Zwölf Stationen betroffen Die Deutsche Bahn (DB) möchte auch in Berlin mehrere Bahnhofsbauten verkaufen. Es geht um zwölf der 164 Stationen in dieser Stadt. Dort sind die Empfangsgebäude für den Betrieb „entbehrlich und stehen deshalb grundsätzlich zur Veräußerung an“. Das teilte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) mit. Sie beantwortete damit eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (Linkspartei.PDS). Welche Bahnhöfe betroffen sind, gehe aus einer Mitteilung der DB Station& Service vom 7. März hervor, berichtete die …
Senat will zusätzliche Schutzstreifen markieren. Immer mehr Berliner treten in der City in die Pedale Von Jörn Hasselmann
Unfällen wie diesem soll künftig in Berlin vorgebeugt werden: Am Mittwochabend ist eine Radfahrerin ausgerechnet auf einer der als sicher geltenden Radspuren verletzt worden, als ein unachtsamer Autofahrer in der Wilhelmstraße in Mitte die Tür aufriss und die Frau hineinfuhr. Sie stürzte und erlitt einen Nierenriss. Der für Radverkehr bei der Senatsverwaltung zuständige Referatsleiter Heribert Guggenthaler kündigte am Mittwoch an, dass künftig Radspuren auf der Fahrbahn mit einem zusätzlichen Schutzstreifen von 50 Zentimeter Breite zum Parkstreifen hin noch besser gesichert werden sollen. Dies erlauben die neuen Markierungsrichtlinien, die seit Januar gelten. Derzeit sind in Berlin auf 80 Kilometer Hauptstraßen …
CDU und FDP regen den eingeschränkten Weiterbetrieb des Flughafens an Peter Neumann
Der Streit um die Zukunft des Flughafens Tempelhof ist noch lange nicht vorbei – da gewinnt die Debatte um den Flughafen Tegel deutlich an Fahrt. Politiker der Opposition wollen den Luftfahrtstandort im Norden der Stadt nicht völlig aufgeben, wenn der neue Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld eröffnet wird. „Die Flugbereitschaft der Bundesregierung hat sich in Tegel sehr gut etabliert“, sagte die Bürgermeisterin von Reinickendorf, Marlies Wanjura (CDU), gestern. „Von dort bis ins Regierungsviertel sind es nur etwas mehr als sechs Kilometer – der Weg von Schönefeld ist viel weiter. Das ist auch unter Sicherheitsaspekten relevant.“ Lange Strecken seien schwerer zu bewachen als kurze, sagte Klaus-Peter von Lüdeke, verkehrspolitischer Sprecher der FDP. Auch würden Regierungsflüge oder Besuche von Staatsgästen den Betrieb auf dem Großflughafen BBI „nur …
Angebot startet am 9. Dezember / Reisendenzahl soll bis 2015 um rund 30 Prozent wachsen / Deutsche Bahn und Dänische Staatsbahn vereinbaren Kooperation
(Berlin/Kopenhagen, 16. März 2007) Ab dem 9. Dezember startet der ICE nach Dänemark. Eine entsprechende Kooperation haben Dänische Staatsbahn (DSB) und Deutsche Bahn AG geschlossen.
Ab dem Fahrplanwechsel verkehren auf den Strecken Hamburg–Flensburg–Århus und Hamburg–Puttgarden–Kopenhagen ICE-Züge. Ein Zugpaar wird täglich zwischen Berlin und Kopenhagen fahren. Damit sind beide Hauptstädte das erste Mal seit zehn Jahren wieder direkt mit der Bahn verbunden. Die Reisezeit zwischen Berlin und Århus soll um mehr als eine halbe Stunde auf unter sieben Stunden Fahrzeit reduziert werden. Der genaue Fahrplan wird im April bei der DB Netz AG zur Genehmigung eingereicht.
„Wir erwarten bis 2015 zwischen Hamburg und Kopenhagen einen Anstieg der Reisendenzahl um rund 30 Prozent auf dann über 330.000 Fahrgäste jährlich“, sagte Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. „Mit diesem Angebot setzt sich der ICE auch international immer mehr durch.“ Für die Direktverbindung Berlin–Kopenhagen rechnet die Bahn im gleichen Zeitraum mit einem noch stärkeren Wachstum.
