Schon heute kann man mit dem Zug ohne Umsteigen von Berlin nach Sibirien reisen – in die Millionenstadt Nowosibirsk. Doch nun setzt die russische Bahn RZD noch eins drauf. Sie will den schon jetzt rekordträchtigen Wagenlauf bis Irkutsk unweit vom Baikalsee verlängern. Dann wird die Interkontinentalverbindung in den asiatischen Teil Russlands mehr als 7 100 Kilometer lang sein. Fahrzeit von Berlin zur Endstation: rund 120 Stunden. „Es gibt Überlegungen, eine Schlafwagenverbindung zwischen Berlin und Irkutsk anzubieten“, bestätigte Holger Auferkamp von der …
GOLM Der Bahnhof von Golm könnte im Zuge seines Umbaus eine Zubringerstation für den künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg International werden. Das will Oberbürgermeister Jann Jakobs bei der Deutschen Bahn durchdrücken. Dafür sehe er sogar gute Chancen, sagte er am Donnerstag im Ortsbeirat Golm. Zusätzliche Investitionen seien faktisch nicht nötig, weil die bisherigen Gleisanlagen des Bahnhofes nutzbar sind. Der Zug zum Airport würde dann in Golm als Kopfbahnhof einfahren und in der umgekehrten Richtung ausfahren. „In 30 bis 32 Minuten wäre man am Flughafen“, beschrieb Jakobs die Vorteile nicht nur für Golmer Wissenschaftler auf dem Weg ins oder dem Rückweg aus dem Ausland. Der Bahnhof und sein Straßenumfeld werden derzeit …
Nord-Süd-Tunnel ein Jahr alt. Grüne kritisieren Bauwerk als „teure Dreckschleuder“ Von Thomas Fülling
Es war ein großes Spektakel, als am 26. März 2006 der Tiergartentunnel eröffnet wurde. Unten hupten sich elegante Oldtimer durch die 2392 Meter lange Röhre, oben protestierten die Grünen lautstark. „Hier wurden 390 Millionen Euro sinnlos vergraben“, hieß es auf einem ihrer Protestplakate. Inzwischen ist es ruhiger geworden um das offiziell als Tunnel-Tiergarten-Spreebogen (TTS) bezeichnete Bauwerk. Der Verkehr rollt fast ausnahmslos stau- und unfallfrei durch Deutschlands längsten Straßentunnel außerhalb des Autobahnnetzes. Für des Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Anlass, eine positive Bilanz für …
Neuer Vertrag des Senats mit den Verkehrsbetrieben soll Konzern entschulden und attraktiver machen
Fahrten mit Bussen und U-Bahnen sollen bezahlbar bleiben, die BVG soll entschuldet und stärker überwacht werden. Das sind einige der Forderungen für den neuen Verkehrsvertrag des Senats mit der BVG, die der Fahrgastverband IGEB am Donnerstag vorstellte. Tags zuvor hatte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge- Reyer ihre Vorstellungen veröffentlicht. „Eine große Enttäuschung“ ist für den IGEB-Vorsitzenden Christfried Tschepe, dass im vergangenen Jahr des Tourismusbooms …
Im Ergebnis einer Kundenbefragung, bei der die Leistungen von DB Regio gut abgeschnitten haben, informierte Peter Buchner, Regionalbereichsleiter der DB Regio AG, über weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Pünktlichkeit, Information und Sauberkeit. Die Pünktlichkeit wird beispielsweise durch einen zusätzlichen Zugumlauf bei der RegionalExpress-Linie RE 7 verbessert. Eine schnelle Information ist besonders dann wichtig, wenn Reisende Anschlusszüge bekommen müssen. Wenn ein Zug länger als 3 Minuten auf …
Anfang April sind die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Tantow nahe der polnischen Grenze beendet und es funktionieren die altbekannten Verbindungen nach Szczecin wieder. Der Zug „Stettiner Haff“ fährt wieder zu den unten beschriebenen Zeiten und alle zwei Stunden erreicht man mit der RB 66 ab Angermünde die Pommersche Hauptstadt. Wer sich erstmals auf Entdeckungsreise in die Hafenstadt begibt, dem sei die Städtische Wanderroute zu den Sehenswürdigkeiten Szczecins empfohlen. Sie ist ca. 7 km lang, beginnt am Hauptbahnhof der PKP und wird …
Der Bahn gehen langsam, aber sicher die Lokführer aus. Aktuell sollen bundesweit um die 450 fehlen. Ein Drittel davon entfällt auf die neuen Länder. „Die Güterverkehrssparte Raillion im Osten musste bereits Kollegen aus dem Westen zurückholen, damit die steigende Zahl der Züge gefahren werden kann“, schildert Hans-Joachim Kernchen, Chef der Lokführergewerkschaft GdL für Brandenburg, Berlin, Sachsen. Das hat vor zehn Jahren wohl niemand geglaubt: Der Deutschen Bahn werden einmal die Lokführer fehlen. Zu Tausenden waren Stellen abgebaut worden, die Lokführer wurden in den vorzeitigen Ruhestand oder …
