Flughäfen + S-Bahn + Bahnverkehr: Brandenburg: Schienenanbindung BBI – schlechter als die Vernunft erlaubt?

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Trotz Kritik und sinnvoller Gegenvorschläge wird in Beton gegossen, was später an ständiger Geldverschwendung bei den anfallenden Betriebskosten niemandem zu vermitteln ist.
Der DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg hat Mitte Juli 2008 eine eigene Trassenvariante vorgestellt, die wesentlich effektiver und preiswerter im Betrieb ist. Leider scheint ein Überprüfen der bisherigen Teuer-Planungen der Flughafen-Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg politisch nicht gewünscht.
Der DBV erwartet sogar, dass sich die Rechnungshöfe später einmal mit den Kosten für die Schienenanbindung beschäftigen werden. Denn beim Einsatz von Steuergeldern wird – zu recht – eine sparsame und wirtschaftliche Verwendung verlangt. Und die ist nach Meinung des DBV hier überhaupt nicht gegeben.
Die Anbindung des neuen BBI-Flughafenbahnhofs erfordert eine acht Kilometer lange Umwegfahrt für die S-Bahn. Ohne Nutzen für die Fahrgäste und mit schätzungsweise 6,1 Millionen Euro Kosten für den Steuerzahler. Und wann es eine Regionalverkehrsanbindung gibt, steht in den Sternen.
Allenthalben wird immer betont, dass wenig Geld für den Bahn- und Busverkehr vorhanden sei und es deshalb sinnvoll eingesetzt werden müsse. Das Beispiel S-Bahn nach BBI führt diese Aussage ad absurdum; hier scheint Geld keine Rolle zu spielen! Anstatt eine kurze und direkte Verbindung zu bauen, wird die S-Bahn in weitem Bogen am Flughafen vorbei durch märkische Wiesenlandschaft geführt. Nach Schätzungen des DBV kostet das vorsichtig gerechnet über sechs Millionen Euro im Jahr. Woher das Geld kommen soll und welche Verbindungen dafür nicht mehr bedient werden, ist bisher aus dem Brandenburger Verkehrsministerium nicht beantwortet worden. Denn mehr Geld will man nicht zur Verfügung stellen.
Deshalb hat der Landesverband Berlin-Brandenburg Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in einem Offenen Brief aufgefordert, endlich die Notbremse zu ziehen und die Planungen zu überprüfen. Konkret bedeutet die sparsamere und kürzere Trasse die Schienenanbindung des Flughafens mit S- und Regionalbahn aus Richtung Osten vom heutigen S-Bahnhof Grünbergallee durch das neue Gewerbegebiet (hier könnte später auch ein S-Bahnhof für die dort Beschäftigten entstehen).
Um jedoch schon zur Eröffnung eine leistungsfähige Anbindung zu erhalten, sollte ein S-Bahn-Gleis teilweise für den Regional- und Fernverkehr mit einer Oberleitung anstatt mit Stromschiene elektrifiziert werden.
Das Konzept kann in der Rubrik „Presseinformationen“ auf der DBV-Internetseite www.bahnkunden.de eingesehen werden (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 17.07.08).

Bahnhöfe + Regionalverkehr: Bahnhofsfest in Luckau

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Richtig zünftig geht es am kommenden Samstag, 19. Juli, ab 10 Uhr auf dem Bahnhof Luckau Zentrum zu. Mit Blasmusik, gemütlichem Biergarten und einem Sonderzugverkehr zwischen Wüstermarke und Lübben Haltepunkt kommen Bahninteressierte und Ausflügler auf ihre Kosten. Für Kinder gibt es eine große Hüpfburg.
Der Fahrplan ist im Internet unter www.regionaleisenbahn.de abrufbar. Initiator ist der DBV-Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn (Pressemeldung Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn, 15.07.08).

