A100/Ringbahnbrücke: so schnell wie möglich neu bauen, aus Senat

26.03.2025

https://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1544939.php

Lkw-Verkehr wird umgeleitet, Pkw-Verkehr so kurz wie möglich durch die Stadt geführt

Die #Autobahn GmbH des Bundes informierte unsere Verwaltung am vergangenen Mittwoch, dass aufgrund von weiteren Schäden die in ihrer Zuständigkeit befindliche #Ringbahnbrücke und die #Westendbrücke der #Bundesautobahn #A100 für den Verkehr #gesperrt werden müssen. Umfangreiche Bauarbeiten zum #Abriss bzw. #Neubau der Brücken durch die Autobahn GmbH des Bundes (AdB) sind dringend notwendig und müssen und werden umgehend in Angriff genommen. Die für die #Umfahrungskonzepte zuständige Autobahn GmbH des Bundes arbeitete seitdem intensiv gemeinsam mit den Verkehrsfachleuten aus unserer Verwaltung und den Zuständigen der jeweils betroffenen Bezirke mit Hochdruck an möglichen Umfahrungsvarianten. Zu den Ergebnissen gab es am Mittag eine Pressekonferenz zusammen mit Vertretern der AdB und der #Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH).

Aktuelle Situation

Seit Montagfrüh wird der Pkw-Verkehr auf der A100 in Fahrtrichtung Norden #einspurig über die #Gegenfahrbahn geführt. Es gibt keine Zufahrt von der #AVUS (#A115) auf die A100 in Fahrtrichtung Nord; der Verkehr wird über den #Messedamm abgeleitet. Der Lkw-Verkehr wird großräumig umgeleitet. Detaillierte Informationen dazu finden Sie hier:

Für den Pkw-Verkehr wird der Umstieg auf den ÖPNV, insbesondere S- und Regionalbahn, ausdrücklich empfohlen.

Senatorin Ute Bonde: „Da die konkrete Lage der betroffenen Strecke nur wenige direkte Umfahrungen möglich macht, wird es in diesem Abschnitt der A100 langfristig voll und damit eng bleiben. Alle Beteiligten eint das Ziel, schnellstmöglich einen Ersatzneubau der Ringbahnbrücke zu organisieren. Hier gilt es, Planungen maximal zu beschleunigen und den Ersatzneubau 24/7 umzusetzen – inkl. Bonus-Malus-Regelungen und modularer Bauweise. Bis dahin sollte der Kfz-Verkehr weitgehend auf der Autobahn gehalten werden. Verkehr, der nicht umgeleitet werden kann, soll möglichst nah an der Autobahn und so kurz wie möglich durch das Stadtnetz geführt werden. Leistungsfähige Umleitungsstrecken im Land Berlin gibt es nicht und würden bei weiteren Strecken auch größere Teile des Stadtgebietes treffen. Deshalb sind weitläufige und speziell beschilderte Umleitungsstrecken durch unsere Stadt nicht vorgesehen.“

Maßnahmen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU)

Verkehrsstörungen auf der Nahumfahrung über Messedamm – Königin-Elisabeth-Straße zum Spandauer Damm werden beseitigt oder deren negative Wirkung abgeschwächt.Ampelschaltungen am Spandauer Damm wurden umgestellt

  • Königin-Elisabeth-Straße
  • Auffahrt A 100
    wurden jeweils angepasst mit längeren Grünzeiten für die Umfahrungsstrecke, es erfolgen dort noch weitere Anpassungen im Interesse der Verkehrssicherheit

Nadelöhr aktuell: Baustelle Messedamm / Kaiserdamm

  • Umplanungen der Verkehrsführung laufen bereits, um die Durchlässigkeit mit zwei Fahrstreifen pro Richtung zu gewährleisten; in Abstimmung mit AdB erfolgt die Sperrung der Autobahnabfahrt Kaiserdamm Süd

Im weiteren Ablauf wird dann die Kreuzung Messedamm/Neue Kantstraße überprüft, die aktuell noch zu stark beeinflusst ist vom Rückstau vor der Baustelle Kaiserdamm. Weitere flankierende Maßnahmen – vor allem auch zur Gewährleistung eines möglichst störungsfreien Linienbusverkehrs – Anpassungen der Wegweisung und Ähnliches werden sukzessive vollzogen, ausgehend vom Nahbereich der Autobahn bis zu weiter entfernten Örtlichkeiten.Vorbehaltsrouten – in Abstimmung mit beteiligten Behörden – umfassen nach derzeitigem Stand:

  • Nahumfahrung Messedamm – Königin-Elisabeth-Straße – Spandauer Damm
  • Ausweichroute I: Konstanzer Straße – Brandenburgische Straße – Lewishamstraße – Kaiser-Friedrich-Straße – Tegeler Weg
  • Ausweichroute II: Sachsendamm – Martin-Luther-Straße – Kurfürstenstraße – Hardenbergstraße – Otto-Suhr-Allee – Tegeler Weg

Hier sollen neue Baustellen vermieden bzw. bestehende schnellstens beendet werden.

Des Weiteren werden vorhandene Baumaßnahmen geprüft und beräumt; geplante Baumaßnahmen werden zurückgestellt.

Die Stauentwicklung wird beobachtet – auch hinsichtlich der Belange von Einsatzfahrzeugen. Beispiel: der Tegeler Weg wird zur Erreichbarkeit der Innenstadt durch die Berliner Feuerwehr freigehalten. Gleichzeitig beobachten wir die Auswirkungen auf den ÖPNV, insbesondere den Linienbusverkehr. Bei Bedarf werden Haltverbote oder Bussonderfahrstreifen eingerichtet.

Die Sophie-Charlotten-Straße ist nicht für die Aufnahme von Umfahrungsverkehr der Autobahn vorgesehen, sondern wird kurzfristig für eine Umleitung Richtung Süden zum Kaiserdamm genutzt, um das Linksabbiegen an der Baustelle Kaiserdamm/Messedamm zu vermeiden.