HENNIGSDORF Das seit 2003 im Oberhavelkreis erprobte Rufbus-System soll Modell für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ländlichen Regionen Italiens oder Griechenlands stehen. „Mit dem Rufbus haben wir in Oberhavel eine Lösung für die italienische Region Abbruzzo oder das griechische Ioannina gefunden“, sagt Christoph Gipp von der Technischen Universität Berlin. Zusammen mit Klaus-Peter Fischer von der Oberhavel-Holding ist der Diplomingenieur Gastgeber einer zweitägigen Fachkonferenz in Hennigsdorf. Rund 20 Experten aus Italien, Griechenland, Deutschland, Ungarn und Tschechien treffen sich bis heute im Technologiezentrum Verkehrstechnik.
Vor wenigen Jahren ging es noch um Schließung. Heute verkauft das Stadler-Werk bundesweit erfolgreich Regionalzüge und Straßenbahnen Von Bernd Hops
In der Luft liegt ein leichter Gummigeruch, der Boden ist bis auf ein paar Reifenspuren peinlich sauber. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, wie viele Menschen hier konzentriert ihrer Arbeit nachgehen. Dort wird ein Fenster eingesetzt, ein paar Meter weiter arbeitet ein Mann in luftiger Höhe – gesichert durch ein Krankabel, das sich mitbewegt. In Berlin-Pankow steht eines der modernsten Zugmontagewerke Europas. Der Mittelständler Stadler produziert hier Regionalzüge, Stadt- und Straßenbahnen. Und die Produkte sind gefragt. Im Schnitt alle zwei Tage verlässt ein ausgebauter Einzelwagen das Werk. Die Stadler Pankow GmbH, eine Tochter des Schweizer Zugtechnikkonzerns Stadler, hat sich vom Schließungskandidaten zu einem …
Mehr als 80 regionale Anbieter präsentieren am 31. März ihre touristischen Angebote
(Berlin, 27. März 2007) Von ihrer touristischen Seite präsentieren sich die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, und unser Nachbarland Polen erneut im Bahnhof Berlin Friedrichstraße. Zum Saisonbeginn lädt am Sonnabend, dem 31. März zwischen 10 Uhr und 17 Uhr der 21. Reisemarkt vor allem die Berliner und ihre Gäste ein, in der Vielfalt von nahe liegenden Urlaubsofferten zu stöbern. Mehr als 80 Anbieter aus Hotel- und Gaststättengewerbe, Kultur- und Erlebnistourismus, von Bädern, Schifffahrtsgesellschaften und Reiseunternehmen vertreten. Die Gastgeber bringen komplette Urlaubsarrangements für alle Reiselustigen mit, die den Urlaub ohne viel eigenes Dazutun gern komplett organisiert haben wollen, aber auch zahllose Tipps für jene, die sich gern selbst auf den Weg machen, um per Bahn, Bus oder mit dem Fahrrad die schönsten Regionen zu erkunden. Neu und sehr wichtig sind diesmal spezielle Angebote zum barrierefreien Reisen. Regionale Köstlichkeiten, Gewinnspiele mit wertvollen Preisen, eine Fahrzeug-Oldieschau mit Stadtbahndampflok und „Donnerbüchse“ aus den 30er Jahren, runden den 21. Reisemarkt im Bahnhof Berlin Friedrichstraße ab. Außerdem gibt es zwischen 10 und 17 Uhr Informationen zum Nostalgieprogramm „Berlin macht Dampf“. Die S-Bahn Berlin GmbH erwartet am Stand 43, gegenüber ihrem Kundenzentrum, ihre Besucher. Mitarbeiter informieren vor Ort über Freizeitausflüge, verteilen die neuen Ausflugsflyer und geben Informationen zu touristischen Themen. Der Eintritt zum Reisemarkt ist kostenlos. Für die bequeme An- und Abreise zum zentral gelegenen Bahnhof Berlin Friedrichstraße empfiehlt sich die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher
Schon heute kann man mit dem Zug ohne Umsteigen von Berlin nach Sibirien reisen – in die Millionenstadt Nowosibirsk. Doch nun setzt die russische Bahn RZD noch eins drauf. Sie will den schon jetzt rekordträchtigen Wagenlauf bis Irkutsk unweit vom Baikalsee verlängern. Dann wird die Interkontinentalverbindung in den asiatischen Teil Russlands mehr als 7 100 Kilometer lang sein. Fahrzeit von Berlin zur Endstation: rund 120 Stunden. „Es gibt Überlegungen, eine Schlafwagenverbindung zwischen Berlin und Irkutsk anzubieten“, bestätigte Holger Auferkamp von der …