Regionalverkehr: Brandenburg: Zukünftig kein Samstagverkehr des Elbe-Elster-Express mehr

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Der Regelverkehr des Elbe-Elster-Express samstags von Mühlberg (Elbe) nach Schlieben wird ab sofort eingestellt. Diese Entscheidung trafen der DBV-Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn zusammen mit der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH, welche den Zugbetrieb durchführt.
„Wir hatten in der laufenden Saison bislang nur acht Fahrgäste auf dem Elbe-Elster-Express, davon vier beim Sonderverkehr zum Schliebener Moienmarkt“, erklärt Gerhard J. Curth, Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, die magere Resonanz auf das Verkehrsangebot. „Die Kosten belaufen sich bislang schon auf über 20000 Euro, denen praktisch keine Einnahmen gegenüberstehen. So ist es dem DBV-Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn, der mit viel ehrenamtlichen Engagement den Verkehr anbietet, nicht mehr zuzumuten, die Verbindung weiterhin aufrecht zu erhalten“, so Curth.
Der Sonderverkehr zum Strandfest am Kiebitz Anfang August wird noch planmäßig durchgeführt. Danach müsse man über Finanzierungsmodelle diskutieren, sofern aus den Gemeinden heraus noch der Wunsch besteht, den Zug fahren zu lassen. Dabei kann sich die DRE als maßgeblicher Kostenträger des Verkehrs ein Modell wie bei der Muldentalbahn vorstellen, wo die Gemeinden und der Landkreis Chemnitzer Land einen Euro pro Einwohner beziehungsweise eine feste Summe geben, um den Betrieb zu finanzieren.
„Wir betonen, dass wir über diesen notwendigen Schritt sehr unglücklich sind, hoffen jedoch auch, dass sich nun mehr konkrete Unterstützung für den Elbe-Elster-Express findet, als das bislang der Fall war“, so Curth (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 12.07.08).

Regionalverkehr: Brandenburg: Knapp 1500 Besucher des Moienmarkt nutzen Elbe-Elster-Express

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Das Wochenende von Freitag, 4. Juli bis Sonntag, 6. Juli 2008 war mit knapp 1500 Fahrgästen im Elbe-Elster-Express zum Schliebener Moienmarkt eines der verkehrsreichsten Wochenenden für den BürgerBahn-Zug. Das Verkehrsangebot nach Mühlberg (Elbe) über Falkenberg (Elster) wurde dagegen fast gar nicht angenommen.
„Wir können mit den Fahrgastzahlen und der Resonanz bei den Bürgern zum Moienmarkt sehr zufrieden sein“, betonte Gerhard J. Curth, Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, dessen Gliederung DBV-Förderverein Elbe-Elster-Express Träger der BürgerBahn auf der Niederlausitzer Eisenbahn ist. „Die Zahlen hätten jedoch noch besser sein können, viele Fahrgäste sind zum Moienmarkt gefahren und eine Stunde später mit dem nächsten Zug zurück, weil sie nicht drei Euro für den Eintritt bezahlen wollten. Dies hat sich natürlich herumgesprochen und die Besucherzahlen am nächsten Tag gedrückt“, so Curth. Gleichwohl hat es sich auch im achten Jahr Sonderverkehr zum Schliebener Moienmarkt gezeigt, dass von Jugendlichen bis hin zu Rentnern alle Altersschichten die Vorzüge des Zuges schätzen, stressfrei und sicher zum Moienmarkt zu kommen und bis spät in die Nacht wieder zurück.
Dass vor allem Jugendliche dem Zugverkehr positiv gegenüber standen, zeigt die große Akzeptanz des Verkehrsmittels Zug auch in dieser Altersschicht und unterstützt die Erfahrung aus dem Schülerverkehr in der Dübener Heide, dass auch mit geringen Mitteln SPNV organisiert werden kann und angenommen wird.
Laut Curth ist der DBV-Förderverein Elbe-Elster- Express, der nunmehr DBV-Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn heißt, interessiert, auch 2009 wieder zum Moienmarkt zu fahren (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 09.07.08).

