BVG: „Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“, aus BVG

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Die Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid Evelyn
Nikutta, hat am heutigen Dienstag gemeinsam mit den drei Autoren, Dr. Chris-
tian Dirks, Jörg Pache und Thorsten Beck, das von der BVG herausgegebene
Buch „Aus Rot wird Braun – Die BVG 1929-1945“ präsentiert.

Im Mai 2013 wurde die Ausstellung „Aus Rot wird Braun“ im U-Bahnhof Ale-
xanderplatz von Dr. Sigrid Evelyn Nikutta gemeinsam mit dem Initiator, Dr.
Christian Dirks, BERGZWO communication + concepts eröffnet. Diese Aus-
stellung stieß sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Fahrgästen der BVG auf
großes Interesse. Der Vorstand der BVG regte daraufhin an, die Vergangen-
heit der BVG von 1929-1945 noch einmal in einem Buch zusammenzufassen.

In dem Buch des Mitteldeutschen Verlages beginnt alles damit, dass der sozi-
aldemokratische Kommunalpolitiker Ernst Reuter sich für die Zentralisierung
des Verkehrs einsetzt und entscheidende Schritte unternimmt. Somit wird An-
fang 1929 die Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft (BVG) gegründet. U-Bahn,
Bus und Straßenbahn sind damit unter dem Dach eines gemeinsamen Betrei-
bers vereint. Bis zu 28.000 Menschen stehen hier in Lohn und Brot. Es ist der
größte kommunale Betrieb Deutschlands. Nach der Machtergreifung der Nati-
onalsozialisten 1933 erschüttern die drastischen Folgen das ganze Unter-
nehmen – die Entwicklung von „Rot“ zu „Braun“ wird vorangetrieben. Tausen-
de „unerwünschte“ Mitarbeiter werden entlassen oder aus dem Betrieb ge-
drängt.

Von der systematischen „Säuberung“ des Unternehmens, der Ausbeutung
und Ausgrenzung vieler Menschen, bis hin zu denen, die von dem Unrecht
profitierten, erzählt das Buch. Anhand ausgewählter Biografien und neu ent-
deckter Fakten wird nicht nur die Geschichte der BVG, der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und ihrer Familien beleuchtet, sondern auch ein wichtiger Ab-
schnitt deutscher Geschichte aus den Jahren 1929 bis 1945.

Eine dieser Biografien im Buch gehört Georg Speyer (1902-1971), der seit
Neugründung 1929 sieben Jahre lang Mitarbeiter der BVG ist. Im Sommer
1936 wird Speyer mit der Begründung, dass sein Vater Jude sei, entlassen.
Speyer wird bei Kriegsende als Zwangsarbeiter an der Westfront eingesetzt.
Im Mai 1945 befreien ihn amerikanische Soldaten in Tirol. Er kehrt nach Berlin
zurück und arbeitet wieder bis zum Ruhestand im Jahre 1958 bei der BVG.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Uns war es wichtig, ehrlich mit der Vergangenheit
unseres Unternehmens umzugehen. In diesem Buch wird die damalige Ent-
wicklung in Deutschland nach der Machtübernahme des Nationalsozialismus
am Beispiel eines Unternehmens gezeigt. Wir wünschen uns, dass sich viele
mit diesem einschneidenden Abschnitt unserer Firmengeschichte auseinan-
dersetzen.“

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