Neue Hinweistafeln an der Invalidenstraße sollen den Weg zur Tiefgarage erleichtern Von Sabine Flatau Mitte Das Parken rund um den Hauptbahnhof wird teuer. Zum 1. April 2008 will das Bezirksamt Mitte die Bewirtschaftung in den umgebenden Straßen einführen. DieZone 35 erstreckt sich von der Invalidenstraße nach Süden bis zum Spreeufer und schließt die Clara-Jaschke-Straßen und einen Teil der Heidestraße ein. Dort werden von Montag bis Sonnabend in der Zeit von 9 bis 22 Uhr Parkgebühren von 50 Cent pro Viertelstunde verlangt, Besitzer einer Anwohnerparkvignette zahlen nichts. Ausgenommen ist zunächst die Heinrich-Zille-Siedlung nordwestlich des Hauptbahnhofs. Dort gebe es noch keinen erheblichen …
Staugefahr: Auf drei wichtigen Verbindungsstraßen wird demnächst gebaut Karin Schmidl
KÖPENICK. Autofahrer im Südosten sind Kummer gewöhnt. Wer zum Beispiel von Spindlersfeld in Richtung Rahnsdorf muss, landet früher oder später im Stau. Je nach Fahrtroute in der Friedrichshagener Straße oder auf der Salvador-Allende-Brücke. Solche Zwangsstopps könnten demnächst noch länger ausfallen. Denn im kommenden Jahr beginnen umfangreiche Bauarbeiten, von denen innerhalb weniger Kilometer drei wichtige Verbindungsstrecken betroffen sind. Den Anfang macht die Wendenschlossstraße. Konkret der viel befahrene …
Die neue Trasse nach Treptow wird viel teurer als geplant Peter Neumann
Die Verlängerung der Stadtautobahn von Neukölln zur Straße Am Treptower Park wird für den Bund um mehr als ein Drittel teurer als geplant. Das 3,2 Kilometer lange Teilstück werde 420 Millionen Euro kosten, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Bisher war von 312 Millionen Euro die Rede. „Die Baupreise sind gestiegen, die Mehrwertsteuer wurde erhöht“, erklärte die Sprecherin Petra Rohland. Außerdem wird die Autobahn dort, wo sie in einem Geländeeinschnitt verläuft, tiefer als geplant verlegt. Dies soll den Lärm verringern. Doch Umweltschützer lehnen das gesamte Projekt ab. Sie fürchten Abgasbelastungen und Staus – und drohen eine Klage an. Zuletzt hieß es, dass für die neue Autobahn 258 Millionen und für …
Ein Chemiker rechnet vor, dass Fahrverbote die Feinstaubbelastung nicht nachweisbar senken / ADAC bereitet nun Klagen vor Peter Neumann
Die Umweltzone wird nicht dazu beitragen, dass künftig weniger gesundheitsschädlicher Feinstaub in der Berliner Luft schwebt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das Professor Detlev Möller von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus vorgelegt hat. „Es belegt, dass die Umweltzone ungeeignet ist. Damit stellt sie einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Rechte der Bürger dar“, kritisierte Rechtsanwalt Ralf Wittkowski. Er betreut im Auftrag des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) mehrere Widerspruchsverfahren von Berlinern, die mit ihren Autos ab 2008 nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfen. „Ich gehe davon aus, dass es zu Klagen kommt“, so der Jurist. Die Fahrverbote seien „sinnlos“ und ein Ausdruck …
Auf der Leipziger Straße gilt ab Montag wieder die grüne Welle bei Tempo 50 – zumindest im Normalfall. Im Zuge eines Feldversuchs war seit Anfang November eine Richtgeschwindigkeit von 30 vorgegeben. Bei der nun beginnenden Phase des Feldversuchs sollen die Ampeln zwischen Leipziger Platz und Spittelmarkt nur dann auf Tempo 30 programmiert werden, wenn die Luft zu stark mit Schadstoffen belastet ist. Die Autofahrer sollen davon über die Medien, Zusatzleuchten an den Ampeln und Hinweisschilder an Leipziger Platz und Jerusalemer Straße informiert werden, so die Verkehrsverwaltung. Die Luftqualität an der extrem stark befahrenen Ost-West-Achse …