Bahnverkehr + S-Bahn: Chaos nach Stromausfall bei der Bahn, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/berlin/article634760/.html

Ein 50-minütiger Stromausfall hat Samstag für Chaos im Berliner Bahnverkehr geführt. Der Betrieb auf der Ringbahn und der Stadtbahn musste weitgehend eingestellt werden.
Der Grund: Eine Verteileranlage war ausgefallen, so Bahn-Sprecher Holger Auferkamp – eine technische Störung im Bahnstromwerk am Markgrafendamm. Zu den genauen Ursachen konnte die Bahn zunächst keine Angaben machen; der Fehler wird noch gesucht.
Die Fahrgäste wurden durch Lautsprecherdurchsagen informiert. Auf den Bahnsteigen spielten sich Szenen ab wie zuletzt beim Lokführerstreik 2007: Von 11.45 bis 12.35 Uhr saßen Zehntausende Fahrgäste der S-Bahn auf den Bahnhöfen fest oder suchten sich andere Verkehrsmittel. Auch die Besucher der Parade zum Christopher Street Day mussten auf Busse und Bahnen der BVG ausweichen.
Lediglich auf einigen Außenästen des S-Bahn-Netzes und der Nord-Süd-Strecke …

Regionalverkehr: Rechnergestütztes Leitsystem für die RB-Linie 27

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Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hat am 23.06.08 der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB AG) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 185.000 Euro übergeben. Mit diesen Fördermitteln werden Informationsanlagen der Strecke der RB-Linie 27 eingerichtet und ein rechnergestütztes Leitsystem mit Hard- und Software installiert.
Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Mit den neuen elektronischen Anlagen erreichen wir ein Höchstmaß an Fahrgastinformation. Trotz knapper Kassen unterstützen wir die Verkehrsunternehmen dabei, einen attraktiven Regionalverkehr anzubieten. So stärken wir die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in allen Landesteilen Brandenburgs.“
Das Infrastrukturministerium fördert die Einrichtung eines Fahrgastinformationssystems bei der NEB AG mit rund 185.000 Euro Planungs- und Baukosten. Mit den Fördermitteln werden 10 Stationen mit je einer elektronischen Anzeigetafel ausgestattet. Die Kreuzungsbahnhöfe Basdorf und Schönderlinde erhalten jeweils zwei Anzeigetafeln. Zudem wird ein rechnergestütztes Leitsystem mit Hard- und Software einschließlich einer Datenschnittstelle zum VBB eingerichtet. Die Anzeigetafeln werden Fahrplaninformationen und Verspätungen anzeigen. Außerdem kann man sich in Zühlsdorf, Wandlitz und Klosterfelde über Busanschlüsse informieren.
Die neuen Fahrgastinformationsanlagen werden an folgenden Standorten eingesetzt:
• Schönerlinde (Kreuzungsbahnhof)
• Schönwalde
• Basdorf (Kreuzungsbahnhof)
• Zühlsdorf
• Wandlitz
• Wandlitzsee
• Klosterfeld
• Groß Schönebeck (Endstation)
• Wensickendorf (Mo-Fr)
• Ruhlsdorf-Zerpenschleuse Neu
Das Vorhaben soll bis Ende des Jahres 2008 umgesetzt werden. Seit 1991 hat die NEB AG rund 5,8 Millionen Euro Investitionszuschüsse erhalten (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, 24.06.08).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Bahn auf Paradestrecke ausgebremst, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/printarchiv/
wirtschaft/article575164/.html

