkehrs um über zehn Prozent gewachsen. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass sich die Verkehrsleistung weiter positiv entwickelt. „Die Eisenbahn in Deutschland erlebt eine Renaissance. Mit unserem Zukunftsprogramm ProNetz machen wir die Schiene fit für die Märkte von morgen“, sagte heute in Berlin Stefan Garber, DB-Vorstand für Infrastruktur und Dienstleistungen. Die Baumaßnahmen und deren Auswirkungen auf den Zugverkehr sind seit Monaten geplant worden. Dabei steht im Vordergrund, die Auswirkungen auf die Reisenden so gering wie möglich zu halten. Die DB Netz AG hat daher Baufahrpläne entwickelt, auf deren Grundlage die Reisenden über Fahrplanänderungen informiert werden. Die Reisenden-Information beginnt bereits vor Fahrtantritt bei der Fahrplanauskunft über Automat, Internet, Handy oder im Reisezentrum und geht während der Reise im Zug und am Bahnhof weiter. Zusätzlich wird die Deutsche Bahn ihre Kunden mit Flyern, Anzeigen, Plakaten, über das Internet und via Medien auf das aktuelle Baugeschehen und Fahrplanänderungen hinweisen. Kernelemente des Programms ProNetz sind die enge Verzahnung von Instandhaltung und Investitionen sowie die Ausweitung vorbeugender Maßnahmen im bestehenden Schienennetz. Dafür werden die Ausgaben für Instandhaltung vorübergehend weiter angehoben. Hinzu kommen Investitionsmittel für das bestehende Netz in Höhe von weit über drei Milliarden Euro, wobei der Schwerpunkt der Maßnahmen im Bereich des Oberbaus liegt, also in der Erneuerung und Ertüchtigung von Schienen, Weichen und Schwellen. Der Einsatz dieser Mittel wird stärker als bisher an der Verkehrsleistung orientiert. Es geht also neben der Erhöhung der Finanzmittel vor allem um die nachfrageorientierte Steuerung des Mitteleinsatzes. In den kommenden Jahren wird deshalb die Ertüchtigung der Hauptstrecken und Knotenpunkte im Vordergrund stehen. Garber: „Gerade auf den stark nachgefragten Strecken in Nord-Süd-Richtung, im Hinterland der großen West- und Nordhäfen und in den großen Bahnknoten werden wir in diesem Jahr umfangreiche Bauarbeiten wie Gleis- und Weichenerneuerung in insgesamt 28 Baukorridoren vornehmen und vorbeugende Maßnahmen wie Schienen-schleifen verstärken.“ Dies werde Auswirkungen auf Züge im Nah- und Fernverkehr haben. Dabei werde alles getan, um die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten und eine ausreichende Reisendeninformation zu gewährleisten. Gleichzeitig betonte Garber, dass auch die Infrastruktur in der Fläche mit jährlichen Investitionen von rund 600 Millionen Euro weiterentwickelt wird, zum Beispiel durch den Bau elektronischer Stellwerke in den Regionalnetzen: „Der Erfolg der im Jahr 2000 gestarteten Mittelstandsoffensive für regionale Bahnnetze sichert auch für die kommenden Jahre hohe Investitionen in die regionale Infrastruktur.“ ProNetz bedeutet also nachfrageorientierte Steuerung der Instandhaltung und Investitionen, Verstärkung präventiver Maßnahmen, Optimierung der Bauplanung und -fahrpläne, Umsetzung technologischer Verbesserungen, beispielsweise für Fahrplanerstellung und Stellwerke.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Auch nach weiteren Untersuchungen der Bundesregierung befürchtet Infrastrukturminister Reinhold Dellmann verkehrspolitisch negative Auswirkungen durch übergroße Lkw – die so genannten „Gigaliner“. Eine Studie des Bundes geht davon aus, dass die großen Laster Verkehr von der Schiene auf die Straße ziehen. