Ausflüge mit Bahn und Fahrrad nach Brandenburg werden in diesem Jahr deutlich teurer. Nahezu unbemerkt hat die Deutsche Bahn zum Jahreswechsel die Mehrfahrten-Fahrradkarte ersatzlos abgeschafft. Bislang konnten Radler in Berlin und Brandenburg für 15 Euro an fünf frei wählbaren Tagen ihr Rad in allen Regionalzügen der Bahn-Tochter DB Regio und in der Berliner S-Bahn mitnehmen. Jetzt müssen Ausflügler, die keine Rad-Monatskarte haben, auf das Fahrrad-Tagesticket des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ausweichen. Mit fünf Euro ist jenes aber umgerechnet 67 Prozent teurer als das günstige Bahnangebot, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestätigt. Claudia Hämmerling, Verkehrsexpertin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, kritisiert das als versteckte …
(Berlin, 29. Dezember 2008) Mit neuen Preisangeboten der Deutschen Bahn wird das Reisen mit dem Zug innerhalb Europas noch attraktiver: Mit dem London-Spezial ist die einfache Fahrt von Deutschland nach London schon ab 49 Euro in der 2. Klasse und ab 99 Euro in der 1. Klasse möglich. Mit dem ICE aus Deutschland kommend, geht es ab Brüssel weiter im Eurostar durch den Kanaltunnel direkt bis in die Innenstadt Londons zum neuen Bahnhof St. Pancras International.
Mit dem Europa-Spezial kann man jetzt auch in die Slowakei reisen. Die Fahrkarten für die einfache Fahrt ab jedem deutschen Bahnhof sind in der 2. Klasse ab 39 Euro und in der 1. Klasse ab 69 Euro erhältlich. Auf bestimmten grenznahen Verbindungen ist das Ticket noch günstiger: Dresden–Bratislava beispielsweise ist schon ab 29 Euro (1. Klasse ab 49 Euro) buchbar.
Für London- und Europa-Spezial gilt: Die Fahrkarten sind an einen festen Zug gebunden, müssen spätestens drei Tage vor dem Reisetag gekauft werden und sind erhältlich, solange der Vorrat reicht. Das Europa-Spezial ist mittlerweile für Reisen in 13 europäische Länder erhältlich. Seit der Einführung im Dezember 2007 sind über zwei Millionen Tickets verkauft worden.
Buchung und Information in allen DB Reisezentren, DB Agenturen, im Internet unter www.bahn.de oder bei der neuen Service-Nummer der Bahn 0180 5 99 66 33* (Stichwort Reise-Service).
Gute Nachrichten für Gruppen ab sechs Personen: Fahrkarten zum „Gruppe&Spar“-Angebot sind jetzt einfacher zu buchen. Es gibt keine Vorkaufsfristen mehr, so dass die Tickets nach Verfügbarkeit auch noch bis zu einer Stunde vor der Abfahrt gekauft werden können. Wer seine Fahrt jedoch lieber lange im Voraus plant, kann diese auch für kleinere Gruppen von sechs bis 20 Personen bereits zwölf Monate im Voraus vorbuchen. Bisher war dieser Service Großgruppen vorbehalten.
* 14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk ggf. abweichend.
Das am 1. September 2008 eingeführte „Mobilitätsticket Brandenburg“ hat sich gut etabliert. Das Ticket, mit dem Anspruchsberechtigte grundsätzlich zu 50 % des regulären Fahrpreises den öffentlichen Verkehr im Land Brandenburg nutzen können, wird mit steigender Tendenz monatlich jeweils über 4.000mal verkauft. Im April 2008 hatte der brandenburgische Landtag beschlossen, vergünstigte ÖPNV-Fahrausweise für Einkommensschwache – Empfänger von Arbeitslosengeld II, von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – einzuführen. Nach dem entsprechenden Votum seines Aufsichtsrats Ende Mai klärte der VBB die konkrete Abwicklung mit den Verkehrsunternehmen und den Sozialämtern, Jobcentern, ARGEn und den Agenturen für Arbeit, so dass das Mobilitätsticket Brandenburg zum 1. September eingeführt wurde. Die Leistungsstellen haben seither über 6.000 Kundenkarten ausgegeben, mit denen die Besitzer die Monatswertmarken für 2-, 4- und 6-Waben-Karten sowie für Karten für bis zu drei Landkreise bzw. kreisfreie Städte kaufen können. Bereits im ersten Geltungsmonat wurden über 4.000 Mobilitätstickets verkauft. Die Zahlen steigen seitdem weiter leicht an. Dabei sind die Verkäufe erwartungsgemäß in den kreisfreien Städten zahlreicher als in den Flächenkreisen. Mit einem weiteren Anstieg der Ticketverkäufe in den kommenden Wintermonaten ist zu rechnen (Pressemeldung VBB, 24.12.08).
