Verkehrsmanagement-Zentrale

Verkehrsmanagement-Zentrale

Ereignis

Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Käthe Zillbach (SPD) befasst sich mit dem Stand der Vorbereitung der Verkehrsmanagementzentrale Berlin und dem Zeitpunkt der Aufnahme ihrer Tätigkeit, den an der Vorbereitung bzw. am künftigen Betrieb beteiligten bzw. sich dafür bewerbenden Unternehmen sowie der Frage, ob mit den bislang an der Vorbereitung beteiligten Unternehmen Geheimhaltungsvereinbarungen geschlossen wurden und aus welchem Grund. Der Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr, Jürgen Klemann, erklärt, dass am 18. Juni 1999 zwischen dem Senat und einem Konsortium unter der Federführung der DaimlerChrysler Services (debis) AG eine Absichtserklärung unterzeichnet worden sei, die den Aufbau und den Betrieb der Verkehrsmanagementzentrale vorsehe, womit erstmalig in Deutschland eine intermodale Verkehrsmanagement-Zentrale im Rahmen einer Public-Private-Partnership realisiert werden solle, der Vertrag mit der vom Konsortium zu gründenden Betreibergesellschaft im Sommer abgeschlossen werden solle, in einer ersten Stufe der Verkehrsmanagement-Zentrale, die nach 9 Monaten in Betrieb gehen solle, bereits folgende Dienste vorgesehen seien: Übersicht über Baustellendaten, Darstellung der aktuellen Verkehrslage für ein Hauptverkehrsstraßennetz, Prototyp einer Wochenprognose für dieses Netz auf Basis vorhersehbarer Ereignisse, Herstellung einer Verknüpfung zu Fahrtempfehlungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr auf der Basis der Soll-Fahrplanlage und Erstellung und Ausgabe einer einfachen dynamischen Routenempfehlung für den motorisierten Individualverkehr, wobei über die Ausgabemedien Internet, Fernsehen, Rundfunk, Telefon, Navigationssysteme und Informationstafeln im Straßennetz die aufbereiteten Informationen sowohl den Berlinern, Berlinbesuchern und Unternehmen angeboten würden als auch der öffentlichen Hand zur Verbesserung des Verkehrsmanagements, womit sowohl die Voraussetzungen für den Erhalt der individuellen Mobilität geschaffen würden als auch die verkehrswirtschaftliche Funktionsfähigkeit der Region Berlin verbessert werde, und dass diese Angebote sukzessive erweitert würden; im Rahmen der durchgeführten Ausschreibung hätten sich insgesamt mehr als 30 Unternehmen beteiligt, an der gegenwärtigen Vorbereitung seien neben dem Konsortialführer die Unternehmen Siemens AG und gedas telematics GmbH beteiligt; Geheimhaltungsvereinbarungen seien nicht geschlossen worden, im Zusammenhang mit der Ausschreibung wurde jedoch das von den Unternehmen vorausgesetzte Einverständnis einer Vertraulichkeit der eingereichten Angebotsunterlagen akzeptiert, dies gelte auch für das unter Punkt 2 genannte Konsortium, mit dem nunmehr Vertragsverhandlungen geführt würden.

Details

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13/4807 (Kleine Anfrage Nr. 4807)

Kleine Anfrage Nr. 13/4807 der Abgeordneten Dr. Käthe Zillbach (SPD) über: Verkehrsmanagement-Zentrale

Ich frage den Senat:

  1. Wie ist der Stand der Vorbereitung der Verkehrsmanagementzentrale Berlin und wann ist mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit zu rechnen?

  2. Welche Unternehmen sind an der Vorbereitung bzw. am künftigen Betrieb der Verkehrsmanagementzentrale beteiligt bzw. haben sich dafür beworben?

  3. Trifft es zu, daß mit den Unternehmen, die bislang an der Vorbereitung beteiligt waren, eine Geheimhaltungsvereinbarung geschlossen wurde? Wenn ja, aus welchem Grund?

Berlin, den 21. April 1999

Antwort (Schlussbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 4807

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:

Am 18. Juni 1999 wurde zwischen dem Senat und einem Konsortium unter der Federführung der DaimlerChrysler Services (debis) AG eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Aufbau und den Betrieb der Verkehrsmanagementzentrale vorsieht. Damit soll erstmalig in Deutschland eine intermodale Verkehrsmanagement-Zentrale im Rahmen einer public-private-partnership realisiert werden. Der Vertrag mit der vom Konsortium zu gründenden Betreibergesellschaft soll im Sommer abgeschlossen werden.

In einer ersten Stufe der Verkehrsmanagement-Zentrale, die nach 9 Monaten in Betrieb gehen soll, sind bereits folgende Dienste vorgesehen:

  • Übersicht über Baustellendaten,
  • Darstellung der aktuellen Verkehrslage für ein Hauptverkehrsstraßennetz, Prototyp einer Wochenprognose für dieses Netz auf Basis vorhersehbarer Ereignisse,
  • Herstellung einer Verknüpfung zu Fahrtempfehlungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr auf der Basis der Soll-Fahrplanlage,
  • Erstellung und Ausgabe einer einfachen dynamischen Routenempfehlung für den motorisierten Individualverkehr

Über die Ausgabemedien Internet, Fernsehen, Rundfunk, Telefon, Navigationssysteme und Informationstafeln im Straßennetz sollen die aufbereiteten Informationen sowohl den Berlinern, Berlinbesuchern und Unternehmen angeboten werden als auch der öffentlichen Hand zur Verbesserung des Verkehrsmanagements. Damit werden sowohl die Voraussetzungen für den Erhalt der individuellen Mobilität geschaffen, als auch die verkehrswirtschaftliche Funktionsfähigkeit der Region Berlin verbessert.

Diese Angebote werden sukzessive erweitert.

Zu 2.:

Im Rahmen der durchgeführten Ausschreibung haben sich insgesamt mehr als 30 Unternehmen beteiligt. An der gegenwärtigen Vorbereitung sind neben dem Konsortialführer die Unternehmen Siemens AG und gedas telematics GmbH beteiligt.

Zu 3.:

Geheimhaltungsvereinbarungen wurden nicht geschlossen. Im Zusammenhang mit der Ausschreibung wurde jedoch das von den Unternehmen vorausgesetzte Einverständnis einer Vertraulichkeit der eingereichten Angebotsunterlagen akzeptiert. Dies gilt auch für das unter Punkt 2 genannte Konsortium, mit dem nunmehr Vertragsverhandlungen geführt werden.

Berlin, den 2. Juli 1999

Jürgen Klemann Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr

Hinweis

dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt