02.06.2023
Die Mühlen mahlen weiterhin sehr langsam in Berlin bei der Verlegung der #Straßenbahnlinie #21 zum Bahnhof #Ostkreuz. »Frühestens nach den Sommerferien« sollen die Unterlagen für das #Planfeststellungsverfahren zum dritten Mal ausgelegt werden, heißt es nun von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Ende vergangenen Jahres verbreitete die #Senatsmobilitätsverwaltung noch die Erwartung, dass die Auslage im ersten Quartal dieses Jahres erfolgen könnte.
Die Unterlagen würden »aktuell final bearbeitet«, so die BVG. Und: »Parallel wird noch eine Variante geprüft, die den Eingriff in den Baumbestand weiter reduzieren kann.« Das geht aus der noch nicht veröffentlichten Antwort der #Mobilitätsverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage des Linke-Verkehrspolitikers Kristian Ronneburg hervor, die »nd« exklusiv vorliegt.
Mit den erneuten Verzögerungen wird die zuletzt in Aussicht gestellte #Inbetriebnahme der nur 1,2 Kilometer langen #Neubaustrecke im Jahr 2026 zunehmend unrealistischer. Denn eine laute und wild entschlossene Bürgerinitiative aus der Friedrichshainer Sonntagstraße hatte bereits mit Hunderten Einwendungen im Verfahren gegen den Bau mobil gemacht – auch im Rahmen der dritten Auslegung dürfte mit einer Flut von Einwänden zu rechnen sein. Sollte irgendwann ein #Planfeststellungsbeschluss vorliegen, muss fest mit #Klagen gerechnet werden, die möglicherweise aber keine aufschiebende Wirkung haben werden. Zur Erinnerung: Ursprünglich ist mal eine Eröffnung der Strecke im Jahr 2016 angekündigt worden.