Fernverkehr nach Polen: Deutliche Verschlechterungen zum Fahrplanwechsel 2004

Fernverkehr nach Polen: Deutliche Verschlechterungen zum Fahrplanwechsel 2004

Ereignis

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 wurden mehrere internationale Fernverkehrsverbindungen zwischen Berlin und Polen eingestellt. Besonders betroffen waren die Verbindungen nach Posen, Breslau und Krakau. Der Senat bewertete die Entwicklungen als nachteilig für Wirtschaft, Tourismus und die internationale Erreichbarkeit Berlins. 【3-543972】

Details

Quelle: Drucksache 15/12028. 【3-543972】

Kleine Anfrage des Abgeordneten Frank Jahnke (SPD) vom 23. November 2004

Verschlechterungen im Eisenbahnfernverkehr nach Polen 【3-543972】

Frage 1

Welche Verschlechterungen im Eisenbahnfernverkehr zwischen Berlin und Polen sind zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 eingetreten? 【3-543972】

Antwort zu 1

Der Senat bestätigt:

  • Wegfall der IC-Tagesrandverbindung Posen–Berlin–Posen.
  • Einschränkungen der Nutzung des Nachtzuges nach Warschau und Kiew.
  • Streichung des Nachtzuges Berlin–Cottbus–Breslau–Krakau.
  • Einstellung des Eisenbahnfernverkehrs Dresden–Görlitz–Breslau aus wirtschaftlichen Gründen.

Gleichzeitig wird bestätigt, dass die Strecke nach Posen auf polnischer Seite weitgehend für 160 km/h ausgebaut worden ist. 【3-543972】

Frage 2

Welche Auswirkungen ergeben sich für Wirtschaft und Politik? 【3-543972】

Antwort zu 2

Der Senat sieht negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Berlin. Tages- und Geschäftsreisen zwischen Berlin und Posen würden erheblich erschwert. Die Nutzung der Berliner Flughäfen werde für Reisende aus Posen unattraktiver, da bei verpassten Anschlüssen eine Übernachtung in Berlin erforderlich werde. Auch die Anbindung an das deutsche IC- und ICE-Netz verschlechtere sich deutlich. 【3-543972】

Frage 3

Welche Handlungsmöglichkeiten sieht der Senat? 【3-543972】

Antwort zu 3

Der Senat verweist auf Artikel 87e Absatz 4 Grundgesetz, wonach der Bund Verantwortung für den Schienenpersonenfernverkehr trägt. Berlin wolle seine künftige Vorsitzfunktion in der Verkehrsministerkonferenz nutzen, um Verbesserungen anzustoßen. Darüber hinaus werde mit Brandenburg, Sachsen, Polen sowie den Eisenbahnunternehmen über Verbesserungen verhandelt. Bereits erreicht worden sei eine IC-Verbindung Stettin–Berlin–Amsterdam. 【3-543972】

Frage 4

Werden Notlösungen im Regionalverkehr geprüft? 【3-543972】

Antwort zu 4

Der Senat verweist auf Gespräche mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und polnischen Partnern. Verbesserungen würden angestrebt, die wirtschaftliche Situation in Polen erschwere jedoch die Umsetzung. Der grenzüberschreitende Nahverkehr Görlitz–Zgorzelec sei von den beteiligten Bahnunternehmen eigenständig vereinbart worden. 【3-543972】

Berlin, den 04. Januar 2005

In Vertretung

Maria Krautzberger

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 【3-543972】

Hinweis

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.