In der Umweltzone zu Fuß oder mit dem ÖPNV Thomas Rogalla
Berlinbesucher, die ein Auto ohne Umweltzonen-Plakette fahren oder im Reisebus ohne Rußfilter anreisen, müssen ab Januar das letzte Stück zu ihrer Unterkunft in der „Umweltzone“ zu Fuß oder per ÖPNV ansteuern. Ihren rußenden fahrenden Untersatz müssen sie am S-Bahn-Ring abstellen. Ausnahmen für Berlinbesucher aus dem In- und Ausland sehe die Kennzeichenverordnung, die die Fahrverbote regelt, nicht vor, sagte der zuständige Referatsleiter in der Umweltverwaltung, Martin Lutz. „Auch Reisebusse sind kein Härtefall“, sagte Lutz. Man könne erwarten, dass sich in- und ausländische Busunternehmen oder Speditionen über die rechtlichen Regelungen am Zielort Berlin informierten. Unklar sei noch, ob eine in München oder im Ruhrgebiet erteilte Ausnahmegenehmigung auch in Berlin …
Ab Samstag, dem 24. März 2007 bis zum 4. Juni halten wieder Züge der ODEG-Linie OE60 zwischen 8:00 und 19:00 Uhr in Schönfließ Dorf zwischen Seelow und Frankfurt (O). Jedes Jahr im Frühling zieht es tausende Pflanzenfreunde und Naturinteressierte in das 309 Hektar große Naturschutzgebiet „Oderhänge Mallnow“, um sich am Blütenzauber der goldgelben Frühlings-Adonisröschen zu begeistern. Auch die ODEG durchquert das Naturschutzgebiet bei der Fahrt von Berlin-Lichtenberg nach Frankfurt (Oder) auf der Linie OE60. Die ODEG bietet ihren Fahrgästen auch in diesem Jahr eine bequeme An- und Abreise mit dem Zug. Direkt am Bahnhof Schönfließ Dorf beginnt ein Wanderlehrpfad, dort kann man vor Ort mehr über die Adonisröschen erfahren. Informationen zu verschiedenen Aktionen, z. B. Kutschfahrten oder geführte Wanderungen erhalten Sie unter www.mallnow.de. Mallnow ist ein kleines Dorf im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland. Die Fahrzeiten der Züge finden Sie in den Faltfahrplänen der Linie OE60, unter www.odeg.info, an den Bahnhöfen der Linie OE60 und in der Online-Auskunft des VBB unter www.vbb-fahrinfo.de. Auch direkt am ODEG-Servicetelefon unter 030 – 514 88 88 88 werden alle Fragen beantwortet. Es gelten die Fahrscheine des VBB-Tarifs, die auch bequem im Zug der ODEG erworben werden können (Pressemeldung ODEG Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, 22.03.07).
Dreieinhalb Kilometer Entfernung und gut fünf Minuten Fahrzeit werden es voraussichtlich sein. Von Mitte April bis Mitte Juli 2007 will die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) auf eigene Kosten ohne finanzielle Untersützung seitens des Landes Brandenburg den Abschnitt von Wensickendorf bis zum nächstgelegenen Bahnhof Zehlendorf reaktivieren. Dieses Zeichen kann nach Meinung des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes nicht hoch genug bewertet werden. „Wo es in den letzten Jahren immer nur hieß, das bestehende Angebot herunterzufahren, setzt die NEB ein deutliches Zeichen, dass es auch anders geht“ sagt dazu Frank Böhnke, stv. Landesvorsitzender. Nach Auskunft der NEB rechnet sie mit 50 bis 60 Fahrgästen mehr durch die Verlängerung von acht Zugpaaren werktäglich. Gemeinsam mit dem Angebot der Buslinie 805 von und nach Oranienburg gibt es für drei Monate eine weitere Möglichkeit, schnell, bequem und sicher mit dem ÖPNV von und nach Zehlendorf zu kommen. Der Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verband hofft, dass das Angebot nach den drei Monaten ein Dauerbetrieb wird. Das prognostizierte Mehr an Fahrgästen auf dem fahrgastschwachen Abschnitt von Basdorf nach Wensickendorf kommt der Stärkung der gesamten Verbindung zugute! Weiterhin dringend notwendig ist jedoch die Einbindung in die Berliner Innenstadt der heute im Bahnhof Karow endenden Züge der „Heidekrautbahn“ über den nur im Güterverkehr genutzten Abschnitt nach Reinickendorf sowie den Wiederaufbau des Teilstücks von Reinickendorf bis Schönholz. Der Wiederaufbau dieser teilungsbedingten Lücke würde ein weiteres Plus für den umweltfreundlichen Bahn- und Busverkehr in der Metropolenregion für alle Bevölkerungsgruppen bedeuten. Auch an anderer Stelle, beispielsweise zwischen Rathenow und Rathenow Nord, hält der Bahnkunden-Verband ein solches Zusatzangebot für prüfenswert und sinnvoll. Ohne zusätzlichen Fahrzeug- und Personaleinsatz bestünde somit die preiswerte Chance, noch mehr potentielle Fahrgäste zu gewinnen (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 22.03.07).