– Im kommenden Jahr rücken Berlin und Hamburg ein ganzes Stück auseinander – zumindest für Bahnfahrer. Zwischen März und Juni wird die ICE-Strecke komplett gesperrt, weil schadhafte Betonschwellen ausgetauscht werden müssen. Erneut hat die Deutsche Bahn Ärger mit der Paradestrecke.
Zwei große Baurunden gab es seit der Wiedervereinigung schon, nun rollen die Bagger erneut an. Die Umleitung ist zeitaufwendig – das kostet Fahrgäste. Und zu allem Übel sagen Experten, dass der ganze Ärger nicht nötig gewesen wäre. Die Schwellen der Firma Rethwisch aus Möllenhagen in Mecklenburg waren bereits zu DDR-Zeiten verlegt worden. „Die machten schon vor der Wende Ärger. Die Zement-Kies-Mischung der Dinger stimmte nicht. Es gab immer wieder Chargen mit Schwellen, die einfach zerbröselten“, erinnert sich ein Bahner.
Dennoch hat die Bahn bei der Sanierung der Strecke Berlin-Hamburg erneut …

Regionalverkehr: Arriva erhält Zuschlag für die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH (SBN)

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Nach einem mehrmonatigen Vergabeverfahren ist nun im Kreistag die Entscheidung gefallen: Arriva erhält den Zuschlag für die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH (SBN). Damit ist der Grundstein für einen Eigentümerwechsel ab 1. August 2008 gelegt. Das verkündete der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, derzeitiger 100-prozentiger Gesellschafter der SBN, heute auf einer Pressekonferenz gegenüber Medienvertretern.
In dem komplexen Verfahren, in dem es um die kombinierte Vergabe der Gesellschafteranteile des Landkreises an der SBN und von Verkehrsleistungen im ÖPNV ging, wurde nach der besten Lösung für die Zukunft der SBN gesucht. Dabei definierte der Landkreis im Vorfeld des Verfahrens seine Ziele und Mindest-Vorgaben. Weiterhin hatte der Landkreis für den Fall, dass kein wirtschaftlich vorteilhaftes Angebot eingereicht wird festgelegt, dass es dann zu einer Direktvergabe des Betriebs der Verkehrsleistung ohne Privatisierung an die SBN kommen sollte. Beschlossen wurde außerdem, dass die Verkehrsgesellschaft OSL (VG OSL) die Rolle als Betriebsführerin erhält und damit in ihrer Regiefunktion für den Landkreis gestärkt wird.
In der mehrstufigen europaweiten Ausschreibung legten am Ende drei höchst qualifizierte Bieter verbindliche Angebote vor. Die Bewertung dieser Angebote erfolgte nach den drei Kriterien Wirtschaftlichkeit für den Landkreis, soziales Konzept und strategisches Konzept. Insgesamt legte Arriva das wirtschaftlich vorteilhafteste Angebot vor. Dabei spart der Landkreis jährlich über eine Million Euro für den Betrieb des Verkehrsangebotes, ohne dass es dabei zu Einschränkungen des Angebots gegenüber den Vorgaben des Landkreises (laut Nahverkehrsplan) kommt. Der VBB-Tarif wird weiter unverändert angewendet.
Außerdem wurde das soziale Konzept von Arriva als das beste bewertet, für die Mitarbeiter der SBN entsteht echter Mehrwert:
• Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2017 ausgeschlossen.
• Alle befristeten Angestellten werden in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse übernommen. · Alle Auszubildende werden nach Ende ihrer Lehrzeit in Dauerarbeitsverhältnisse übernommen.
• Zudem legt sich Arriva auf eine hohe Ausbildungsquote von 5 Prozent der Belegschaft während der Vertragslaufzeit fest.
„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Privatisierung der SBN die richtige Entscheidung für den Landkreis, für die Zukunft der SBN, als auch für die Arbeitnehmer getroffen haben. Mit dem von Arriva vorgelegten sozialen Konzept wird den Mitarbeitern der SBN eine sehr hohe Sicherheit geboten, die heutzutage nicht selbstverständlich ist und über das hinaus geht, was der Landkreis selbst hätte zusagen können. Alle am Verfahren Beteiligten haben über Monate harte Arbeit geleistet. Wir können nun mit gutem Gewissen hinter der Entscheidung für dieses überzeugende Angebot stehen.“ so die Einschätzung von Landrat Georg Dürrschmidt.
