S-Bahnstrecke Erkner-Potsdam

S-Bahnstrecke Erkner-Potsdam

Ereignis

Die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anneliese Neef (SPD) befasst sich mit den Gründen für die Einstellung der traditionellen S-Bahnlinie Erkner–Potsdam und ihre Reduzierung auf die Verbindung Erkner–Westkreuz (S 3), der Frage, ob Züge aus Erkner nach Abschluss der Baumaßnahmen weiterhin im Hauptbahnhof enden werden, sowie mit den Maßnahmen des Senats zur Entlastung der doppelt benachteiligten Nutzer der Verbindung Erkner–Potsdam. Der Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr, Ingo Schmitt, zitiert in seiner Antwort die Stellungnahme der S-Bahn Berlin GmbH, wonach die Zurückziehung der Linie S 3 nach Westkreuz vorgenommen worden sei, weil Befragungsergebnisse zeigten, dass wesentlich mehr Fahrgäste der Linie S 7 Fahrten nach Potsdam Stadt nachfragten, als es auf der Linie S 3 zwischen Erkner und Ostkreuz der Fall sei, und dass der Fahrplan so gestaltet sei, dass eine Weiterfahrt nach Potsdam Stadt von allen Bahnhöfen zwischen Ostkreuz und Westkreuz mit dem nachfolgenden Zug der Linie S 7 möglich sei, der ca. 3 Minuten später folge; ergänzend weist der Senat darauf hin, dass nach Abschluss der Stadtbahnsanierung mit dem Fahrplanwechsel am 1. Juni 1998 voraussichtlich die RegionalExpress-Linie 1 Erkner mit Potsdam direkt verbinden werde.

Details

Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13/2662 (Kleine Anfrage Nr. 2662)

Kleine Anfrage Nr. 13/2662 der Abgeordneten Dr. Anneliese Neef (SPD) über S-Bahnstrecke Erkner-Potsdam

Mit der Wiederinbetriebnahme des Gleises 8 in Hauptbahnhof am 10. November 1997 ergibt sich wieder die Möglichkeit, bahnsteiggleich in Richtung Erkner umsteigen zu können.

Ich frage den Senat:

  1. Welche Gründe führten zur Einstellung der traditionellen S-Bahnlinie Erkner-Potsdam und zu ihrer Reduzierung auf die Verbindung Erkner-Westkreuz (S3)?

  2. Werden nach Abschluß der Baumaßnahmen weiterhin Züge aus Erkner im planmäßigen Zugverkehr bereits im Hauptbahnhof enden?

  3. Was gedenkt der Senat zu unternehmen, um die im Vergleich zu anderen S-Bahnstrecken doppelt benachteiligten Nutzer der Verbindung Erkner-Potsdam (bis zu zweimal umsteigen) künftig zu entlasten?

Berlin, den 28. August 1997

Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 2662

Im Namen des Senats von Berlin beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Zu 1.:

Von der für den Betrieb der S-Bahn zuständigen S-Bahn Berlin GmbH liegt dazu folgende Stellungnahme vor:

„Die Zurückziehung der Linie S 3 nach Westkreuz wurde vorgenommen, da vorliegende Befragungsergebnisse aus periodisch durchgeführten Erhebungen zeigen, daß wesentlich mehr Fahrgäste der Linie S 7 Fahrten nach Potsdam Stadt nachfragen, als es auf der Linie S 3 zwischen Erkner und Ostkreuz der Fall ist. Demzufolge haben wir uns im Interesse einer nachfrageorientierten Linienführung mit den beiden Bestellern unserer Leistungen zu einem 10-Minuten-Takt nach Potsdam Stadt mit der Linie S 7 entschlossen, da die Nachfrage, die finanziellen Mittel und die technologischen Zwänge eine gleichzeitige Durchbindung der S 3 nicht zulassen.

Der Fahrplan ist so gestaltet, daß eine Weiterfahrt nach Potsdam Stadt von allen Bahnhöfen zwischen Ostkreuz und Westkreuz mit dem nachfolgenden Zug der Linie S 7 möglich ist. Da der nachfolgende Zug ca. 3 Minuten später folgt, ergibt sich für die Fahrgäste der S 3 eine nur unwesentliche Fahrzeitverlängerung.“

Zu 2.:

Zur Beantwortung dieser Frage führt die S-Bahn Berlin GmbH aus:

„Die Stammlinie der S 3 verkehrt zwischen Erkner und Hauptbahnhof. Um einen 10-Minuten-Takt auf der S 3 anzubieten, verkehren in der HVZ und Tages-NVZ Verstärkerzüge bis nach Westkreuz.

Mit der Inbetriebnahme der westlichen Kehranlage am Hauptbahnhof, vsl. Februar 1998, wird dann in beiden Fahrtrichtungen ein bahnsteiggleiches Umsteigen möglich sein.“

Zu 3.:

Der entsprechenden Nachfrageströmen erfolgte Tausch der Linienführungen von S 3 und S 7 ist sachgerecht. Da von allen Bahnhöfen zwischen Ost- und Westkreuz eine Weiterfahrt nach Potsdam Stadt mit dem nachfolgenden Zug der Linie S 7 erfolgen kann, ist nur ein einmaliges Umsteigen erforderlich. Außerdem wird nach Abschluß der Stadtbahnsanierung mit dem Fahrplanwechsel am 1. Juni 1998 voraussichtlich die RegionalExpreß-Linie 1 Erkner mit Potsdam direkt verbinden.

Berlin, den 9. Oktober 1997

In Vertretung Ingo Schmidt Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr

Hinweis

dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt