Entwicklung der Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg VBB
Ereignis
Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) befasst sich mit der Entwicklung der Fahrgastzahlen im VBB seit dessen Gründung am 30. Dezember 1997 (nach Jahren und Verkehrsträgern, also DB Regio, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus), der Entwicklung der Fahrgastzahlen in einzelnen Regionen des VBB (nach Jahren und Landkreisen, kreisfreien Städten, Berlin), der Entwicklung der Fahrgastzahlen, die über mehrere Landkreise bzw. über das Berliner Stadtgebiet hinausreichen, der Zahl der Fahrgäste, die das VBB-Ticket für das gesamte VBB-Gebiet nutzen, und der statistischen Erfassung der Entwicklung der Fahrgastzahlen innerhalb des VBB. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch Maria Krautzberger, legt in ihrer Antwort die von den Verkehrsunternehmen mitgeteilten Fahrgastzahlen für die BVG (1997: 789, 1998: 781, 1999: 782 Mio. Personen), die S-Bahn Berlin GmbH (264, 270, 280 Mio.) und DB Regio (32, 35, 40 Mio.) tabellarisch dar und führt aus, dass der VBB dem Senat bisher keine Angaben zur Fahrgastentwicklung im Verbundgebiet habe übermitteln können, da ihm die Fahrgastzahlen in der detailliert abgefragten Form nicht zur Verfügung stünden und er eine gesonderte Abfrage an die Verkehrsunternehmen gerichtet habe; zu den Fragen 4 und 5 teilt der VBB mit, dass, da die beiden großen Verkehrsunternehmen BVG und S-Bahn Berlin GmbH ihre Verkäufe und Einnahmen zurzeit der Verbundgesellschaft in der hier geforderten detaillierten Form noch nicht meldeten, vorerst nur eine Angabe über verkaufte Fahrausweise, die verbundweit genutzt würden, für die Verkehrsunternehmen DB Regio AG und übrige Verbundverkehrsunternehmen im Land Brandenburg gemacht werden könne, von den 36 am Verbund teilnehmenden Verkehrsunternehmen seien bis zum heutigen Zeitpunkt 26 Verkehrsunternehmen in der Lage, entsprechend der Tarifstufenkennung zu melden, zu beachten sei auch, dass bei einigen Verkehrsunternehmen nicht der volle Zeitraum gemeldet wurde, danach seien im Zeitraum vom 1. April 1999 bis zum 31. Dezember 1999 von den genannten Verkehrsunternehmen 209 Stück Einzelfahrausweise einschließlich Tageskarten (rd. 6 TDM) und 2 370 Stück verbundweite Zeitkarten (rd. 1,0 Mio. DM) verkauft worden, die Einzelfahrausweise seien entsprechend des VBB-Tarifs in Tarifwaben eingeteilt und ein verbundweiter Einzel-Fahrausweis im engeren Sinne existiere nicht, die angegebene Stückzahl zeige den Fahrausweis, der laut Tarif die größtmögliche räumliche Gültigkeit eines Einzelfahrausweises bis 225 km ausweise, und dass in der Regel die Fahrgastzahlen vom einzelnen Verkehrsunternehmen auf der Basis der Verkäufe an Fahrausweisen ermittelt würden, hierzu lägen dem einzelnen Verkehrsunternehmen statistisch fortgeschriebene Zahlenwerke der letzten Jahre vor, diese Erkenntnisse gälten nach Einführung eines Verbundtarifs nicht vorbehaltlos für jeden Fahrausweis, da in einem Verbund der einzelne Kunde seinen Fahrausweis bei einem anderen Verkehrsunternehmen kaufen könne als bei demjenigen, das den Kunden befördere, somit könne für die Ermittlung der Fahrgastzahlen im ersten und zweiten Verbundjahr nicht der Verkauf als alleiniges Ausgangsmaß dienen, um ein Bild über die Nutzung der Fahrausweise nach Verbundstart zu gewinnen, seien Befragungen im Rahmen einer Verkehrserhebung erforderlich, zurzeit würden die Fahrgastzahlen auf der Basis vorliegender Erkenntnisse über Veränderungen des Kundenverhaltens vom einzelnen Verkehrsunternehmen geschätzt; der Senat ergänzt, dass der VBB von den Aufgabenträgern, hauptsächlich dem Land Berlin und dem Land Brandenburg, bereits 1998 beauftragt worden sei, im Herbst 1999 eine Verkehrszählung durchzuführen, die entsprechenden finanziellen Mittel dafür stünden dem VBB zur Verfügung, den Angaben des VBB zufolge sei die Erhebung nunmehr für den Herbst 2000 und das Frühjahr 2001 geplant.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 14. Wahlperiode, Drucksache 14/278 (Kleine Anfrage Nr. 278)
Kleine Anfrage Nr. 14/278 der Abgeordneten Jutta Matuschek (PDS) über: Entwicklung der Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)?