Mit der Privatisierung der SBN bleibt der Einfluss des Landkreises OSL auf die Gestaltung des ÖPNV weiterhin erhalten. In einem Verkehrsvertrag wird die Souveränität des Landkreises über die Qualität und die Standards des ÖPNV gewährleistet. Arriva legt in seinem strategischen Konzept fest, dass der Firmensitz und die Verwaltung in Senftenberg und damit im Landkreis OSL bestehen bleiben. Außerdem sollen auch die Betriebsstandorte in Senftenberg, Lauchhammer, Calau und Lübbenau erhalten werden. Ebenfalls im Verkehrsvertrag festgelegt, ist die Subunternehmerquote von 20 bis 25 Prozent. Dieser Wert spiegelt den jetzigen Leistungsumfang wider, der derzeit von privaten Unternehmen gefahren wird. Damit ergibt sich für kleine und mittlere regionale Verkehrsunternehmen auch wie bisher die Möglichkeit, Leistungen zu erbringen.
Frank Engeler, Mitglied der Geschäftsführung der Arriva Deutschland GmbH, kommentierte die Entscheidung erfreut: „Dass wir mit unserem Angebot überzeugen konnten und der Busverkehr der SBN im Landkreis Oberspreewald-Lausitz nun Arriva anvertraut wird, freut uns sehr. Wir haben bereits mehrfach gezeigt, wie unter einem starken Dach verschiedene Konzerngesellschaften in ihrer regionalen Entwicklung vorangebracht werden können. Diese langjährige Erfahrung und regionale Verwurzelung wollen wir nun auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz unter Beweis stellen und für die Bürger einen modernen und zuverlässigen Nahverkehr bieten.“
Engeler betonte weiter, dass im SBN-Gesamtkonzept von Arriva besonders die umfangreichen sozialen Aspekte sowie der Ausbau der Linien durch die Erschließung bisher ungenutzter Potenziale überzeugten. Mit seinen sehr weitgehenden Zusicherungen im sozialen Konzept verstehe sich Arriva auch als langfristiger Partner der Beschäftigten in der Region. Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter soll durch die vielfältigen Möglichkeiten des europaweit tätigen Verkehrsdienstleisters verbessert werden.
Für die Fahrgäste möchte Arriva das Verkehrsangebot durch das Angebot von 88.000 zusätzlichen Fahrplankilometern pro Jahr spürbar verbessern. Vor allem eine sinnvolle Umwandlung bisheriger Leerfahrten in Fahrplanfahrten soll dazu beitragen. Auch bei der Optimierung der Umsteigebeziehungen am Wochenende will Arriva seine umfangreichen Erfahrungen im Personenverkehr einbringen. Für Familien mit Kinderwagen und Senioren soll im Freizeitverkehr der vermehrte Einsatz niederfluriger Fahrzeuge ein komfortableres Angebot schaffen.
Dass Arriva sein Engagement in der Region ausbaut, ist laut Frank Engeler ein logischer Schritt: „Wir sind mit der ODEG und der Neißeverkehr GmbH in der Region Lausitz bereits sehr erfolgreich im Schienen- und Busverkehr unterwegs und wollen dies langfristig weiterführen. Wir freuen uns daher, die SBN und ihre Fahrgäste künftig auch bei Arriva Deutschland begrüßen zu dürfen.“
Das gesamte Verfahren wurde durch externe wirtschaftliche und juristische Beratung unter Federführung der KCW GmbH aus Berlin begleitet. Außerdem gab es einen durch den Kreistag einberufenen projektbegleitenden Ausschuss, der sich aus jeweils einem Vertreter der drei größten Fraktionen im Kreistag sowie aus fünf Vertretern der Verwaltung zusammensetzte (Pressemeldung Landkreis Oberspreewald-Lausitz, 21.06.08).

Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Neubau der Eisenbahnüberführung in Wildau

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(Berlin, 20. Juni 2008) In Wildau erfolgt der Neubau einer Eisenbahnüberführung über die Bergstraße auf Grund des geplanten Rückbaus des Bahnüberganges Bergstraße. Im Zuge der Baumaßnahmen wird heute ein Betonrahmen eingeschoben.

