Flughäfen: Berliner Luftsprünge Eine Maschine, die stetig steigt: Air Berlin ist nach der Lufthansa die Nummer2 in Deutschland., aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/zeitung/berliner-luftspruenge/567398.html

Eine ziemlich unangenehme Sache, so ein plötzlicher Wetterwechsel. In der Luftfahrt zum Beispiel kann ein Temperatursturz gemeine Turbulenzen verursachen. Aber auch hier unten am Boden ziehen manche Unwetter ohne Vorwarnung auf.

Bei Joachim #Hunold können sich die Kaltfronten in Sekunden aufbauen. Dann verlischt das warme Zwinkern in seinen Augen, der Oberkörper schießt wie ein Jet nach vorn und Eiswind pfeift durch den Raum. Er sei ein toleranter Mann, sagt er, aber er könne durchaus auch sehr ungemütlich werden, wenn seine Kritiker ihm böswillige Dinge unterstellten.

An Klartext jedenfalls lässt es dieser angriffslustige Herr nicht fehlen, der eben noch ganz entspannt erzählt hat, der zurückgelehnt in seinem Sessel saß, neben sich die Projektionswand seines Konferenzraums, auf der er die Erfolgskurven seines Unternehmens tanzen lassen kann. Joachim Hunold ist Geschäftsführer von #Air Berlin, er hat die #Fluggesellschaft zur zweitgrößten #Airline Deutschlands gemacht, und wenn es stimmt, was er ankündigt, hat er 60 neue #Airbusse bestellt und will nächstes Jahr 350 neue Jobs schaffen.

In Zeiten gnadenloser #Konkurrenz der #Billigflieger ist das eine ansehnliche, in Berlin eine außergewöhnliche Bilanz. Wo gibt es das schon, dass ein Betrieb expandiert, dass ein Unternehmer so offensiv den Markt aufmischt und sich so wenig um die Gepflogenheiten der deutschen Arbeitswelt schert? Schon wird Hunold als #Unternehmerkönig der Zukunft gefeiert, der Gewerkschafter zum Teufel jagt und 2300 Mitarbeiter – vorsichtig ausgedrückt – nach …

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