Ich frage den Senat:
- Wie haben sich die Fahrgastzahlen im VBB seit dessen Gründung am 30. Dezember 1997 entwickelt (bitte in absoluten Zahlen nach Jahren und Verkehrsträgern, also DB Regio, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus auflisten)?
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Wie haben sich die Fahrgastzahlen in einzelnen Regionen des VBB entwickelt (bitte in absoluten Zahlen nach Jahren und Landkreisen, kreisfreien Städten, Berlin auflisten)?
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Wie haben sich die Fahrgastzahlen, die über mehrere Landkreise bzw. über das Berliner Stadtgebiet (von oder nach Berliner Umland oder darüber hinaus) hinausreichen, entwickelt?
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Wie viele Fahrgäste nutzen das VBB-Ticket für das gesamte VBB-Gebiet?
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Wie wird die Entwicklung der Fahrgastzahlen innerhalb des VBB statistisch erfasst?
Berlin, den 25. Februar 2000
Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 278
Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1. bis 3.:
Die Fahrgastzahlen der BVG, der S-Bahn Berlin GmbH und der DB Regio haben sich wie folgt nach Angaben der Verkehrsunternehmen entwickelt:
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) konnte dem Senat bisher keine Angaben zur Fahrgastentwicklung im Verbundgebiet übermitteln. Er teilte dazu Folgendes mit: „Zur Zeit stehen uns die Fahrgastzahlen in der detailliert abgefragten Form nicht zur Verfügung. Wir haben dazu eine gesonderte Abfrage an die Verkehrsunternehmen gerichtet. Sobald uns die Zahlenwerke vorliegen, werden wir sie Ihnen nach unserer Aufbereitung unverzüglich zur Verfügung stellen.“
Zu den Fragen 4 und 5 teilte der VBB Folgendes mit:
Zu 4.:
„Da die beiden großen Verkehrsunternehmen BVG und S-Bahn Berlin GmbH ihre Verkäufe und Einnahmen zurzeit der Verbundgesellschaft in der hier geforderten detaillierten Form noch nicht melden, kann vorerst nur eine Angabe über verkaufte Fahrausweise, die verbundweit genutzt werden, für die Verkehrsunternehmen DB Regio AG und übrige Verbundverkehrsunternehmen im Land Brandenburg gemacht werden. Von den 36 am Verbund teilnehmenden Verkehrsunternehmen sind bis zum heutigen Zeitpunkt 26 Verkehrsunternehmen in der Lage, entsprechend der Tarifstufenkennung zu melden. Zu beachten ist auch, dass bei einigen Verkehrsunternehmen nicht der volle Zeitraum gemeldet wurde. Danach wurden im Zeitraum vom 1. April 1999 bis zum 31. Dezember 1999 von den genannten Verkehrsunternehmen
● 209 Stück Einzelfahrausweise einschließlich Tageskarten (rd. 6 TDM) und
● 2 370 Stück verbundweite Zeitkarten (rd. 1.0 Mio. DM)
verkauft. Die Einzelfahrausweise sind entsprechend des VBB-Tarifs in Tarifwaben eingeteilt. Ein verbundweiter Einzel-Fahrausweis im engeren Sinne existiert nicht. Die angegebene Stückzahl zeigt den Fahrausweis, der laut Tarif die größtmögliche räumliche Gültigkeit eines Einzelfahrausweises bis 225 km ausweist, an.“
Zu 5.:
„In der Regel werden die Fahrgastzahlen vom einzelnen Verkehrsunternehmen auf der Basis der Verkäufe an Fahrausweisen ermittelt. Hierzu liegen dem einzelnen Verkehrsunternehmen statistisch fortgeschriebene Zahlenwerke der letzten Jahre vor. Diese Erkenntnisse gelten nach Einführung eines Verbundtarifs nicht vorbehaltlos für jeden Fahrausweis, da in einem Verbund der einzelne Kunde seinen Fahrausweis bei einem anderen Verkehrsunternehmen kaufen kann als bei demjenigen, das den Kunden befördert. Somit kann für die Ermittlung der Fahrgastzahlen im ersten und zweiten Verbundjahr nicht der Verkauf als alleiniges Ausgangsmaß dienen. Um ein Bild über die Nutzung der Fahrausweise nach Verbundstart zu gewinnen, sind Befragungen im Rahmen einer Verkehrserhebung erforderlich. zurzeit werden die Fahrgastzahlen auf der Basis vorliegender Erkenntnisse über Veränderungen des Kundenverhaltens vom einzelnen Verkehrsunternehmen geschätzt.“
Der Senat ergänzt, dass der VBB von den Aufgabenträgern, hauptsächlich dem Land Berlin und dem Land Brandenburg, bereits 1998 beauftragt worden ist, im Herbst 1999 eine Verkehrszählung durchzuführen. Die entsprechenden finanziellen Mittel dafür stehen dem VBB zur Verfügung. Den Angaben des VBB zufolge ist die Erhebung nunmehr für den Herbst 2000 und das Frühjahr 2001 geplant.
Berlin, den 12. Mai 2000
In Vertretung Maria Krautzberger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt