Bahnhöfe: DB-Gelände in Oranienburg kampfmittelfrei Räumprojekt nach fünf Jahren erfolgreich abgeschlossen • DB-Vorstand Lutz: „Es war Pionierarbeit“ aus DB

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Die Deutsche Bahn AG hat die Erkundung und #Räumung von #Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg auf #Bahnflächen in #Oranienburg erfolgreich #abgeschlossen. Die DB-eigenen Flächen rund um den Bahnhof Oranienburg wurden zeitgerecht und unterhalb der prognostizierten Kosten von 20 Millionen Euro untersucht, geräumt und von der Stadt Oranienburg für kampfmittelfrei erklärt. Die DB AG hat damit für die Stadt eine 25 Hektar große Fläche mit sicherem Baugrund hergestellt.

DB AG und Stadt Oranienburg hatten 2011 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag  zur Kampfmittelerkundung und -räumung abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung und der daraus abgeleiteten engen Zusammenarbeit haben die Projektpartner bundesweit Neuland betreten.

Auch technisch war die Erkundung und Räumung auf aktiven Bahnanlagen anspruchsvoll. Durch die enge Abstimmung zwischen DB Netz, DB Station&Service, DB Regio und S-Bahn Berlin konnten die Einschränkungen auf den Betrieb minimiert und die Fahrgäste frühzeitig informiert werden.

Im Rahmen der heutigen Abschlussfeier in Oranienburg dankte Dr. Richard Lutz, Vorstand Finanzen und Controlling der DB AG, den Beteiligten: „Wir haben ein hochkomplexes Projekt erfolgreich umgesetzt. Es war Pionierarbeit – technisch sowie in der innovativen Zusammenarbeit mit der Stadt Oranienburg und den internen Partnern. Wir haben Gefahren für die Bürger beseitigt und für die Stadt Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen. Gleichzeitig konnten wir die Auswirkungen auf unsere Fahrgäste gering halten. Das macht mich stolz.“

Verkehrsministerin Kathrin Schneider sagte: „Dank der guten Zusammenarbeit der Stadt und der Deutschen Bahn kann der wichtige Verkehrsknotenpunkt Oranienburg als  Bombenfrei bezeichnet werden.  Das ist eine gute Nachricht für die Fahrgäste und die Bürgerinnen und Bürger. Für die Stadt gibt es außerdem neue Entwicklungsperspektiven, weil Flächen für die Bebauung im Innenstadtbereich entstanden sind.“

Innenstaatssekretärin Katrin Lange unterstrich: „Oranienburg ist für Bürger und Reisende ein Stück sicherer geworden. Mit einem eigens für die Suche auf dem Bahngelände in Oranienburg entwickelten Verfahren sind neue Maßstäbe bei der Blindgängersuche im laufenden Bahnbetrieb gesetzt. Oranienburg hat dabei eine beispielsgebende Zusammenarbeit zwischen Bahn, Kommune, Land und Wissenschaft erlebt, deren Ergebnis auch der Stadt selbst bei der Blindgängersuche zugutekommt.“ Lange dankte zugleich den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die die Blindgänger unter zum Teil schwierigsten Bedingungen unschädlich machten.

Oranienburg war im Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Standort der Rüstungsindustrie. Von den Bombardements der Alliierten waren auch Bahnflächen stark betroffen. Im Rahmen der Erkundung durch die DB wurde 37.348 Mal gebohrt und auf Bombenblindgänger sondiert. Im Gleisbereich wurden 2.655 Verdachtspunkte bis eineinhalb Meter Tiefe durch Aufgraben überprüft. 284 Verdachtspunkte bis zu sieben Meter Tiefe wurden zum Teil sehr aufwändig im Halbschalenverbau oder mit einem in den Boden eingepressten Spundwandkasten überprüft. Insgesamt wurden zehn Blindgänger geborgen, einer davon musste vor Ort gesprengt werden. Nach Abschluss des Projektes gelten nun 95 Prozent der Fläche zwischen Oranienburg und Lehnitz als kampfmittelfrei.

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