BERLIN Die Luftreinhaltung kommt den Berliner Umzugsunternehmer Gerhard Lampeitl teuer zu stehen. 3004 Euro hat er für Ausnahmegenehmigungen bezahlt, um mit seinen Transportern weiterhin in der Innenstadt unterwegs sein zu können. Ab 1. Januar 2008 müssen alle Kraftfahrzeuge mit einer farbigen Plakette ausgerüstet sein, wenn sie in die Umweltzone innerhalb des S-Bahn-Ringes fahren wollen. Wer keine Plakette hat, braucht eine Ausnahmegenehmigung, ansonsten drohen ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Ausgenommen sind Mopeds, Motorräder, Trecker, Oldtimer und Autos von Schwerbehinderten sowie Einsatzfahrzeuge etwa von Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Bundeswehr, aber auch Müllfahrzeuge. Während privaten Autobesitzern und Unternehmen …
Eine vom Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung in Auftrag gegebene Studie zeigt: ein Tempolimit auf Brandenburger Autobahnen würde Unfallkosten in Millionenhöhe sparen, Menschenleben retten und den Verkehrsfluss deutlich erhöhen. Der volkswirtschaftliche Nutzen eines Tempolimits wäre deutlich größer als die Kosten.
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Für Brandenburg wissen wir aus der Studie jetzt, dass ein Tempolimit auf Autobahnen volkswirtschaftlich Sinn macht. Der Gewinn entsteht durch mehr Verkehrssicherheit und ist deutlich größer als die Kosten für längere Fahrzeiten. Zudem erhöht sich die Kapazität der Autobahnen erheblich durch einen besseren Verkehrsfluss. Jetzt sollte die Bundesregierung ihre Studien aktualisieren, die unsere Erfahrungen überprüfen und alte Daten ersetzen.“
Die Studie ist im Internet auf der Startseite des Ministeriums zu finden unter : mehr
Die wesentlichen Erkenntnisse: • Dort wo in Brandenburg Tempolimits auf Autobahnen eingeführt wurden, ging die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten um 20-50 Prozent zurück. Dies deckt sich mit Erfahrungen bei früheren Tempolimits z.B. während der Ölkrise oder bei Großversuchen in den 1970er Jahren.
• Die Kapazität der Autobahnen würde sich erhöhen, weil langsameres und gleichmäßigeres Fahren den Durchsatz von mehr Fahrzeugen pro Stunde ermöglicht. Eine sechsstreifige Autobahn könnte bei Tempo 130 pro Tag 14.400 Fahrzeuge mehr aufnehmen (7.200 je Richtungsfahrbahn).
• Volkswirtschaftlich betrachtet ist der Nutzen eines Tempolimits durch weniger Unfallkosten in Brandenburg größer als die Kosten für längere Fahrzeiten. Die Unfallkosten würden von heute rund 45 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro auf den bisher noch nicht begrenzten Autobahnen sinken (453 von 790 Kilometer).
Weitere Argumente: • Bundesweit sterben jährlich 600 bis 700 Menschen auf den Autobahnen. In Brandenburg sind es 40 bis 60 pro Jahr. Die Autobahnen sind nicht die sichersten Straßen.
• Die gefahrenen Geschwindigkeiten auf den Autobahnen sind immer höher geworden. Die Aussage, die Durchschnittsgeschwindigkeit sei derzeit ja ohnehin eher niedrig verschweigt, dass darin auch der gesamte Schwerverkehr steckt, der nur 80 Kilometer pro Stunde fahren darf. Fakt ist, dass die Geschwindigkeiten auf Brandenburger Autobahnen oft jenseits der 230 auf der linken Fahrspur liegen, wobei 15 Prozent der Autos noch schneller fahren (Messstelle an der A 9). Je schneller gefahren wird, desto höher ist die Gefahr zu verunglücken. Daher ist überhöhte Geschwindigkeit auch Unfallursache Nummer eins auf der Autobahn.
