Bus: Evaluierung der neuen Linienfuehrungen und Fahrgastproteste in den Aussenbezirken
Ereignis
Im Juni 2000 sammelte die BVG erste statistische Betriebsdaten zu den weitreichenden Linienreformen, die Ende Mai im städtischen Omnibusnetz umgesetzt worden waren. In mehreren Außenbezirken formierten sich Bürgerproteste gegen die veränderten Taktzeiten.
Details
Die Berliner Linienchronik dokumentiert für den Monat Juni eine intensive Debatte über die wirtschaftlich begründeten Streckenstreichungen. Insbesondere die Neuordnung der Linien 101 und 104 führte in Bezirken wie Zehlendorf und Westend zu erheblichem Unmut bei den Fahrgästen, da längere Fußwege zu den S- und U-Bahnhöfen in Kauf genommen werden mussten. Die Berliner Morgenpost berichtete über Unterschriftenaktionen von Anwohnern. Die BVG-Leitung verteidigte die Optimierungen in einer Stellungnahme und verwies auf die gestiegene Wirtschaftlichkeit, da Parallelverkehre zu den Schienenwegen im Zentrum durch die Anpassungen, wie etwa beim Bus 100, erfolgreich reduziert werden konnten.