Bahnverkehr: DBV: Vogtland-Express ist Opfer der Vielzahl der sächsischen Verkehrsverbünde

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Am Montag, 16. Februar 2009, ist die letzte Fahrt des Vogtland-Express zwischen Riesa und Berlin. Als Grund gibt die Vogtlandbahn die fehlende Wirtschaftlichkeit der Verbindung an.
Der DBV begrüßt, dass ein nicht-bundeseigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen freiwillig einen preisgünstigen Fernverkehrszug anbot. Unverständlich ist, dass dieses Engagement bei öffentlichen Stellen nicht gewürdigt wurde.
Aus Sicht des DBV ist dieses Projekt hauptsächlich daran gescheitert, dass in Sachsen fünf Verkehrsverbünde diese Verbindung wie einen Fremdkörper wahrnahmen und ihn keiner der Aufgabenträger über seine Grenzen hinaus als durchgehende Verbindung unterstützen wollte. Das Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen muss dringend einen Weg finden, wie Zugverbindungen als eigenwirtschaftliche „Fernzüge“ nicht Pleite gehen. Immerhin übernehmen sie auch regionale Aufgaben. Mit fünf Zweckverbänden im Rücken ist es fast unmöglich, ein überregionales Angebot in Sachsen aufzubauen.
Aus diesem Grund fordert der DBV mit Nachdruck, die Verkehrsverbünde in geeigneter Weise so zusammenzuführen, dass sie das Geforderte leisten können. Die Finanzierung von fünf Verwaltungen geht klar zu Lasten des Verkehrsangebotes. Ebenso wäre der Gestaltungsspielraum eines Verkehrsverbundes deutlich größer als bei fünf Verbünden, die Verkehrsunternehmen hätten darüber hinaus einen zentralen Ansprechpartner.
Der DBV wird trotz dieser schlechten Ausgangsbedingungen nichts unversucht lassen, wieder ein Verkehrsunternehmen zu finden, das die Strecke bedient (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 14.02.09).

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