• Ein Tempolimit ist nicht wirtschaftsfeindlich. Im Gegenteil könnte ein Innovationsschub in der Automobilindustrie ausgelöst werden, hin zu klimafreundlicheren und verbrauchsärmeren Modellen.
• Da Autokauf stark emotional motiviert ist, wird zudem auch weiterhin ein Markt für deutsche Luxusautos bestehen. Deren Attraktivität für bestimmte Käuferschichten bestimmt sich nicht in erster Linie durch die auf Autobahnen erlaubte Geschwindigkeit. Das zeigt sich zum Beispiel in den USA, wo deutsche Autos trotz Tempolimit sehr beliebt sind.
• Deutschland ist das einzige europäische Land, in dem noch kein Tempolimit für Autobahnen gilt. Eine bisweilen geforderte „europäische Lösung“, macht keinen Sinn, weil sie schon existiert – außer in Deutschland.
Berlin – Im Westen von Charlottenburg droht vom Frühjahr kommenden Jahres an ein Verkehrschaos, das voraussichtlich auch Auswirkungen auf die angrenzenden Bezirke haben wird. Die Spandauer-Damm-Brücke soll in den folgenden drei Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Verschleiß und Rost haben das Spannbeton-Bauwerk irreparabel in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb will die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die alte Konstruktion durch eine neue ersetzen. Die Behörde hat das Vorhaben ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 17. Oktober.“Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2008 beginnen und bis 2011 dauern“, sagt Petra Rohland, Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Das Bauvorhaben wird auf rund 40 Millionen Euro veranschlagt. Senat und Bund wollen sich die Summe teilen. Die Herausforderung für Planer und Ingenieure, aber auch für Autofahrer und Bahnreisende …
Unternehmen fordert Abbau der Lichtinstallation Uwe Aulich
GESUNDBRUNNEN. Ob Tag oder Nacht – im Gleimtunnel ist es immer duster. So war es jedenfalls jahrelang. Seit gut einem Monat ist das anders: Das Stadtteilmanagement Brunnenviertel hat mit einer Kunstaktion den Tunnel erleuchtet – über den Bürgersteigen hängen 24 rote und blaue Leuchtstoffröhren. 75 weitere Strahler leuchten die Decke der alten Eisenbahnbrücke aus und werfen Lichtspots auf die Bürgersteige. Doch was bei den Passanten so gut ankommt, stört die Deutsche Bahn. Bis zum kommenden Montag muss die Lichtinstallation abgebaut sein, verlangt sie. „Diese Frist können und werden wir nicht einhalten“, sagt Stadtteilmanagerin Jeanne Grabner. Durch die Beleuchtung habe sich das Sicherheitsgefühl gerade für ältere Bürger und Mütter mit Kindern deutlich erhöht. Und noch einen Zweck soll die Lichtinstallation …
Noch hat sich in der Leipziger Straße der Verkehr den neuen Gegebenheiten nicht angepasst. Gestern war jedenfalls zu beobachten, dass der am Donnerstag gestartete Feldversuch „iQ mobility“ unter mächtigen Anlaufschwierigkeiten leidet. Auf der gesamten Erprobungsstrecke zwischen Spittelmarkt und Potsdamer Platz staute sich der Verkehr immer wieder, da Tempo 30 zum Richtwert der Ampelschaltung wurde. Besonders der Kreuzungsbereich Friedrichstraße/Leipziger Straße entwickelte sich zum neuralgischen Punkt. Zeitweise wurden sogar Polizeibeamte zur Verkehrsregelung eingesetzt. Wie berichtet beteiligt sich Berlin an einem Pilotprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, bei dem in drei Stadtgebieten (Bereich Leipziger Straße, Straße des 17. Juni, Alexanderplatz) Schadstoff- und Lärmwerte …