Die ICE ersetzen zwischen Deutschland und Dänemark die heute fahrenden dänischen IC.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Schwedt/Angermünde. Die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn steigen. Gerade in der Uckermark wechseln Berufspendler zunehmend zum Öffentlichen Personennahverkehr. Damit hat sich der Trend schwindender Passagiere bei den Verkehrsunternehmen umgekehrt. Ursachen dafür sind bessere Verbindungen, steigende Ölpreise und die schnelle Erreichbarkeit Berlins. Doch Eisenbahn und Land als Besteller der Zugverbindungen nutzen die Chance zu wenig. Zu dieser Einschätzung kommt der Fahrgastverband ProBahn. Jetzt will die PVG die Lücken mit neuen Buslinien und alternativen Lösungen ausfüllen. Von früh bis spät jagen die Kleintransporter mit …
Frankfurt (Oder) (ddp) Zum Flugplatz Neuhardenberg wird es vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg einem Pressebericht zufolge vorerst keine Entscheidung geben. Das geschehe auf Wunsch der Rechtsanwälte des Betreibers, sagte OVG-Präsident Jürgen Kipp laut „Märkischer Oderzeitung“ (Samstagausgabe). Die Anwälte sollen den Angaben zufolge um einen Aufschub von zwei Monaten gebeten haben. Hintergrund sei vermutlich die Inhaftierung des Flugplatzbetreibers …
Berlin – Da läuft doch was nicht ganz rund! Ausgerechnet die umweltfreundlichen Radler werden ganz besonders geschröpft, wenn im April BVG und S-Bahn teurer werden. Wer dort mit dem Rad einsteigen will, muss bis zu 36 Prozent mehr löhnen! Leider kein Scherz: Ab 1. April müssen wir für Bus und Bahn tiefer in die Tasche greifen. Im Durchschnitt steigen die Preise zwar „nur“ um 1,3 Prozent, weil die meisten Tickets doch nicht teurer werden. Aber Radler werden schwer gebeutelt. Die Fahrrad-Monatskarte Berlin kostet künftig …
BVG gab für E-Tickets 18 Millionen Euro aus Ganz schön paradox: Etwas, was es noch gar nicht gibt, hat bereits eine Menge Geld gekostet. Für das „elektronische Ticketing“, bei dem scheckkartengroße Chipkarten die Papierfahrscheine ablösen sollen, haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) allein von 2000 bis 2006 insgesamt 18 Millionen Euro ausgegeben. Das teilte Almuth Nehring-Venus, Staatssekretärin in der Senatswirtschaftsverwaltung, mit. Sie beantwortete damit eine Anfrage der Abgeordneten Jutta Matuschek (ebenfalls Linkspartei.PDS). Für den Feldversuch, bei dem rund 26 000 Fahrgäste elektronische Tickets erprobten, wandte die BVG laut Senat 2000 und 2001 rund …
Seit 20 Jahren betreibt die BVG ihre Vergabestelle für Musiklizenzen. Wer in den U-Bahnhöfen geigen will, muss früh aufstehen. Schließlich sind Musiker Frühaufsteher, meint ein BVG-Sprecher. Die U-Bahn-Musikanten sehen das anders. Doch sie kommen trotzdem. Ohne Lizenz werden sie vertrieben VON POUYEH ANSARI
In kleinen Grüppchen stehen ein Dutzend Männer im U-Bahnhof Rathaus Steglitz. Sie unterhalten sich flüsternd in einer slawischen Sprache, so als ob sie niemanden wecken wollen. Im Grunde sind sie selber noch nicht ganz wach. Die Augen klein und die Gesichter ausdruckslos mit den Händen tief in den Taschen vergraben, stehen sie in der Vorhalle des U-Bahnhofs. Sie warten darauf, aufgerufen zu werden. Sie wollen Musik machen. Im Berliner Untergrund. Durch die morgendlichen Stille ertönt die Stimme einer BVG-Mitarbeiterin: „Nummer drei, bitte!“ Der kleine ältere Mann mit der aufgerufenen Nummer war heute schon um …
Noch bis 25. März können Berliner unterschreiben Wer das geplante Volksbegehren für den Erhalt des Verkehrsflughafens Tempelhof unterstützen will, muss sich beeilen. Für den Antrag auf Zulassung sammelt die Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT) noch bis zum 25. März Unterschriften. Das teilte der CDU-Politiker Alexander Kaczmarek mit, der sich ebenfalls gegen die für 2008 geplante Flughafen-Schließung einsetzt, gestern mit. „Für den Antrag sind 20 000 Unterschriften erforderlich, rund 29 000 haben wir schon. Wir sind zuversichtlich, dass sich die Zahl weiter steigern lässt.“ Unterschriftenbögen gibt es im Internet unter www.volksbegehren-tempelhof.de oder im Fliegerladen …