GOLM Der Bahnhof von Golm könnte im Zuge seines Umbaus eine Zubringerstation für den künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg International werden. Das will Oberbürgermeister Jann Jakobs bei der Deutschen Bahn durchdrücken. Dafür sehe er sogar gute Chancen, sagte er am Donnerstag im Ortsbeirat Golm. Zusätzliche Investitionen seien faktisch nicht nötig, weil die bisherigen Gleisanlagen des Bahnhofes nutzbar sind. Der Zug zum Airport würde dann in Golm als Kopfbahnhof einfahren und in der umgekehrten Richtung ausfahren. „In 30 bis 32 Minuten wäre man am Flughafen“, beschrieb Jakobs die Vorteile nicht nur für Golmer Wissenschaftler auf dem Weg ins oder dem Rückweg aus dem Ausland. Der Bahnhof und sein Straßenumfeld werden derzeit …
Nord-Süd-Tunnel ein Jahr alt. Grüne kritisieren Bauwerk als „teure Dreckschleuder“ Von Thomas Fülling
Es war ein großes Spektakel, als am 26. März 2006 der Tiergartentunnel eröffnet wurde. Unten hupten sich elegante Oldtimer durch die 2392 Meter lange Röhre, oben protestierten die Grünen lautstark. „Hier wurden 390 Millionen Euro sinnlos vergraben“, hieß es auf einem ihrer Protestplakate. Inzwischen ist es ruhiger geworden um das offiziell als Tunnel-Tiergarten-Spreebogen (TTS) bezeichnete Bauwerk. Der Verkehr rollt fast ausnahmslos stau- und unfallfrei durch Deutschlands längsten Straßentunnel außerhalb des Autobahnnetzes. Für des Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Anlass, eine positive Bilanz für …
Neuer Vertrag des Senats mit den Verkehrsbetrieben soll Konzern entschulden und attraktiver machen
Fahrten mit Bussen und U-Bahnen sollen bezahlbar bleiben, die BVG soll entschuldet und stärker überwacht werden. Das sind einige der Forderungen für den neuen Verkehrsvertrag des Senats mit der BVG, die der Fahrgastverband IGEB am Donnerstag vorstellte. Tags zuvor hatte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge- Reyer ihre Vorstellungen veröffentlicht. „Eine große Enttäuschung“ ist für den IGEB-Vorsitzenden Christfried Tschepe, dass im vergangenen Jahr des Tourismusbooms …
Im Ergebnis einer Kundenbefragung, bei der die Leistungen von DB Regio gut abgeschnitten haben, informierte Peter Buchner, Regionalbereichsleiter der DB Regio AG, über weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Pünktlichkeit, Information und Sauberkeit. Die Pünktlichkeit wird beispielsweise durch einen zusätzlichen Zugumlauf bei der RegionalExpress-Linie RE 7 verbessert. Eine schnelle Information ist besonders dann wichtig, wenn Reisende Anschlusszüge bekommen müssen. Wenn ein Zug länger als 3 Minuten auf …
Anfang April sind die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Tantow nahe der polnischen Grenze beendet und es funktionieren die altbekannten Verbindungen nach Szczecin wieder. Der Zug „Stettiner Haff“ fährt wieder zu den unten beschriebenen Zeiten und alle zwei Stunden erreicht man mit der RB 66 ab Angermünde die Pommersche Hauptstadt. Wer sich erstmals auf Entdeckungsreise in die Hafenstadt begibt, dem sei die Städtische Wanderroute zu den Sehenswürdigkeiten Szczecins empfohlen. Sie ist ca. 7 km lang, beginnt am Hauptbahnhof der PKP und wird …
Der Bahn gehen langsam, aber sicher die Lokführer aus. Aktuell sollen bundesweit um die 450 fehlen. Ein Drittel davon entfällt auf die neuen Länder. „Die Güterverkehrssparte Raillion im Osten musste bereits Kollegen aus dem Westen zurückholen, damit die steigende Zahl der Züge gefahren werden kann“, schildert Hans-Joachim Kernchen, Chef der Lokführergewerkschaft GdL für Brandenburg, Berlin, Sachsen. Das hat vor zehn Jahren wohl niemand geglaubt: Der Deutschen Bahn werden einmal die Lokführer fehlen. Zu Tausenden waren Stellen abgebaut worden, die Lokführer wurden in den vorzeitigen Ruhestand oder …