Verkauf von 1,5 Millionen Fahrten ab 22. Dezember in allen Lidl-Filialen – Gültig vom 1. Januar bis 31. März täglich außer freitags – Lidl-Filialen öffnen am Montag bereits um 7 Uhr
(Berlin, 17. Dezember 2008) Hin und zurück mit dem ICE quer durch Deutschland für 55 Euro: Der Verkauf des DB Lidl-Tickets startet am Montag um 7 Uhr in allen Filialen des Lebensmitteldiscounters. Ein Fahrkartenheft mit zwei Bahntickets kostet 55 Euro. Die Fahrkarten gelten jeweils für eine beliebig weite Strecke innerhalb Deutschlands in der 2. Klasse. Sie werden ab 22. Dezember 2008 verkauft, solange der Vorrat reicht, jedoch längstens bis zum 31. Dezember 2008. Jeder Kunde kann bis zu fünf Fahrkartenhefte kaufen. Im Fahrkartenheft enthalten ist außerdem ein 20 Euro-Gutschein, der beim Kauf eines Tickets ab 70 Euro auf www.bahn.de/lidl eingelöst werden kann. Bei der aktuellen Aktion stehen 750.000 Ticket-Hefte mit insgesamt 1,5 Millionen Fahrten zur Verfügung.
„Strecke eintragen, einsteigen und losfahren. Mit dem DB Lidl-Ticket wollen wir neue Kunden gewinnen und zeigen, wie einfach und attraktiv Bahn fahren ist.
Das Angebot ist nicht nur ideal für den Winterurlaub, sondern kann auch zu Weihnachten verschenkt werden“, so Dr. Karl-Friedrich Rausch, als Vorstand verantwortlich für den Personenverkehr der DB.
Mit dem DB Lidl-Ticket können die Fahrgäste vom 1. Januar bis zum 31. März an allen Tagen – außer freitags – flexibel und spontan reisen. Sie tragen ihr Reisedatum und die Strecke ein und notieren gegebenenfalls, wie viele eigene Kinder oder Enkel (bis 14 Jahre) kostenlos mitfahren sollen. Die Fahrkarten gelten am eingetragenen Tag bis 3 Uhr des Folgetages. Das DB Lidl-Ticket gilt nicht in Nacht- und Autozügen. Umtausch und Erstattung der Tickets sind nicht möglich.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit im Jahr 2005 ist dies die zweite gemeinsame Aktion von Lidl und der Deutschen Bahn.