Die Bergstraße ist Bestandteil des Straßenhauptnetzes der Gemeinde Wildau und eine wichtige Verbindung zwischen der Gemeinde Wildau und der Stadt Königs Wusterhausen. Die Bergstraße quert derzeit mit einem niveaugleichen Bahnübergang die dreigleisige Eisenbahnstrecke Berlin–Görlitz. Die Deutsche Bahn und die Gemeinde Wildau haben sich in einer Kreuzungsvereinbarung auf die Beseitigung des Bahnüberganges verständigt und sich für den Neubau einer Eisenbahnbrücke über die Bergstraße entschieden. Aufgrund der Höhenlage des Grundwasserhorizontes verläuft die Bergstraße, mit Geh- und Radweg, in einer Grundwasserwanne und mündet östlich der Bahn über einen Kreisverkehr in die Richard-Sorge-Straße.

Die Eisenbahnbrücke wird in Form eines Beton-Rahmenbauwerks gebaut, an das beidseitig Trogbauwerke und Stützwände anschließen. Die neue Brücke hat eine lichte Höhe von 4,50 Meter, eine lichte Höhe über den Gehweg von 2,50 Meter und eine lichte Weite von 12,215 Meter. Die Bauwerkslänge in der Straßenachse beträgt 169,91 Meter.

Mit dem Bau wurde im Oktober 2007 begonnen. Zunächst wurden Kabel und Leitungen umverlegt. Nach dem Einbau von Gleishilfsbrücken für die Fernbahn und die S-Bahn, wurden die Baugruben ausgehoben und eine Unterwasserbetonsohle hergestellt. Die Vorfertigung des Rahmenbauwerkes erfolgte nach dem Trockenlegen der Baugrube östlich der Gleisanlage. Anschließend wird der Verschub des 1200 Tonnen schweren Rahmens in die Endlage erfolgen. Komplettiert wird das Bauwerk durch Trog- und Stützbauwerke sowie Straßenbauarbeiten in den Rampenbereichen. Für die Entwässerung der Bergstraße erhält das Bauwerk eine Hebeanlage. Nach Ausbau der Hilfsbrücken und Schließen der Gleislücke wird die Eisenbahnüberführung Bergstraße Wildau im Oktober 2008 in Betrieb genommen. Der nicht mehr erforderliche Bahnübergang wird im Anschluss zurück gebaut. Komplettierende Arbeiten werden bis Januar 2009 abgeschlossen sein.

Beteiligte an der Baumaßnahme sind die DB Netz AG, vertreten durch die DB ProjektBau GmbH und die Gemeinde Wildau. Es handelt sich um eine Baumaßnahme nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz. Die Kosten von 8,7 Millionen Euro teilen sich der Bund, die Gemeinde und die Deutsche Bahn.

Faktenblatt Eisenbahnbrücke Wildau

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Herausgeber: Deutsche Bahn AG

Bahnverkehr + Regionalverkehr + S-Bahn: Nur einzelne Änderungen bei kleinem Bahn-Fahrplanwechsel am Sonntag, aus Die Welt

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channel=wir&module=dpa&id=18052342

Berlin/Potsdam (dpa/bb) – Für Bahnfahrer in der Region bringt der kleine Fahrplanwechsel an diesem Sonntag nur einzelne Änderungen. Am stärksten betroffen sind Verbindungen zwischen Berlin und Cottbus mit der Regionalexpresslinie 2 sowie zwischen Berlin und Senftenberg mit der Regionalbahnlinie 14, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilte. Hintergrund seien Modernisierungsarbeiten zwischen Lübbenau und Cottbus. Dadurch ergeben sich teils längere Fahrtzeiten, da Züge umgeleitet werden. Dies gilt auch für einige Intercity. Bei der S-Bahn Berlin …