BVG: Lieber volle Kassen als volle Bahnen, aus Berliner Zeitung

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Die BVG verzichtet gerne auf Fahrgäste – so lange Preiserhöhungen mehr Einnahmen garantieren
Peter Neumann

Weniger Fahrgäste, aber dafür mehr Geld in der Kasse: Diese Rechnung geht für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf. Zwar schrecken Tariferhöhungen potenzielle Kunden ab – nach den Berechnungen des Landesunternehmens kam es allein im vergangenen Jahr 8,3 Millionen Mal vor, dass sich jemand lieber andere Verkehrsmittel suchte. Dafür bessern Fahrpreisanhebungen die Bilanz auf – 2005 um zehn Millionen Euro. Deshalb hält das Landesunternehmen an seinem Plan fest, möglichst früh im nächsten Jahr die Preise zu erhöhen. Die Steigerung der Fahrgastzahlen könne „nicht das Oberziel“ eines Verkehrsunternehmens sein, sagte der BVG-Marketingdirektor Tom Reinhold. Auch sei der Rückgang „unterproportional“ – er entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent. In der Schlussbilanz wurde der Verlust außerdem mehr als ausgeglichen, weil die Metrolinien neue Kunden angelockt haben.
Noch in dieser Woche wollen die Koalitionspartner SPD und die Linkspartei.PDS über die Fahrpreise beraten. Wie berichtet, möchten die BVG, die S-Bahn, DB Regio und die anderen Verkehrsbetriebe der Region die Tarife 2007 …

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