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Meine Befürchtung scheint sich zu bestätigen, dass die Gigaliner Verkehr von der Schiene wieder zurück auf die Straße verlagern. Wir wollen aber das Gegenteil erreichen, nämlich mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Hinzu kommen Probleme in Tunneln und auf Brücken, beim Abbiegen und in Kreisverkehren. Ortsdurchfahrten und Landstraßen könnten für die Laster unpassierbar sein.“ In der vom Bund in Auftrag gegebenen Studie, die den Bundesländern vorliegt, heißt es zu den Auswirkungen der Gigaliner: „Allerdings kann die Schlussfolgerung eindeutig gezogen werden, dass die innovativen Nutzfahrzeuge die Stückkosten im Güterverkehr auf der Straße, bezogen auf den Palettenstellplatz im Fahrzeug, deutlich reduzieren werden und damit die Position des Güterverkehrs auf der Straße gegenüber seinen Wettbewerbern im Verkehr Straße/Schiene und Straße/Binnenschifffahrt sowohl im Kombinierten Verkehr als auch vermutlich im konventionellen Verkehr deutlich verbessern werden. Dies wird zu Verlagerungen aus dem Kombinierten und konventionellen Verkehr Straße/Schiene und Straße/Binnenschiff in den durchgehenden Güterfernverkehr auf der Straße führen.“ Was die praktischen Auswirkungen betrifft, kann es auf den meisten Landesstraßen, in Ortsdurchfahrten und besonders bei Kreisverkehren und Kreuzungen zu Platzproblemen kommen. Schäden können entstehen und die Gefahr von Unfällen steigt. Zudem dauert es auch länger, einen Gigaliner zu überholen, was ebenfalls schlecht für die Verkehrssicherheit ist. Auch Tunnel machen Probleme, deren Sicherheitsausstattung zum Beispiel beim Brandschutz wegen der höheren Ladevolumina verbessert werden müsste. Auch sind die meisten Rastplätze nicht auf große Lkw ausgelegt und müssten erweitert werden. So genannte „Gigaliner“ oder „Superlastwagen“ sind neue Lkw mit über 25 Metern Länge und einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 40 bis zu 60 Tonnen. Die heute geltende Gewichtsgrenze für Lkw, die ohne Sondererlaubnis Straßen befahren dürfen, beträgt 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht bei bis zu 18,75 Metern Länge. Schwerere oder größere Lkw gelten in der Regel als Großraum- und Schwertransport und dürfen nur mit eigener behördlicher Genehmigung auf vorgegebenen Routen fahren (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, 02.03.07).
Der Flughafen Schönefeld fordert unterschiedliche Reaktionen heraus – viele sind eher unfreundlich Ein wichtiger Hinweis für Fluggäste: Wer an diesem oder am darauf folgenden Wochenende von Schönefeld fliegen will, sollte nicht in die S-Bahn steigen. Weil der Abschnitt zwischen Baumschulenweg und Schöneweide saniert wird, verkehren dort an diesen Tagen Busse. Aber zum Glück gibt es eine Alternative: Der Regionalexpress 7 und die Regionalbahn 14 sind ohnehin schneller – und das zum S-Bahn-Tarif. Das vermerken auch internationale Gäste mit Wohlwollen, während „SXF“ sonst von ihnen ebenfalls eher schlechte Noten erhält. Ist der Flughafen Schönefeld hauptstadtwürdig? Diese Frage hat Hanns Peter Nerger, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing (BTM) mit einem …
Von Michael Cramer Trotz zahlreicher Proteste hält die Bahn AG daran fest, den Bahnhof Zoo vom Fernverkehrs abzukoppeln. Deshalb halten die Fernverkehrszüge aus dem Ruhr- und dem Rhein-Main-Gebiet seit der Eröffnung des Hauptbahnhofs Ende Mai 2006 nur noch in Spandau, Hauptbahnhof und Ostbahnhof. 1,5 Millionen Fahrgäste haben dadurch – so Jürgen Schweickart (TFH) – längere Anfahrtszeiten von bis zu 20 Minuten. Schaut man sich die wesentlichen Gründe der Bahn an, stellt man schnell fest, dass ihre eigene Praxis an anderen Orten ihrer Anti-Zoo-Argumentation widerspricht.