S-Bahn: Pendler-Leid „Es vergeht kein Tag ohne Störung“ aus MOZ

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Das #Pendeln nach Berlin prägt das Leben vieler Menschen in Ostbrandenburg. Eines der wichtigsten Verkehrsmittel auf diesem Weg, die #S-Bahn, raubt durch ständige Verspätungen und Ausfälle vielen Pendlern den Nerv. Die MOZ hat mit einigen von ihnen gesprochen.
Birgit Dobbermann wohnt seit zwei Jahren in #Schöneiche und arbeitet im Zentrum von Berlin. Von der Haustür bis zum Arbeitsplatz ist sie täglich zweieinhalb Stunden unterwegs, wenn alles glatt geht, eineinviertel Stunden pro Richtung. „Es ist eine Herausforderung“, sagt sie. Die Schöneicherin hat inzwischen eine ziemlich einschneidende Konsequenz gezogen: „Ich bin von Vollzeit auf Teilzeit gegangen“, sagt sie – um noch etwas vom Leben zu haben.

Ihre Wahrnehmung auf der #S3: Seit die Züge durch das Ostkreuz durchfahren, ist es schlimmer geworden, die vermeintliche Verbesserung wirke sich negativ aus. „Wenn ein Zug #Verspätung mitbringt, schlägt es jetzt viel mehr durch.“ Bestätigt wird dieser Eindruck durch Zahlen, die zwei Mitglieder des Abgeordnetenhauses aus Treptow-Köpenick, Lars Düsterhöft und Tom Schreiber, beim Senat erfragten. Demnach fuhren 99 Prozent der Züge auf der S 3 nach Plan oder mit weniger als einer Minute Verspätung, als sie am Ostkreuz endete. Im August 2017, als die Züge von Erkner bis Spandau zu fahren begannen, sank die #Pünktlichkeitsrate auf 92,58 Prozent und blieb bei 93 Prozent. Von Januar 2017 bis März 2018 wurden 195 000 Zugkilometer auf der S 3 nicht gefahren, das ist eine Ausfallquote von 7,1 Prozent.

Aufs Auto umsteigen – das ist für Birgit Dobbermann trotzdem keine Alternative. Denn ihr Arbeitsplatz befindet sich in der Nähe des Alexanderplatzes in einer parkraumbewirtschafteten Gegend, im Klartext: Parken kostet. „Mein Arbeitgeber zahlt mir keine Vignette, und ich wäre auch nicht bereit, das …

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