BVG hat eigene Pläne Peter Neumann Um das Seniorenticket, das im April 2009 eingeführt werden soll, ist ein Machtkampf entbrannt. Solange dieser Konflikt nicht zu ihren Gunsten beigelegt ist, wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die S-Bahn das Jahresabo für alle ab 65 Jahren nur für Berlin anbieten. Preis: pro Monat 44 oder 45 Euro. Damit stellen sich die Unternehmen offen gegen den Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, der beschlossen hat, ein Seniorenticket für beide Länder zum Preis von 45 Euro aufzulegen. „Wir lehnen ein länderübergreifendes Ticket nicht ab“, hieß es bei der …
Gebrauchte Fahrscheine in U-Bahnhöfen angeboten Peter Neumann Bitte das Rauchverbot beachten! Bitte auf das Handgepäck achten! Wer öfter mit der U- oder S-Bahn unterwegs ist, kennt solche Durchsagen zur Genüge. Doch das, was vor kurzem im U-Bahnhof Hermannplatz in Neukölln aus den Lautsprechern kam, war neu – und überraschte auch Stammkunden des Nahverkehrs. Die Leitstelle der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bat darum, Fahrscheine nur am Automaten oder am Schalter zu kaufen. Also nicht bei den nichtautorisierten Verkäufern, die auch auf diesem U-Bahnhof an den Treppen stehen, von ankommenden Fahrgästen gebrauchte Tickets sammeln und gegen etwas Geld weitergeben. BVG-Sprecher Klaus Wazlak bestätigte, dass es solche Ansagen gibt. In diesem …
Großkontrollen auf „schwierigen Linien“ Peter Neumann POTSDAM. Die Kundenbetreuer im Nahverkehr der Deutschen Bahn (DB) werden in Brandenburg zunehmend mit einem neuen Schwarzfahrer-Typ konfrontiert. Jugendliche versuchen, kostenlos mit Regionalverkehrszügen zu reisen – mit dem Argument, dass sie weder Fahrkarte noch Fahrgeld besitzen. „Diese Fälle häufen sich“, sagte Peter Buchner, Regionalbereichsleiter für Finanzen und Marketing bei DB Regio Nordost, der Berliner Zeitung. Befragungen ergaben, dass die öffentliche Debatte um ausgesetzte junge Fahrgäste dazu beigetragen hat. Zugbegleitpersonal hatte in drei Fällen Mädchen, die keine gültige Fahrkarte vorweisen konnten, aus der Bahn gewiesen und …
Peter Neumann Die Nahverkehrstarife bleiben auch in Berlin stabil. Das sagte die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern nach der Senatssitzung. Erst 2010 müssten die Fahrgäste wieder mit einer Fahrpreiserhöhung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), der S-Bahn und den anderen Unternehmen rechnen. Damit folgt Berlin dem Beispiel des Landes Brandenburg, das bereits eine Tariferhöhung 2009 abgelehnt hat. Die Verkehrsunternehmen hätten kein schlüssiges Konzept …
Noch ist das Tauziehen um die Fahrpreise nicht beendet, der Senat will erst am Dienstag entscheiden. Doch die Chancen, dass die Fahrgäste in Berlin 2009 von einer Tariferhöhung verschont bleiben, haben sich weiter verbessert. Eine Verteuerung ließe sich jetzt kaum noch vor den Bürgern rechtfertigen, hieß es am Freitag in der rot-roten Koalition. Denn am Tag zuvor hatte der Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) beschlossen, dass es in Brandenburg im kommenden Jahr keine Preisanhebung geben wird. „Wenn der Senat eine Erhöhung der Tarife in Berlin erlauben würde, während die Fahrpreise im Nachbarland unverändert bleiben, käme er unter einen großen Begründungszwang“, so das Argument. Schließlich tanken die Busse in Brandenburg und in Berlin den gleichen Kraftstoff – der spürbar …
Ob dafür andere Tarife in Berlin steigen, ist ungewiss Peter Neumann Wenigstens so viel steht fest: Im Land Brandenburg werden die Fahrpreise im nächsten Jahr nicht steigen. Das hat der Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) gestern beschlossen. Dagegen blieb weiterhin offen, was mit den Nahverkehrstarifen in Berlin geschieht. Am Dienstag will der Senat darüber beraten, ob sie 2009 ebenfalls stabil bleiben – oder ob es eine separate Tariferhöhung ausschließlich für Berlin geben wird. „Wie die Entscheidung ausfallen wird, ist noch nicht absehbar“, sagte der VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die S-Bahn wollen die Tarife zum 1. April um durchschnittlich 2,4 Prozent erhöhen. Doch die Diskussionen darüber dauerten noch an, so Franz. Von einer drohenden „Tarifmauer“ zwischen den beiden Ländern …